AT269817B - Verfahren zur Abtrennung von geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen beliebiger Kettenlange äus Kohlenwasserstoffgemischen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen beliebiger Kettenlange äus Kohlenwasserstoffgemischen

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AT269817B
AT269817B AT800967A AT800967A AT269817B AT 269817 B AT269817 B AT 269817B AT 800967 A AT800967 A AT 800967A AT 800967 A AT800967 A AT 800967A AT 269817 B AT269817 B AT 269817B
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



     Kl   se t12 el   1/0 OSTERREICHISCHES PATENTAMT   Int. Cl. : C 07 c    
VEB   LEUNA-WERKE"WALTER   ULBRICHT"
IN LEUNA (DEUTSCHLAND) Verfahren zur Abtrennung von geradkettigen   Paraffinkohlenwasserstoffen   beliebiger Kettenlänge aus Kohlenwasserstoffgemischen Angemeldet am 17. Mai 1965 (A   8009/67) ; Priorität   der Anmeldung in Deutschland vom 27. März 1965 (WP 12 o/110014) beansprucht.
Beginn der Patentdauer : 15. Juli 1968. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung von geradkettigen   Paraffinkohlenwasserstoffen   beliebiger Kettenlänge aus Kohlenwasserstoffgemischen in der Gasphase mittels Adsorption an   Moleku-   larsieben des Typs 5 A. 



     Bekanntlich ist die Entparaffinierung von Kohlenwasserstoffgemischen in   der chemischen Technik von 5 grosser Bedeutung, sei es beispielsweise zur Verbesserung der Oktanzahl von Benzinen durch Entfernung 
 EMI1.1 
 bereiche aus Erdölfraktionen durch Anwendung von Adduktbildnern oder selektive Adsorbentien zu ge- winnen. So ist es möglich, n-Paraffine aus gegebenenfalls einer raffinierenden Vorbehandlung unterzo- 10 genen Erdölfraktion durch Adduktion mit Harnstoff zu entfernen. Dieses Verfahren hat bisher vorzugs- weise für die Erzeugung von kältebeständigen Dieselöle Anwendung gefunden.

   Die daneben anfallen- den n-Paraffine können erst nach einer entsprechenden Nachbehandlung gewonnen werden, weil bei der   Harnstoffadduktion neben geradkettigen Kohlenwasserstoffen auch verzweigtkettige,   insbesondere schwach verzweigte Paraffine und Ringverbindungen mit langer, unverzweigter Seitenkette, eingeschlossen wer- 15 den. 



   Es ist weiterhin bekannt, n-Paraffine aus Kohlenwasserstoffgemischen mit Hilfe von Molekularsie- ben abzutrennen. Solche Molekularsiebe sind bekanntlich natürliche und synthetische Zeolithe, deren kristalline Struktur eine grosse Anzahl gleichmässig ausgebildeter Poren aufweist. Die Grösse dieser Po- ren variiert in den verschiedenen Molekularsieben von 4 bis   15À im   Durchmesser. Zur Abtrennung ge- 20 radkettiger Kohlenwasserstoffe von cyclischen und/oder verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffen muss ein
Molekularsieb mit einem Porendurchmesser von 5A verwendet werden. Die Zusammensetzung dieses
Typs ist normalerweise durch die Formel 
 EMI1.2 
 gekennzeichnet. 



  25 Mit Hilfe eines solchen Molekularsiebes können Kohlenwasserstoffgemische in Produkte mit über- wiegend geradkettigen Kohlenwasserstoffen und in Anteile mit einem äusserst geringen Gehalt an n-Pa- raffinen aufgetrennt werden. Diese Verfahren arbeiten in Flüssig- oder Gasphase bei Temperaturen bis   zu 4000C   und Drücken von 1 bis 50 at und umfassen aufeinanderfolgende Phasen der Adsorption und De- sorption, mit oder ohne zwischengeschaltete Spülphase. Diese Teilphasen laufen bei gleichem oder un-
30   terschiedlichem   Druck und bei gleicher mittlerer Temperatur ab. Im allgemeinen werden zwei oder 

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 mehr Adsorber mit fest angeordneten Molekularsieben verwendet.

