AT248191B - Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes

Info

Publication number
AT248191B
AT248191B AT475363A AT475363A AT248191B AT 248191 B AT248191 B AT 248191B AT 475363 A AT475363 A AT 475363A AT 475363 A AT475363 A AT 475363A AT 248191 B AT248191 B AT 248191B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gloss
metal
carrying
production
additive
Prior art date
Application number
AT475363A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Jun Skolnik
Original Assignee
Alfred Jun Skolnik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Jun Skolnik filed Critical Alfred Jun Skolnik
Priority to AT475363A priority Critical patent/AT248191B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT248191B publication Critical patent/AT248191B/de

Links

Landscapes

  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen auf galvani- schem Wege und bezieht sich auch auf besondere Glanzzusätze für galvanische Cyanidbäder zur Durchführung dieses Verfahrens. 



   Es ist bekannt, galvanischen Cyanidbädern, insbesondere Kadmiumbädern, organische Kolloide, wie Gelatine, Dextrin, Leim als kornverfeinernde Mittel zuzugeben. Auch verschiedene Fremdmetallzusätze, wie Nickel, Kobalt, Molybdän und Selen, wirken als Kornverfeinerer ; ebenso ist bekannt, dass einige aromatische Aldehyde als derartige Zusätze anwendbar sind. 



   Es wurde beobachtet, dass bei Zugabe von Nickel-, Kobalt- oder Selenverbindungen, die auf anorganischer Basis aufgebaut sind, aber keine Cyanide sind, diese Metallverbindungen durch den grossen Überschuss an freiem Cyanid, der in jedem cyanidischen   Bad ; z. B. in   einem Kadmiumbad vorhanden sein muss, in komplexe Metall-Cyanverbindungen, wie Natriumnickelcyanid bzw. Kaliumnickelcyanid, übergeführt werden. Diese Art von Zusätzen hat den Nachteil, dass bei einer geringen Überdosierung der Metallkonzentration dunkle bis schwammige Niederschläge entstehen, die sich weder bei chemischer Nachbehandlung,   z. B. in   verdünnter, vorzugsweise   0,     5-Zeiger   Salpetersäure klären, noch in Chromsäurelösungen, die noch andere Säuren enthalten können, passivieren lassen.

   Ein gleichmässig glänzendes, fleckenloses Aussehen der Oberfläche lässt sich damit nicht sicherstellen. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich bei Verwendung bestimmter Metallkomplexverbindungen die vorstehend geschilderten Nachteile vermeiden lassen. Zu diesem Zwecke wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dem Cyanidbad als kornverfeinerndes Mittel eine organische Metallverbindung zuzusetzen, die wenigstens eines der Metalle Nickel, Kobalt, Eisen, Chrom, Molybdän, Selen und Arsen in Verbindung mit dem Rest wenigstens einer organischen Säure von der Art der Zuckersäure,   Gluconsäure,   einer Aminosäure, wie Glykokoll, Tyrosin, Histidin, Glutaminsäure und Asparaginsäure einschliesslich der Äthylendiamintetraessigsäure enth   alt.   



   Beim Arbeiten mit einem derartigen erfindungsgemäss verbesserten Glanzbad wird sowohl eine wesentliche Steigerung des Glanzes im Vergleich zu den mit den üblichen Bädern erhältlichen Resultaten als auch grössere Stabilität des Glanzbereiches der verwendeten Elektrolyten erzielt. Erfindungsgemäss können mittels dieser Zusätze glänzende Niederschläge nunmehr in Stromdichtebereichen von 0, 1 bis 10   A/dm2   abgeschieden werden. Die erhaltenen Glanzüberzüge erweisen sich als ausserordentlich haltbar und sind in dieser Hinsicht den bisher erhältlichen Überzügen gegenüber zumindestens gleichwertig, grösstenteils aber überlegen. 



