AT268342B - Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver zur Verbesserung der Verpreßbarkeit - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver zur Verbesserung der VerpreßbarkeitInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver zur Verbesserung der Verpressbarkeit Es ist bekannt, dass man Eisenpulver durch ein Reduktionsverfahren bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes mit anschliessender Pulverisierung und Sieben herstellen kann, wobei dieses Eisenpulver durch eine unregelmässige Teilchenform gekennzeichnet ist. Beim Pressen und Sintern eines solchen Pulvers zur Herstellung von Formkörpern bewirkt diese unregelmässige Teilchenform eine grosse Grünfestigkeit, das ist die Festigkeit des Presskörpers vor dem Sintern. Wenn das Pulver mit einem mittleren Druck gepresst wird, hat es jedoch eine verhältnismässig niedrige Zusammendrückbarkeit, gemessen in g/cm3, des gepressten ungesinterten Körpers, die auch Gründichte genannt wird. Dies ist unter anderem auf die Pulverporosität zurückzuführen. Es wurde bereits versucht, die Zusammendrückbarkeit solcher Pulver durch ein Kaltbearbeitungsverfahren zu verbessern, beispielsweise ein Walzverfahren mit anschliessender Pulverisierung auf die gewünschte Teilchengrösse und Ausglühen zur Entfernung der durch die Kaltbearbeitung entwickelten Härtung. Durch dieses Kaltbearbeitungsverfahren wurde die Zusammendrückbarkeit verbessert, die Grünfestigkeit jedoch erheblich verringert. Ziel der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Verbesserung der Zusammendrückbarkeit ohne wesentliche Verringerung der Grünfestigkeit. Die erfindungsgemäss gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass man das Pulver nach dem Kaltbearbeitungsverfahren, z. B. dem Walzverfahren, einer begrenzten Oxydation unterwirft und anschlie- ssend den Sauerstoffgehalt verringert. Es ist bekannt, bei der Herstellung von Eisenpulver aus eisenhaltigen Abfallstoffen diese oxydierend EMI1.1 gekennzeichnet, dass man das Pulver einem oder mehreren Kaltbearbeitungsverfahren, beispielsweise Walzverfahren, unterwirft, die gewünschtenfalls durch Ausglühverfahren voneinander getrennt sein können, anschliessend das Produkt auf die gewünschte Teilchengrösse zerkleinert und einem Oxydationsverfahren unterwirft, bis das Pulver eine Sauerstoffmenge absorbiert hat, die einemsogenanntenH-Ver- lust von 1 bis 10%, vorzugsweise etwa 5%, entspricht, und den Sauerstoffgehalt des Pulvers verringert. Der H-Verlust ist ein in der Eisenpulvermetallurgie angewendeter Ausdruck zur Bezeichnung des Grades der Verringerung des Anteils von Sauerstoff. Er wird bestimmt als Gewichtsverlust in Prozent, der auftritt, wenn ein Pulver in Wasserstoff 60 min bei 10500 C geglüht wird. <Desc/Clms Page number 2> Die Erfindung wird in dem nachstehenden Beispiel erläutert, bei dem ein Pulver aus nach dem Höganäs-Verfahren hergestelltem Eisenschwamm hergestellt wird. Beispiel : Der Eisenschwamm wird auf eine Teilchengrösse unter 3 mm zerkleinert. Dieses Pulver wird einem ersten Walzverfahren unterworfen. Das Produkt aus dem Walzverfahren besteht aus im wei sentlichen zusammenhängenden stufenförmigen Teilen. Dieses Produkt wird in einem Desintegrator zerkleinert. Die Walz- und Zerkleinerungsverfahren werden viermal wiederholt. Nach jedem Zerklei- nerungsverfahren werden Proben entnommen. Nach dem letzten Zerkleinerungsverfahren wird das Material in vier Teile geteilt und jeder Teil Oxydationsverfahren unterworfen, bei denen verschiedene H-Verlustwerte erreicht werden, nämlich 0, 551o, 5, 241o und 7, 95%. Die oxydierten Teile werden bei 9600 C 60 min zur Entfernung des Sauerstoffes in trockenem Wasserstoff behandelt. Die reduzierten Teile werden vorsichtig auf eine Teilchengrösse von unter 0,15 mm zerkleinert. Die Zusammenpressbarkeit der so hergestellten Pulver wurde durch Pressen der Pulver mit einem Druck von 4,2 t/cm bestimmt. EMI2.1 Fig. lFig. l zeigt deutlich, dass die Gründichte mit der Anzahl von Kaltbrarbeitungsverfahren ansteigt und wie sie zunächst nach einer schwachen Oxydations-Reduktionsbehandlung ansteigt, jedoch bei verstärkter Oxydation abfällt. Eine Oxydation auf einen H-Verlust von 81o mit anschliessender Reduktion liefert eine Zusammendrückbarkeit, die etwa der entspricht, die nach einer Kaltbearbeitungsbehandlung erreicht wird. Es wird daher gemäss der Erfindung bevorzugt, die H-Verlustwerte unter 8% zu halten. In Fig. 2 zeigt die Ordinate die Grünfestigkeit in kg/cm. Die Abszisse ist wie in Fig. l in zwei Teile geteilt. Die drei Kurven in Fig. 2 zeigen Festkörper, die auf verschiedene Dichten von 6,0, 6, 5 bzw. 7, 0 g/cm3 gepresst worden sind. Fig. 2 erläutert den starken Abfall der Grünfestigkeit als Ergebnis der Walzverfahren und zeigt, wie die Grünfestigkeit durch anschliessende Oxydations - Reduktionsbehand- lung wieder vergrössert werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver zur Verbesserung der Verpressbarkeit, dadurch ge- kennzeichnet, dass man das Pulver einem oder mehreren Kaltbearbeitungsverfahren, insbesondere Walzverfahren, unterwirft, die gewünschtenfalls durch Glühverfahren voneinander getrennt werden, das Produkt auf die gewünschte Teilchengrösse zerkleinert und anschliessend einer Oxydationsbehandlung unterwirft, bis es eine Sauerstoffmenge absorbiert hat, die einem sogenannten H-Verlust von 1 bis 10%, vorzugsweise etwa 5%, entspricht, den Sauerstoffgehalt des Pulvers verringert und gewünschtenfalls das Produkt einer letzten Pulverzerkleinerungsbehandlung unterwirft.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| SE268342X | 1965-03-09 |
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|---|---|---|---|
| AT206666A AT268342B (de) | 1965-03-09 | 1966-03-04 | Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver zur Verbesserung der Verpreßbarkeit |
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| AT (1) | AT268342B (de) |
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1966
- 1966-03-04 AT AT206666A patent/AT268342B/de active
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