   Die Adsorption der geradkettigen Koh- lenwasserstoffe aus den eingesetzten Kohlenwasserstoffgemischen erfolgt in Gegenwart eines Inertgases und bereitet keine Schwierigkeiten. 



   Die Desorption der adsorbierten n-Paraffine ist eine weitere massgebliche Phase der Verfahren. Es
5 sind dafür bisher vier verschiedene Möglichkeiten bekannt geworden. 



   1. Desorption durch Temperaturerhöhung bis   6000C   ("Temperatur-Swing")
2. Desorption durch Druckerniedrigung auf wenige Torr ("Druck-Swing")
3. Desorption durch Partialdruckerniedrigung der adsorbierten Komponente mittels eines niedermo- lekularen iso-Paraffins   10   4. Desorption durch Verdrängung der adsorbierten n-Paraffine mittels niedermolekularer n-Paraffi- ne. 



   Bei Einsatz von Kohlenwasserstoffgemischen des Siedebereiches bis zu 2000C erfolgt die Desorption   deradsorbiertenn-Paraffinenach   einer der drei ersten Methoden. Es ist auch   bereits bekannt,. dieDesorp-   tion bei gegenüber der Adsorptionsphase niedrigerem Druck und unter zusätzlichem Spülen mit einem
15 inerten Stoff, beispielsweise verdampften iso-Paraffinen, durchzuführen   (Texaco-Verfahren).   



     Bei Verwendunghöhersiedender Einsatzprodukte   ist die Desorption infolge der bei den höheren n-Pa- raffinen auftretenden grösseren Bindungskräfte erschwert. Aus diesem Grunde ist auch die Desorption in diesem Fall nicht allein durch Partialdruckerniedrigung der adsorbierten Komponente, sondern auch durch gleichzeitige Verdrängung des Adsorbates bei gegenüber der Adsorption und Spülung gleichem oder
20 erhöhtem Druck mittels praktisch reiner geradkettiger Kohlenwasserstoffe, wie   z. B. n-Butan,   n-Pen- tan, n-Hexan und n-Heptan, durchgeführt worden. Die Desorptionsmittel stehen jedoch meistens nicht in der erforderlichen Reinheit zur Verfügung und beanspruchen bei ihrer Herstellung einen grossen Auf- wand. 



   Alle bisher bekannten Molekularsiebverfahren mit den obengenannten Merkmalen haben jedoch den
25 Nachteil,   dass dieAdsorptionskapazität   der verwendeten Molekularsiebe im Verlauf einer Betriebsperiode verhältnismässigraschabnimmt. DieseDesaktivierungist auf die Einwirkung verschiedener Stoffe zurück- zuführen, die entweder in Spuren bereits im Einsatzprodukt enthalten sind oder aber während des Prozes- ses am bzw. im Molekularsieb gebildet werden. Im wesentlichen handelt es sich hiebei um polare Ver- bindungen, wiez. B. Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelverbindungen, die vom Molekularsieb bevor- 30 zugtadsorbiertwerden, oder ungesättigte Kohlenwasserstoffe, die unter den Prozessbedingungen am bzw. im Molekularsieb entstehen und zu koksartigen Produkten polymerisieren.

   Die auf diese Weise erfolgte
Desaktivierung der Molekularsiebe kann durch Abbrennen der Ablagerungen mittels sauerstoffhaltiger
Gase beseitigt werden. Bei dieser Regeneration müssen aber spezifische Arbeitsbedingungen sehr genau   eingehalten werden. damit das Molekularsieb. nicht geschädigt   wird. Ein weiterer Nachteil besteht darin, 35 dass die Adsorptionskapazität der Molekularsiebe bei häufiger Regeneration abnimmt. 



