AT268271B - Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolcarboxylaten und ihren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolcarboxylaten und ihren Salzen

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AT268271B AT311967A AT311967A AT268271B AT 268271 B AT268271 B AT 268271B AT 311967 A AT311967 A AT 311967A AT 311967 A AT311967 A AT 311967A AT 268271 B AT268271 B AT 268271B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolcarboxylaten und ihren Salzen 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolcarboxylaten der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der R für niederes Alkyl, Allyl, niederes Alkoxy-niederes Alkyl,   Di- (Niedera1kyI) -aminoniedera1kyl,   Aralkyl, vorzugsweise Benzyl, Cycloalkyl, z. B. Cyclohexyl und Cyclopentyl, oder Tetrahydrofurylmethyl steht und n einen Wert von 1 oder 2 hat. Die Erfindung umfasst ferner die Herstellung   der-vorzugs-   weise therapeutisch wirksamen-Salze dieser Verbindungen mit Säuren. 



   Die vorstehend genannten niederen Alkyl- und niederen Alkoxyreste enthalten 1-7 C-Atome. Es kommen gerade oder verzweigte gesättigte aliphatische Reste, z. B. Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, sec.-Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl u. ähnl. Alkylreste sowie Methoxy-,   Äthoxy-,   Propoxy-, Isopropoxy-,   Butoxy- u.   ähnl. Alkoxyreste in Frage. 



   Die   erfindungsgemäss   erhältlichen Verbindungen sind wertvolle Fungizide, wie ihre fungizide Wirkung gegen Dermatophyten, wie Mikrosporum canis, Ctenomyces mentagrophites und Trichophyton   rubrum,   und andere Fungi, wie Aspergillus fumigatus, erkennen lässt. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I werden durch Entschwefelung von   2-Mercapto-5-   imidazolcarbonsäureestern (II) hergestellt, vorzugsweise mit Salpetersäure nach dem Verfahren zur Synthese von 5-Imidazolcarboxylaten, wie es von R. G. Jones in J. Am. Chem. Soc., 71, S. 644 (1949), beschrieben worden ist. In Gegenwart einer geringen Menge Alkalinitrit, z. B. Natriumnitrit, zur Auslösung der Reaktion kann die Oxydation mit Salpetersäure vorteilhaft bei Temperaturen von 25 bis 35   C durchgeführt werden. Die eintretende Entschwefelung kann wie folgt dargestellt werden : 
 EMI1.2 
 
Die vorstehend genannten   2-Mercapto-5-imidazolcarbonsäureester   (II) können nach den Verfahren hergestellt werden, die in J. Am. Chem. Soc., 71, S. 644 (1949), und in der USA-Patentschrift Nr.   2, 541, 924   beschrieben sind.

   Im allgemeinen werden diese Ester durch Kondensation eines entsprechenden N-Acyl-   C-formy1g1ycinester-eno1s   (III) mit Rhodanwasserstoffsäure in wässeriger Lösung unter Verwendung von etwa äquimolaren Anteilen der Reaktionsteilnehmer hergestellt. Es ist auch möglich, die Kondensation mit wasserlöslichen Metallsalzen, vorzugsweise den Alkalisalzen, z. B. den Natrium-, Kalium- 

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 salzen usw., eines oder beider Reaktionsteilnehmer, z. B. des nachstehend genannten Salzes (IV) durch- zuführen. In diesem Fall wird die Reaktion in Gegenwart einer starken, nicht oxydierenden Mineral- säure, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure u. dgl., durchgeführt, um die Säure aus den
Reaktionsteilnehmern zu bilden. Als Lösungsmittel für die Kondensation wird vorzugsweise ein wässeriges ; Lösungsmittel, z. B.

   Wasser oder wässeriger Alkohol, der genügend Wasser enthält, um ein während der
Reaktion etwa gebildetes anorganisches Salz in Lösung zu halten, verwendet. Vorteilhaft wird bei Raum- temperatur (etwa   20-25  C)   gearbeitet. Die Kondensationsreaktionen können durch die folgenden
Gleichungen dargestellt werden, in denen (A) den Substituenten 
 EMI2.1 
 darstellt und der Acylrest (COR') ein niederer aliphatischer Rest ist, z. B. ein Formylrest, Acetylrest, Propionylrest u. dgl. : 
 EMI2.2 
 
Das Alkali-enolatsalz des   N-Acyl-C-formylglycinesters   (IV) kann nach folgendem allgemeinen Verfahren hergestellt werden : Ein primäres Amin, das den vorstehend definierten Substituenten (A) enthält, wird mit einem niederen Alkylester von Chloressigsäure, z.