   Erfindungsgemäss können die den Cyanidbädern zuzugebenden Zusätze in der Weise hergestellt werden, dass frisch gefällte Metallhydroxyde, wie Nickelhydroxyde, Kobalthydroxyde usw., in einer der organischen Säuren oder in einer Mischung der vorgenannten organischen Säuren gelöst werden. Die Lösung der Metallkomplexverbindung, die den eigentlichen Glanzzusatz darstellt, wird dann dem Cyanidbad in einem verhältnismässig geringen Anteil, beispielsweise in einer Menge von 0, 1 bis   zon   bezogen auf den Metallgehalt des Cyanidbades, zugesetzt. Von den erfindungsgemäss   vorgeschlagenen'Zusätzen genügen   erfahrungsgemäss sehr geringe Mengen, um eine Verbesserung der Tiefenstreuung und einen Glanzeffekt zu erzielen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Gewünschtenfalls können die Reaktionsprodukte aus Metallverbindung und organischer Säure noch mit aromatischen Aldehyden oder Oxyaldehyden, wie Anisaldehyd oder Salicylaldehyd, gemeinsam zur Anwendung gelangen, wodurch sich noch eine weitere glanzsteigernde Wirkung erzielen lässt. Diese Zusatzstoffe können beispielsweise in einer Menge von 0, 1 bis 1   g/l   benutzt werden. Vorteilhaft wird bei der gemeinsamen Verwendung der genannten Zusätze ein Verhältnis zwischen organischer Metallverbindung zum aromatischen Aldehyd bzw.   Oxyaldehydvon (0, 5   bis   2)     : l eingehalten,   wobei ein Verhältnis von 1 : 1 bevorzugt wird. 



   Im Rahmen der Erfindung kann man ferner dem Bade auch organische Kolloide, wie Leim oder Gelatine, deren Zusatz bei   Glanzbädem   an sich bekannt ist, mit besonderem Vorteil zugeben. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann sowohl in stationären als auch in   Trommel-und Glockengal-j   vanisierapparaten erfolgreich ausgeführt werden. Es ist vor allem zur Glanzabscheidung von Kadmium, Zink, Kupfer, Messing, Silber, Gold und für andere cyanidische Elektrolyte verwendbar. 



   Nachstehend wird an Hand einiger nicht beschränkender Ausführungsbeispiele die praktische Anwendung des Verfahrens näher erläutert. 



     Beispiel l :   Kadmiumbad. 



   Es wird ein Bad der folgenden Zusammensetzung benutzt :   5-40 g/l   Cd (als Metall)
50 - 200 g/l NaCN   2 - 40 g/l NaOH    Ein im Laufe des Gebrauches entstehender bzw. von Anfang an vorgesehener Sodagehalt des Elektrolyten ist für die kornverfeinemde Wirkung des Zusatzes nicht ausschlaggebend. Die Bäder werden bei einer Temperatur von 15 bis 50 C, vorzugsweise bei 20 bis   300C   und mit einer Stromdichte von 1 bis 6   A/dm2   betrieben. Als komverfeinemdes Mittel wird Nickelgluconat verwendet. Die Zusatzmenge dieser organischen Metallverbindung beträgt 0,   01-0, 1   g/l. Der Glanzeffekt tritt sofort bei der Bildung des Kadmium- überzuges ein,   z. B.   schon bei Schichtstärken ab   2 u.   



   Beispiel 2 : Kupferbad. 



   10 - 60 g/l Cu (als Metall)
5 - 35 g/l KCN oder NaCN   0 - 30 g/l KaOH   oder NaOH 
 EMI2.1 
 Von den angeführten kornverfeinernden Mitteln wird Bleigluconat bevorzugt. Der Elektrolyt kann auch mit Stromunterbrechung oder Polwechsel betrieben werden. 



     Beispiel 3 :   Messingbad. 