   Die als Adsorptionsmittel eingesetzten bekannten synthetischen Molekularsiebe vom Typ 5 A ent- halten neben Natriumionen solche des Calciums, Magnesiums, Strontiums, Zinks oder Cadmiums, die im lonenaustauschverfahren die ursprünglich vorhandenen Natriumionen ersetzt haben. Es ist bekannt, magnesiumhaltige Molekularsiebe z. B. zur Adsorption von Normalparaffinen des Bereiches unterhalb 40   C   bei Temperaturen von etwa   250C   zu verwenden. Ferner ist es bekannt, dass man bei der Abtrennung von Normalparaffinendes Bereiches oberhalb C4 aus Kohlenwasserstoffgemischen in der Dampfphase Mo-   lekularsiebeeinsetzenkann, bei denen   mindestens   401o   der austauschbaren Natriumionen durch Calcium,
Magnesium oder Strontium ersetzt sind. 



   Bei der Abtrennung normalkettiger Paraffine des Bereiches oberhalb C, in der Dampfphase werden 45 durch die Anwendung von Temperaturen bis 4000C und bzw. oder verschiedene Druckveränderungen und bzw. oder koksbildende Reaktionen sehr hohe Anforderungen an das Adsorptionsmittel hinsichtlich des
Abriebs, der Festigkeit, der Standzeit, des Adsorptionsvermögens und anderer physikalischer Daten ge- stellt. Deshalb sind für diesen Prozess bei weitem nicht alle Molekularsiebe verwendbar, auch wenn der
Anteil der durch Magnesium ersetzten Natriumionen über   400/0   liegt. Bei einer Reihe solcher Molekular- 50 siebe erfolgt keine technisch ausnutzbare Adsorption, und die Festigkeit der Siebe ist nicht ausreichend. 



   Auch sind in der Literatur über die Durchführung des Austauschvorganges bei synthetischen Zeolithen zum
Zwecke des Einbringens der genannten zweiwertigen Metallkationen in das Kristallgitter keine Angaben zu finden, die darauf schliessen lassen, dass der Austausch der Ionen ausser der Aufweitung der Gitterstruk- tur und damit der Erweiterung der Poren,   z. B. von 4    auf 5 Ä, weitere Auswirkungen auf die Eigen- 55 schaften des Zeolithes hat. 



   Zweck der Erfindung ist es, die oben geschilderten Nachteile zu vermeiden. Es bestand somit die 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Aufgabe, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem es gelingt, geradkettige Kohlenwasserstoffe beliebiger
Kettenlänge aus solche enthaltenden Gemischen unter Anwendung von Molekularsieben vom Typ 5 A in guten Ausbeuten unter Verlängerung der Betriebszeit zwischen zwei Regenerationen abzutrennen. 



   Es wurde gefunden, dass diese Aufgabe gelöst wird durch Abtrennung der geradkettigen Paraffin-
5 kohlenwasserstoffe in der Gasphase durch Adsorption an Molekularsieben des Typs 5 A, Spülung und
Desorption in im wesentlichen adiabatischer Arbeitsweise, wenn man erfindungsgemäss die Adsorption an beliebigen Molekularsieben des Typs 5 A in Anwesenheit hydrieraktiver Komponenten und Wasser- stoff oder solchen enthaltenden Gasen durchführt. 



     AlswasserstoffhaltigeGasekönnen im erfindungsgemässen   Verfahren neben reinem Wasserstoff alle
10 Gasgemische verwendet werden, die Wasserstoff zusammen mit sauerstofffreien Inertgasen   enthalten,   wie z. B. wasserstoffreiche Raffineriegase und Restgase der   NH-und CH OH-Synthese.   



   Eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass Molekularsiebe ver- wendet werden, die die hydrieraktive Komponente im Kristallgitter enthalten. Diese Molekularsiebe können auf bekannte Weise so hergestellt werden, dass ein Teil der im Molekularsieb vom Typ 5 A ent- 15 haltenen austauschbaren Ionen durch hydrieraktive Kationen ausgetauscht wird. Dabei beträgt der Ge- halt an hydrieraktiver Komponente 0, 1 bis 10   Gew. -0 ; 0,   vorzugsweise 0, 5 bis 5   Gel.-%,   bezogen auf wasserfreies Molekularsieb. Als hydrieraktive Komponente können alle als hydrieraktiv bekannten Me- talle verwendet werden. Als besonders vorteilhaft haben sich jedoch die Metalle der 6. und 8. Neben- gruppe des Periodensystems der Elemente erwiesen. 



