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Hörhilfe
EMI1.1
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durchmesser und divergiert sodann von dieser Stelle wieder zur gegenüberliegenden Aussenfläche des Joches. Überdies wird der Jochteil von Schallaustrittsöffnungen durchsetzt, die sich vorzugsweise beiderseits der schon erwähnten zentralen Öffnung befinden.
Der Deckel hat im allgemeinen die Form eines Kugelsegmentes, an dessen Flachseite ein zentraler Bolzen vorgesehen ist, der in radialer Richtung vorspringt. Das freie Ende dieses Bolzens ist im wesentlichen kugelförmig, und sein Durchmesser ist etwas grösser als der Minimaldurchmesser der zentralen, doppeltkegeligen Öffnung im Jochteil des Deckelhalters. Überdies hat der Deckel auf seiner Flachseite vier im rechten Winkel zueinander verlaufende Rippen, wobei jede dieser Rippen vom Bolzen nach aussen verläuft.
Der ballige Teil des Bolzens wird in die zentrale Öffnung imjochteil des Deckelhalters eingeführt und durch Einschnappen verriegelt. Die Länge des Bolzens ist so bemessen, dass der Bolzen eine axiale Bewegungsmöglichkeit innerhalb der zentralen Öffnung im Jochteil des Halters hat und die Rippen an der Flachseite des Deckels an der Stirnfläche des nachgiebigen Hohlschaftes in der Nähe der Schallaustritts- öffnung desselben zu liegen kommen. Wenn ein im Gehörgang des Obres befindliches Hindernis gegen dieAussenfläche des Deckels drückt, so wird dieser gegen den nachgiebigen Hohlschaft bewegt, bis er mit diesem in Berührung kommt und die Schallaustrittsöffnung desselben vollständig verschliesst.
Der so erhaltene Verschluss der Hörhilfe ist leicht zu reinigen, wird aber doch unverlierbar an der Hörhilfe festgehalten ; er hat normalerweise einen Abstand von den Schallaustrittsöffnungen des Wandlers, so dass die akustischeEnergie des Wandlers ausschliesslich in Luft verläuft, wird aber im Bedarfsfall so gegen diese Öffnung gedrückt, dass er einen vollständigen Verschluss bewirkt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen genauer beschrieben werden. Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäss ausgebildete, in das Aussenohr einfahrbare Hörhilfe, Fig. 2 veranschaulicht die erfindungswesentlichen Bestandteile derselben in auseinandergezogener Darstellung. Fig. 3 stellt perspektivisch den Deckel dar, Fig. 4 ist eine Teilansicht des Hohlschaftes und des Dekkels, Fig. 5 ist eine in grösserem Massstab gehaltene Schnittansicht nach der Linie 5-5 in Fig. l und Fig. 6 zeigt schliesslich in grösserem Massstab eine Schnittansicht nach der Linie 6-6 in Fig. l, wobei einige Teile weggebrochen bzw. im Schnitt dargestellt sind.
Die dargestellte Hörhilfe 10 hat ein Gehäuse 11, das im Aussenohr des Benutzers getragen werden kann. In diesem Gehäuse sind ein Mikrophon, ein Verstärker und eine Stromquelle, beispielsweise eine Batterie (nicht dargestellt), untergebracht, wobei sich das Mikrophon nahe einer in Fig. 1 erkennbaren, mit einer Schutzkapsel 12 versehenen Öffnung im Gehäuse 11 befindet.
Aus dem Inneren des Gehäuses 11 erstreckt sich ein länglicher Hohlschaft 13 aus elastisch nachgiebigem Material, beispielsweise aus Weichgummi od. dgl., nach aussen, der an seinem freien Ende eine Schallaustrittsöffnung 14 aufweist. Innerhalb des Hohlschaftes 13 befindet sich eine elektroakusti- scher Wandler 15, der an seiner Ausgangsöffnung 16 akustische Signale abgibt, wenn er von elektrischenSignalen beaufschlagt wird. Die gegenüberliegenden Seitenwände des Wandlers sind mit 17 und 18 bezeichnet.
Erfindungsgemäss ist ein im wesentlichen U-förmiger Deckelhalter 20 vorgesehen, dessen Jochteil 21 eine zentrale Öffnung 22 aufweist, die den Jochteil axial durchsetzt. Die Innenwand dieser zentralen Öffnung 22 hat doppeltkegelige Form, d. h. der eine Wandabschnitt 23 verengt sich nach innen auf einen Minimaldurchmesser bei 24, während sich der zweite Wandabschnitt 25 von hier aus nach aussen wieder erweitert. Ferner sind im Jochteil 21 Schallaustrittsöffnungen 26 und 27 vorgesehen, die sich an gegenüberliegenden Seiten der zentralen Öffnung 22 befinden.
Die beidenSchenkel des im wesentlichenU-förmigenHalters 20 sind mit 30 und 31 bezeichnet.
