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Aus einzelnen Konstruktionselementen baukastenartig zusammengesetzter
Behälter, insbesondere Ölvorratsbehälter oder z. B. als Schwimmbecken zu benutzender Wasserbehälter
Die Erfindung betrifft einen aus einzelnen Konstruktionselementen baukastenartig zusammengesetzten Behälter, insbesondere Ölvorratsbehälter oder z. B. als Schwimmbecken zu benutzenden Wasserbehälter, dessen Wände aus in geeigneter Weise zusammengesetzten einzelnen Tafeln oder Platten bestehen und der ein dem Ganzen Zusammenhalt gebendes rohr- oder stangenförmiges Gerippe besitzt.
Es sind bereits Rechtecktanks bekannt, die als oberirdische Heizöl-Lagerbehälter verwendet werden und deren Wände aus rechteckigen Platten bestehen, die miteinander verschweisst sind, und die im Innern ein aus Zwischenstangen bestehendes Gittersystem enthalten, das etwa als Gerippe des Tanks angesehen werden kann. Andere bekannte Öllagertanks der hier in Frage stehenden Art sind aus miteinander verschweissten Blechen zusammengesetzt, die durch Rippen mit Dreieckprofil bzw. Trapezprofil versteift sind. Bei allen diesen bekannten Anordnungen ist der Aufbau verhältnismässig kompliziert, ohne dass besondere Vorteile hinsichtlich der Festigkeit erzielt werden können. Vor allem aber ist jedoch die Montage relativ umständlich. Das Ziel der Erfindung besteht darin, hier Abhilfe zu schaffen.
Zu dem obengenannten Zweck ist gemäss der Erfindung beim neuen Ölvorratsbehälter das Gerippe aus zur Versteifung der Behälterwände dienenden, in den Ebenen der einzelnen Behälterwände enthaltenen Partien zusammengesetzt, wobei es die Gestalt eines Prismas mit rechteckigem Querschnitt und mit einem der Behälterform entsprechenden Umriss hat und hiebei aus Rohrelementen mit jeweils mehreren von einem Mittel- oder Kreuzungspunkt kreuz- oder sternförmig ausgehenden Armen besteht, die jeweils mit dem zugekehrten Arm eines benachbarten Rohrelementes mittelbar oder unmittelbar lösbar verbunden sind, während die die Wände des Behälters bildenden ein-oder doppelwandigen Einzeltafeln oder-platten zwischen den Armen der das Gerippe des Behälters bildenden Rohrelemente gehaltert sind.
Der neue Behälter kann z. B. auch noch dadurch gekennzeichnet sein, dass das Gerippe des Behälters aus drei Arten von aus Metall oder Kunststoff hergestellten Rohrelementen besteht, nämlich aus Kreuzstükken mit vier kreuzförmig von einem Mittelpunkt ausgehenden, jeweils um 900 gegeneinander versetzten und in einer einzigen gemeinsamen Ebene enthaltene Längsmittelachsen besitzenden Armen, aus Eckstücken mit drei sternförmig von einem Mittelpunkt ausgehenden, jeweils zu zweit einen Winkel von 900 zwischen sich bildenden und hiebei in rechtwinkelig zueinander verlaufenden Ebenen enthaltene Längsmittelachsen besitzenden Armen und aus Kantenstücken mit vier kreuzförmig von einem Mittelpunkt ausgehenden Armen,
deren Längsmittelachsen jeweils zu dritt in rechtwinkelig zueinander verlaufenden Ebenen enthalten sind und von denen jede mit dem benachbarten Arm einen Winkel von 900 einschliesst. Der Erfindungsgegenstand zeichnet sich dadurch aus, dass aus einer kleinen Anzahl von Bauelementen - z. B. einige wenige Grössen von Rohrelementen und eine entsprechende Anzahl von Ta- feln - Behälter beliebiger Grösse hergestellt werden können, so dass einerseits die Lagerhaltung extrem vereinfacht wird und anderseits auch die Planungsarbeiten, die üblicherweise dem eigentlichen Zusammenbau des Behälters vorangehen, auf ein Minimum reduziert sind. Ausserdem besteht ein bedeutsamer
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Vorteil der Erfindung darin, dass die Montage mit nur wenigen Handgriffen durch Zusammenstecken der einzelnen Elemente und z.
B. durch Verkleben dieser Elemente vorgenommen werden kann, so dass die Lohnkosten entsprechend gering sind. Die einzelnen Bauelemente, die für die Erstellung des neuen Behälters erforderlich sind, können auf einfache Weise serienmässig in weitestem Umfange hergestellt werden. Im übrigen kann der neue Behälter auch erforderlichenfalls leicht auseinandergebaut oder teilweise auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt oder je nach den Gegebenheiten beliebig vergrössert oder verkleinert werden. Die Festigkeit und die Druckaufnahmefähigkeit des Behälters leidet hiebei nicht.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. l einen Behälter gemäss der Erfindung in perspektivischer, schematischer Darstellung von der Seite aus gesehen, Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 in einem Schnitt gemäss der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung in einer Darstellung entsprechend derjenigen nach Fig. 2, Fig. 4 eine Einzelheit der Anordnung nach Fig. 1, in der die Art der Verbindung zwischen zwei Armen von benachbarten Rohrelementen gezeigt ist, in einer Seitenansicht in einem senkrechten Schnitt, Fig. 5 die Einzelheit entsprechend Fig. 4 bei einer abgewandelten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung, Fig. 6 die Einzelheit entsprechend den Fig.