  20 Die Adsorptionskapazität dieser modifizierten Molekularsiebe für n-Paraffine wird gegenüber den unmodifizierten Molekularsieben überraschenderweise nicht verringert. Dagegenkatalysierendiege- nannten modifizierten Molekularsiebe vom Typ 5 A die Hydrierung von geradkettigen und verzweigt- kettigen Olefinen zu den entsprechenden Paraffinen. Dadurch wird eine beträchtliche Verringerung der   Desaktivierung des Molekularsiebes erreicht,   was sich in längeren Betriebsperioden zwischen zwei oxy- 25 dativen Regenerationen und damit weniger häufigen Regenerationen ausdrückt. 



   Eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass Molekularsiebe ver- wendet werden, denen Hydrierkatalysatoren beigemischt sind. Dabei wird die Adsorptionsphase allein oder auch die Spülphase in Gegenwart von Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen durchgeführt. 



     Auch auf diese Weise lässt sich eine Hydrierung   der im Prozess entstehenden Olefine und damit eine Ver- 30 ringerung der Desaktivierung der Molekularsiebe erreichen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird durch die nachstehenden Beispiele veranschaulicht :
Beispiel 1 : 21 kg   pulverförmiges Na-K-Molekularsieb   vom Typ A, gerechnet als wasserfreie
Substanz, dasdurchDirektsynthese in der gemischten Na-K-Form erhalten wurde und eine Zusammen-   setzung von 0,101 K2O . 0,883 Na2O # Al2O3 # 1.92 SiO2 besitzt, werden in 750 1 einer 0,5   norma- 35 len   MgCl-Losung,   die gleichzeitig 1, 35 kg   NiCI-SHO enthält, eingetragen und   6 h bei   200C   ge- rührt. Danach werden die Molekularsiebkristalle abfiltriert, salzfrei gewaschen, getrocknet, mit 20 bis
25 Gew.-% Ton vermischt, gemahlen, mit Wasser zu einem Teig verknetet und in einem Granulator zu
Strängen von 2 bis 3 mm Durchmesser verformt. Die Stränge werden getrocknet und bei 6000C gebrannt. 



    Man erhält ein Na-K-Mg-Ni-Molekularsieb vom Typ 5 A, in dem 410 der darin enthaltenen Ka- 40 tionenplätze durch Mg-lonen und 2, 4'%) durch Ni-lonen auf Kosten des Na -Ionengehaltes besetzt sind. Die Menge der darin enthaltenen K -Ionen beträgt, wie im Ausgangsmaterial, etwa 9, 8 Ionen-    austauschprozent. Die Druckfestigkeit der Formlinge beträgt 260 kp/cm2 im aktivierten Zustand. 



   Über das auf diese Weise hergestellte Na-K-Mg -Ni-Molekularsieb vom Typ 5 A wird in einer konti- nuierlich arbeitenden Mehr-Adsorber-Anlage zurAbtrennung der n-Paraffine aus einem hydroraffinierten Mitteldestillat aus Romaschkinsker Erdöl verwendet, das folgende analytische Kenndaten aufweist : Siedebereich 230 bis   3200C     Schwefelgehalt 0, 0 1 Gew.-lo    
 EMI3.1 
 
Die Molekularsiebbehandlung erfolgt unter folgenden Bedingungen : 
Temperatur 3800C
Druck 10 at
Zyklusdauer 20 min (5 min Adsorption 55 5 min Spülung
10 min Desorption) 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Adsorptionsbelastung 1 g/gh Adsorptionsbegleitgas Wasserstoff Gas-Produkt-Verhältnis 450   NmVmS   Spülgas Wasserstoff 
 EMI4.1 
 
Desorptionsmittel n-Pentan
Desorptionsbelastung 1 g/gh. 



