AT2716U1 - Verschleissauskleidung, insbesondere verschleissfutter, für rohr- und/oder kugelmühlen - Google Patents
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Abstract
Bei einer Verschleißauskleidung, insbesondere Verschleißfutter, für Rohr- und/oder Kugelmühlen (1), wobei aus verschleißfesten Werkstoffen, insbesondere verschleißfestem Gußstahl, gefertigte Auskleidungselemente (5, 15) am Mühlenmantel der Mahltrommel (2) lösbar festgelegt sind, ist wenigstens eine Halteleiste (3) über im Mühlenmantel (2) vorgesehene Bohrungen am Mühlenmantel (2) lösbar festgelegt. Weiters ist vorgesehen, daß die Verschleißauskleidung bildende Auskleidungselemente (5, 15) wenigstens teilweise unmittelbar an der (den) Halteleiste(n) (3) lösbar festgelegt sind, wobei die die Verschleißauskleidung bildenden Auskleidungselemente (5, 15) in axialer Richtung der Mahltrommel (1) geteilt ausgebildet sind, wobei in der Verschleißauskleidung zwischen benachbarten Auskleidungselementen (5, 15) zu den Seitenwangen (7) der Auskleidungselemente (5, 15) im wesentlichen komplementär geformte Distanz- und/oder Futterbleche (8) vorgesehen sind, um mit einer geringen Anzahl von unterschiedlichen Auskleidungselementen (5, 15) das Auslangen zu finden.
Description
AT 002 716 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschleißauskleidung, insbesondere Verschleißfutter, für Rohr- und/oder Kugelmühlen, wobei aus verschleißfesten Werkstoffen, insbesondere verschleißfestem Gußstahl, gefertigte Auskleidungselemente am Mühlenmantel der Mahltrommel lösbar festgelegt sind, wobei wenigstens eine Halteleiste über im Mühlenmantel vorgesehene Bohrungen am Mühlenmantel lösbar festgelegt ist und die Verschleißauskleidung bildende Auskleidungselemente wenigstens teilweise unmittelbar an der (den) Halteleiste(n) lösbar festgelegt sind, wobei die die Verschleißauskleidung bildenden Auskleidungselemente in axialer Richtung der Mahltrommel geteilt ausgebildet sind.
Verschleißauskleidungen, insbesondere Verschleißfutter, für Rohr- und/oder Kugelmühlen sind bereits in verschiedensten Ausbildungen bekannt, wobei bis dato die Verschleißauskleidungen beispielsweise entsprechend der US-^9^ 4 200 242 ^ladurch ausgebildet wurden, daß einzelne Auskleidungselemente mit Hilfe von Schrauben an dem Mühlenmantel festgelegt wurden, wobei sich die Verschraubungen von außen durch den Mühlenmantel in die Verschleißelemente erstreckten. Derartige Verschleißauskleidungen, bei welchen jedes einzelne Auskleidungselement mit dem Mühlenmantel verschraubt ist, weisen den Nachteil auf, daß durch die Vielzahl von Bohrungen, welche in dem Mühlenmantel zur Festlegung der Auskleidungselemente erforderlich sind, der Mühlenmantel entsprechend geschwächt wird und daß, da im Inneren der Auskleidung der Rohr- und/oder Kugelmühle keinerlei Spalte bestehen dürfen, die Auskleidungselemente exakt auf das Bohrbild der Mahltrommel abgestimmt sein müssen. Im Falle des Verschleißes oder der Zerstörung von nur einem Auskleidungselement ist es daher für den Betreiber der Mahltrommel unbedingt erforderlich, ein exakt passendes Ersatzteil zur Hand zu haben, sodaß üblicherweise ein extrem großes Ersatzteillager erforderlich ist, um Rohr- und/oder Kugelmühlen gemäß dem Stand der Technik entsprechend zu bestücken und betriebsbereit zu halten.
