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Verfahren zur fermentativen Gewinnung von l-Glutaminsäure
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fermentationsverfahren zur Gewinnung von 1-Glutaminsäure.
Gegenwärtig stehen zahlreiche Methoden zur Gewinnung von 1-Glutaminsäure durch Gärung zur
Verfügung. Da 1-Glutaminsäure in immer grösseren Mengen benötigt wird, werden diese Methoden in- dustriell bereits in grossem Massstab eingesetzt. Bei der Gewinnung von 1-Glutaminsäure durch Gärung spielen jedoch zahlreiche, noch unbekannte Faktoren mit, so dass die Einhaltung der Fermentationsbedingungen ein schwieriges Problem ist. Es ist daher von grosser Wichtigkeit, jene Faktoren zu erkennen, welche die Herstellung von 1-Glutaminsäure mit hoher Ausbeute in industriellem Massstab ermöglichen.
Es ist bereits bekannt, dass es bei der Gewinnung von 1-Glutaminsäure durch Gärung, wobei 1-Glutaminsäure produzierende Mikroorganismen kultiviert werden, erforderlich ist, bestimmte, für das Wachstum der Mikroorganismen wesentliche Stoffe, wie Vitamine, Aminosäuren usw., in geringen Mengen dem Nährmedium zuzusetzen und im Nährmedium Stoffe vorzusehen, die eine Kohlenstoffquelle bzw. eine Stickstoffquelle darstellen, und weiters dem Nährmedium anorganische Salze zuzusetzen. Solche Zusätze können, wie bekannt, die Ausbeute an 1-Glutaminsäure bei der Gärung erhöhen.
Ziel der Erfindung ist es nun, ein Fermentationsverfahren zur Gewinnung von 1-Glutaminsäure zu schaffen, durch welches 1-Glutaminsäure mit höherer Ausbeute als bisher und in hoher Reinheit erhalten werden kann und welches einfach durchführbar ist.
Ein solches Verfahren zur fermentativen Gewinnung von 1-Glutaminsäure auf aerobem, submersem Wege, bei hiebei üblichen PH-Werten, Temperaturen und Nährmedien unter Verwendung von Stämmen 1-Glutaminsäure erzeugender Mikroorganismen, insbesondere Micrococcus glutamicus, und unter Abtrennen der gebildeten Glutaminsäure aus dem Kultursubstrat ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Kultursubstrat auch noch Mono- oder Polyester von einwertigen gesättigten aliphatischen Alkoholen mit 3 bis 10 C-Atomen und gesättigten aliphatischen Carbonsäuren mit 3 bis 6 CAtomen, welche mindestens 2 Carboxyl-und gegebenenfalls ein oder mehrere Hydroxylgruppen oder l Car- boxyl- und mindestens eine Hydroxylgruppe enthalten, wie Malonsäure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Zitronensäure, Gluconsäure,
einzeln oder zu mehreren in Mengen von etwa 0, 1 bis 10, 0 g/l enthält.
Die dem Nährmedium zuzusetzende Menge von Carbonsäureester der erwähnten Art unterliegt je nach der verwendeten Art des 1-Glutaminsäure produzierenden Bakteriums, der Zusammensetzung des Nährmediums und der Konzentration desselben gewissen Schwankungen, wobei insbesondere die Art des zugesetzten Esters zu berücksichtigen ist. Die Festlegung der optimalen Menge des Esters ist dem Fachmann ohne weiteres möglich, nachdem die verschiedenen andern Fermentationsbedingungen festgelegt worden sind.
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Im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens brauchbare Ester einwertiger aliphatischer Alkohole und organischer Carbonsäuren sind beispielsweise Mono-, Di-undTri-ester der Zitronensäure oder Mo- no- oder Di-Ester der Bernsteinsäure, Äpfelsäure, Malonsäure oder Adipinsäure oder Mono-Ester der
Gluconsäure mit Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, Amyl-, Isoamyl-, Hexyl-, Heptyl-, Octyl-,
Nonyl-, Decylalkohol.
Um die Wirksamkeit eines Zusatzes der erwähnten Ester in wechselnden Mengen im Rahmen des er- findungsgemässenverfahrens zu zeigen, dienen die folgenden Beispiele, in welchen als 1-Glutaminsäure erzeugender Mikroorganismus Micrococcus glutamicus eingesetzt wurde. Selbstverständlich können auch andere 1-Glutaminsäure erzeugende Mikroorganismen an Stelle von Micrococcus glutamicus verwendet werden.