   Dabei wird eine Anfangsausbeute von   4, 75 Gew. -0/0   n-Paraffine, bezogen auf Molekularsiebmenge und Stunde, erhalten. 



  10 Der Leistungsabfall beträgt nur 0,4g/1000g Molekularsieb in 100 h, und eine Regeneration braucht zweckmässigerweise erst alle 2400 h vorgenommen zu werden. 



   Beispiel 2 : 25 kg pulverförmiges Molekularsieb vom Typ 4 A (reine Na -Form von Zeolith A), gerechnet als wasserfreie Substanz, werden in   320 1   einer   0, 45   n   CaC-Lösung   eingetragen und 20 h   bei Raumtemperatur unter gleichzeitiger Zugabe von 1,9 kg NiSO4 # 7H2O gerührt. Danach werden die   15 Molekularsiebkristalle abfiltriert, chloridfrei gewaschen, getrocknet, mit 20 bis 25 Gew.-% Ton ver-   mischt, gemahlen, mit Wasser zu einem Teig verknetet und in einem Granulator zu Strängen von 2 bis 3 mm Durchmesser verformt. Die-Stränge werden getrocknet und bei 600 C gebrannt.    



   In den so hergestellten Molekularsieben sind 65% der ursprünglich darin enthaltenen Na -Ionen ge- gen Ca -Ionen und   50/0   Na -Ionen gegen Ni -Ionen ausgetauscht. Die Druckfestigkeit der Formlin- 20 ge im aktivierten Zustand beträgt 150   kp/cm ?.   



   Über das auf diese Weise hergestellte Na-Ca-Ni-Molekularsieb vom Typ 5 A wird unter den glei- chen Bedingungen das gleiche Einsatzprodukt wie unter Beispiel 1 geleitet, wobeiaberals Adsorptions- 
 EMI4.2 
 



   Der Leistungsabfall beträgt   0, 6 g {1000   g Molekularsieb in 100 h gegenüber 1, 1 g/1000 g Molekular- sieb in 100 h beim normalen NA-Ca-Molekularsieb vom Typ 5 A. 



   Beispiel 3 : Ein Modellgemisch aus 44, 1 Gew.-% n-Hexan,   32, 9 Gew.-'%   3-Methylpentan,   9,   4 Gew.-% n-Hexan und 3,6 Gew.-% 3-Methylpentan wird mit dem in Beispiel 2 beschriebenen Na- 30-Ca-Ni-MolekularsiebvomTyp5A, dassichineinerGlassäulevon30mmDurchmesserund3500mm
Länge befindet, unter folgenden Bedingungen behandelt:
Temperatur 350 C
Druck 1 at 35 Adsorptionsbelastung 1, 0 g/gh
Gas-Produkt-Verhältnis 100 : 1
Desorption 3 bis 4 mm Hg. 



   Bei Einsatz von Wasserstoff bzw. Stickstoff werden folgende Trennprodukte erhalten : 40 Bei Anwendung von Wasserstoff als Adsorptionsbegleitgas werden sowohl die geradkettigen als auch die verzweigtkettigen Olefine zu den entsprechenden Paraffinen aufhydriert. 



   Beispiel 4: Ein hydroraffliniertes Mitteldestillat aus Romaschkinsker Erdöl mit den analytischen
Kenndaten : 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Siedebereich
Schwefelgehalt   d20  
Bromzahl 5 n-Paraffingehalt 
Nr. 269817 190 bis   2300C     0, 007 Gew. -0/0    
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
806 g/csierten Gernisch aus 85 Gew.-Teilen eines normalen Na-Ca-Molekularsiebes vom Typ 5 A   undl5Gew..-   - Teilen eines Nickel-Molybdat-Katalysators behandelt :

   
Temperatur 10 Druck
Zyklusdauer 15 Adsorptionsbelastung
Adsorptionsbegleitgas 
 EMI5.3 
 
Spülgas
Spülbelastung 20 Desorptionsmittel
Desorptionsbelastung   3800C   10 at 20 min (5 min Adsorption, 5 min Spülung,, 10 min Desorption) 
 EMI5.4 
 n-Pentan   1 g/gh    Der genannte Katalysator besteht aus 3 Gew.-% Ni und 12 Gew.   Mo   auf Aktivtonerde. Als 
 EMI5.5 
 wird25 Leistungsabfall beträgt 0, 7 g/1000 g Molekularsieb in 100 h gegenüber 1, 1 g/1000 g Molekularsieb in
100 h bei dem normalen Na-Ca-Molekularsieb vom Typ 5 A. 



