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Tonwiedergabegerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Tonwiedergabegerät, wie es insbesondere als Klein-Sprechmaschine in Spielzeugen, insbesondere Puppen, Verwendung findet, u. zw. unter Verwendung von in Tiefenschrift geschnittenen Tonträgern.
Derartige Tonwiedergabeeinrichtungen sind in verschiedenen Ausführungen bekannt, u. zw. gibt es solche, bei denen die Schallmembran fest mit der Abtastnadel verbunden ist und andere, bei denen eine fest eingespannte Schallmembran Verwendung findet und der Tonabnehmerarm von dieser getrennt ist. Von der letztgenannten Art sind Ausführungen bekannt, bei denen die Mitte der Membran auf einer elastischen Brücke im Gehäuse befestigt ist. Das die Abtastnadel tragende Ende des Tonabnehmerarmes trägt eine dem erforderlichen Schwenkbereich des Tonarmes angepasste, breite Anschlagfläche, die im Betrieb gegen eine weitere, an der Membran befestigte Anschlagfläche drückt und auf diese Weise die von der Nadel abgetasteten Schwingungen erhält.
Soll nach erfolgtem Abspielen der Tonarm in die Anfangsrille zurückgebracht werden, so muss der Abstand zwischen beiden auf irgendeine Art erhöht werden. Dies wird dadurch bewirkt, dass die die Schallmembran tragende elastische Brücke unter Überwindung ihrer elastischen Spannung in Richtung von der Schallplatte weg ausgelenkt wird, so dass der Tonarm zurückbewegt werden kann.
Solche Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass die Membran zwecks guter Wiedergabequalität nicht an ihrem Rand eingespannt werden kann, weil wegen der zum Abheben erforderlichen Auf- und Abbewegung des Tonarmes die Membran in der Höhe beweglich sein muss.
Die Erfindung überwindet die vorstehend beschriebenen Nachteile und erlaubt durch ihre Konstruktionen auch, dass in einfacher Weise mit der Betätigung eines Aufziehelementes der Tonarm aus der inneren Rille abgehoben, auf die äussere Anfangsrille zurückgeschwenkt und dort wieder abgesenkt wird.
Bei Tonwiedergabegeräten für einen in Tiefenschrift geschnittenen Tonträger mit einem etwa tangential zu den Rillen des Tonträgers angeordneten, schwenkbaren Tonarm mit Abtastnadel und einer fest eingespannten Schallmembran, wobei der Tonarm und die Membran zur Schallübertragung miteinander über Kontaktflächen in Berührung stehen, besteht die Erfindung darin, dass der schwenkbare Tonarm ausserdem in seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert und durch eine in Richtung auf die der Berührungsstelle mit der Membran wirkende Kraft beaufschlagt ist und dass der Tonarm oder die Membran an der Berührungsstelle eine derart gegenüber der Längsrichtung des Tonarmes geneigte Berührungsfläche hat, dass der in Längsrichtung durch die Kraft beaufschlagte Tonarm durch Keilwirkung auf den Tonträger gedrückt wird.
Der Neigungswinkel der Berührungsfläche beträgt vorzugsweise etwa 45 und die geneigte Berührungsfläche wird vorzugsweise durch einen zentral an der Membran befestigten Kontaktkeil ge ildet.
Eine beispielsweise Ausführung der Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. l schematisch eine teilweise geschnittene Seitenansicht der
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Tonwiedergabevorrichtung und Fig. 2 eine Draufsicht.
In einem dosenartigen Gehäuse-20-ist am Boden die Achse --19-- eines den Tonträger - 2-- tragenden Tellers --21-- gelagert. Am Teller ist ein zylinderförmiger Abschnitt-22vorgesehen, um den eine Aufzugschnur --18-- gewunden ist. Im Innern dieses zylinderförmigen Abschnittes --2-- befindet sich eine Spiralfeder als Aufzugsfeder.
Oberhalb der Tonträgereinrichtung --2,21 und 22--ist eine Montageplatte --10-- augeordnet,
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Gehäuses--20-istBerührungsfläche-8-nach unten weist und unter etwa 450 gegen den Tonträger geneigt ist. Der Keil selbst hat, wie in Fig. 2 zu erkennen, die Gestalt eines Kreisabschnittes, dessen Radius der Tonarmlänge entspricht. Die Länge des Abschnittes ist grösser als die Breite der Beschriftung des Tonträgers, also die Breite der Gesamtheit der Rillen. Auf diese Weise kann der Tonarm von der ersten äussersten Rille bis zur innersten ablaufen und dabei immer in Berührung mit dem Kontaktkeil--7-bleiben.
Die Montageplatte --10-- trägt einen Lagerzapfen --12-- für ein im hinteren Ende des
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--3-- trägt--7-- entsprechende Abschrägung auf.
An der nach unten weisenden Fläche des Tonarmes --3-- ist eine schräge Gleitfläche --13-- in der Art einer Rampe ausgebildet, deren hintere Begrenzung einen Anschlag--14--bildet.