   B. Äthylchloracetat, in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Dimethylformamid usw., in Gegenwart eines Akzeptors zur Bindung der während der Reaktion freiwerdenden Halogenwasserstoffsäure umgesetzt. Als typische Akzeptoren für   Halogenwasserstoffsäure   kommen in Frage : Natriumcarbonat, organische tertiäre Amine, z. B. Trialkylamine, beispielsweise Triäthylamin, Tributylamin usw., heterocyclische Amine, z. B. N-Alkylpiperidin, Pyridin usw., und aromatische Dialkylamine, z. B. Diäthylanilin, Dimethylanilin usw. Der erhaltene niedere Alkylester von   N- (A) -substituiertem   Glycin wird dann in üblicher Weise acyliert, z. B. mit Ameisensäure, wobei der entsprechende   N-CHO-N- (A) -substituierte   Glycinester gebildet wird, oder mit einem niederen aliphatischen Acylierungsmittel, z. B.

   Essigsäureanhydrid, Acetylchlorid, Propionsäureanhydrid usw., wobei die entsprechenden   N-acyl-N- (A)-substituierten   Glycinester gebildet werden. Die N-acylierten Glycinester können dann unter Verwendung eines niederen Alkylesters von Ameisensäure, z. B. Ameisensäuremethylester, mit einem Alkalialkoxyd, z. B. Natriummethoxyd, in einem inerten Lösungsmittel, wie Benzol, Tetrahydrofuran usw., nach der Methode von Claisen (Ann., 337, 236 ; 1904) C-formyliert werden. Zur Vermeidung einer Umesterung werden vorzugsweise Glycinester und Ameisensäureester verwendet, die vom gleichen niederen aliphatischen Alkohol abgeleitet sind, der zur Veresterung verwendet wird. Das erhaltene Alkalienolat (IV) kann durch Zusatz des mehrfachen Volumens an Äther und Abfiltrieren des festen Salzes isoliert werden.

   Es ist auch möglich, das Alkalienolat nicht zu isolieren sondern mit Wasser zu extrahieren und die wässerige Lösung anschliessend als solche zu verwenden. Das freie   N-Acyl-C-formylglycinesterenol   (III) kann durch Ansäuern einer wässerigen Lösung des entsprechenden Salzes erhalten werden. Die Isolierung des freien Enols wird mit einem Lösungsmittel, das mit Wasser nicht mischbar ist, z. B. Chloroform, vorgenommen. 



   Andere   l- (A)-5-Imidazolcarboxylate,   in denen (A) die vorstehend genannte Bedeutung hat und R niederes Alkyl, Allyl, niederes Alkoxy-niederes Alkyl,   Di- (Niederalkyl)-amino-niederalkyl, Aralkyl   (vorzugsweise Benzyl), Cycloalkyl oder Tetrahydrofurylmethyl ist, können aus den entsprechenden 1- (A)substituierten Alkylimidazolcarboxylaten hergestellt werden. Die letztgenannten Ester werden vorzugsweise mit einem starken Alkali, z. B. Natrium- oder Kaliumhydroxyd, hydrolysiert, wobei die ent- 

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 sprechenden Imidazolcarbonsäuren gebildet werden. Die Umwandlung der Säure in das entsprechende
Imidazolcarbonsäurehalogenid erfolgt zweckmässig durch Behandlung mit einem Schwefel-oder Phosphor- oxyhalogenid, z. B. Phosphoroxychlorid, oder vorzugsweise Thionylchlorid.

   Durch den während des während des Reaktionsablaufes freiwerdenden Halogenwasserstoff wird das   1- (A) -5-Imidazolcarbons ure-   halogenid als Hydrohalogenid erhalten. Das Salz kann vorteilhaft als solches ohne Umwandlung in die
Basenfbrm in der anschliessenden Reaktionsstufe verwendet werden. In diesem Fall wird das Endprodukt ebenfalls in Salzform erhalten. Das erhaltene Imidazolcarbonsäurehalogenid wird dann mit dem ent- sprechenden Alkohol, z.

