AT262746B - Filmtransportvorrichtung für photographische Kameras - Google Patents

Filmtransportvorrichtung für photographische Kameras

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Description


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  Filmtransportvorrichtung für photographische Kameras 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Filmtransportvorrichtung für photographische Kameras zum Vorschub konstanter Filmlängen mittels eines stets gleichbleibenden Schalthubes einer gleichzeitig den
Verschlussaufzug bewirkenden Schalthandhabe. 



   Bei derartigen   Filmtransportvorrichtungen   muss Vorsorge dafür getroffen werden, dass sich der Drehwinkel des Filmschlüssels entsprechend dem wachsendenDurchmesser des Filmwickels verkürzt. Es ist bekannt, zu diesem Zweck einen Wanderanschlag vorzusehen, der mit Hilfe einer Kurvensteuerung bei jeder Betätigung der Schalthandhabe den Schalthub des Filmschlüssels bzw. eines mit ihm gekuppelten
Getriebegliedes verkürzt. 



   Dieses Prinzip ist aber nur dann anwendbar, wenn mit der betreffenden Kamera stets Filme gleicher Dicke verarbeitet werden. In letzter Zeit ist jedoch eine neuartige Konfektionierungsart für Rollfilme in Erscheinung getreten, die durch Weglassen des Schutzpapierstreifens statt der bisher üblichen 12 Aufnahmen die doppelte   Anzahl. nämlich   24   Aufnahmensrmöglicht. Bei Verwendung   eines kurvengesteuerten Wanderanschlages ist es nicht möglich, wahlweise die alte oder die neue Konfektionierung zu verwenden, da die Steigung der Kurve nur für eine der Konfektionierungsarten ausgelegt werden kann. 



   Es sind auch Filmtransportvorrichtungen bekannt, bei denen die Dicke des Filmes unberücksichtigt bleiben kann, weil der Schaltschritt durch eine vom transportierten Film bewegte Messwalze in Verbindung mit einer Sperreinrichtung begrenzt wird. Diese Einrichtungen weisen aber meistens den Nachteil auf, dass der Hub der Schalthandhabe mit zunehmendem Durchmesser des Filmwickels verkürzt wird. 



   Man hat diesen Nachteil dadurch zu umgehen versucht, indem man die Messwalze nicht auf eine Sperreinrichtung wirken liess, sondern mittels der Messwalze eine zwischen Aufzugsachse und Filmspule liegende Kupplung löst. Da hiebei das Abkuppeln unter der Wirkung des vollen Drehmomentes steht, das zum Transportieren des Filmes benötigt wird, tritt zwangsläufig ein hoher Verschleiss der Kupplungsteile ein. 



   Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Filmtransportvorrichtung für photographische Kameras zum Vorschub konstanter Filmlängen mittels eines stets gleichbleibenden Schalthubes einer Schalthandhabe zu schaffen, die das Prinzip des Wanderanschlages benutzt und trotzdem von der Dicke des verwendeten Filmes unabhängig ist. 



   Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass auf der Achse der Schalthandhabe eine Mitnehmerscheibe befestigt ist, die über mindestens ein Triebrad in Eingriff mit dem Filmspulenschlüssel steht, wobei dieses Triebrad durch Federkraft nach jedem Bildschritt in eine durch eine um die Achse drehbare Anschlagscheibe bestimmte Ausgangsstellung gebracht wird und dass diese Anschlagscheibe im letzten Teil des Hubes der Schalthandhabe mit der sich drehenden Mitnehmerscheibe in Eingriff steht und die Ausgangsstellung für das Triebrad entsprechend dem grösser werdenden Filmwickel verändert. 



   Gemäss einer besonders zweckmässigen Ausführungsform des Erfindungsgedankenb werden die entsprechenden Kupplungsmittel durch ein von der Mitnehmerscheibe getragenes Zahnsegment sowie ein mit 

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 EMI2.1 
 

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 ziehen versucht. Die auf dem Zahnrad 11 befindliche Mitnehmernase 12 ragt in einen auf der An- schlagscheibe 18 angebrachten Segmentausschnitt 21. Die Anschlagscheibe 18 trägt an einem
Teil ihres Umfanges eine Verzahnung 22. 