Beispiel1 :DiesesBeispielerläutertdenEinflussdesResteseineseinwertigenaliphatischenAlkohols in einem Bernsteinsäureester und der Menge des dem Nährmedium zugesetzten Esters auf das durch das erfindungsgemässe Verfahren erzielbare Ergebnis.
Als Fermentationsbehälter wurde in allen Fällen ein 5-1 Kolben verwendet.
270 ml einer Impfkultur des 1-Glutaminsäure produzierenden Mikroorganismus Micrococcus glutamicus ATCC Nr. 13032 wurde in 2730 ml eines 130 g/l Stärkehydrolysats (Glucose), welches durch saure Hydrolyse erhalten worden war, 1, 0 g/l primäres Ammonphosphat, 1, 0 g/l sekundäres Ammonphosphat, 0,5 gel Magnesiumsulfat, 0, 04 g/l Mangansulfat, 0, 02 g/l Ferrosulfat, 3,0 g/l Kaliumsulfat, 5, 0 g/l Harnstoff und 3 li l g/l Biotin enthaltendes Nährmedium eingebracht. Das so geimpfte Nährmedium wurde 48 h unter folgenden Bedingungen inkubiert.
Rührgeschwindigkeit : 600 Umdr/min
Temperatur : 340C
Belüftungsgeschwindigkeit : 3 l/mil
Während der Inkubation wurde der PH-Wert der Fermentationsbrühe mittels einer 300'lIl Harnstoff enthaltenden wässerigen Lösung auf 7, 0 eingestellt.
Die experimentellen Ergebnisse sind folgende :
EMI2.1
<tb>
<tb> Menge <SEP> des <SEP> zuge- <SEP> Menge <SEP> der <SEP> gebildeten
<tb> setzten <SEP> Esters <SEP> in <SEP> 1-Glutaminsäure
<tb> g/l <SEP> (mg/ml)
<tb> I)
<tb> Di- <SEP> (n-butyl)-succinat <SEP> 1,0 <SEP> 63,3
<tb> Di- <SEP> (n-butyl)-succinat <SEP> l, <SEP> 5 <SEP> 65, <SEP> 0 <SEP>
<tb> Di- <SEP> (n-butyl)-succinat <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 68, <SEP> 1 <SEP>
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 2)
<tb> Di- <SEP> (n-octyl)-succinat <SEP> 1,0 <SEP> 60, <SEP> 0
<tb> Di- <SEP> (n-octyl)-succinat <SEP> 1,5 <SEP> 65,3
<tb> Di- <SEP> (n-octyl)-succinat <SEP> 2,0 <SEP> 66, <SEP> 0 <SEP>
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 6 <SEP>
<tb> 3)
<tb> Di- <SEP> (n-hexyl)-succinat <SEP> 1,0 <SEP> 68, <SEP> 1 <SEP>
<tb> Di- <SEP> (n-hexyl)-succinat <SEP> 1,5 <SEP> 66, <SEP> 6 <SEP>
<tb> Di- <SEP> (n-hexyl)
-succinat <SEP> 2,0 <SEP> 58, <SEP> 8 <SEP>
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 2 <SEP>
<tb> 4)
<tb> Mono- <SEP> (n-butyl)-succinat <SEP> 1,0 <SEP> 61, <SEP> 1 <SEP>
<tb> Mono- <SEP> (n-butyl)-succinat <SEP> 1,5 <SEP> 62, <SEP> 3 <SEP>
<tb> Mono- <SEP> (n-butyl)-succinat <SEP> 2,0 <SEP> 64, <SEP> 8 <SEP>
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 6 <SEP>
<tb>
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Beispiel 2 : Durch dieses Beispiel wird der Einfluss des Säurerestes des im Rahmen des erfin- dungsgemässen Verfahrens verwendeten Esters erläutert.
Die verschiedenen Fermentationen wurden in der in Beispiel 1 angegebenen Weise vorgenommen.