   B. einem niederen Alkanol, Allylalkohol, einem   Niederalkoxy-niederalkanol     Di- (Niederalkyl)-amino-niederalkanol,   Aralkanol (vorzugsweise Benzylalkohol), Cycloalkanol oder Tetra- hydrofuryl-methanol, vorzugsweise unter Rückfluss umgesetzt, wobei die niederen Alkyl-, Allyl-, die niederen Alkoxy-niederalkyl-,   Di- (Niederalkyl)-amino-niederalkyl-, Aralkyl-   (vorzugsweise Benzyl),   Cyclo-   alkyl-bzw. Tetrahydrofuryl-methylester der   1- (A) -5-Imidazolcarbonsäure   erhalten werden. 



   Je nach den Bedingungen, die während der Reaktion angewendet werden, fallen die neuen Verbindungen entweder in Form der freien Basen oder ihrer Salze an. Die Salze werden in üblicher Weise, z. B. durch
Umsetzung mit Alkali, wie Natrium- oder Kaliumhydroxyd, in die freien Basen umgewandelt. Die Ver- bindungen in der   Basenform   können durch Umsetzung mit geeigneten Säuren in ihre therapeutisch wertvollen Salze umgewandelt werden. Als Säuren kommen hiefür beispielsweise anorganische Säuren wie Halogenwasserstoffsäuren, z. B.

   Salzsäure, Bromwasserstoffsäure oder   Jodwasserstoffsäure,   Schwefel- säure, Salpetersäure oder Thiocyansäure, Phosphorsäuren, organische Säuren, wie Essigsäure, Propion- säure, Glykolsäure, Milchsäure, Brenztraubensäure, Oxalsäure, Malonsäure,   Bernsteinsäure,     Maleinsäure,  
Fumarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Citronensäure, Benzoesäure, Zimtsäure, Mandelsäure, Methan- sulfonsäure, Äthansulfonsäure, Hydroxyäthansulfonsäure,   p-Toluolsulfonsäure,   Salicylsäure, p-Amino- salicylsäure, 2-Phenoxybenzoesäure oder 2-Acetoxybenzoesäure in Frage. 



   Die Erfindung ermöglicht die Herstellung wertvoller fungizider Präparate, die die   erfindungsgemäss   erhältlichen Imidazolcarboxylate (I) oder ihre Salze mit Säuren als Wirkstoff in einem Lösungsmittel oder in einem festen, halbfesten oder flüssigen Verdünnungsmittel oder Trägerstoff enthalten. Die erfin- dungsgemäss erhältlichen Verbindungen können in geeigneten Lösungsmitteln oder Verdünnungsmitteln, in Form von Emulsionen, Suspensionen oder Dispersionen, auf geeigneten festen oder halbfesten Träger- oder Hilfsstoffen, in gewöhnlichen oder synthetischen Seifen, Detergentien oder Dispergiermitteln, gegebenenfalls zusammen mit anderen Verbindungen, die arachnizide, insektizide, ovizide, fungizide und/ oder bakterizide Wirkung haben, oder zusammen mit inaktiven Zusatzstoffen, verwendet werden. 



   Der Wirkstoff kann auch in Form von Aerosolen verwendet werden. Aerosole mit den erfindunggemäss erhältlichen Wirkstoffen eignen sich besonders zur Bekämpfung von Pilzen beispielsweise in geschlossenen Räumen und Lagerräumen und zur Behandlung von Pflanzen zur Vernichtung von Pilzen oder zur Verhinderung des Pilzbefalls. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen und die damit hergestellten fungiziden Präparate können nach üblichen Verfahren angewendet werden. Beispielsweise kann der Pilz oder ein zu behandelndes oder gegen Pilzbefall zu schützendes Material mit den erfindungsgemäss erhältlichen Wirkstoffen oder mit aus ihnen hergestellten fungiziden Präparaten durch Bestäuben, Berieseln, Besprühen, Bestreichen, Eintauchen, Einreiben, Imprägnieren und in anderer geeigneter Weise behandelt werden. 



   Wenn die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen in Kombination mit geeigneten Trägermaterialien, z. B. als Lösung, Suspension, Stäubemittel, Streumittel, Emulsion u. dgl., verwendet werden, ist hohe Wirksamkeit über einen weiten Verdünnungsbereich festzustellen. Beispielsweise erwiesen sich Wirkstoffkonzentrationen von 0, 25 bis 5, 0 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des verwendeten Präparats, als wirksam für die Bekämpfung von Pilzen. Es können auch höhere Konzentrationen verwendet werden, wenn sie durch die jeweilige Anwendung gerechtfertigt sind. 