   Auf einem bei 23 schwenkbar gelagerten gabelförmigen Hebel 24 lagert an dessen einem
Hebelarm 24a ein Zahnritzel 25, das mit dem Zahnsegment 4 und der Verzahnung 22 in Ein- griff gebracht werden kann. Der abgekröpfte Arm 24b des Hebels 24 liegt im Wirkungsbereich einer
Schaltscheibe 26 Die Schaltscheibe 26   weist einen Rastschlitz   27 auf, in die der von einer Fe- der 28 beeinflusste Hebelarm 24b einfallen kann. Die Schaltscheibe 26 ist über eine an sich   bekannte, nicht näher   dargestellte Friktionskupplung mit einem Zahnrad 29 verbunden, das mit einem
Zahnrad 30 kämmt, welches mit einer vom Film angetriebenen Messwalze 31 gekuppelt ist. Ein am Hebelarm 24a befestigter Stift 32 greift in einen Schlitz 33 eines bei 34 schwenkbar gelagerten Hebels 35 ein, der mit der Kameraauslöseeinrichtung in Verbindung steht. 



   Ein um die Lagerstelle 23 schwenkbarer Winkelhebel 36 trägt einen Sperrhebel 37, der mit der Verzahnung 22 der Anschlagscheibe 18 in Eingriff gebracht werden kann und den Rücklauf der federbelasteten Anschlagscheibe 18 verhindert. Der unter Wirkung einer Zugfeder 38 stehende Winkelhebel 36 wird von einem an der Kamerarückwand befindlichen Nocken 39 beeinflusst. 



   Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Einrichtung ist folgende :
Des besseren Verständnisses wegen wird zunächst der Aufzugsvorgang für den zweiten Schaltschritt beschrieben (Fig. 1 und 2). 



   Bei Betätigung der Aufzugshandhabe entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn nimmt die Kante 2a der Mitnehmerscheibe 2 die Mitnehmernase 12 über deren Kante 12a mit, wobei eine Drehung des Zahnrades 11 erfolgt, die über die Zwischenräder   13i   14 und die Rollenkupplung 16 auf den Filmschlüssel 15 und damit auf die Filmspule übertragen wird. Gleichzeitig wird durch den einsetzenden Filmtransport die Messrolle 31 vom Film mitgenommen und die mit ihr gekuppelte Schaltscheibe 26 im Uhrzeigersinn verdreht. Eine Umdrehung der Schaltscheibe 26 entspricht dabei der Länge eines transportierten Filmstückes, das kleiner ist als der Bildschritt. 



   Nach Ausführung einer Umdrehung kann der abgekröpfte Hebelarm 24b in den Rastschlitz 27 einfallen, wobei das Zahnritzel 25 in eine Lage geführt wird, wo es mit Hilfe seiner Verzahnung eine Kupplung zwischen dem Zahnsegment 4 und der Verzahnung 22 herbeiführen kann. Diese im letzten Teil des Schalthubes eintretende Kupplung bewirkt bis zum Ende des Schalthubes eine Verstellung der Anschlagscheibe 18 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn. Das bedeutet, dass für den nächsten Bildschaltschritt der mögliche Hub der Mitnehmernase 12 verkürzt worden ist. Mit wachsendem Spulendurchmesser wird die Anschlagscheibe 18 immer mehr verdreht und damit der Rücklauf von Nase 12 immer mehr verkürzt, wodurch die transportierten Filmlängen konstant bleiben.

   Die zwischen dem Zahnrad 29 und der Schaltscheibe 26 angeordnete Friktionskupplung gestattet es, dass trotz Sperrung der Schaltscheibe 26 durch den Hebelarm 24b der Filmtransport bis zur Beendigung des Bildschaltschrittes durchgeführt werden kann. 