EMI3.1
<tb>
<tb>
Menge <SEP> des <SEP> zuge- <SEP> Menge <SEP> der <SEP> gebildeten
<tb> setzten <SEP> Esters <SEP> in <SEP> 1-Glutaminsäure
<tb> g/l <SEP> (mg/ml)
<tb> Di- <SEP> (n-propyl)-succinat <SEP> 1,0 <SEP> 61,2
<tb> 2, <SEP> 0 <SEP> 67, <SEP> 0 <SEP>
<tb> Di- <SEP> (n-ptopyl)-malat <SEP> 1,0 <SEP> 60, <SEP> 4
<tb> 2, <SEP> 0 <SEP> 64, <SEP> 4 <SEP>
<tb> Di- <SEP> (n-propyl)-malonat <SEP> 1,0 <SEP> 63,1
<tb> 2, <SEP> 0 <SEP> 66, <SEP> 9 <SEP>
<tb> Di- <SEP> (n-propyl)-adipat <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 62, <SEP> 0
<tb> 2, <SEP> 0 <SEP> 66, <SEP> 8 <SEP>
<tb> (n-propyl)-gluconat <SEP> 1,0 <SEP> 64,0
<tb> 2, <SEP> 0 <SEP> 67, <SEP> 1 <SEP>
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 5 <SEP>
<tb>
Beispiel 3 : Die Fermentationen wurden in einem 5-1 Fermentationsbehälter vorgenommen.
270 ml einer Impfflüssigkeit, enthaltend Micrococcus glutamicus ATCC Nr. 13032 als 1-Glutaminsäure produzierenden Organismus wurden in 2730 ml eines 130 g/l Stärkehydrolysat (als Glucose), wel-
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liumsulfat, 5, 0 g/l Harnstoff und 3 g/l Biotin enthaltenden Nährmediums eingebracht. Die Fermentation wurde während 48 h unter folgenden Bedingungen durchgeführt :
Rünrgeschwindigkeit : 600 Umdr/min Temperatur : 340C
Belüftungsgeschwindigkeit : 3 1/min
Während der Inkubation wurde der PH-Wert der Fermentationsbrühe mittels einer wässerigen Harnstofflösung einer Konzentration von 300 g/l auf 7, 0 eingestellt.
Die experimentellen Ergebnisse sind folgende :
EMI3.3
<tb>
<tb> Menge <SEP> des <SEP> zuge- <SEP> Menge <SEP> der <SEP> gebildeten
<tb> setzten <SEP> Esters <SEP> in <SEP> l-Glutaminsäure
<tb> g/l <SEP> (mg/ml)
<tb> 1)
<tb> Tri- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 0,5 <SEP> 68,2
<tb> Tri- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 1,0 <SEP> 70,9
<tb> Tri- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 1,5 <SEP> 71,4
<tb> Tri- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 70, <SEP> 0
<tb> kein <SEP> Zusatz-56, <SEP> 0
<tb> 2)
<tb> Di- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 0,5 <SEP> 57,6
<tb> Di- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 60,0
<tb> Di- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 1,5 <SEP> 63,5
<tb> Di- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 2,0 <SEP> 63,0
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 0
<tb>
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EMI4.1
<tb>
<tb> (Fortsetzung)
<SEP> Menge <SEP> des <SEP> zuge- <SEP> Menge <SEP> der <SEP> gebildeten
<tb> setzten <SEP> Esters <SEP> in <SEP> 1-Glutaminsäure
<tb> g/l <SEP> (mg/ml)
<tb> 3)
<tb> Mono- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 0,5 <SEP> 61,8
<tb> Mono- <SEP> (n <SEP> -butyl) <SEP> -citrat <SEP> 1,0 <SEP> 62, <SEP> 1
<tb> Mono- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 1,5 <SEP> 65,0
<tb> Mono- <SEP> (n-butyl)-citrat <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 65,2
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 6
<tb> 4)
<tb> Tri- <SEP> -citrat <SEP> 0,5 <SEP> 56,9
<tb> Tri <SEP> in <SEP> -amyl) <SEP> -citrat <SEP> 1,0 <SEP> 58, <SEP> 9 <SEP>
<tb> Tri <SEP> in <SEP> -amyl) <SEP> -citrat <SEP> 1,5 <SEP> 62,2
<tb> Tri- <SEP> -citrat <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 64,3
<tb> kein <SEP> Zusatz-54, <SEP> 8
<tb> 5)
<tb> Tri- <SEP> in <SEP> -hexyl) <SEP> -citrat <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 57, <SEP> 8
<tb> Tri- <SEP> (n-hexyl)-citrat <SEP> 1,0 <SEP> 67,
3
<tb> Tri- <SEP> (n-hexyl)-citrat <SEP> 1,5 <SEP> 66, <SEP> 4 <SEP>
<tb> Tri- <SEP> (n-hexyl)-citrat <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 56,9
<tb> kein <SEP> Zusatz-55, <SEP> 0 <SEP>
<tb>
Wie sich den Beispielen 1, 2 und 3 entnehmen lässt, wird stets die Menge der gebildeten 1-Glut- aminsäure ausgesprochen stark erhöht, wenn die Fermentation in erfindungsgemässer Weise in Gegenwart eines der erwähnten Ester, durchgeführt wird.