4 und 5 bei einer weiteren abgewandelten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung und Fig. 7 eine weitere Abwandlung des Erfindungsgegenstandes in schematischer perspektivischer Darstellung.
Der in den Zeichnungen dargestellte Behälter, der z. B. als Ölvorratsbehälter oder als Schwimmbecken verwendet werden kann, besitzt ein Gerippe aus lösbar zusammensteckbaren Rohrelementen und Einzeltafeln, die zwischen den Armen der das Gerippe des Behälters bildenden Rohrelemente gehaltert und ein-oder doppelwandig ausgebildet sind und jeweils eine Wandpartie des Behälters darstellen. Wie insbesondere aus Fig. l zu erkennen ist, hat hiebei das Gerippe die Gestalt eines Prismas mit rechteckigem Querschnitt.
Das Gerippe des Behälters besteht bei dem in Fig. l der Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel aus drei Arten von Rohrelementen, nämlich aus Kreuzstücken 1, Eckstücken 2 und Kantenstücken 3. Die Kreuzstücke besitzen vier kreuzförmig von einem Mittelpunkt ausgehende Arme la, lb, Ic, ld, die jeweils um 900 gegeneinander versetzt sind und deren Längsmittelachsen in einer einzigen gemeinsamen Ebene enthalten sind. Die Eckstücke 2 besitzen jeweils drei Arme 2a, 2b, 2c, die sternförmig von einem Mittelpunkt ausgehen, jeweils zu zweit einen Winkel a bzw. 8 bzw. y von 900 zwischen sich bilden und deren Längsmittelachsen hiebei in rechtwinkelig zueinander verlaufenden Ebenen 4,5, 8 enthalten sind.
Die Kantenstücke 3 besitzen wieder vier Arme 3a, 3b, 3c, 3d, die kreuzförmig von einem Mittelpunkt ausgehen, deren Längsmittelachsen jeweils zu dritt in zwei rechtwinkelig zueinander verlaufenden Ebenen 6, 7 enthalten sind und die mit dem jeweils benachbarten
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Eckstücke 2 sind in drei rechtwinkelig zueinander verlaufenden Ebenen 4,5, 8 enthalten, die entlang von drei rechtwinkelig zueinander verlaufenden Kanten aneinanderstossen, die den Längsachsen der Eckstückarme entsprechen. Die Längsachsen der Arme der Kantenstücke sind in zwei rechtwinkelig zueinander verlaufenden Ebenen 6,7 enthalten, die entlang einer Kante aneinanderstossen, die den Längsachsen zweier einander gegenüberliegender Kantenstückarme entsprechen.
Die Eckstücke bilden jeweils einzeln die Ecken des Gerippes und die Kantenstücke einzeln oder aneinandergereiht die Längsoder Querkanten des Gerippes, während die Kreuzstücke zur Versteifung der Behälterwände dienen und zu diesem Zweck die Kantenstücke miteinander verbinden.
Bei einem in Fig. 7 nur andeutungsweise gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung sind zu den Kreuzstücken 9a, den Eckstücken 9b und den Kantenstücken 9c auch noch zusätzliche rohrförmige Ergänzungselemente 9d im Gerippe enthalten, die zum Anbauen und Zwischenbauen an bzw. zwischen die Rohrelemente dienen, wenn man die Behälterwand in bestimmter Weise vergrössern will. Wie nämlich aus den Zeichnungen zu erkennen ist, sind die Arme der Kreuzstücke und der Kanten- oder Eckstücke gleich lang, während die Arme der Ergänzungselemente eine Länge haben, die etwa der halben Länge des Armes eines Rohrelementes entspricht.
Auf diese Weise kann man jeder Wand des Behälters eine Länge erteilen, die mindestens der Summe aus der Länge oder Breite eines Kreuzstückes und der doppelten Länge eines Armes eines Kanten- oder Eckstückes entspricht, während ihre Breite mindestens der Summe aus der Breite oder der Länge eines Kreuzstückes und der doppelten Länge eines Armes eines Kanten-oder Eckstückes entspricht. Mit Hilfe der Rohrelemente und der eventuell noch vorgesehenen Ergänzungselemente kann man bei Vorhandensein nur einer ganz geringen Anzahl von Elementengrössen Behälter mit praktisch beliebigen Abmessungen herstellen.
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Hiebei kann man noch die Breite und/oder Länge einer eine Wandpartie des Behälters darstellenden Einzeltafel etwa der doppelten Länge eines Armes eines Rohrelementes entsprechen oder diese leicht übersteigen lassen.
