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Klasse : 18 b 57 ÖSTERREICHISCHES PATENTAMT
Int. Cl. : C 21 d "OFU"OFENBAU-UNION GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG IN DÜSSELDORF (DEUTSCHLAND)
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Angemeldet am 27. November 1964 (A 10018/64) ; Priorität der Anmeldung in Deutschland vom 3. Juni 1964 (0 10174 VIa/18c) beansprucht.
Beginn der Patentdauer : IS. Juli 1968.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hubbalkenherd für Industrieöfen mit in Transportrichtung des Gutes sich erstreckenden, einander parallelen, festen und beweglichen, von Rollen antreibbaren
Balken, wobei die Rollen durch einen gemeinsamen Antrieb in Drehung versetzt werden können.
Auf solchen Herden wird das Wärmgut in der Weise weiterbefördert, dass die beweglichen Balken
5 das Wärmgut von den festen Balken abheben, um ein Stück Weges in horizontaler Richtung verschieben und danach wieder auf die festen Balken ablegen und so fort.
Für die Hubbewegung der beweglichen Balken hat man bisher aufwendige Kniehebel- oder
Gegengewichtskonstruktionen verwendet, auf denen die Balken aufliegen und für deren Unterbringung verhältnismässig grosse Keller unterhalb des eigentlichen Ofenraum vorgesehen werden müssen. Die
10 Längsverschiebung der beweglichen Balken wird dabei durch besondere Schubantriebe bewirkt.
Erhebliche Schwierigkeiten bereitet bei dieser Konstruktion unter anderem die Abdichtung des
Ofenraums gegenüber den zur Aufnahme der Maschinenteile bestimmten Kellerräumen, weil zwischen den ortsfesten und den angrenzenden beweglichen Balken wegen der Bewegung der letzteren Spalten verbleiben müssen. Mit Hilfe von Sand- und Wassertassen hat man versucht, die Spalten abzudichten.
15 Ferner ist nach der deutschen Patentschrift Nr. 738895 ein Hubbalkenherd bekannt, bei dem die
Hubbalken in Schlitzen des Herdbodens angeordnet und auf unterhalb des Herdbodens angeordneten
Querträgern abgestützt sind, die an zwei entlang der beiden Ofenlängsseiten verlaufenden Tragbalken befestigt sind. Die beiden Tragbalken liegen auf kurzen Rollen auf, die am unteren Ende von
Pendelstangen angebracht sind. Durch Verschwenken der Pendel werden die Tragbalken samt 20 Querträgern und Hubbalken gehoben und gesenkt. Auch der Boden dieses Hubbalkenherdes kann nicht genügend abgedichtet werden.
Die deutsche Auslegeschrift 1101469 beschreibt einen weiteren Hubbalkenherd. Dort liegen die
Hubbalken auf losen Rollen und diese wieder auf Tragbalken, die nach unten eine Erweiterung mit schrägen Laufflächen für weitere lose Rollen aufweisen ; auf dem Boden sind ansteigende Gegenflächen 25 zu den schrägen Laufflächen vorgesehen, und die weiteren Rollen sind jeweils zwischen eine Lauf- und eine dazu parallele Gegenfläche eingeklemmt. Bei Längsbewegung der Tragbalken gleiten diese mittels der weiteren Rollen an den ansteigenden Flächen hinauf bzw. hinunter und werden dadurch einschliesslich der Hubbalken gehoben bzw. gesenkt. Die Längsbewegung der auf den erstgenannten
Rollen gleitenden Hubbalken wird unabhängig davon vorgenommen. Dieser Herd erlaubt es nicht, eine 30 Unterbeheizung anzubringen.
Nach der britischen Patentschrift Nr. 442270 ist schliesslich ein Hubbalkenherd mit zwei Arten von Hubbalken bekannt, von denen die einen von auf Tragrollen sitzenden Exzenterscheiben und die andern von auf weiteren, gegen die ersten winkelversetzten Exzenterscheiben der gleichen Tragrollen bewegt werden. Infolge dieser Exzenterscheiben werden die Hubbalken auf Kreisbögen bewegt, wobei 35 die beiden Arten von Hubbalken abwechselnd das Wärmegut übernehmen, heben, weiterbefördern und
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absenken. Ausserdem ist bekannt, statt zwei verschiedene Arten von Hubbalken abwechselnd stationäre
Balken und durch Exzenterscheiben bewegliche Hubbalken vorzusehen. Die Lagerung der Hubbalken mittels der Exzenterscheiben führt aber zu einer Störanfälligkeit des Ofens, insbesondere, da die ganze
Anordnung der hohen Ofentemperatur ausgesetzt ist.