Die Bakteriologischen Eigenschaften eines zur Gattung Micrococcus glutamicus gehörenden Mikroorganismus, wie er in den obigen Beispielen verwendet wurde, sind in der japanischen Patentschrift Nr. 243 382 beschrieben. Als ein Mikroorganismus dieser Gattung erstmalig isoliert wurde, wurde dieser Name gewählt, da dieser Mikroorganismus nach den Angaben in Bergey's "Manual of Determinative Bacteriology", 5. und 6. Auflage, als zur Gattung Micrococcus gehörig anzusehen ist. Seither wurden in Anbetracht der Isolierung von Aminosäuren produzierenden Bakterien nach einstufigen Verfahren sol-
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wie sich aus verschiedenen Literaturstellen ergibt.
Hinsichtlich der bakteriologischenEigenschaften bestehen jedoch keine grundsätzlichen Unterschie- de zwischen Mikroorganismen der letztgenannten Gattungen und Mikroorganismen der Gattung Micrococcus glutamicus. Der einzige Unterschied zwischen diesen Gattungen besteht darin, dass verschiedene Beobachter subjektiv Differenzierungen feststellten. Aus diesem Grunde sind alle diese Mikroorganismen als zur Gattung Micrococcus glutamicus gehörend und als untereinander ähnliche Bakterien anzusehen. Dementsprechend sind der Gattung Micrococcus glutamicus alle Mikroorganismen zuzuordnen, welche in der Lage sind, 1-Glutaminsäure zu produzieren-dies ist die wesentliche bakteriologische Eigenschaft der in Frage kommenden Mikroorganismen - wobei keine weitere Unterteilung in Gattungen und Spezies vorzunehmen ist.
Dies heisst mit andern Worten, dass, obwohl solche Mikroorganismen in der Literatur unter verschiedenen Gattungen und Spezies genannt werden, diese Mikroorganismen als identisch, jedenfalls aber zur Gattung Micrococcus glutamicus gehörend anzusehen sind und damitAnaloga darstellen.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht auf die speziell in den Beispielen angeführten Mikroorganismen einzuschränken. Im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens kann jede Bakterienart verwendet werden, welche in der Lage ist, 1-Glutaminsäure zu produzieren.
Ausgehend hievon sind ausser den oben erwähnten Bakterienartenauch solche 1-Glutaminsäure produzierende Bakterien im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens verwendbar, welche gemäss Literaturstellen irgendeiner der Gattungen Bacillus, Corynebacterium, Escherichia, Pseudomonas, Aspergillus, Saccharomyces usw. zugeordnet werden.
Als Nährmedium kann ein künstlich hergestelltes Nährmedium oder ein natürliches Nährmedium verwendetwerden, soferne es nur die für das Wachstum des verwendeten Mikroorganismus erforderlichen
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wesentlichen Nährstoffe enthält. Solche Nährstoffe sind hinlänglich bekannt und stellen beispielsweise Kohlenstoffquellen, Stickstoffquellen, anorganische Verbindungen u. dgl. dar, welche in dem verwendeten Bakterium entsprechenden Mengen verwendet werden.
Die folgenden weiteren Ausführungsbeispiele dienen zur zusätzlichen Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens.
In diesem Zusammenhang soll noch erwähnt werden, dass die durch die gebrachten Beispiele erläuterten bemerkenswerten Ergebnisse des erfindungsgemässen Verfahrens auch dann erhalten werden, wenn Gemische aus zwei oder mehr Estern der erwähnten Art verwendet werden.