Eine Verschleißauskleidung der eingangs genannten Art ist beispielsweise der US^X* 2 268 661^u entnehmen, wobei über insbesondere keilförmige Einsatzelemente bzw. Halteleisten, welche am Mühlenmantel verschraubt sind, eine Mehrzahl von Auskleidungselementen zur Ausbildung der Verschleißauskleidung festleg- 2 AT 002 716 Ul bar sind. Nachteilig bei dieser bekannten Ausbildung ist jedoch, daß die Schraubverbindungen der keilförmigen Einsatzstücke in das Innere der Mühle ragen und somit einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt sind, wodurch unter Umständen ein Lösen der Halteleisten erschwert bzw. verhindert, und daß darüberhinaus die angrenzenden Auskleidungselemente genau auf die Form der Einsatzstücke bzw. Halteleisten abgogstimmt sein müssen.
Aus der DE-«AS"'22 45 664,/ist eine schraubenlose Mahlplattenauskleidung für Rohr- und Kugelmühlen bekannt geworden, welche aus streifenförmigen Einzelelementen besteht, welche sich in Drehrichtung gegeneinander zu einem vollen Kreisbogengewölbe abstützen. Eine derartige Ausbildung einer Mahlplattenauskleidung hat den Nachteil, daß bei Verschleiß auch nur eines Elementes ein großer Teil der Auskleidung entfernt werden muß. Zum neuerlichen Aufbau einer derartigen Auskleidung muß, um ein Einstürzen der halbfertigen Auskleidung zu verhindern, eine Abstützung der einzelnen Auskleidungselemente von innen erfolgen, um wiederum einen vollständigen, sich selbsttragenden Kreisbogen herzustellen. ^ λ
Aus der DE-^8^12 27 763/ist weiters bereits ein Verschleißfutter für rotierende Trommeln bekannt geworden, bei welchem die Ausfütterungselemente aus Gummi gebildet sind, wobei die einzelnen Gummielemente an in Längsrichtung der Trommel verlaufenden Längsstreben aus Gummi, welche am Trommelmantel ebenfalls durch Gummi leisten festgehalten werden, festgelegt sind. Derartige Kunststc^fauskleidungen, wie ste beispielsweise auch der EP-Jk 0 233 746^cler DE-££T20 10 6307sowie der US-^S^ 289 279y*u entnehmen sind, benötigen für ihre Festlegung am Mühlenmantel neben entsprechenden Schienen auch gesondert ausgebildete, in den Gummielementen festgelegte, rinnenförmige Flanschelemente, um eine Festlegung der Auskleidungselemente aus Kunststoff ohne ein verkeilen auf entsprechenden Leisten oder Schienen am Trommelmantel zu ermöglichen.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, ausgehend von einer Verschleißauskleidung der eingangs genannten Art eine Verschleißauskleidung für Rohr- und/oder Kugelmühlen zur Verfügung zu stellen, mit welcher mit einer möglichst geringen Anzahl von unterschiedlich geformten bzw. unterschiedlich großen verschleiß- 3 AT 002 716 Ul elementen bei unterschiedlichen Radien bzw. Abmessungen von Mühlen zur Herstellung einer Verschleißauskleidung das Auslangen gefunden werden kann. Weiters soll ein möglichst einfacher Ersatz von abgenutzten bzw. zerstörten Auskleidungselementen in einer bestehenden Verschleißauskleidung möglich sein. Darüber-hinaus zielt die Erfindung darauf ab, eine Verschleißauskleidung zu schaffen, welche zum Inneren der Mahltrommel keinerlei Schwachstellen, insbesondere Bohrungen, zur Festlegung der Auskleidungselemente erforderlich macht, welche einen erhöhten Verschleiß und einen vorzeitigen Austausch der Verschleißauskleidung bedingen würden. Weiters sollen mit der erfindungsgemäßen Auskleidung auch bereits bestehende Rohr- oder Kugelmühlen zur Gänze im nachhinein auskleidbar bzw. nachrüstbar sein.