5 Die Erfindung bezweckt, einen betriebssicheren Hubbalkenherd zu schaffen, der auch eine
Unterbeheizung und eine so vollkommene Abdichtung des Ofenraurns ermöglicht, dass dieser unter
Schutzgas gehalten werden kann.
Gemäss der Erfindung werden bei einem Hubbalkenherd der eingangs genannten Art die Rollen samt ihrem Antrieb von einer Vorrichtung getragen, die in einem mit der Drehbewegung der Rollen 10 abgestimmten Rhythmus auf-und abbewegbar ist.
Zum Transportieren des Wärmgutes werden die Rollen angehoben, in Drehung versetzt, wodurch die Hubbalken bewegt werden, und dann wieder gesenkt ; in der unteren Stellung werden die Rollen zurückgedreht und damit die Hubbalken zurückbewegt.
Vorzugsweise liegen die festen Balken auf mit Abstand voneinander angeordneten festen Stützen 15 auf, und die beweglichen Balken sind lösbar durch eine Querverbindung miteinander verbunden.
Es können zwei voneinander unabhängige Gruppen beweglicher Balken vorgesehen sein, wobei jede dieser Gruppen einen gemeinsamen Antrieb besitzt. Man hat dadurch die Möglichkeit, innerhalb eines Ofenraumes zweibahnig und mit unterschiedlichen Transportgeschwindigkeiten zu chargieren. Die beiden Gruppen von Hubbalken können von zwei Gruppen fliegend gelagerter Rollen getragen sein, die 20 sich jeweils von einer Ofenlängsseite bis etwa zur Mitte erstrecken.
Der erfindungsgemässe Hubbalkenherd erfüllt die obengenannten Forderungen und weist darüberhinaus weitere erhebliche Vorteile auf. So ist jede Vorschublänge der beweglichen Herdteile einstellbar, wodurch die beweglichen Herdteile sogar zum Chargieren bzw. Dechargieren des Wärmgutes verwendet werden und die bisher hiefür erforderlichen besonderen Vorrichtungen fortfallen können.
25 Auch werden Reparaturen am Herd durch die Möglichkeit, die beweglichen Herdteile zu verfahren, erleichtert. Ein Keller unter dem Ofenraum ist nicht erforderlich, die Fundamentierung kann deshalb einfach und damit kostensparend ausgeführt werden.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, u. zw. in Fig. 1 einen Querschnitt und in Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch einen erfindungsgemässen Hubbalkenofen.
30 Die Hubbalken des aus beweglichen und ortsfesten Balken gebildeten Ofenherdes sind durch die
Bezugsziffer --1-- gekennzeichnet, während die Festbalken mit--2--bezeichnet sind.
Erfindungsgemäss liegen die durch Querverbindungen-3-rostartig zusammengefassten Hubbalken --1-- auf angetriebenen Tragrollen--4--auf, die ihrerseits beiseitig des Ofengehäuse auf durchgehenden Längsträgern --5-- gelagert sind. Die Längsträger --5-- wieder sind über 35 entsprechende Hubmittel, beispielsweise druckmittelbeaufschlagte Zylinder und Kolben --6-- heb- und senkbar angeordnet. über den Antrieb--7--werden die Tragrollen angetrieben.
Die Festbalken --2-- des Hubbalkenherdes ruhen auf mit Abstand hintereinander angeordneten Stutzen-8-, die ihrerseits in der Ofensohle-9-des Ofengehäuses-10-verankert sind. Zur Verhinderung der
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--1-- in AchsrichtungWandöffnungen --12-- erfolgt bekannterweise über Dichtscheiben --13-- od. dgl.
PATENTANSPRÜCHE : 45
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dass die Rollen (4) samt ihrem Antrieb (7) von einer Vorrichtung (5) getragen werden, die in einem, 50 mit der Drehbewegung der Rollen abgestimmten Rhythmus auf- und abbewegbar ist.
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