B e i s p i e l 4: 2730 l eines 120 g/l Glucose, 1, 0g/l primäres Ammonphosphat, 1, 0 g/l sekundäres Ammonphosphat, 0, 5 g/l Magnesiumsulfat, 0,04 g/l Mangansulfat, 0,02 g/l Ferrosulfat, 3, 0 g/l
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0 g/l1, 0 g/l Di-isobutylsuccinat enthaltenden Nährmediums wurden in einem 5 1 fassenden Fermentationskolben eingebracht und unter Druck sterilisiert. Sodann wurden 270 ml einer Micrococcus glutamicus ATCC Nr. 13032 enthaltenden Impfflüssigkeit in den Fermentationsbehälter eingebracht.
Diese Impfflüssigkeit wurde durch Kultivieren des angegebenen Mikroorganismus während 12h erhalten, wobei geschüttelt wurde und ein 50 g/l Glucose, 10 g/l Pepton, 5, 0 g/l Fleischextrakt, 5, 0 g/l Ammonsulfat, 0, 5 g/l primäres Kaliumphosphat, 0, 5 g/l sekundäres Kaliumphosphat, 0, 25 g/l Magnesiumsulfat,
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medium verwendet wurde. Das Fermentationsmedium wurde sodann 48 h bei 340e und einer Belüftungs- geschwindigkeit von 3 1/min unter gleichzeitigem Rühren mit 600 Umdr/min inkubiert. Der PH-Wert der Fermentationsbrühe wurde mit einer wässerigen Lösung von 300 g/l Harnstoff auf 7, 0 gehalten.
Nach beendeter Fermentation enthielt die Fermentationsbrühe 55, 5 mg/ml 1-Glutaminsäure, wobei die Ausbeute, bezogen auf Zucker, 49, 00/0 betrug. Wenn ohne Zusatz von Di-isobutylsuccinat fermentiert wurde, so wurden nur 44, 9 mg/ml 1-Glutaminsäure mit, bezogen auf Zucker, bloss 39,'ijziger Ausbeute erhalten. Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Abtrennung der Zellsubstanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem PH-Wert von 3, 2 unter Verwendung von Salzsäure, wurden 44, 0 g rohe kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
Be is pie 1 5 : 2730 mI eines Nährmediums, welches 135 g/ldurch Hydrolyse von Kartoffelstärke mittels Salzsäure erhaltene reduzierende Zucker, 1, 0 g/l primäres Ammonphosphat, 1, 0 g/l sekundäres
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Druck sterilisiert.
Dieses Nährmedium wurde mit 270 ml einer Micrococcus glutamicus ATCC Nr. 13032 enthaltenden Impfflüssigkeit inokuliert. Das geimpfte Nährmedium wurde 48 h bei 34 C und einer Belüftungsgeschwindigkeit von 3 1/min kultiviert, wobei mit 550 Umdr/min gerührt wurde. Der pH-Wert der Fermentationsbrühe wurde mit 15%obigem wässerigem Ammoniak auf 7, 0 eingestellt. Nach 10stündiger Fermentation wurde Penicillin-G-Kalium in einer Menge von 5 Einheiten/ml der Fermentationsbrühe zugegeben.
Nach beendeter Fermentation enthielt das Fermentationsmedium 64, 5 mg/ml 1-Glutaminsäure, wobei die Ausbeute, bezogen auf Zucker, 47, 21, 1 betrug. Wenn ohne einen Zusatz von Di-isoamylsuccinat gearbeitet wurde, wurden nur 52, 5 mg/ml 1-Glutaminsäure erhalten, wobei die Ausbeute, bezogen auf Zucker, 38, 40/0 betrug.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernender Zellsubstanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem pH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Medium, wurden 57, 2 g rohe kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
Beispiel 6 : In ähnlicher Weise wie in Beispiel 4 wurde eine Fermentation vorgenommen, wobei jedoch ein Weizenstärkehydrolysat verwendet wurde, welches durch saure Hydrolyse erhalten wurde, und 121g/l reduzierenden Zucker enthielt. Als Ester eines einwertigen aliphatischen Alkohols und einer organischen Säure wurde Di- (n-hexyl)-succinat in einer Menge von 1, 0 g/l verwendet. Die Fermentation lief 40 h.