Mit dieser Rampe--13--und Anschlag--14--wirkt zusammen der Aushebearm--4--, der um den auf der Montageplatte--10--festen Lagerzapfen--16--schwenkbar ist. Der Aushebearm - 4-gleitet mit seinem freien Ende auf der Montageplatte--10-, so dass er nicht, wie es sonst infolge seiner Biegefähigkeit der Fall wäre, nach unten ausweichen kann. Selbstverständlich kann der Aushebearm auch starr ausgebildet werden, so dass es nicht nötig ist, dass sich sein freies Ende auf der Montageplatte oder sonstwo abstützt.
Gleichachsig mit der Drehachse --19-- des Tonträgers --2-- ist, aus der Ebene des Tellers - aufragend, eine Nockenscheibe --5-- mit Rutschkupplung vorgesehen, die am Umfang einen Nocken --15-- hat. Zwei Anschlagzapfen-6 und 6a-für den Nocken --15-- sind zur
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befestigt und mit ihrem andern Ende derart auf der Montageplatte befestigt, dass die Feder die Tendenz hat, den Tonarm sowohl zur Tonträgeraussenrille hin zu schwenken als auch ihn in Richtung zu seinem vorderen Ende zu schieben.
Der Aushebearm --4-- steht unter der Wirkung einer Zugfeder-17--, welche die Tendenz hat, den Aushebearm zur Anlage an den Anschlagzapfen --6-- zu bringen.
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Andrückkraft gegen die Kontaktfläche-8-der Membran-l-zu erhalten, können an Stelle der einzigen Feder die zwei Bewegungskomponenten erzeugt, zwei getrennte Federn (nicht gezeigt) vorgesehen sein, von denen die eine als Zugfeder im rechten Winkel zur Tonarmlängsachse angreift, während die andere so angeordnet ist, dass sie über den gesamten Schwenkbereich des Tonarmes immer streng in Längsrichtung des Tonarmes --3-- wirkt.
Wenn der Tonträger --2-- abgelaufen ist, so bleibt zunächst der Tonarm--3--in der innersten Schallrille liegen. Wird dann durch Betätigung der Aufzugschnur --18-- die Tonträgereinheit - -22, 21, 2-- aufgezogen, so dreht sich zunächst die Nockenscheibe --5-- etwa eine viertel Umdrehung im Gegenuhrzeigersinn mit, bis der Nocken --15-- zum Anschlag an den Zapfen-6kommt. Während seines Weges schwenkt der Nocken --15-- des Aushebearm --4-- um seinen Lagerzapfen--16--derart, dass sein freies Ende sich nach rechts bewegt und dabei zunächst entlang der Rampenfläche --13-- des Tonarmes --3-- gleitet. Dadurch wird der Tonarm abgehoben.
Dann kommt das freie Ende des Aushebearmes --4-- zur Berührung mit dem Anschlag --14-- und bewegt den Tonarm-3-so weit vom Kontaktkeil --7-- der Membran --1-- wet, wie dies die
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Rückholfeder-11-um den Lagerzapfen --12-- derart nach aussen, dass er von der Endrille des Tonträgers--2--zu dessen Anfangsrille zurückkehrt.
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unter der Wirkung seiner Rückholfeder-17-zurückschwenkt und den Tonarm freigibt. Der Tonarm --3-- legt sich dadurch unter der Wirkung seiner Rückholfeder wieder an den Kontaktkeil-7-an und senkt sich in die Anfangsrille des Tonträgers --2-- ab. Ein neues Abspielen beginnt.
Das beschriebene Gerät ist von einfacher Konstruktion und es wird mit dem Ziehen der Aufzugschnur nicht nur die Spiralfeder zum Antrieb der Schallplatte gespannt, sondern ausserdem noch der Tonarm in entsprechender Weise abgehoben, zurückgeschwenkt und mit dem Loslassen der Aufzugschnur wieder abgesenkt. Es ergibt sich eine gute Tonwiedergabe, insbesondere dadurch, dass durch die Rückholfeder --11-- und die beim Abspielen zwischen Schallplatte und Abtastnadel wirkende Reibungskraft ein zuverlässiger Schluss zwischen Kontaktkeil-7-der Schallmembran und dem die Abtastnadel tragenden Ende des Tonarmes gewährleistet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tonwiedergabegerät für einen in Tiefenschrift geschnittenen Tonträger mit einem etwa tangential zu den Rillen des Tonträgers angeordneten, schwenkbaren Tonarm mit Abtastnadel und einer fest eingespannten Schallmembran, wobei der Tonarm und die Membran zur Schallübertragung miteinander
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Tonarm (3) ausserdem in seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert und durch eine in Richtung auf die Berührungsstelle mit der Membran (1) wirkende Kraft beaufschlagt ist und dass der Tonarm oder die Membran an der Berührungsstelle eine derart gegenüber der Längsrichtung des Tonarmes geneigte Berührungsfläche (8) hat, dass der in Längsrichtung durch die Kraft beaufschlagte Tonarm durch Keilwirkung auf den Tonträger (2) gedrückt wird.
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