   In den folgenden Beispielen sind, wenn nichts anderes angegeben ist, alle Teile Gewichtsteile. 



   A. Ausgangsprodukte
Beispiel 1 : Eine Lösung von 194 Teilen   1, 2, 3, 4-Tetrahydro-l-naphthylamin   und 133, 3 Teilen Triäthylamin in 200 Teilen Dimethylformamid wird auf 5   C gekühlt. Bei dieser Temperatur werden 161, 7 Teile Äthylchloracetat unter Rühren zugesetzt. Die Temperatur steigt langsam auf 20  C. Das Gemisch wird dann über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Dann werden 350 Teile wasserfreier Äther zugesetzt. Das hiebei   ausgefällte   Triäthylammoniumchlorid wird abfiltriert. Nach einer Wäsche mit Äther wird der Filterkuchen verworfen. Das Filtrat wird mehrmals mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wird dann abgetrennt und über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft, wobei ein öliger Rückstand verbleibt.

   Dieser Rückstand wird in 450 Teilen Xylol gelöst und mit 59, 8 Teilen Ameisensäure versetzt. Das Ganze wird dann am Rückfluss erhitzt und das gebildete Wasser durch azeotrope Destillation über einen Wasserabscheider entfernt. Wenn kein Wasser mehr abgeschieden wird wird noch weitere 3 h gerührt und erhitzt. Nach Abkühlung wird das Reaktionsgemisch nacheinander mit Wasser, Natriumbicarbonatlösung und erneut mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wird abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft. Das restliche Öl wird unter vermindertem Druck destilliert, wobei   dl- (N-Äthoxycarbonyl-methyl-N-formyl)-1, 2, 3, 4-tetrahydro-l-   naphthylamin vom Siedepunkt =   195-202  C/2   mm Hg erhalten wird. 

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   Wenn bei dem vorstehend beschriebenen Versuch das Äthylchloracetat durch eine äquimolare Menge
Methylchloracetat ersetzt und das letztere mit der geeigneten Menge l-Aminoindan an Stelle von 1, 2, 3, 4-   Tetrahydro-l-naphthylamin   umgesetzt wird, wird   l- {N-Formyl-N- [ (methoxycarbonyl)-methyl]-amino}-   indan vom F. =   65-69  C erhalten.   



   Beispiel 2 : Zu 360 Teilen trockenem Tetrahydrofuran werden 40, 89 Teile einer 50%igen Natrium- suspension in Benzol gegeben. Das Gemisch wird gerührt und auf etwa   400   C erhitzt. Dann wird eine
Lösung von 28, 16 Teilen wasserfreiem Methanol in 45 Teilen Tetrahydrofuran langsam zugesetzt, während die gleiche Temperatur eingehalten wird. Nach erfolgtem Zusatz wird noch kurzzeitig gerührt, worauf das Gemisch auf etwa   50 C gekühlt   wird. Bei dieser Temperatur werden 227 Teile dl- (N-Äthoxycarbonyl-   methyl- N-formyl) -1, 2, 3, 4-tetrahydro-l-naphthylamin   und 156 Teile Ameisensäuremethylester zugesetzt. 



  Das Gemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird dann im Vakuum eingedampft und das restliche Öl mit 700 Teilen Äther und 1000 Teilen Wasser behandelt. 



  Die Schichten werden getrennt. Die wässerige Lösung wird filtriert, worauf 162, 6 Teile konzentrierte Salzsäure und unmittelbar anschliessend eine Lösung von 127, 89 Teilen Kaliumthiocyanat in 130 Teilen Wasser zugesetzt werden. Das Gemisch wird 5 h bei 40   C und dann mehrere Tage bei Raumtemperatur gerührt. Der ausgefällte Feststoff wird abfiltriert und in verdünntem Methanol (etwa 65% ig) verrieben, filtriert und getrocknet, wobei   dl-1- (1, 2, 3, 4-Tetrahydro-l-naphthyl)-2-mercapto-5- (methoxycarbonyl)-   imidazol erhalten wird. Eine Probe wird durch Auflösen in einer geringen Menge heissem Methanol umkristallisiert und dann mit Aktivkohle behandelt, worauf Wasser zugesetzt wird, bis Ausfällung einsetzt.

