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Vorrichtung zum Trocknen von Heu od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Trocknen von Heu od. dgl. auf Drähten, die an mehreren. in einer Reihe hintereinander aufgestellten Stützen verlegt sind.
Solche Vorrichtungen werden in neuerer Zeit statt der früher verwendeten, auf den Heuwiesen aufgebauten Holzgestelle verwendet, weil das Herrichten der Gestelle und das Auflegen des Heues auf diese Gestelle sehr umständlich und zeitraubend ist und bei dem derzeitigen Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften oft gar nicht mehr ausgeführt werden kann.
Bei der jetzigen Arbeitsweise werden die zum Auflegen des Heues dienenden Drähte an Holzpfosten befestigt, die in entsprechenden Abständen hintereinander in den Erdboden eingeschlagen werden. Wenn die Pfosten sicher stehen sollen, müssen sie ziemlich tief in den Boden eingetrieben werden, wobei häufig diepfahlspitzen an Steinen beschädigt werden und auch durch dieBodenfeuchtigkeit leiden. Die Pfähle müssen daher praktisch vor jeder Verwendung neu angespitzt werden und können meist nur wenige Male verwendet werden. Für die Pfähle eignen sich nur beste Jungstämme, weil nur solche den starken Beanspruchungen standhalten. Es ergibt sich daher ein grosser Verbrauch an Jungholz, das vorzeitig geschlägert werden muss, und natürlich ein entsprechend grosser Aufwand an Arbeit für die häufige Zurichtung der Pfähle.
Ferner ist nicht nur das ausreichend tiefe Einschlagen, sondern auch das Herausziehen der Pfähle aus dem Boden mühsam und zeitraubend.
Um den Holzverbrauch und den Arbeitsaufwand herabzusetzen, ist bereits vorgeschlagen worden, die Drähte an einer Tragleiste aufzuhängen, die frei pendelnd an ihrem oberen Ende auf einem Bolzen schwenkbar gelagert ist, der gleichzeitig zwei auseinanderschwenkbare Streben an deren oberen Enden verbindet, die mit ihren auseinandergespreizten unteren Enden etwas in den Boden eingetrieben werden und eine Holzstütze bilden, die natürlich auch einem gewissen Verschleiss unterliegt. Die aufgelegten Drähte werden an einem Ende fest verankert und an den andern Enden z. B. mittels einer am Boden verankerten Trommel gespannt.
Bei einer andern bekannten Vorrichtung dieser Art sind die Drähte an Holzpfählen aufgehängt, diein die Erde eingeschlagen werden. Um ein zu tiefes Einschlagen zu vermeiden, sind mit jedem Pfahl zwei seitlich ausschwenkbare Streben aus Holz verbunden, die mit ihren unteren Enden seitlich vom Mittelpfahl auf dem Boden aufstehen und den Pfahl seitlich gegen Umfallen abstützen. Die an einer Seite fest verankerten Drähte können mittels einzelner Seilrollen gespannt werden.
Bei diesen bekannten Vorrichtungen ist zwar der Verbrauch an Holz etwas geringer als bei den älteren Vorrichtungen, doch können die mit der Verwendung von Holz verbundenen Nachteile nicht zufriedenstellend behoben werden.
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fertig aufgestellt, umgesetzt und abmontiert werden kann.
Die Erfindung geht hiebei von einer Vorrichtung zum Trocknen von Heu od. dgl. auf Drähten, die an mehreren, in einer Reihe hintereinander aufgestellten Stützen verlegt und mit ihren Enden an Verankerungseinrichtungen befestigt sind, aus, wobei die Stützen zwei nach unten divergierende Streben aufweisen und die Drähte in Einschnitte oder Haken eingelegt sind, die an den Streben oder an gegebenenfalls zwischen den Streben jeder Stütze hängenden Drahthaltern vorgesehen sind.
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Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass bei einer Vorrichtung der angegebenen Art die Streben und die gegebenenfalls zwischen den Streben hängend angeordneten Drahthalter, wie bei einfachen Stützen an sich bekannt, aus Flach- oder Profilstäben oder Rohren aus Metall, vorzugsweise Stahl, bestehen und an den unteren Enden der Streben Erdanker befestigt sind, die aus Dornen aus Metall, insbesondere Stahl, bestehen, die an ihren oberen Rändern mit am Erdboden aufliegenden, zur Verhinderung des Einsinkens in den Boden und zur teilweisen Aufnahme des Längszuges dienenden Anschlägen aus Metall, insbesondere Stahl, verbunden sind.
Die gemäss der Erfindung ausgebildete Vorrichtung hat gegenüber den bekannten Vorrichtungen gleicher Art hinsichtlich ihrer Konstruktion und Handhabung sehr wesentliche Vorteile.
Vor allem sind die durchwegs aus Metall, insbesondere Stahl, bestehenden Bauteileder erfindungsgemässen Vorrichtung nicht schwerer als die aus Holz hergestellten Bestandteile der bisher bekannten Vorrichtungen, sie sind aber praktisch unbegrenzt haltbar, weil die Stützen beim Spreizen und Eintreiben der Dorne in den Boden auch bei unachtsamer Behandlung kaum beschädigt werden können.