   Nach beendetem Schaltvorgang werden die Mitnehmerscheibe 2   mit den Zahnrädern 6 : 7   durch die Rückholfeder 10 und das Zahnrad 11 mit seiner Mitnehmernase 12 durch die Rückholfeder 40, die am Zwischenrad 13 angreift, zurückgeführt,   während die Rückführung der Anschlag-   scheibe 18 durch den Sperrhebel 37 verhindert   wird. Die Rückführung der Mitnehmerscheibe   2 in   ihre Ausgangslage ist dabei dadurch möglich, dass das Zahnsegment   4 schwenkbar auf ihr gelagert ist und beim Rückführen sich vom Anschlag 5 abhebend entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn verschwenkt 
 EMI3.1 
 

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Nach Einlegen des Filmes und Einstellen eines auf dem Papiervorspann befindlichen Index auf eine am Kameragehäuse befindliche Startmarke wird die Rückwand geschlossen.

   Die Stellung der
Schaltscheibe 26 ist dabei nicht definiert. Sie kann beispielsweise die in Fig. 4 gezeigte Lage ein- nehmen. 



   Um eine besondere Einrichtung zur Definition der Lage des Schaltscheibe 26 zu vermeiden, wurde eine Vorrichtung geschaffen, die es ermöglicht, dass der Transportschritt für den ersten Schalt- schritt nicht von der Messwalze 31 bzw. der Schaltscheibe 26 als führende Einflussgrösse gesteuert wird. Zu diesem Zweck ist die Begrenzungskante 21a des Segmentausschnittes 21 der Anschlagscheibe 18 in deren Ausgangsstellung um den Winkel   Ci.   gegenüber der Ausgangsstellung der Mitnehmemase 12 versetzt. Dieser Winkel ex entspricht einem Verstellweg der Anschlagscheibe 18, der gleich gross oder etwa grösser ist ald die grösstmögliche Verstellung der Anschlagscheibe 18 durch Kupplung des Zahnsegmentes 4 und der Verzahnung 22 über Zahnritzel 25.

   Die Verstellung der Anschlagscheibe 18 bei Durchführung des ersten Schaltschrittes erfolgt nun dadurch, dass die Kante 12b der Mitnehmernase 12 am Ende des Schalthubes gegen die Kante 21b des Segmentausschnittes 21 stösst (Fig. 5), wobei die Längen der Mitnehmernase 12 und des Segmentausschnittes 21 so bemessen sind, dass die Verschiebung um den Winkel   Ci.   erreicht wird. 



   Die durch Einfall des Hebelarmes 24b in den Rastschlitz 27 der Schaltscheibe 26 zu einem nicht definierten Zeitpunkt bewirkte Kupplung zwischen Mitnehmerscheibe 2 und Anschlagscheibe 18 bestimmt somit beim ersten Schaltschritt nicht den Verstellweg für die Anschlagscheibe, da die hiedurch bewirkte Verstellung in keinem Falle grösser ist als die erzwungene Verstellung um den Winkel   cl.   



   Nach Rückkehr der Mitnehmerscheibe 2 und damit auch der Schalthandhabe in ihre Ausgangsstellung nehmen alle Teile der Filmschalteinrichtung die in Fig. 1 dargestellte Lage ein, lediglich mit dem Unterschied, dass sich das Zahnritzel 25 noch in der Kupplungsstellung befindet. 



   Die Erfindung ist keineswegs auf das in den   Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.   