Nach abgeschlossener Fermentation enthielt die Fermentationsbrühe 58, 2 mg/ml 1-Glutaminsäure, entsprechend einer Ausbeute von 45, 7 , bezogen auf Zucker. Wenn dem Nährmedium Di- (n-hexyl) - - succinat nicht zugesetzt wurde, wurden nur 49, 8 mg/ml 1-Glutaminsäure mit einer Ausbeute von zo bezogen auf Zucker, erhalten.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernen der Zellsubstanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem pH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Me-
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sprechend einer Ausbeute von 46, solo, bezogen auf Zucker. Wenn dem Fermentationsmedium Di- (n-bu- ty1) -ma1at nicht zugesetzt wurde, wurden nur 58, 5 g/ml 1-Glutaminsäure erhalten, entsprechend einer Ausbeute von zon bezogen auf Zucker.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernen der Zellsubstanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem pH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Medium, wurden 56, 5 g rohe kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
Beispiel 8: Es wurde gemäss Beispiel 4 gearbeitet, wobei jedoch statt des Di-(siobutyl)-succinats Di- (n-butyl)-malonat in einer Menge von 1, 0 g/1 verwendet wurde.
Nach beendeter Fermentation enthielt das Nährmedium 65, 5 mg/ml 1-Glutaminsäure, entsprechend einer Ausbeute von zo bezogen auf Zucker. Wenn dem Nährmedium kein di- (n-butyl)-malonat zugesetzt wurde, wurden nur 57,5 mg/ml 1-glutaminsäure, entsprechend einer Ausbeute von 41, 10/0. bezogen auf Zucker, erhalten.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernen derZellsubstanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem PH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Medium, wurden 54, 0 g rohe kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
Beispiel 9 : Es wurde gemäss Beispiel 5 gearbeitet, wobei jedoch statt des Di- (isoamyl)-succi-
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säure, entsprechend einer Ausbeute von 41, 3 o, bezogen auf Zucker. Wenn dem Nährmedium kein Di- (n-butyl)-adipat zugesetzt wurde, wurden nur 58, 0 mg/ml 1-Glutaminsäure, entsprechend einer Ausbeute von 38. 70/0, bezogen auf Zucker, erhalten.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernen der Zellsub- stanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem PH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Medium, wurden 52, 5 g rohe kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
B e i s p i e l 10; Es wurde gemäss Beispiel 5 gearbeitet, wobei jedoch statt des Di- (isoamyl)-succinats (n-Butyl)-gluconat in einer Menge von 2, 0 g/l verwendet wurde.
Nach abgeschlossener Fermentation enthielt das Fermentationsmedium 64, 5 mg/ml 1-Glutaminsäure, entsprechend einer Ausbeute von zo bezogen auf Zucker. Wenn dem Nährmedium kein
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beute von 48, lao, bezogen auf Zucker, erhalten.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernen der Zellsubstanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem PH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Medium, wurden 53, 3 g rohe kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
Beispiel 11: Es wurde nach der in Beispiel 4 angegebenen Arbeitsweise vorgegangen, wobei jedoch 1,0 g/l Tri- (n-amyl)-citrat an Stelle des Di- (isobutyl)-succinats verwendet wurden.
Nach abgeschlossener Fermentation enthielt das Fermentationsmedium 60, 4 mg/ml 1-Glutaminsäure und 0, 81o restlichen Zucker. Wenn dem Nährmedium kein Tri- (n-amyl)-citrat zugesetzt wurde, wurden nur 48,2 mg/ml 1-Glutaminsäure erhalten, wobei das Fermentationsmedium 7, 0 g/l restlichen Zucker enthielt.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernen der Zellsubstanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem pH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Medium, wurden 55, 0 g kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
Beispiel 12 : Es wurde gemäss Beispiel 5 vorgegangen, wobei jedoch 1,0 g/l Tri- (n-amyl)-ci- trat an Stelle des Di- (isoamyl)-succinats verwendet wurden.
Nach abgeschlossener Fermentation enthielt das Fermentationsmedium 68,7 mg/ml 1-Glutaminsäure und 6, 0 g/l restlichen Zucker. Wenn dem Nährmedium kein Tri-(n-butyl)-acetylcitrat zugesetzt wurde, wurden nur 51, 2 mg/ml 1-Glutaminsäure erhalten, wobei das Fermentationsmedium 11, 0 g/l restlichen Zucker enthielt.
Durch Einengen von 11 der Fermentationsbrühe unter vermindertem Druck, Entfernen der Zellsub- stanz nach einer Salzsäurebehandlung und Kristallisieren bei einem PH-Wert von 3, 2 in salzsaurem Medium, wurden 58, 0 g kristalline 1-Glutaminsäure erhalten.
B e i s p i e l 13: 2730 ml eines Nährmediums, welches dem in Beispiel 5 verwendeten Nährme-
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