AT265277B - Verfahren zur Herstellung von Phenylpiperazinen und von deren Säureadditionssalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phenylpiperazinen und von deren Säureadditionssalzen

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AT265277B
AT265277B AT211966A AT211966A AT265277B AT 265277 B AT265277 B AT 265277B AT 211966 A AT211966 A AT 211966A AT 211966 A AT211966 A AT 211966A AT 265277 B AT265277 B AT 265277B
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sep
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acid addition
phenylpiperazines
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Roland Yves Mauvernay
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Roland Yves Mauvernay
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Derivaten aus der Reihe der Phenylpiperazine mit vorteilhaften Eigenschaften, besonders mit analgetischer, antihistaminischer, sedativer und neuroleptischer Wirkung. 



     Erfindungsgemäss   werden die chemischen Verbindungen mit analgetischer, antihistaminischer, sedativer und neuroleptischer Wirkung der allgemeinen Formel : 
 EMI1.2 
 in welcher R ein Ketonradikal der allgemeinen Formel : 
 EMI1.3 
 in welcher Ar ein Phenyl-,   2-Thienyl-,   ein Halogenphenyl-, ein Alkylphenyl- oder ein Alkoxyphenylrest ist und X ein Halogenatom, vorzugsweise ein Fluor- oder Chloratom ist, durch Umsetzung eines Halogenphenylpiperazins der allgemeinen Formel : 
 EMI1.4 
 mit einem Keton der allgemeinen Formel : 
 EMI1.5 
 worin X und Ar die obige Bedeutung haben und Formaldehyd nach Mannichs Reaktion erhalten. 



   Die Erfindung schliesst ausser der Herstellung der oben genannten Substanzen, welche basisch reagieren, auch die Herstellung der Additionsverbindungen derselben mit den pharmazeutisch zugelassenen Säuren ein, besonders die Hydrochlonde und die Hydrobromide. 



   Als Beispiele werden in Tabelle I einige erfindungsgemäss hergestellte Verbindungen sowie gewisse Eigenschaften derselben angegeben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Oben genannte Verbindungen werden durch Umsetzung eines Halogenphenylpiperazins mit einem Keton und Formaldehyd (Mannichs Reaktion) gemäss der Bedeutung des R-Radikals in vorgenannten Formeln hergestellt. 



   Beispiel : 
 EMI3.1 
 



   Beim Abkühlen bilden sich Kristalle des so hergestellten Produktes. Das Produkt wird abfiltriert, mit Äthanol gewaschen und in Äthanol umkristallisiert, wobei ein weisses, kristallines Pulver, welches die in Tabelle I angegebenen Eigenschaften besitzt, erhalten wird. 



   Für gewisse erfindungsgemäss erhältliche Verbindungen werden in Tabelle II die Zahlenwerte vor- genannter Eigenschaften, die nach den nachstehenden Verfahren ermittelt wurden, angegeben :
A. Raschwirkende Toxizität DL 50 :
Verfahren nach B. Behrens und C. Karber (Arch. F. Exp. Path. Pharm., 177,379, 1935), orale Eingabe an Mäusen ; die Werte sind in mg/kg angegeben. 



   B. Die analgetische Wirkung wurde nach zwei Verfahren geprüft : a) nach dem   Wärmestimulus :   Verfahren nach N. B. Eddy und D. Leimbach (J. Pharmacol. Exp. Ther.,   107, 385, 393, 1953).    



   ED 50 = der Dosis, die die Exposition der behandelten Versuchstiere mit mehr als 5 sec im Vergleich zu den nichtbehandelten Tieren verlängert, b) nach dem chemischen Stimulus : nach dem von Wetkin modifizierten Koster-Verfahren (R. Koster, M. Anderson und E. J. De Beer, Fed. Proc., 18,412, 1959) und L. B. Witkin, C. F. Heubner, F. Galdi, E.   O'Keefe,   P. Spitaletta und A. J. Plumer, J. Pharmacol., Exp. Ther., 133,400, 408,1961). 