Zur Lösung dieser Aufgaben ist die erfindungsgemäße Verschleißauskleidung im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß in der Verschleißauskleidung zwischen benachbarten Auskleidungs-elementen zu den Seitenwangen der Auskleidungselemente im wesentlichen komplementär geformte Distanz- und/oder Futterbleche vorgesehen sind. Erfindungsgemäß kann durch derartige Distanzoder Futterbleche mit einer geringen Anzahl von unterschiedlich großen Auskleidungselementen für das Bestücken von Mühlen mit unterschiedlichsten Dimensionen das Auslangen gefunden werden, sodaß insgesamt die Lagerhaltung von Ersatzteilen vereinfacht und insbesondere reduziert wird. Durch Einsatz der erfindungsgemäßen Distanz- und/oder Futterbleche werden auch kleine verbliebene Spalten in der Verschleißauskleidung der Rohr- und/oder Kugelmühle beseitigt, sodaß sich insgesamt eine dichte Auskleidung erzielen läßt, wobei darüberhinaus durch die entsprechende Form der Distanz- und/oder Futterbleche sichergestellt wird, daß die gesamte Mühlenauskleidung spannungsfrei an den Mühlenmantel angepaßt ist.
Da wenigstens eine Halteleiste über im Mühlenmantel vorgesehene Bohrungen am Mühlenmantel lösbar festgelegt ist, ist nur eine geringe Anzahl von Bohrungen im Mühlenmantel erforderlich und es ist weiters möglich, die üblicherweise im Mühlenmantel vorgesehenen Bohrungen zur Festlegung von Halteleisten zu verwenden, sodaß keinerlei zusätzliche Bohrungen in einem bestehenden Mühlenmantel gebohrt werden müssen. Dadurch gelingt es, den 4 AT 002 716 Ul für die Festlegung von einzelnen Auskleidungselementen gemäß dem Stand der Technik auftretenden Stabilitätsverlust des Mühlenmantels aufgrund der geringen Anzahl von erforderlichen Bohrungen hintanzuhalten und somit eine vergrößerte Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Mantels der Rohr- und/oder Kugelmühle zu erzielen, sodaß gegebenenfalls mit geringeren Materialquerschnitten und somit verringertem Gewicht für den Mühlenmantel das Auslangen gefunden werden kann. Indem zumindest ein Teil der die Verschleißauskleidung bildenden Auskleidungselemente an den Halteleisten lösbar festgelegt sind, sind zumindest die an den Halteleisten festgelegten Auskleidungselemente unverlierbar am Inneren des Mühlenmantels befestigt, sodaß insbesondere bei Aufbau der Auskleidung eine weitere aufwendige Abstützung dieser Elemente nicht erforderlich ist. Weiters ist durch wenigstens teilweise unmittelbare Festlegung der Auskleidungselemente an der wenigstens einen Halteleiste sichergestellt, daß die Auskleidungselemente selbst keine zum Inneren der Mahltrommel weisenden Durchbrechungen oder Schwachstellen für deren Festlegung am Mühlenmantel aufweisen und somit vor einem erhöhten Verschleiß geschützt sind. Dadurch, daß darüberhinaus die Auskleidungselemente in axialer Richtung der Mahltrommel geteilt ausgebildet sind, lassen sich gezielt einzelne Teilelemente aus-tauschen, während unbeschädigte Auskleidungselemente weiterverwendet werden können, sodaß die Ersatzteilkosten durch Verwendung kleinerer und gezielt zu ersetzender Elemente insgesamt reduziert werden können.
