AT274725B - Verfahren zum stufenweisen Bleichen von Bastfasern - Google Patents
Verfahren zum stufenweisen Bleichen von BastfasernInfo
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Description
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Verfahren zum stufenweisen Bleichen von Bastfasern
Nach dem Verfahren des Stammpatentes Nr. 264445 wird ein stufenweises Bleichen von Bastfasern in loser Form oder in Form von Garnen, Kreuzspulen, Geweben, Gewirken und Textilwaren mit einer Peroxydlösung, darauf mit einer Chlor enthaltenden Lösung und anschliessend wieder mit einer Peroxydlösung in der Weise vorgenommen, dass man das Bleichgut unter Verzicht auf ein alkalisches Vorkochen oder Vorbrühen in der ersten Stufe mit Peroxyd mit einem Aufwand von mindestens 0,5 Gew.-Teilen aktivem Sauerstoff auf 100 Gew.-Teile Bleichgut bleicht, hierauf spült, in der zweiten Stufe mit Natriumchlorit bzw. Chlordioxyd bleicht und in der dritten Stufe eine weitere Peroxydbleiche anschliesst.
Dabei wird schon in der ersten Stufe des Bleichvorganges ein guter Bleicheffekt erzielt, wobei ein 1/2 Weiss erreichbar ist, während in der zweiten Bleichstufe annähernd ein 3/4 Weiss erzielt werden kann.
In Weiterbildung des Verfahrens nach dem Stammpatente wurde nun überraschenderweise gefunden, dass man mindestens den gleichen, in manchen Fällen sogar einen noch besseren Bleicheffekt bei dem Verfahren des Stammpatentes erzielt, wenn die Peroxydbleiche nicht, wie allgemein üblich, bei erhöhter Temperatur sondern bei Normaltemperatur ohne zusätzliche Erwärmung durchgeführt wird. Entgegen den Erwartungen genügt auch beim Arbeiten nach der Erfindung bei normaler Temperatur eine Behandlungszeit von 3 bis 5 h, ohne dass der Aufwand an Bleichchemikalien höher wäre als bei der heissen Peroxydbleiche.
Das Bleichgut kann im Strang oder im breiten Zustand mit der Bleichlösung imprägniert, abgequetscht und ohne Aufheizen der Einwirkung des Bleichmittel überlassen werden, wofür eine Dauer von 2 bis 10 h im allgemeinen ausreicht.
Das Verfahren gemäss der Erfindung wird an Hand des nachstehenden Beispiels erläutert : Grobes Leinengewebe wird ohne Vorkochen mit einer Bleichlösung imprägniert, die folgende Zusammensetzung aufweist (die Angaben beziehen sich auf den Gehalt von 11 Bleichlösung) :
60 cm3 H202 (40 VOI-%)
EMI1.1
A)
5 g Fettalkoholpolyglykoläther (Handelsname Arbyl N).
Das mit dieser Lösung im breiten Zustand imprägnierte Gewebe wird auf 1001o abgequetscht, auf eine Docke aufgerollt und 4 h bei Normaltemperatur rotiert, wobei das Gewebe gegen Antrocknen mit
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Nach dem Rotieren wird die Ware unter Zusatz von 2 g eines Polymetaphosphates (Handelsname Calgon T) je l Flüssigkeit bei 700C gewaschen, warmgespült, abgesäuert und kalt gespült.
Nach dieser Behandlung erhält man einen Bleicheffekt, der als Vorbleiche für Farbware vollständig ausreichendist. FürWeisswarenwird, wie im Stammpatent beschrieben, eine zweite Bleichstufe mit Natriumchlorit und gegebenenfalls eine dritte Stufe mit Peroxyd oder Chlorit angeschlossen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum stufenweisen Bleichen von Bastfasern in loser Form oder in Form von Garnen, Kreuzspulen, Geweben, Gewirken und Textilwaren mit einer Peroxydlösung, darauf mit einer Chlor enthaltenden Lösung und anschliessend wieder mit einer Peroxydlösung, wobei das Bleichgut unter Verzicht auf ein alkalisches Vorkochen oder Vorbrühen in der ersten Stufe mit Peroxyd mit einem Aufwand von mindestens 0,5 Gew.-Teilen aktivem Sauerstoff auf 100 Gew.-Teile Bleichgut behandelt, gespült und in der zweiten Stufe mit Natriumchlorit bzw. Chlordioxyd gebleicht wird, nach Patent Nr. 264445, dadurch gekennzeichnet, dass das Bleichgut in der ersten Stufe mit Peroxyd bei Normaltemperatur behandelt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dassdas Bleichgut im Strang oder im breiten Zustand mit der Bleichlösung imprägniert, abgequetscht und ohne Aufheizen für eine Dauer von 2 bis 10 h, vorzugsweise von 3 bis 5 h, der Einwirkung des Bleichmittels überlassen wird.
Applications Claiming Priority (2)
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| DE274725X | 1964-04-10 |
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|---|---|
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1965
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