   ED 50 = 50% ige analgetische Wirkung, d. h. eine Verminderung um   50%   der Anzahl der Schmerzanfälle bei den behandelten Versuchstieren im Vergleich zu den nichtbehandelten Tieren. 



   C. Die antihistaminische Wirkung wurde an Meerschweinchen nach dem Schutzverfahren gegen den von Histamin-Aerosolen verursachten Bronchospasmus festgestellt. Die verwendete Dosis betrug 1/20 der DL 50. 



   In der Tabelle II bedeuten : u = unwirksam, uW= ungenügende Wirksamkeit an Versuchstieren. 



   Die angegebene Dosis gibt den Versuchstieren einen vollständigen Schutz gegen Histamin-Aerosole. 



  (Der Schutz wird als vollständig betrachtet, wenn die Versuchsdauer um mehr als 10 min verlängert werden kann.)
D. Generelle sedative Wirkung : a) nach dem   Drehstab-oder Rotarod-Verfahren : J.   Tripod, A. Studer, R. Meier, Arch. Int. Pharmaco.,   112, 319, 1957 ;    b) nach dem Evasions- oder Climbing-Test : P. Kneip, Arch. Int. Pharmaco., 1960,126, 228 ; c) nach dem Kamin-Verfahren : J. R. Boissier, J. Tardy, J. C. Diverres Médic. Exp. 3,81, 1960 ; d) nach der katatoniebildenden Wirkung bei Ratten : die Hinterpfoten der Ratten werden auf 2 cm hohe Stöpsel gelegt.

   Die Versuchstiere, die in dieser unangenehmen Stellung mehr als 2 min verbleiben, werden als katatonisch bezeichnet ; e) angewendete Bezeichnung : **** = sehr wirksam *** = wirksam   ** =   mässige Wirkung   * =   leichte Wirkung   = unwirksam
E. Hustenstillende Wirkung nach dem Verfahren von R. Domenjoz, Arch. Exp. Pathol. u. Pharmakol. 215,19, 1952 ; angewendete Bezeichnung :
0 = unwirksam * = 15- bis 25%ige Minderung der Intensität des Hustenanfalles, der durch die Reizung des
Nervus laryngicus verursacht wird ** = 25- bis 50%ige Minderung *** = 50- bis 75%ige Minderung   ****     = 75%ige Minderung   bis zur Beseitigung
F.

   Die generelle Wirkung wird an narkotisierten Hunden und Kaninchen untersucht : - durch Eintragen des Arteriendruckes, des Atmungsrhythmus und der Darmbeweglichkeit, - durch Untersuchung der durch Andrenalin und Nor-adrenalin verursachten Hypertension und der durch den Reiz des peripherischen Endes des Nervus vagus verursachten Cardiomoderation. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   In Tabelle II bedeuten :
Ad = Arteriendruck
A = durch Adrenalin verursachte Hypertension
NA = durch Nor-adrenalin verursachte Hypertension   t   = Senkung der Hypertension
Aus der Tabelle II geht klar hervor, dass die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen Neuroleptika darstellen. Ihre Anwendung in der menschlichen Therapeutik ist als leicht antihistaminischer und analgetischer Tranquillans zu bezeichnen. Sie heben die Wirkung von Adrenalin auf und   führen-in   grosser Dosis-zur Katatonie. 



   Die Verbindungen, die gemäss vorliegender Erfindung erhalten werden, können in Form von Tabletten in Dosierungen von 25,50 und 100 mg und von Suppositorien in Dosierungen von 50,100 und 200 mg zur Anwendung kommen. 



   Tabelle II 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Analgetische <SEP> Wirkung <SEP> Antihistami- <SEP> Generelle
<tb> Verbindung <SEP> ED <SEP> 50 <SEP> nische <SEP> Wir- <SEP> sedative <SEP> Hustenstil- <SEP> Generelle <SEP> Wirkung
<tb> Nr. <SEP> p. <SEP> 0o. <SEP> kung <SEP> mg/kg <SEP> Wirkung <SEP> lende <SEP> Wir- <SEP> # <SEP> NA
<tb> mg./kg <SEP> Platte <SEP> Säure <SEP> p. <SEP> o.