   Beispiel5 :EinhydroraffiniertesLeichtbenzindesSiedebereiches30bis115 CfolgenderZusam- mensetzung : n-Butan 0,5 Gew.-% 30   i-Pentan     2,   0 Gew.-% n-Pentan 4, 1 Gew.-%
2-Methylpentan 6,0 Gew.-%
3-Methylpentan 5,4 Gew.-% n-Hexan 13,0 Gew.-% 35 2,2-Dimethylpentan 0,3 Gew.-%
Methylcyclopentan 5,7 Gew.-%
2-Methylhexan   4,     3 Gew.   
 EMI5.6 
 
Benzol 6,   OGew.-%   n-Oktan   1,     1 Gew.   



  45 Äthylcyclohexan 1, 0 Gew.-%
Toluol 8,9 Gew.-% wird in einer Mehr-Adsorber-Anlage in Druckwechselfahrweise unter den Bedingungen
Temperatur 2850C
Druck 5 at bei Adsorption 50 2 bis 3 mm Hg bei Desorption
Zyklusdauer   13,   5 min
Belastung   0,   4 v/vh
Begleitgas Wasserstoff
Gas-Produkt-Verhältnis 100 Nm3/m3 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 - 6-Nr. 269817 mit einem nach Beispiel 2 hergestellten Na-Ca-Ni-Molekularsieb vom Typ 5 A behandelt. Als Charakteristik für die Leistung des Molekularsiebes werden der n-Paraffingehalt der entparaffinierten Produktesowie die erhaltene n-Paraffinausbeute verwendet.

   In der folgenden Tabelle wird an Hand dieser Charakteristika der Leistungsabfall des erfindungsgemässen   Na-Ca-Ni-Molekularsiebes mitdemdesbe-   kannten   Na-Ça-Molekularsiebes verglichen :   
Danach ist der Kapazitätsabfall beim Na-Ca-Molekularsieb beträchtlich höher als bei dem erfin-   dungsge maBen Na-Ça-Ni-Molekularsieb.    



   PATENTANSPRÜCHE: 
1. Verfahren zur Abtrennung von geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen beliebiger Kettenlän- 10   geausKohlenwasserstoffgemischeninderGasphasemittels   Adsorption an Molekularsieben des Typs 5 A,
Spülung und Desorption in im wesentlichen adiabatischer Arbeitsweise, dadurch gekennzeich-   n e t, dass   die Adsorption an beliebigen Molekularsieben des Typs 5 A in Anwesenheit hydrieraktiver
Komponenten und Wasserstoff oder solchen enthaltenden Gasen durchgeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adsorption an Mole- 15 kularsieben durchgeführt wird, die die hydrieraktiven Komponenten im Kristallgitter enthalten.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adsorption an Mole- kularsieben durchgeführt wird, denen die hydrieraktiven Komponenten beigemischt sind.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daB die Adsorption an Molekularsieben durchgeführt wird, deren Gehaltan hydrieraktiven Komponenten 0,1 bis 10 Gew. -0/0, 20 vorzugsweise 0, 5 bis 5,0 Gew. 40, bezogen auf wasserfreies Molekularsieb, beträgt.
    5. VerfahrennachdenAnsprûchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass alshydrier- aktive Komponenten Metalle der 6. und 8. Nebengruppe des Periodensystems der Elemente eingesetzt werden. Druck : Ing. E. Voytjech. 1
AT800967A 1965-03-27 1965-05-17 Verfahren zur Abtrennung von geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen beliebiger Kettenlange äus Kohlenwasserstoffgemischen AT269817B (de)

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