Der Halter 20 wird am Wandler 15 so angeordnet, dass seine Schenkel 30 und 31 die gegenüber- liegenden Seitenwände 17 bzw. 18 des Wandlers berühren, wobei der Jochtdl 21 des Halters 20 in der Nähe der Schallaustrittsöffnung 16 des Wandlers 15 zu liegen kommt.
Der Wandler 15 und der Halter 20 werden von dem elastisch nachgiebigen Hohlschaft 13 umschlossen, wobei der Jochteil 21 des Halters 20 in der Schallaustrittsöffnung 14 des Hohlschaftes 13 liegt. Der vom Hohlschaft 13 umschlossene Wandler kann in den Gehörgang des Ohres eingeführt werden, so dass dieSchallaustrittsöffnungen 26 und 27 des Halters 20 und die Schallaustritt öffnung 16 des Wandlers in der Nähe des Trommelfelles zu liegen kommen.
Der Deckel 22 hat im wesentlichen die Form eines Kugelsegmentes, von dessen Flachseite zentral ein Bolzen 33 vorspringt. Das freieEnde des Bolzens hat imwesentlichen dieForm einer Kugelzone 34, deren Durchmesser etwas grösser als der Minimaldurchmesser der zentralen Öffnung 22 des Halters 21 an der Stelle 24 ist.
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Der Durchmesser der Flachseite des kugelsegmentförmigen Deckels 32 ist etwas grösser als die maximale lichte Weite der Schallaustrittsöffnung 14 des Hohlschaftes 13.
An der Flachseite des Deckels 32 sind in gleichen Winkelabständen von 900 vier Rippen 35 angeordnet, die sich vom Bolzen 35 nach aussen erstrecken.
Der ballige Endteil 34 des Bolzens 33 wird in die zentrale Öffnung 22 des Halters 21 eingeführt und durch Einschnappen bzw. Reibungsschluss in dieser festgehalten. Die Länge des Bolzens 33 ist so gewählt, dass der Bolzen 33 mit seinem balligen Endteil 34 in der zentralen Öffnung 22 des Halters 21 axial beweglich ist, wobei während des normalen Gebrauches der Hörhilfe die an der Flachseite des Deckels 32 vorgesehenen Rippen 35 auf der Stirnfläche des elastisch nachgiebigen Hohlschaftes 33 nahe der Schallaustrittsöffnung 14 aufliegen. Diese Rippen 35 halten den Deckel 32 mit Abstand von der Schallaustrittsöffnung 14 des Hohlschaftes 13, so dass die Schallwellen aus der Öffnung 16 des Wandlers 15 durch die Schallaustrittsöffnungen 16 und 17 des Halters 21 und um den Deckel 32 herum zum Trommelfell des Benutzers gelangen können.
Wenn der Deckel 32 im Gehörgang auf ein Hindernis stösst, wie beispielsweise auf einen Pfropfen aus Ohrensschmalz, wie dies durch die gestrichelte Linie X -X in Fig. 4 angedeutet worden ist, so wird infolge des auf den Deckel 32 ausgeübten Druckes durch die Rippen 35 der elastisch nachgiebige Hohlschaft 13 imBereich der Schallaustrittsöffnung 14 zusammengedrückt, was dazu führt, dass der Deckel 32 schliesslich die Stirnfläche des Hohlschaftes 13 satt berührt. Da der Durchmesser der Flachseite des Deckels grösser als die maximale lichte Weite der Schallaustrittsöffnung 14 ist, wird dadurch die Schallaustrittsöffnung vollständig verschlossen, so dass das Eindringen von Ohrenschmalz oder anderem Fremdmaterial in die Schallaustrittsöffnung 14 und ein Verstopfen der Öffnung 16 des Wandlers verhindert werden.
Der Deckel 32 kann einfach dadurch gereinigt werden, dass er gegen den Hohlschaft 13 gedrückt wirdund gleichzeitig die Aussenfläche des Deckels 32 abgewischt wird.
Es versteht sich, dass das dargestellte Ausführungsbeispiel im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens noch verschiedene Abwandlungen zulässt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hörhilfe mit einem in den Gehörgang des Ohres einführbaren, vorzugsweise aus elastisch nachgiebigem Material, wie Weichgummi, bestehenden und einen elektroakustischen Wandler enthaltenden Hohlschaft, der an seinerStirnseite eineSchallaustrittsöffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Schallaustrittsöffnung (14) des Hohlschaftes (13) mit Abstand von dieser ein Deckel (32) angeordnet ist, der an der Hörhilfe (10) in Richtung zum Hohlschaft beweglich geführt und unter Überwindung einer den Deckel (32) vom Hohlschaft (13) wegdrückende Kraft an die Stirnseite des Hohlschaftes andrückbar ist und so die Schallaustrittsöffnung (14) an der Stirnseite des Hohlschaftes (13) durch den Dekkel (32) vollständig verschliessbar ist.