Um mit einer möglichst geringen Anzahl von Halteleisten das Auslangen finden zu können, ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung vorgesehen, daß in an sich bekannter weise zwischen den an der (den) Halteleiste(n) festlegbaren Auskleidungselementen in Umfangsrichtung jeweils wenigstens ein weiteres Auskleidungselement über komplementäre, an den Seitenwangen benachbarter Auskleidungselemente vorgesehene Fortsätze und Ausnehmungen gehalten ist. Bevorzugt ist hiebei weiters, daß in an sich bekannter Weise die Verschleißauskleidung aus an der (den) Halteleiste(n) festgelegten Auskleidungselementen und in Drehrichtung der Mahltrommel zwischen der (den) Halteleiste(n) aus sich gegeneinander zu einem Kreissegment abstützenden weiteren 5 AT 002 716 Ul
Auskleidungselementen gebildet ist. Durch Vorsehen von aus sich insbesondere gegeneinander zu einem Kreissegment abstützenden weiteren Auskleidungselementen zwischen den an den Halteleisten £estgelegten Auskleidungselementen ist es möglich, ohne Vorsehen von weiteren Verschraubungen im Mühlenmantel eine vollständige Auskleidung der Mahltrommel zu erzielen, weiters ist es durch die erfindungsgemäße Ausbildung der einzelnen Auskleidungselemente mit an den Seitenwangen vorgesehenen Fortsätzen und Ausnehmungen möglich, die Elemente gegeneinander abzustützen, wobei insbesondere bei der Montage der Verschleißauskleidung bei der erfindungsgemäßen Ausbildung auf zusätzliche Abstützungen der einzelnen Elemente verzichtet werden kann, und jeweils einzelne Kreissegmente ohne weitere Hilfsmittel zusammengesteckt werden können. Darüberhinaus lassen sich derart mit einer geringen Anzahl von unterschiedlich geformten Auskleidungselementen verschiedene Mühlenkonstruktionen unterschiedlicher Form und Größe mit einer Verschleißauskleidung ausstatten.
Um bei Vorsehen von Fortsätzen und Ausnehmungen an den Seitenwangen benachbarter Auskleidungselemente beispielsweise mit einer einzigen Größe bzw. Form von Auskleidungselementen im wesentlichen unabhängig von den Abmessungen der zu verkleidenden Rohr- oder Kugelmühle und insbesondere im wesentlichen unabhängig von deren Abmessungen das Auslangen finden zu können, wird gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß die an den Seitenwangen benachbarter Auskleidungselemente vorgesehenen Fortsätze und Ausnehmungen in ein den Mühlenmantel anschließenden Teilbereichen der Seitenwangen der Auskleidungselemente vorgesehen sind. Dadurch, daß die Fortsätze und Ausnehmungen an den Seitenwangen benachbarter Auskleidungselemente, die in zusammengebautem Zustand eine Verbindung nach Art einer Nut-Feder-Verbindung ergeben, somit in dem an den Mühlenmantel anschließenden Bereich der Auskleidungselemente ein den von dem zu zerkleinernden Material abgewandten Ende der Seitenwangen angeordnet sind, ist im wesentlichen unabhängig vom Radius der auszukleidenden Mühle immer sichergestellt, daß im an den Müh-lenmantel anschließenden Bereich eine sichere Verbindung und ein sicherer Anschluß benachbarter Auskleidungselemente aneinander erzielbar ist. Für den Fall von relativ engen Radien kann hiebei 6 AT 002 716 Ul eine Bearbeitung der Seitenwangen außerhalb der die Fortsätze