   <SEP> SNC <SEP> kung <SEP> # <SEP> AD <SEP> # <SEP> A
<tb> 1 <SEP> 1500 <SEP> 85 <SEP> 75 <SEP> uW <SEP> ** <SEP> 0 <SEP> 34% <SEP> 50% <SEP> 25% <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 2000 <SEP> 100 <SEP> 110 <SEP> uW <SEP> ** <SEP> 0 <SEP> 30% <SEP> 65% <SEP> 30% <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 3000 <SEP> 80 <SEP> 125 <SEP> uW <SEP> ** <SEP> + <SEP> 25% <SEP> 20% <SEP> 10% <SEP> 
<tb> 4 <SEP> 3000 <SEP> 200 <SEP> 125 <SEP> uW <SEP> ** <SEP> 0 <SEP> 16% <SEP> 30% <SEP> 0
<tb> 5 <SEP> 3000 <SEP> 300 <SEP> 175 <SEP> u <SEP> ** <SEP> 0 <SEP> 43% <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 6 <SEP> 1000 <SEP> 100 <SEP> 65 <SEP> 50 <SEP> ** <SEP> *** <SEP> 23% <SEP> Inversion <SEP> 75%
<tb> (sympathikolitische
<tb> Adrenalininversion)

  
<tb> 7 <SEP> 750 <SEP> 50 <SEP> 35 <SEP> uW <SEP> ** <SEP> ** <SEP> 17% <SEP> 50% <SEP> 30% <SEP> 
<tb> 8 <SEP> 2500 <SEP> 80 <SEP> 40 <SEP> uW <SEP> ** <SEP> 0 <SEP> 32% <SEP> 50% <SEP> 20% <SEP> 
<tb> 9 <SEP> 1000 <SEP> 60 <SEP> 60 <SEP> uW <SEP> ** <SEP> 0 <SEP> 42% <SEP> Inversion <SEP> 10%
<tb> (sympathikolitische
<tb> Adrenalininversion)
<tb> 10 <SEP> 960 <SEP> 50 <SEP> 20 <SEP> 50 <SEP> **-45% <SEP> Inversion <SEP> 30%
<tb> 11 <SEP> 790 <SEP> 37, <SEP> 5 <SEP> 75 <SEP> 0 <SEP> **-70% <SEP> Inversion <SEP> 60%
<tb> 12 <SEP> 3000 <SEP> 125 <SEP> 125 <SEP> 0 <SEP> *-45% <SEP> 70% <SEP> 30% <SEP> 
<tb> 13 <SEP> 850 <SEP> 30 <SEP> 30 <SEP> 0 <SEP> * <SEP> - <SEP> 33% <SEP> 80% <SEP> 55% <SEP> 
<tb> Aspirin <SEP> 1000 <SEP> 850 <SEP> 300
<tb> Pyramidon <SEP> 1800 <SEP> 160 <SEP> 200
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Phenylpiperazinen der allgemeinen Formel : EMI4.2 in welcher R ein Ketonradikal der allgemeinen Formel : EMI4.3 <Desc/Clms Page number 5> in welcher Ar ein Phenyl-, ein 2-Thienyl-, ein Halogenphenyl-, ein Alkylphenyl- oder ein Alkoxyphenylrest ist und X ein Halogenatom, vorzugsweise ein Fluor-oder Chloratom ist und von deren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halogenphenylpiperazin der allgemeinen Formel : EMI5.1 mit einem Keton der allgemeinen Formel : EMI5.2 worin X und Ar die obige Bedeutung haben und Formaldehyd nach Mannichs Reaktion umgesetzt und gegebenenfalls die erhaltene Verbindung in ein Säureadditionssalz übergeführt wird.
AT211966A 1965-03-09 1966-03-07 Verfahren zur Herstellung von Phenylpiperazinen und von deren Säureadditionssalzen AT265277B (de)

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