Wie aus den Zeichnungen zu erkennen ist, sind die Arme oder Rohrelemente zweckmässig mit einem kreisrunden Querschnitt ausgebildet, wobei sie innen hohl sind. Selbstverständlich kann man z. B. auch einen Vierkantquerschnitt für diese Rohrelemente wählen.
Die Rohrelemente sind durch Vermittlung von Zwischenstücken miteinander verbunden, an denen die Arme der Rohrelemente abnehmbar angebracht, z. B. indem sie auf sie aufgesteckt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind diese Zwischenstücke jeweils als ein Gewindenippel 10 ausgebildet, der aussen an einem Ende 10a mit Rechtsgewinde und am andern Ende 10b mit Linksgewinde versehen ist und auf dessen Enden jeweils ein mit dem entsprechenden Innengewinde versehener Arm 11a bzw. llb eines Rohrelementes aufgeschraubt ist. Die Montage ist denkbar einfach, da man nunmehr nur noch die Arme an die Enden der Zwischenstücke ansetzen muss und durch einfaches Verdrehen der Zwischenstücke gleichzeitig beide Arme von Rohrelementen auf die Zwischenstücke aufschrauben kann.
Bei einem andern Beispiel des Gegenstandes der Erfindung sind die Zwischenstücke 12 doppelkonisch mit sich in entgegengesetzten Richtungen verjüngenden Enden 12a, 12b ausgebildet, wobei auf die Enden jeweils ein Arm 13a, 13b eines Rohrelementes aufgesteckt ist, der mit dem Zwischenstück durch Verkleben, z. B. mit Hilfe eines sogenannten Metallklebers, verbunden ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 haben die Zwischenstücke die Gestalt eines Zylinders 14, auf dessen Enden 14a, 14b jeweils ein Arm 15a, 15b eines Rohrelementes aufgesteckt ist, der mit dem Zwischenstück z. B. jeweils mit Hilfe eines Sicherungsstiftes 16a, 16b lösbar verbunden ist. Auch diese abgewandelten Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung gestatten eine denkbar einfache Montage.
Die jeweils eine Wandpartie des Behälters darstellenden Einzeltafeln bestehen aus zwei parallel zueinander verlaufenden, etwa gleich grossen Platten 17a, 17b mit jeweils quadratischem oder rechteckigem Querschnitt, die durch mehrere etwa gleichmässig verteilte Zwischenstege 18 in einem Abstand zueinander gehalten werden, der etwa der Dicke d der Rohrarme entspricht. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 umfassen oder übergreifen die Tafeln die Arme der Rohrelemente jeweils von oben bzw. von unten etwa bis zur Hälfte gehend, wobei die Platten der Tafeln an den Stossfugen z. B. durch einen Metallkleber miteinander verbunden sind, wie bei 19 angedeutet ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 besitzen die Tafeln an den den Armen der Rohrelemente zugewendeten Seiten eine dem Umfang dieser Arme 20 entsprechend verlaufende Abschlussfläche 21, wobei sie auf die Arme aufgesetzt und an den Armen durch Körperschluss gehaltert sind. Zusätzlich kann man noch diese Tafeln durch Verkleben verbinden, wie bei 22 in Fig. 3 angedeutet ist. Auch in diesem Falle kann man z. B. einen sogenannten Metallkleber, z. B. einen unter dem Warenzeichen"Araldit"bekannten Kleber, verwenden.
Man kann das Gerippe des Behälters oder die die Zwischenräume ausfüllenden Tafeln aus Metall, z. B. aus Stahlrohren oder Blechtafeln, herstellen. Man kann jedoch auch entweder nur die Rohrelemente des Gerippes oder die Tafeln aus Kunststoff herstellen. Schliesslich können auch die erforderlichen Zwischenelemente ebenso wie die Ergänzungselemente aus Metall oder Kunststoff bestehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus einzelnenKonstruktionselementen baukastenartig zusammengesetzter Behälter, insbesondere Ölvorratsbehälter oder z. B. als Schwimmbecken zu benutzender Wasserbehälter, dessen Wände aus in geeigneter Weise zusammengesetzten einzelnen Tafeln oder Platten bestehen und der ein dem Ganzen
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dass das Gerippe aus zur Versteifung der Behälterwände dienenden, in den Ebenen der einzelnen Behälterwände enthaltenen Partien zusammengesetzt ist und die Gestalt eines Prismas mit rechteckigem Querschnitt und mit einem der Behälterform entsprechenden Umriss hat und hiebei aus Rohrelementen (1, 2,3) mit jeweils mehreren, von einem Mittel- oder Kreuzungspunkt kreuz- oder sternförmig ausgehenden Armen besteht,
die jeweils mit dem zugekehrten Arm eines benachbarten Rohrelementes mittelbar oder unmittelbar lösbar verbunden sind und die die Wände des Behälters bildenden ein-oder doppelwandigen Einzeltafeln oder-platten (17a, 17b) zwischen den Armen der das Gerippe des Behälters bildenden Rohrelemente gehaltert sind.