und Ausnehmungen aufweisenden Bereiche dahingehend erfolgen, daß überflüssiges Material an den Auskleidungselementen entfernt wird, während im Fall von großen Radien unter Umständen an den zum Mühleninneren gerichteten Begrenzungsflächen der Seitenwangen gegebenenfalls ein Spalt zwischen benachbarten Auskleidungselementen verbleibt. Dieser Spalt kann hiebei bis zu 30 % der Dicke der Auskleidungselemente betragen, ohne eine Beeinträchtigung der Funktion zu bewirken. Für eine weitere Verbesserung der Anpaßbarkeit an unterschiedliche Radien des Mühlenmantels mit möglichst wenig unterschiedlich großen Auskleidungselementen und insbesondere einer einzigen Form und Größe eines Auskleidungselements wird darüber-hinaus bevorzugt vorgeschlagen, daß die Fortsätze und Ausnehmungen an den Seitenwangen benachbarter Auskleidungselemente eine an sich bekannte, im wesentlichen kreisbogenförmige Außenkontur aufweisen, wobei der Radius eines Fortsatzes vorzugsweise geringer ist als der Radius der zugehörigen Ausnehmung. Durch ein derartiges Spiel im Bereich der Nut-Feder-Verbindung läßt sich einfach eine Auskleidung unterschiedlichster Mühlenradien mit Auskleidungselementen vornehmen. Für eine sichere Verankerung der Distanz- und/oder Futterbleche im Bereich von aneinander anschließenden Auskleidungs-elementen bzw. deren Seitenwangen wird darüberhinaus bevorzugt vorgeschlagen, daß die Distanz- und/oder Futterbleche den an einer Seitenwange eines Auskleidungselementes vorgesehenen Fortsatz im wesentlichen vollständig umgreifen und mit ihren Außenkonturen auf die korrespondierende Ausnehmung eines benachbarten Auskleidungselementes abgestimmt sind. Durch ein im wesentlichen vollständiges umgreifen eines an einer Seitenwange eines Auskleidungselementes vorgesehenen Fortsatzes sowie ein Abstimmen der Außenkonturen auf die entsprechende Ausnehmung wird unter Ausfüllung gegebenenfalls bestehender Freiräume zwischen benachbarten Auskleidungselementen eine sichere Festlegung eines Distanz- und/oder Futterbleches ermöglicht. Für eine einfache und ordnungsgemäße Positionierung kann darüberhinaus vorgesehen sein, daß die Distanz- und/oder Futterbleche an ihrem zur Außenseite der Auskleidung gerichteten Ende 7 AT 002 716 Ul einen Fortsatz aufweisen, welcher in einem abgesetzten Bereich an der Außenseite eines Auskleidungselementes im wesentlichen bündig anordenbar ist, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung entspricht. Durch Anordnung eines Fortsatzes eines Distanz-und/oder Futterbleches in einem abgesetzten Bereich der Außenseite des Auskleidungselementes ergibt sich insgesamt eine bündige Außenkontur der Verschleißauskleidung an der zum Mühlenmantel gewandten Seite. Zur Erleichterung der Positionierung kann darüberhinaus gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, daß ein Fortsatz an der Seitenwange eines Auskleidungselementes sich im wesentlichen über die gesamte Länge einer Seitenwange des Auskleidungselementes erstreckt und in seinem mittleren Abschnitt mit einer geringeren Höhe ausgebildet ist und daß in den mittleren Abschnitt des Fortsatzes ein komplementäre Abmessungen aufweisendes Distanz- und/oder Futterblech einsetzbar ist.