Da die Stützen und im übrigen auch die Abspanner für die Drähte nicht tief in den Boden eingetrieben werden müssen, weil sie durch die Anschläge an den Dornen auch bei mässiger Verankerungstiefe zuverlässig gegen Umfallen festgehalten werden und diese Anschläge ein Einsinken der belasteten Stützen in den Boden verhindern, wird auch bei feuchtem Erdreich das Entfernen der Stützen und Drahtabspanner nicht erschwert, so dass sowohl der Aufbau als auch der Um-und Abbau der Vorrichtung mit wenig Aufwand an Kraft und Zeit durchgeführt werden kann. Die Bestandteile der gemäss der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung benötigen zum Transport und zur Lagerung bedeutend weniger Raum als die klobigen Pfosten und Holzteile der bekannten Vorrichtungen gleicher Art.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung kann das Spannen der an den Stützen verlegten Drähte mit jeder bekannten Spannvorrichtung in einfacher Weise erfolgen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der einige Ausführungsbeispiele der Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren näher erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigt Fig. l schematisch in perspektivischer Darstellung eine verwendungsfertig auf einer Wieseaufgestellte Vorrichtung, wobei nur einige wenige Stützen dargestellt sind. Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen eine besonders einfache Ausführungsform der Stützen in Ansicht von vorne und eine Einzelheit dieser Stützen in Ansicht von der Seite. Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei abgeänderte Ausführungbeispiele von Stützen, die beiderseits mit Aufhängedrähten bespannt werden können. Fig. 6 bezieht sich auf eine abgewandelte Ausführungsform des Erdankers der Stützen. In Fig. 7 ist eine Drahtanhängestrebe dargestellt, die an sich nicht Gegenstand der Erfindung ist, die aber ebenfalls durch einen Anschlag gegen Einsinken in den Boden gesichert ist.
Fig. 8 zeigt schliesslich eine als Dreibein ausgebildete Stütze, die bei sehr langen Stützenreihen zwischen gewöhnlichen Stützen aufgestellt werden kann.
Die in Fig. l in verwendungsbereitem Zustand dargestellte Vorrichtung umfasst eine Mehrzahl von in Abständen von etwa 3 bis 4 m aufgestellten Stützen 1, eine Drahtanhängestrebe 2, die mit einer Erdplatte 17 im Boden verankert und mittels eines Zugdrahtes 7 an einem Erdspiess 3 abgespannt ist, eine am andern Ende der Vorrichtung mittels einer Erdplatte 18 im Boden verankerte Drahtspanneinrichtung 4, die mittels eines Zugdrahtes 8 an einem Erdspiess 5 abgespannt ist, und gegebenenfalls noch einen weiteren Erdspiess 6, an dem zur festeren Verspannung der erste Erdspiess mit einem Zugdraht 9 abgespannt ist.
Die im Rahmen der Erfindung zweckmässig verwendbare Drahtanhängestrebe 2, die, wie bereits erwähnt, nicht Gegenstand der Erfindung ist, kann z. B. aus einem T-Profilstahl bestehen, dessen Steg mit Öffnungen 31 (Fig. 7) versehen ist, in welche die Aufhängedrähte, zweckmässig mittels Karabinern 32, eingehängt werden können. Die Erdplatte 17 hat oben einen abgewinkelten Teil 17a, der die Eindringtiefe der Platte 17 in das Erdreich begrenzt. In gleicher Weise ist an der Drahtspanneinrichtung 4 eine oben an der Erdplatte 18 befestigte Auflageplatte 35 zur Begrenzung der Einsatztiefe im Boden vorgesehen.
Die Stützen 1 können in verschiedener Weise ausgebildet sein. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform besteht die Stütze aus zwei aus Winkelprofilstahl bestehenden Streben 11, die an ihren oberen Enden mittels eines Bolzens 13 gelenkig miteinander verbunden sind, so dass sie beim Transport zusammengeklappt werden können. Um ein zu weites Spreizen der Streben 11 zu verhindern, können diese nahe ihren unteren Enden durch ein flexibles Zugglied 16', z. B. Litzendraht, miteinander verbunden sein. Am unteren Ende jeder Strebe 11 ist ein als Erdspiess dienender Stahldorn 14 angeschweisst, wobei zwischen Strebe und Erdspiess ein kurzer Querstab 15 zum Begrenzen der Eindring-
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tiefe des Erdspiesses in den Boden eingeschweisst ist, der auch die Standsicherheit der Stütze etwas erhöht.
Bei dieser aufklappbaren Stütze ist vorzugsweise zwischen den beiden Streben 11 ein Stab 12 aus Flachstahl angeordnet, der an dem Gelenkbolzen 13 der beiden Streben 11 angehängt ist und mehrere schräg nach unten verlaufende Einschnitte 17 zum Einlegen der Aufhängedrähte 16 für das Heu aufweist.
