AT251596B - Verfahren zur Herstellung von neuen 5,6-Dihydro-5-oxo-11H-pyrido[2,3-b][1,5]benzodiazepinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 5,6-Dihydro-5-oxo-11H-pyrido[2,3-b][1,5]benzodiazepinen

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AT251596B
AT251596B AT64365A AT64365A AT251596B AT 251596 B AT251596 B AT 251596B AT 64365 A AT64365 A AT 64365A AT 64365 A AT64365 A AT 64365A AT 251596 B AT251596 B AT 251596B
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pyrido
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen   5, 6-Dihydro-5-oxo-l1H-pyrido[2, 3-b][1, 5]benzo-   diazepinen 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 sowie von ihren Salzen mit anorganischen oder organischen Säuren. In der obigen Formel bedeuten   R.     und Rz, die   gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff- oder Halogenatome, niedere Alkyl-,   Alkoxy- oder Trifluormethylreste   oder Carboxyl- oder Carbalkoxygruppen. Die Verbindungen der obigen Formel (I) sind Derivate eines neuen Ringsystems, das bisher in der Literatur noch nicht beschrieben wurde.

   Ihre Herstellung erfolgt erfindungsgemäss durch Umsetzung einer 2-Halogen-nicotinsäure der allgemeinen Formel   (II) :   
 EMI1.3 
 in der Hai ein Halogenatom bedeutet, mit einem o-Phenylendiamin der allgemeinen Formel (III) : 
 EMI1.4 
 in der Ri und R2 die oben angeführten Bedeutungen aufweisen, bei Temperaturen über 150   C. Die Umsetzung erfolgt zweckmässig unter Anwendung äquimolarer Mengen der Verbindungen II und III durch Erhitzen auf Temperaturen über 150   C, gegebenenfalls in einer inerten Gasatmosphäre.

   Bei Abwesenheit eines Lösungsmittels setzt bei der genannten Temperatur unter gleichzeitiger Wasserabspaltung eine spontane   Halogenwasserstoffentwicklung   ein ; man kann aber auch in Gegenwart eines inerten hochsiedenden Lösungsmittels, wie Tetrahydronaphthalin, Dichlor-oder Trichlorbenzol, Glykol u. dgl. arbeiten, wobei die Halogenwasserstoffentwicklung langsamer einsetzt und gleichmässiger verläuft. Nach der Beendigung der Reaktion wird das gegebenenfalls vorhandene Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert und der Rückstand mit einer verdünnten   Alkalihydroxydlösung   behandelt. Die gebildete Base wird in üblicher Weise, z. B. durch Absaugen, isoliert und durch Umkristallisation gereinigt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Es ist durchaus überraschend, dass die Reaktion der 2-Halogennicotinsäure mit dem o-Phenylendiamin unter Bildung des oben genannten neuen Ringsystems verläuft, da aus der Literatur bekannt war (C. 1932 I, 1100), dass bei der Umsetzung von Nicotinsäure mit   o-Phenylendiamin   das   2- (Pyridyl-3)-benzimidazol   entsteht. 



   Falls o-Phenylendiamine der Formel (III) eingesetzt werden, in denen Ri und R2 andere Bedeutungen als Wasserstoff besitzen, werden bei der   erfindungsgemässen Umsetzung   Gemische der beiden möglichen Isomeren oder die einzelnen Isomeren gebildet, wobei noch nicht geklärt werden konnte, welche Formel den einzelnen Isomeren zukommt. Wenn die Verbindung der Formel (III) in 3- und 6-Stellung oder in   4- und 5-Stellung   zwei gleiche Substituenten enthält, fällt die Möglichkeit einer Bildung von Isomeren natürlich fort. 



   Die neuen Verbindungen können gewünschtenfalls in ihre Säureadditionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren überführt werden. 



   Die neuen Verbindungen stellen Zwischenprodukte für die Herstellung von Heilmitteln dar. 



   Die nachstehenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung :
Beispiel1 :5,6-Dihydro-5-oxo-11H-pyrido[2,3-b][1,5]benzodiazepin. a) 15, 7 g (0, 1 Mol) 2-Chlornicotinsäure und 10, 8 g (0, 1 Mol) o-Phenylendiamin werden unter Rühren in einem offenen Gefäss auf 150   C erhitzt. Bei dieser Temperatur beginnt die HCI-Entwicklung, die nach etwa 2 min beendet ist. Die Schmelze erstarrt allmählich und wird nach dem Abkühlen pulverisiert. Nach gründlichem Auswaschen mit verdünnter Natronlauge und dann mit heissem Wasser kristallisiert man die Substanz aus Dioxan um. Man erhält gelbe Kristalle vom F. =   294-2950 C.   Die Ausbeute beträgt 50% der Theorie. 