   Durch Abkühlung scheidet sich ein Feststoff ab, der abfiltriert und getrocknet wird, wobei   dl-l-     (1, 2, 3, 4-Tetrahydro-l-naphthyl) -2-mercapto-5- (methoxycarbonyl) -imidazol   vom F.   = 149-150'C   erhalten wird. 



   Wenn der in Beispiel 2 beschriebene Versuch wiederholt wird, wobei jedoch das dl- (N-Äthoxycarbonyl-   methyl-N-formyl) -1, 2, 3, 4-tetrahydro-l-naphthylamin   durch eine äquimolare Menge   l- {N-Formyl-N-   
 EMI4.1 
 zugesetzt. Der Äthanolüberschuss wird abdestilliert. Zum Rückstand wird eine zweite Portion von 400 Teilen Xylol gegeben und das Lösungsmittel weiter abdestilliert, bis eine Innentemperatur von 140 0 C 
 EMI4.2 
 es gerührt wird. Das feste Produkt wird abgenutscht, auf dem Filter nacheinander mit Wasser und geringen Mengen 2-Propanol gewaschen und unter Vakuum getrocknet, wobei N-Formyl-N- (1, 2, 3, 4-tetrahydro-   l-naphthyl)-2- (äthoxy-carbonyl)-aminoacetaldehyd   der Formel 
 EMI4.3 
 vom F. = 140, 5-142, 5  C erhalten wird. 



   Beispiel 4 : Ein Gemisch von 4 Teilen   N-Formyl-N- (1, 2, 3, 4-tetrahydro-l-naphthyl)-2- (äthoxy-   carbonyl)-aminoacetaldehyd, 15 Teilen Kaliumthiocyanat in 25 Teilen Wasser,   12, 6   Teilen konzentrierter Salzsäure, 100 Teilen Wasser und 200 Teilen denaturiertem Äthanol wird 5 h bei   450 C gerührt.   Die Heizvorrichtung wird entfernt und das Reaktionsgemisch noch 1 h gerührt. Die homogene Masse wird 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Durch Reiben findet Kristallisation des Produkts statt. Das Produkt wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und unter vermindertem Druck getrocknet, wobei 1- (1, 2, 3, 4-   Tetrahydro-l-naphthyl)-2-mercapto-5- (äthoxy-carbonyl)-imidazol   vom F. = 155, 5-157   C erhalten wird. 



   B. Endprodukte und ihre Umwandlung zu anderen Endprodukten
Beispiel 5 : Zu einem Gemisch von 150 Teilen Salpetersäure   (d   = 1, 4), 1 Teil Natriumnitrit und 320 Teilen Wasser werden portionenweise 81 Teile   1- (1, 2, 3, 4-Tetrahydro-l-naphthyl) -2-mercapto-5-   

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 (methoxy-carbonyl)-imidazol gegeben, wobei die Temperatur unter 30   C gehalten wird. Nach erfolgtem
Zusatz wird das Gemisch 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wird abgedampft und der feste Rückstand mit Wasser gewaschen und unter vermindertem Druck getrocknet, wobei 1- (1, 2, 3, 4-   Tetrahydro-l-naphthyl)-5-methoxy-carbonyl-imidazolnitrat   vom F. =   149-151, 5    C (Zersetzung) erhalten wird. 



   Wenn bei dem vorstehend beschriebenen Versuch das   1- (1, 2, 3, 4-Tetrahydro-l-naphthyl) -2-mercapto-     5- (methoxy-carbonyl)-imidazol   durch äquimolare Mengen des entsprechenden Äthylesters bzw. von l- (l-Indanyl)-2-mercapto-5- (methoxy-carbonyl)-imidazol ersetzt wird, werden die folgenden Produkte erhalten :   1-(1,2,3,4-Tetrahydro-naphthyl)-5-(äthoxy-carbonyl)-imidazolnitrat   vom F. = 136-137, 8  C ;   l- (l-Indanyl)-5- (methoxy-carbonyl)-imidazolnitrat   vom F. = 139, 5-140, 5   C. 



   Beispiel 6 : Ein Gemisch von 216 Teilen Salpetersäure, 400 Teilen Wasser und 1, 5 Teilen Natriumnitrit wird auf etwa 25   C erhitzt. Während diese Temperatur aufrechterhalten wird, werden zu diesem Gemisch unter Rühren portionenweise 112 Teile   dl-l- (l, 2, 3, 4-Tetrahydro-l-naphthyl)-2-mercapto-5-   (methoxy-carbonyl)-imidazol gegeben. Wenn die gesamte Menge zugesetzt ist und keine   Stickstoff oxyd-   dämpfe mehr entwickelt werden, wird das Gemisch in einem Eisbad gekühlt, wobei das Salz (Nitrat) ausgefällt wird. Dieses Produkt wird abfiltriert und in eine gesättigte Natriumcarbonatlösung   überführt.   