Bevorzugt weist darüberhinaus die wenigstens eine Halteleiste insbesondere mit einem Schraubengewinde versehene Bohrungen zur Festlegung am Mühlenmantel auf. Dadurch, daß insbe-sopdgre mit einem Schraubengewinde versehene Bohrungen in der Halteleiste vorgesehen sind, ist es möglich, die Halteleiste an den bereits im Mühlenmantel vorgesehenen Bohrungen festzulegen, und es können somit auch Rohr- und/oder Kugelmühlen gemäß dem Stand der Technik, ein welchen ursprünglich die einzelnen Auskleidungselemente mit Schrauben festgelegt waren, durch die erfindungsgemäße Ausbildung einer Mühlenauskleidung mit Halteleisten mit wenigstens teilweise lösbar daran festgelegten Auskleidungselementen und gegebenenfalls teilweise selbsttragenden Auskleidungselementen, ohne daß weitere Bohrungen in dem Mühlenmantel ausgebildet werden müßten, nachgerüstet werden. Für eine möglichst einfache und haltbare Festlegung der Auskleidungselemente ist hiebei die Ausbildung bevorzugt so getroffen, daß in an sich bekannter Weise die wenigstens eine Halteleiste einen vom Mühlenmantel vorragenden, sich verbreiternden Kopf bzw. Fortsatz zur Festlegung der Auskleidungselemente aufweist, wobei gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform die Halteleiste erfindungsgemäß in an sich bekann- 8 AT 002 716 Ul ter Weise im wesentlichen trapezförmig, insbesondere schwalbenschwanzförmig, ausgebildet ist, wobei die kürzere der beiden parallelen Seiten am Mühlenmantel anliegt. Auf derartige, einen sich verbreiternden Kopf bzw. Fortsatz aufweisende Halteleisten bzw. insbesondere im wesentlichen trapezförmig, insbesondere Schwalbenschwanzförmig, ausgebildete Halteleisten können die Auskleidungselemente einfach aufgeschoben werden und es ist, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung entspricht, für die an den Halteleisten festlegbaren Auskleidungselemente lediglich erforderlich, daß wenigstens die an den Halteleisten festlegbaren Auskleidungselemente an ihren dem Mühlenmantel zugewandten Seiten zur Form der Halteleiste komplementäre Ausnehmungen aufweisen. Das Vorsehen von an den Auskleidungselementen angeordneten Schienen oder sonstigen Festlegungselementen kann mit der erfindungs gemäßen Ausbildung somit vermieden werden. in besonders bevorzugter Weise ist die Ausbildung weiters so getroffen, daß die am Mühlenmantel im wesentlichen in Trommellängsrichtung angeordnete(n) Halteleiste(n) in axialer Richtung mehrteilig ausgebildet ist (sind). Durch eine derartige mehrteilige Ausbildung der Halteleisten ist es möglich, beliebige, insbesondere unterschiedliche Längen aufweisende Mühlen mit der erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung zu bestücken, wobei insbesondere für eine Nachrüstung lediglich vorhandene Bauteile eingesetzt werden können bzw. durch Ablängen an die Größe der bestehenden Rohr- oder Kugelmühle angepaßt werden.
Bevorzugt ist hiebei weiters, daß in an sich bekannter Weise in Umfangsrichtung der Mahltrommel wenigstens zwei, insbesondere vier, Halteleisten am Mühlenmantel angeordnet sind. Durch Vorsehen von in Umfangsrichtung der Mahltrommel wenigstens zwei, insbesondere vier, Halteleisten können auch große Rohroder Kugelmühlen mit der erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung versehen werden, wobei bei der Montage der erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung keine gesonderten Abstützungen erforderlich sind, da lediglich durch Verkeilen der freitragenden Auskleidungselemente mit den an den Halteleisten festgelegten Auskleidungselementen eine entsprechend sichere und unverlierbare Mühlenauskleidung an Ort und Stelle ausgebildet werden kann. 9 AT 002 716 Ul
Gemäß der Erfindung ist es besonders bevorzugt, daß die die Verschleißauskleidung bildenden Auskleidungselemente Kantenlängen in Trommellängsrichtung vom 67,5, 125 oder 250 mm, insbesondere 125 oder 250 mm, sowie Kantenlängen in Drehrichtung der Trommel von 25 π, 50 π oder 100 π mm, ^insbesondere 25 π oder 50 π mm, auf weisen. Dadurch, daß die die Verschleißauskleidung bildenden Auskleidungselemente mit unterschiedlichen Kantenlängen in Trommellängsrichtung und/oder Drehrichtung der Trommel ausgebildet sein können, gelingt es, unter Verwendung von entsprechenden, an den Radius der Mühle angepaßten Auskleidungselementen sämtliche gängigen Durchmesser oder Radien von Rohr- oder Kugelmühlen mit einer geringen Anzahl von unterschiedlichen Größen von Auskleidungselementen zu bestücken, i Dadurch, daß erfindungsgemäß bevorzugt die Verschleißauskleidung aus Auskleidungselementen mit wenigstens zwei unterschiedlichen Größen gebildet ist, kann darüberhinaus eine im wesentlichen verspannungsfreie Auskleidung von Rohr- und/oder Kugelmühlen mit unterschiedlichsten Radien erzielt werden. Darüberhinaus ist insbesondere bei Verwendung von gegenüber den üblicherweise genormten Auskleidungselementen mit einer Größe von 250 mm x 100 π mm eine kleinere Größe aufweisenden Auskleidungselementen eine deutliche Kostenersparnis bei der Installation von Auskleidungselementen verbünden, wobei bei Verwendung von kleineren Auskleidungselementen auch die Gefahr eines Brechens der Elemente insgesamt herabgesetzt ist.