    C@@H@N@O (211.2).   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 68, <SEP> 24%, <SEP> H <SEP> 4, <SEP> 29%, <SEP> N <SEP> 19, <SEP> 89%. <SEP> 
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 68, <SEP> 30%, <SEP> H <SEP> 4, <SEP> 34%, <SEP> N <SEP> 20, <SEP> 15%. <SEP> 
<tb> 
 b) Die gleiche Substanz wird erhalten, wenn je 0, 1 Mol 2-Chlornicotinsäure und   o-Phenylendiamin   in 100 ml warmem Trichlorbenzol gelöst werden und diese Lösung unter Rühren auf etwa 170   C während einer halben Stunde erhitzt wird. Nach dem Abkühlen giesst man das Trichlorbenzol ab und verreibt den Rückstand mit verdünnter Natronlauge. Nach dem Auswaschen mit Wasser wird wie bei a) aus Dioxan umkristallisiert. Die Ausbeute beträgt etwa 75% der Theorie. 



   Beispiel2 :5,6-Dihydro-5-oxo-8(oder9)-chlor-11H-pyrido[2,3-b][1,5]benzodiazepin. 



   Je 0, 1 Mol 2-Chlornicotinsäure und   1, 2-Diamino-4-chlorbenzol   werden wie im Beispiel 1 beschrieben umgesetzt und aufgearbeitet. F.    > 300  C   (aus Dioxan). Die Ausbeute beträgt 51% der Theorie. 



    C12HsCIN3O (245, 7).    
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 58,66%, <SEP> H <SEP> 3,285, <SEP> N <SEP> 17,11%, <SEP> Cl <SEP> 14,43%.
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 58, <SEP> 45%, <SEP> H <SEP> 3, <SEP> 45%, <SEP> N <SEP> 16, <SEP> 90%, <SEP> Cl <SEP> 14, <SEP> 46%. <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.3 
 und aufgearbeitet. F. > 240  C (aus Dioxan). Die Ausbeute beträgt   57%   der Theorie. 



    C13HuN3O (225, 2).    
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 69, <SEP> 28%, <SEP> H <SEP> 4,92%, <SEP> N <SEP> 18, <SEP> 65%. <SEP> 
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 69, <SEP> 30%, <SEP> H <SEP> 4, <SEP> 99%, <SEP> N <SEP> 18, <SEP> 50%. <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
<tb> 
<tb> 4 <SEP> : <SEP> 5Berechnet: <SEP> C <SEP> 70,28%, <SEP> H <SEP> 5,47%, <SEP> N <SEP> 17,56%.
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 70,20%, <SEP> H <SEP> 5, <SEP> 59%, <SEP> N <SEP> 17, <SEP> 33%. <SEP> 
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen 5,6-Dihydro-5-oxo-11H-pyrido[2,3-b][1,5]benzodiazepinen der allgemeinen Formel fil) : EMI2.7 <Desc/Clms Page number 3> in der Rl und R2, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff- oder Halogenatome, niedere Alkyl-, Alkoxy- oder Trifluormethylreste oder Carboxyl- oder Carbalkoxygruppen bedeuten, sowie von deren Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass eine 2-Halogennicotinsäure der allgemeinen Formel (II) : EMI3.1 in der Hal ein Halogenatom bedeutet, mit einem o-Phenylendiamin der allgemeinen Formel (III) :
    EMI3.2 in der R. und R2 die angeführten Bedeutungen aufweisen, bei Temperaturen oberhalb von 150 C, gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten hochsiedenden Lösungsmittels und gegebenenfalls in einer inerten Gasatmosphäre umgesetzt wird und die erhaltenen Basen gewünschtenfalls in ihre Säureadditionssalze überführt werden.
AT64365A 1964-01-28 1965-01-26 Verfahren zur Herstellung von neuen 5,6-Dihydro-5-oxo-11H-pyrido[2,3-b][1,5]benzodiazepinen AT251596B (de)

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