  Das Gemisch wird 5 min unter Rühren gekocht. Die freie Base wird mit Äther extrahiert. Die erhaltene Lösung wird über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abgedampft. Eine Lösung von 20 Teilen der erhaltenen rohen Base in Methanol wird hergestellt und mit einem   Überschuss   wasserfreier Oxalsäure im gleichen Lösungsmittel versetzt. Die erhaltene Lösung wird auf die   Rückflusstemperatur   erhitzt, worauf Diäthyläther zugesetzt wird, bis Ausfällung 
 EMI5.1 
 



   Beispiel 7 : Zu einer Lösung von 13 Teilen   1- (1-Indanyl) -5- (methoxy-carbonyl) -imidazolnitrat   in
100 Teilen warmem Wasser wird überschüssiges Natriumcarbonat gegeben (bis pH 10). Die freie Base wird mit Äther extrahiert. Der Extrakt wird getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird in Petrol- äther verrieben, erneut abfiltriert und getrocknet, wobei l- (l-Indanyl)-5- (methoxy-carbonyl)-imidazol vom
F. =   82-83   C   erhalten wird. 



   Beispiel 8 : Zu einer   Lösung   von 80 Teilen Natriumhydroxyd in 200 Teilen Wasser werden unter Rühren 58 Teile   1- (1, 2, 3, 4- Tetrahydronaphthyl) -5-methoxycarbonyl-imidazolnitrat   gegeben. Das Gemisch wird 1 h unter Rühren am Rückfluss erhitzt. Es wird mit 300 Teilen Wasser verdünnt und dann mit
109 Teilen Essigsäure versetzt. Durch Abkühlung und Impfen wird ein rohes Produkt erhalten, das aus einem Gemisch von Wasser und Dimethylformamid umkristallisiert wird, wobei   1- (1, 2, 3, 4- Tetra-     hydro-naphthyl)-5-carboxy-imidazol   vom F. =   206, 5-210     C erhalten wird. 



   Eine Wiederholung des in Beispiel 8 beschriebenen Versuchs, jedoch unter Verwendung der erforderlichen Menge   l- (l-Indanyl)-5- (methoxy-carbonyl)-imidazol   an Stelle von   1- (1, 2, 3, 4- Tetrahydronaphthyl) -   5-methoxy-carbonyl-imidazolnitrat, ergibt   1- (1-Indanyl) -5-carboxy-imidazol   vom F. = 209-211, 50 C. 



   Beispiel 9 : Ein Gemisch von 7, 5 Teilen   1- (l, 2, 3, 4-Tetrahydro-naphthyl) -5-carboxy-imidazol   in 64 Teilen Thionylchlorid wird 1 h unter Rühren am Rückfluss erhitzt. Nach dem Abdampfen von überschüssigem Thionylchlorid werden 64 Teile Äthanol zugesetzt. Das Gemisch wird eine weitere Stunde unter Rühren am Rückfluss erhitzt. Das Lösungsmittel wird abgedampft und der Rückstand mit 75 Teilen Wasser versetzt. Die erhaltene wässerige Lösung wird mit Natriumhydroxyd alkalisch gemacht und mit Äther extrahiert. Der Extrakt wird getrocknet.

   Durch Zusatz von 4, 2 Teilen Salpetersäure wird das Nitrat gebildet, das abfiltriert und aus einem Gemisch von Äthanol und 2- Propanol umkristallisiert wird, wobei 
 EMI5.2 
 (1, 2, 3, 4-Tetrahydro. naphthyl)-5- (äthoxy-carbonyl)-inüdazolnitrathydro-naphthyl)-5-carboxy-imidazol durch äquimolare Mengen des entsprechenden 1-substituierten 5-Carboxyimidazols und des Äthanols durch äquimolare Mengen des entsprechenden Alkohols, werden die in der folgenden Tabelle genannten Verbindungen erhalten : 
 EMI5.3 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 


Claims (1)

  1. EMI6.2 EMI6.3 EMI6.4 EMI6.5 EMI6.6
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