Um ein besonders rasches und vollständiges Zerkleinern des Mühlenaufgabegutes zu erzielen, kann weiters vorgesehen sein, daß wenigstens ein Teil der Auskleidungselemente an der zum Inneren der Mahltrommel gewandten Seite vorspringende Hubprofile aufweist, wodurch eine für die Zerkleinerung günstige und wirksame Mahlkörperbewegung erreicht wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Kugel- und/oder Rohrmühle, welche mit der erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung versehen ist; 10 AT 002 716 Ul
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Verschleißelementes einer erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung, welches Element auf eine Halteleiste aufgeschoben werden kann;
Fig. 3 einen Schnitt durch eine am Mühlenmantel zu befestigende Halteleiste einer erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung;
Fig. 4 einen Teilschnitt im Bereich aneinander angrenzender Auskleidungselemente durch eine abgewandelte Aus führungs form einer erfindungsgemäßen Verschleißauskleidung;
Fig. 5 in einer zu Fig. 4 ähnlichen Darstellung ebenfalls einen Schnitt durch benachbarte Auskleidungselemente bei unterschied- 11
Claims (16)
- AT 002 716 Ul ANSPRÜCHE 1. Verschleißauskleidung, insbesondere Verschleißfutter, für Rohr- und/oder Kugelmühlen, wobei aus verschleißfesten Werkstoffen, insbesondere verschleißfestem Gußstahl, gefertigte Auskleidungselemente am Mühlenmantel der Mahltrommel lösbar festgelegt sind, wobei wenigstens eine Halteleiste über im Mühlenmantel vorgesehene Bohrungen am Mühlenmantel lösbar festgelegt ist und die Verschleißauskleidung bildende Auskleidungs-elemente wenigstens teilweise unmittelbar an der (den) Halteleiste (n) lösbar festgelegt sind, wobei die die Verschleißaus-keidung bildenden Auskleidungselemente in axialer Richtung der Mahltrommel geteilt ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verschleißauskleidung zwischen benachbarten Auskleidungselementen (5, 15) zu den Seitenwangen (7) der Auskleidungselemente (5, 15) im wesentlichen komplementär geformte Distanz- und/oder Futterbleche (8, 17, 18) vorgesehen sind.
- 2. Verschleißauskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise zwischen den an der (den) Halteleiste(n) (3) festlegbaren Auskleidungselementen (5) in Umfangsrichtung jeweils wenigstens ein weiteres Auskleidungselement (15) über komplementäre, an den Seitenwangen (7) benachbarter Auskleidungselemente (5, 15) vorgesehene Fortsätze (10) und Ausnehmungen (9) gehalten ist.
- 3. Verschleißauskleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Seitenwangen (7) benachbarter Auskleidungselemente (5, 15) vorgesehenen Fortsätze (10) und Ausnehmungen (9) in an den Mühlenmantel (2) anschließenden Teilbereichen der Seitenwangen (7) der Auskleidungselemente (5, 15) vorgesehen sind.