  Es ist z. B. möglich, statt der beschriebenen formschlüssigen Kupplung zwischen der Anschlagscheibe 18 und der Mitnehmerscheibe 2 über das Zahnritzel 25 eine kraftschlüssige Kupplung nach Art einer Reibungskupplung vorzusehen, indem statt des Zahnritzels 25 eine Reibrolle verwendet wird"die an der Anschlagscheibe 2 und der Mitnehmerscheibe 18 zur Anlage gebracht wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Filmtransportvorrichtung für photographische Kameras zum Vorschub konstanter Filmlängen mittels eines stets gleichbleibenden Schalthubes einer gleichzeitig den Verschlussaufzug bewirkenden Schalthandhabe und einem Wanderanschlag, der den Bewegungshub eines mit dem Filmschlüssel über ein Rol- 
 EMI4.1 
 ist, die über mindestens ein Triebrad (11) in Eingriff mit dem Filmspulenschlüssel (15) steht, wobei dieses Triebrad (11) durch Federkraft nach jedem Bildschritt in eine durch eine um die Achse   (1)   drehbare Anschlagscheibe (18) bestimmte Ausgangsstellung gebracllt wird und dass diese Anschlagscheibe (18) im letzten Teil des Hubes der Schalthandhabe mit der sich drehenden Mitnehmerscheibe (2) in Eingriff steht und die Ausgangsstellung für das Triebrad (11)

   entsprechend dem grösser werdenden Filmwickel verändert.

Claims (1)

  1. 2. Filmtransportvorrichtung nach Anspruch l, gekennzeichnet durch ein von der Mitnehmerscheibe (2) getragenes Zahnsegment (4) und eine an der Anschlagscheibe (18) angeordnete Verzahnung (22) sowie ein mit dem Zahnsegment (4) und dem Verzahnungsglied (22) in Eingriff bringbares Zahnritzel (25), das auf einem Hebelarm (24a) eines vorzugsweise gabelförmig ausgebildeten Hebels (24) gelagert ist, dessen anderer Hebelarm (24b) mit einem Rastschlitz (27) der Schaltscheibe (26) zusammenwirkt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsglied für den Filmschlüssel (15) durch eine Nase (12) gebildet wird, die in einen auf der Anschlagscheibe (18) angeordneten Segmentausschnitt (21) ragt und von einem auf der Achse (1) gelagerten Zahnrad (11) getragen wird, das über ein Zwischengetriebe (13 ; 14) und ein Rollengesperre (16) mit dem Filmschlüssel (13) verbunden ist.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Mitnehmerscheibe (2) getragene Zahnsegment (4) auf dieser schwenkbar gelagert ist und von einer <Desc/Clms Page number 5> Feder (3) gegen einen auf der Mitnehmerscheibe (2) befestigten Anschlag (5) gezogen wird.
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sperrhebel (37) vorgesehen ist, der die von einer Rückholfeder (19) beeinflusste Anschlagscheibe (18) durch Eingriff in deren Verzahnung (22) an der Rückführung hindert, wobei die Sperrung beim Öffnen der Kamerarückwand durch die mit ihr in Verbindung stehenden Steuermittel (39) aufgehoben wird.
    6. Vorrichtungnach einem derAnsprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dassein den Sperrhebel (37) tragender Winkelhebel (36) gleichachsig mit dem das Zahnritzel (25) tragenden Hebel (24) gelagert ist. EMI5.1 von der Auslöseeinrichtung der Kamera beeinflussten Hebel (35) gekuppelt ist.
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine an der Schaltscheibe (26) angeordnete Sperrfeder (41), deren freies Ende vor den Rastschlitz (27) der Schaltscheibe tritt, wenn der mit der Schaltscheibe (26) zusammenwirkende Hebelarm (24b) den Rastschlitz (27) verlässt und deren Sperrwirkung nach einer Umdrehung der Schaltscheibe (26) durch den auf ihr freies Ende auflaufenden Hebelarm (24b) aufgehoben wird.
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche l bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die den Anschlag für die Nase (12) bildende Kante des Segmentausschnittes (21a) der Anschlagscheibe (18) in deren Ausgangsstellung um einen bestimmten Winkel vor besagter Nase (12) liegt und beim ersten Schaltschritt durch eine entsprechende Länge der Nase (12) und des Segmentanschnittes (21) um besagten Winkel verschwenkt wird, wobei der Winkel gleich oder grösser ist als dergrösstmögliche Schwenkwinkel, der durch die von der Schaltscheibe (26) ausgelöste Kupplung zwischen Anschlagscheibe (18) und Mitnehmerscheibe (2) erzielbar ist.
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