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Schaltungsanordnung für eine zentralgesteuerte Fernsprechanlage mit Koppelfeldtechnik
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für eine zentral gesteuerte Fernsprechanlage mit Koppelfeldtechnik und mit einem Identifizierer für die Kennzeichnung anrufender Sprechstellen, bei der dieser Identifizierer die Durchschaltung dieser Stelle über entsprechende Koppelstufen zu einer freien Übertragung steuert.
Bei der bekannten Technik erfolgt die Suche freier Zwischenleitungen auch in Abhängigkeit der Identifizierung der anrufenden Sprechstelle und der Kennzeichnung einer freien Übertragung. Ein Besetztsein aller Zwischenleitungen bedeutet bei diesen Anordnungen eine Dauerbelegung des Identifizierers, die durch Zeitschaltmittel aufgehoben wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, in einer zentral gesteuerten Fernsprechanlage mit Koppelfeldtechnik eine unnötige Belegung des Identifizierers durch einen Anrufanreiz sofort zu verhindern.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass dem Identifizierer durch den Besetztzustand aller von einer anrufenden Stelle belegbaren Zwischenleitungen und durch den Anrufanreiz einer Sprechstelle diesen Identifizierer freischaltende Relais zugeordnet sind.
Hiedurch wird in einfacher Weise mittels dem Identifizierer zugeordneter Schaltmittel in Abhängigkeit desBesetztzustandes von Zwischenleitungensofort bei Auftreten eines Anrufanreizes einer anrufenden Anschlussstelle, der ohnehin nicht zur Belegung einer freien Zwischenleitung führen kann, der Identifizierer freigeschaltet. Dies vermeidet das unnötige Anstehen eines Anforderungsanreizes für die zentrale Steuereinrichtung zur Einleitung der Verbindungsherstellung einer anrufenden Stelle mit einer freien Übertragung.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit den für das Verständnis wichtigen Einzelheiten dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Übersicht des Systems und der Wegesuche und die Fig. 3 zeigt die Freischaltung des Identifizierers bei Besetztsein der durch eine anrufende Sprechstelle belegbaren Zwischenleitungen.
In Fig. 1 ist die Gruppierung der Koppelpunkte und der die Koppelpunkte verbindenden Zwischenleitungen gezeigt. Die Sprechstelle N40 wird nach Abheben des Hörers über den Koppelpunkt 40/1 der Koppelstufe EK4 mit dem Zehnerkoppler ZK1 über die Zwischenleitung 1/1 verbunden. Der Koppelpunkt 1/1 der Koppelstufe ZK1 wird über die Zwischenleitung 1/1 mit der Mischkoppelstufe MK1 und über den Koppelpunkt 1/1 dieser Mischkoppelstufe mit der vor der Markierung im Wegesucher als frei gekennzeichneten Übertragung HU1 verbunden. Dieser Übersicht kann entnommen werden, dass alle durch die Sprechstelle N40 belegbaren Zwischenleitungen im Ausführungsbeispiel über die Koppelpunktreihen 1 der Zehnerkoppelstufen 1-8 führen.
Der Fig. 2 kann entnommen werden, dass in den Haltestromkreisen für die Koppelrelais der Zehner-
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Zehnerkoppelstufen ZK1-ZK8 führenden Zwischenleitungen kennzeichnen. Einer Gruppe von fünf Zwischenleitungen, die zu einer Zehnerkoppelstufe ankommend bzw. abgehend führen, ist ein Relais P1
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zugeordnet. Der Zehnerkoppelstufe ZK1 ist das Relais P1 zugeordnet. Die Einschaltung dieses Relais P1 erfolgt in Abhängigkeit der Zehnerkennzeichnung, z. B. Kontakt 10sz4, der im Identifizierer TAS gekennzeichneten Sprechstelle und der Kennzeichnung der freien Übertragung, z.
B. durch den Kontakt llhml. Ist keine Zwischenleitung für die durch den Kontakt 10sz4 gekennzeichnete Stelle frei, so sind beispielsweise alle Kontakte bml/l, die den Mischkoppelstufen zugeordnet sind, da die Übertragungen an der zur anrufenden Stelle gekehrten Seite liegen, oder beispielsweise alle Kontakte bz111 - bz8/1, die den vor der Sprechstelle belegbaren ersten Koppelpunktreihen der Zehnerkoppelstufen KZ1-KZ8 zugeordnet sind, betätigt. Es kann dann keinesfalls für eines der Relais P1 - P8, PB durch die Kontakte 10sz4 und llhml ein Einschaltestromkreis zustande kommen. Sind dagegen Zwischenleitungen frei, so werden die entsprechenden Relais Pl-P8 eingeschaltet, von denen sich nur eines in nicht dargestellter, bekannter Weise halten kann.
Durch Abheben des Hörers einer Sprechstelle, beispielsweise N40 in Fig. 3, wird in bekannter Weise das Relais R2 eingeschaltet und über den Kontakt 1r2 ein Anrufanreiz zum Identifizierer TAS gegeben. In diesem Identifizierer werden die die anrufende Sprechstelle kennzeichnenden Relais SEI, SZ2 und SH1 dann wirksam, wenn kein anderer Anrufanreiz in diesem Identifizierer wirksam ist, d. h. der Kontakt 2gse in der Ruhelage ist. Über den Kontakt 10sz4 des bei der Identifizierung der anrufenden Stelle eingeschalteten Relais SZ4 kann, wie vorstehend ausgeführt, kein Stromkreis für eines der Relais P1 - P8 zustande kommen (vgl.
Fig. 2). Über die Kontakte 12p1 -14p8 und den Kontakt 15hm1 wird das Relais S eingeschaltet. Der Kontakt IShml ist in nicht dargestellter Weise durch die Bele- gung der zentralen Steuereinrichtung ZS (16gse, EB) und das in nicht dargestellter Weise Anfordern der freien Hausübertragung HUI betätigt.
Der Kontakt 4s des Wegesuchers WS ist betätigt. Über diesen Kontakt 4s und den Kontakt 5sz4 wird das Relais SB4 des Identifizierers TAS eingeschaltet. Durch die Einschaltung des Relais SB4 wird über den Kontakt 3sb4 das Relais SZ4 ausgeschaltet. Über den Kontakt 6sbl wird das Relais TR zur Freischaltung des Identifizierers eingeschaltet. Auf diese Art und Weise wird verhindert, dass der Anrufanreiz der Sprechstelle N40 bei Besetztsein aller für diese Stelle erreichbaren Zwischenleitungen dauernd denIdentifizierer TAS und die zentrale Steuereinrichtung ZS belegt, ohne dass eine Verbindung zu einer freien Übertragung hergestellt werden kann. Das Relais SB4 wird in nicht dargestellter Weise für eine bestimmte Zeit über den Punkt VZ gehalten und beispielsweise nach 30 sec erst ausgeschaltet.
Hiedurch kann der Teilnehmer den Anrufanreiz für diese Zeit nicht absetzen und können andere Sprechstellen identifiziert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für eine zentral gesteuerte Fernsprechanlage mit Koppelfeldtechnik und mit einem Identifizierer für die Kennzeichnung anrufender Sprechstellen, bei der dieser Identifizierer die Durchschaltung dieser Stelle über entsprechende Koppelstufen zu einer freien Übertragung steuert, da-
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den Stelle belegbaren Zwischenleitungen und durch den Anrufanreiz einer Sprechstelle diesen Identifizierer freischaltende Relais (SZ4, SB4, TR) zugeordnet sind.