Wenn je Flächeneinheit einer Heuwiese ein grosser Heuanfall vorliegt oder wenn zwecks rascherer Trocknung das Heu loser gepackt auf den Drähten aufgehängt werden soll, so kann es erwünscht sein, an den Stützen an beiden Seiten Drahtscharen anzulegen. Bei Stützen mit gelenkig verbundenen Streben nach Fig. 2 würden jedoch in diesem Falle die Abstände der oberen, jeweils in gleicher Höhe an beiden Seiten der Stütze liegenden Drähte zu klein werden. Um auch beiden oberen Drähten genügend grosse waagrechte Abstände zu erhalten, können die Stützen aus zwei getrennten Streben zusammengesetzt werden, die oben durch einen Bügel verbunden sind, an dessen beiden Schenkeln die Streben lösbar befestigt werden, so dass die Stützen für den Transport leicht wieder zerlegt und raumsparend verladen werden können.
Bei einem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel einer derartigen Stütze besteht diese aus zwei aus Winkelprofilstahl hergestellten Streben 22 und einem Bügel 20, dessen Schenkel 21 mittels Schrauben, z. B. Flügelschrauben 23 und Flügelmuttern 24, an den beiden Streben befestigt werden. Der Bügel besteht hiebei zweckmässig aus einem zweimal abgewinkelten Flachstahl.
Bei einem andern in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel einer derartigen Stütze bestehen die beiden Streben 28 aus Rohren, in deren obere Enden die beiden Schenkel 27 eines aus Rundstahl bestehenden Bügels 26 eingreifen, wobei die lösbare Verbindung der Streben mit den Bügelschenkeln durch Schrauben oder auch, wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel, durch Stifte 29 bewirkt wird, die durch Bohrungen in den Wänden der Streben 28 und im jeweiligen Bügelschenkel 27 gesteckt sind und zweckmässig durch Anhängen an den Bügel gegen Verlieren gesichert werden können.
Bei den in Fig. 4 und 5 dargestellten Stützen können bei richtig gewählter Bügellänge an beiden Streben Einschnitte 25 (Fig. 4) oder auch Haken 31 (Fig, 5), die in Bohrungen der Rohre eingeschweisst sind, zum Einlegen der Drähte 16 vorgesehen sein.
Bei den aus Rohren bestehenden Streben 28 kann am unteren Ende des Rohres eine aus abgewinkeltem Flachstahl hergestellte Bügelklammer 15' (Fig. 6) angeschweisst werden, deren Stegteil 15a die Eindringtiefe der als Erdanker dienenden zugespitzten Klammerschenkel 15b in den Boden begrenzt.
Solche Klammern können natürlich statt der Erdspiesse und Querstäbe auch an Stützen aus Winkelprofilstahl nach Fig. 2 verwendet werden.
In Fig. 8 ist noch eine andere abgeänderte Ausführungsform der in Fig, 2 dargestellten Stützenart veranschaulicht, bei welcher eine Strebe 11'kürzer als die andere Strebe 11 ausgebildet ist und mit einem Scharnier 11" endet, durch das zwei Strebenschenkel llaundllb mit der kurzen Strebe 11' gelenkig verbunden sind. Die beiden Strebenschenkel 11a und 11b können in Richtung des Doppelpfeiles s inFig. 8 etwasgespreiztwerden, wodurch dieStütze nach Art eines Dreibeines quer zur Ebene E-E der Stütze besonders standfest wird.
Solche Stützen können gegebenenfalls bei sehr langen Stützenreihen zwischen gewöhnlichen Stützen aufgestellt werden, um auch die Standfestigkeit der übrigen Stützen bei sehr grosser Belastung oder etwa bei stärkerem Winddruck in Längsrichtung der Drähte zu erhöhen.
Bei in der Praxis bewährten Ausführungen haben die Stützen eine Höhe von etwa 1, 80 m und eine Spreizweite am Boden von etwa 1, 50 m, was eine Strebenlänge von rund 2 m ergibt. Normalerweise reichen Drahtscharen mit fünf Drähten vollkommen aus, wobei aus Gründen des bequemen Auflegens und Abnehmens des Heues und der guten Durchlüftung der oberste Draht etwa 1, 5 ru und der unterste Draht etwa 0,60 m über dem Boden liegen sollen.
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schiedener Weise ausgebildet sein.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung kann für verschieden breite Heuwiesen verwendet werden, indem durch Versetzen einer jeweils entsprechenden Anzahl von Stützen die Länge der Vorrichtung der Breite der Wiese angepasst wird. Hiebei kann die Vorrichtung auch über sehr breite Wiesen durchgehend aufgestellt werden, wenn über die Länge erforderlichenfalls mehrere Drahtlängen mittels Karabinern oder in anderer Weise aneinander gehängt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt ; diese können vielmehr im Rahmen des Schutzumfanges in konstruktiven Einzelheiten noch verschiedenartig abgewandelt werden.