   10 - 30 g/l Cu (als Metall)
5 - 30 g/l Zn (als Metall) 
 EMI2.2 
   - 60 g/l NaCNStromdichte.-0, 1-3 A/dm2      Beim Messingelektrolyt   eignen sich als Glanzbildner insbesondere die   Blei-, Arsen-und Selenverbin-   dungen der Zuckersäure, wobei Mengen von 0, 02 bis 0, 1 g/l, als Metall gerechnet, bevorzugt werden. 



   Beispiel 4 : Silberbad. 



   5 - 40 g/l Ag (als Metall) 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 


AT475363A 1963-06-12 1963-06-12 Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes AT248191B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT475363A AT248191B (de) 1963-06-12 1963-06-12 Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT475363A AT248191B (de) 1963-06-12 1963-06-12 Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT248191B true AT248191B (de) 1966-07-11

Family

ID=3567928

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT475363A AT248191B (de) 1963-06-12 1963-06-12 Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT248191B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2152785C2 (de) Wäßriges saures galvanisches Bad für die Abscheidung von Zinn, Blei und Legierungen davon
DE2355581C3 (de) Galvanisches Glanzgoldbad mit hoher Abscheidungsgeschwindigkeit
DE2040930C3 (de) Verfahren zur stromlosen Kupferabscheidung und Bad zur Durchführung des Verfahrens
DE3710368A1 (de) Waessriges saures bad und verfahren fuer die galvanische abscheidung einer zink-nickel-legierung
DE959242C (de) Bad zur galvanischen Abscheidung von Antimon oder Antimonlegierungen
DE877233C (de) Bad fuer die Erzeugung galvanischer UEberzuege
DE1109000B (de) Bad zum galvanischen Abscheiden von Kupfer- und Kupferlegierungsueberzuegen
AT248191B (de) Verfahren zur Herstellung von metallischen Glanzüberzügen und eines zur Durchführung des Verfahrens dienenden Glanzzusatzes
EP0152601B1 (de) Wässriges alkalisches Bad zur Chemischen Abscheidung von Kupfer oder Nickel
DE759339C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von hellfarbenen, glaenzenden Zinkueberzuegen
DE958795C (de) Bad fuer das galvanische Abscheiden glaenzender UEberzuege von Silber, Gold und Legierungen dieser Metalle
DE2930035A1 (de) Waessriges galvanisches bad
DE69109085T2 (de) Elektroplattierungsbadlösung für eine Zinklegierung und damit elektropattiertes Produkt.
DE2538817C3 (de) Bad und Verfahren zum stromlosen Vernickeln von Metall und Metallegierungen, insbesondere Aluminium und Aluminiumlegierungen
DE1193334B (de) Waessriges alkylisches Zinkcyanidbad zum galvanischen Abscheiden von hellglaenzenden Zinkueberzuegen
DE1521080A1 (de) Verfahren zur Aufbringung von metallischen Oberflaechenschichten auf Werkstuecke aus Titan
DE1153587B (de) Bad zum galvanischen Abscheiden von Silberlegierungen
DE959243C (de) Galvanisches Bad und Verfahren fuer die Abscheidung von Antimonueberzuegen
AT156575B (de) Verfahren zur Erzeugung galvanischer silberhaltiger Überzüge.
DE2654344C3 (de) Wäßriges saures Galvanisieningsbad zur elektrolytischen Abscheidung von glänzendem Zinn und glänzenden Zinn/ Kadmium-Legierungen
AT234464B (de) Alkalisches Glanzzinkbad
DE102011056318B3 (de) Elektrolytisches Bad zum Abscheiden einer Goldkupferlegierung
DE2265232C2 (de) Bad und Verfahren zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold-Kupfer-Cadmium-Legierungen
AT208171B (de) Verfahren zur Glanzverzinkung und Glanzzusatz für Zinkbäder zur Durchführung des Verfahrens
AT164046B (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung harter Metallegierungen in glänzender Form