- 4. Verschleißauskleidung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortsätze (10) und Ausnehmungen (9) an den Seitenwangen (7) benachbarter Auskleidungselemente (5, 15) eine an sich bekannte im wesentlichen kreisbogenförmige Außen- 12 AT 002 716 Ul kontur aufweisen, wobei der Radius eines Fortsatzes (10) vorzugsweise geringer ist als der Radius der zugehörigen Ausnehmung (9).
- 5. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die Verschleißauskleidung aus an der (den) Halteleiste(n) (3) festgelegten Auskleidungselementen (5) und in Drehrichtung der Mahl-trommel (1) zwischen der (den) Halteleiste(n) (3) aus sich gegeneinander zu einem Kreissegment abstützenden weiteren Auskleidungselementen (15) gebildet ist.
- 6. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanz- und/oder Futterbleche (17, 18) den ein einer Seitenwange (7) eines Auskleidungs-elementes (5, 15) vorgesehenen Fortsatz (10) im wesentlichen vollständig umgreifen und mit ihren Außenkonturen auf die korrespondierende Ausnehmung (9) eines benachbarten Auskleidungs-elementes (5, 15) abgestimmt sind.
- 7. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanz- und/oder Futterbleche (18) an ihrem zur Außenseite der Auskleidung gerichteten Ende einen Fortsatz (19) aufweisen, welcher in einem abgesetzten Bereich (20) an der Außenseite eines Auskleidungselementes (5, 15) im wesentlichen bündig anordenbar ist.
- 8. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fortsatz (10) an der Seitenwange (7) eines Auskleidungselementes (5, 15) sich im wesentlichen über die gesamte Länge einer Seitenwange (7) des Auskleidungselementes (5, 15) erstreckt und in seinem mittleren Abschnitt (21) mit einer geringeren Höhe ausgebildet ist und daß in den mittleren Abschnitt (21) des Fortsatzes (10) ein komplementäre Abmessungen aufweisendes Distanz- und/oder Futterblech (18) einsetzbar ist.
- 9. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Halteleiste (3) insbesondere mit einem Schraubengewinde (14) versehene Bohrungen zur Festlegung am Mühlenmantel (2) aufweist.
- 10. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die 13 AT 002 716 Ul wenigstens eine Halteleiste (3) einen vom Mühlenmantel (2) vorragenden, sich verbreiternden Kopf bzw. Fortsatz zur Festlegung der Auskleidungselemente (5) aufweist.
- 11. Verschleißauskleidung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter weise die Halteleiste (3) im wesentlichen trapezförmig, insbesondere schwalbenschwanzförmig, ausgebildet ist, wobei die kürzere der beiden parallelen Seiten am Mühlenmantel (2) anliegt.
- 12. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die am den Halteleisten (3) festlegbaren Auskleidungselemente (5) an ihren dem Mühlenmantel (2) zugewandten Seiten zur Form der Halteleiste (3) komplementäre Ausnehmungen (6) aufweisen.
- 13. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die am Mühlenmantel (2) im wesentlichen in Trommellängsrichtung angeordnete(n) Halteleiste(n) (3) in axialer Richtung mehrteilig ausgebildet ist (sind).
- 14. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise in Umfangsrichtung der Mahltrommel (1) wenigstens zwei, insbesondere vier, Halteleisten (3) am Mühlenmantel (2) angeordnet sind.
- 15. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verschleißauskleidung bildenden Auskleidungselemente (5, 15) Kantenlängen in Trommel-längsrichtung vom 67,5, 125 oder 250 mm, insbesondere 125 oder 250 mm, sowie Kantenlängen in Drehrichtung der Trommel von 25 π, 50 π oder 100 ττ mm, insbesondere 25 π oder 50 π mm, aufweisen.
- 16. Verschleißauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißauskleidung aus Auskleidungselementen (5, 15) mit wenigstens zwei unterschiedlichen Größen gebildet ist. 14
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