AT208171B - Verfahren zur Glanzverzinkung und Glanzzusatz für Zinkbäder zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Glanzverzinkung und Glanzzusatz für Zinkbäder zur Durchführung des Verfahrens

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Glanzverzinkung und Glanzzusatz für Zinkbäder zur Durchführung des Verfahrens 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Glanzverzinkung in zyankalischen Bädern und bezieht sich auch auf einen besonderen Glanzzusatz zur   Durchführung dieses   Verfahrens. 



   Es ist bekannt, galvanischen Zyanidbädern organische Kolloide zuzusetzen, um dadurch eine Korn- verfeinerung bei den erhaltenen Metallniederschlägen zu bewirken. Mit derartigen Bädern lässt sich aber insbesondere bei Zink eine ausreichende Tiefenstreuung nicht erzielen. Es wurde auch schon empfohlen, verschiedene aromatische Aldehyde und Oxyaldehyde, wie z. B. Anisaldehyd, Zimtaldehyd, Heliotropin oder Vanillin, in Kombination mit organischen Kolloiden, namentlich von Gelatine, für Zinkglanzbäder zu verwenden, doch sind auch diese Elektrolyten hinsichtlich ihrer Streuwirkung für praktische Zwecke nur sehr beschränkt brauchbar. Es sind auch Glanzzusätze für Zinkbäder auf Basis von verschiedenen   Harnstoffkondensationsprodukten,   von Eiweisskondensationsprodukten od. dgl. von mehroderminderhydrophobem Charakter empfohlen worden.

   Schliesslich sind Glanzzinkbäder bekannt geworden, die auf der Verwendung von definierten Reaktionsprodukten aus Aminosäuren und aromatischen Aldehyden oder Oxy- aldehyden beruhen. Diese Reaktionsprodukte müssen aber in einem gesonderten Vorgang hergestellt, als solche isoliert und dann dem Zinkbad als Pulver oder Lösung separat zugesetzt werden ; ihre Adsorptivkraft ist jedoch nicht befriedigend. Es wurde auch schon der Zusatz von Pepton, also eines nur teilweise abgebauten Eiweisskörpers, zu zyankalischen Glanzzinkbädern vorgenommen, doch lässt sich Hochglanz nur erzielen, wenn gleichzeitig ein Nickelsalz anwesend ist. Das Problem der Hochglanzverzinkung von stark profilierten Gegenständen, die eine in die Tiefe gehende Wirkung der Bäder voraussetzen, konnte somit durch die bisher bekannt gewordenen Vorschläge noch nicht in einfacher Weise gelöst werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass es überraschenderweise gelingt, eine Glanzverzinkung in zyankalischen Bädern mit gleichzeitig ausgezeichneter Tiefenwirkung zu erzielen, wenn man in dem Zinkbad als kornverfeinerndes Mittel einen zumindest zum Hauptteil auf die Peptonstufe abgebauten Leim in Kombination mit aromatischen Aldehyden oder Oxyaldehyden verwendet. Die beiden Zusatzbestandteile werden dem Bad einfach in Form eines Gemisches zugeführt, ohne dass eine zusätzliche Umsetzung zwischen den beiden Komponenten erforderlich wäre. Als Ausgangsstoff für die abzubauenden Eiweisskörper kann beispielsweise Collagen Verwendung finden. Im Rahmen der Erfindung sind unter den auf die Peptonstufe abgebauten Leimen jene Spaltprodukte der Proteinhydrolyse zu verstehen, die weder koaguliert noch ausgesalzen werden können.

   Die erhaltenen Spaltprodukte sind also nicht mehr hochmolekular wie die Eiweisskörper, von denen ausgegangen wurde, anderseits sollen sie aber auch nicht zu stark abgebaut sein, weil hiedurch ihre Wirksamkeit im Rahmen der Erfindung nicht mehr verbessert würde. Durch die Gegenwart von Aminosäuren wird jedoch der Erfolg des erfindungsgemässen Verfahrens im allgemeinen nicht beeinträchtigt. 



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform kann man als kornverfeinerndes Eiweissspaltprodukt einen durch saure Hydrolyse unter Druck und erhöhter Temperatur abgebauten Leim verwendet. Derartige Abbauprodukte von Gelatine mit hoher Adsorptionskraft geben in Kombination mit den Glanzbildnern auf Basis der aromatischen Aldehyde und Oxyaldehyde schon bei Verwendung geringster Mengen höchsten Glanz im Dauerbetrieb. In der Praxis wurde z. B. beobachtet, dass in Bädern mit grosser Variationsbreite der Zusammensetzung, selbst bei Verunreinigung mit andern Kolloiden, hohe Glanzbildung erzielt werden kann. Dieses Ergebnis ist umso überraschender, als die im rauhen galvanotechnischen Betrieb unvermeidlichen Unregelmässigkeiten bei den speziell zusammengesetzten Glanzbädern gewöhnlich zu empfindlichen Störungen führen.

   Besonders auffällig war die Wirksamkeit des neuen Glanzzusatzes bei sol- 

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 chen zur galvanischen Verzinkung gelangenden   Gegenständen,   die grosse Dimensionen mit starken Vertiefungen oder tiefen Innenecken aufweisen. An solchen Gegenständen wurde an allen Teilen der Oberfläche bei Ausführung der erfindungsgemässen Verzinkung im bewegten oder ruhenden Elektrolyten höchster Glanz erzielt. Es wurde auch festgestellt, dass der Erfolg des erfindungsgemässen Verfahrens durch eine unbeabsichtigte Überdosierung des Glanzzusatzes, wie dies in der Praxis gelegentlich vorkommen kann, im Gegensatz zu den bisher bekannten Glanzmitteln keineswegs beeinträchtigt wird. 



   Von weiteren, für das erfindungsgemässe Verfahren mit Vorteil anwendbaren Eiweissabbauprodukten seien beispielsweise Prolin, Oxyprolin, Glutaminsäure, Asparaginsäure und besonders Leucylglutaminsäure genannt, doch können auch weitere   Eiweissspaltprodukte.   soweit sie der Hauptsache nach bis zur Peptonstufe hydrolysiert sind, mit Erfolg eingesetzt werden. 



   Von diesen Eiweissabbauprodukten in Verbindung mit aromatischen Aldehyden oder Oxyaldehyden genügen erfahrungsgemäss sehr geringe Mengen, um den angestrebten Effekt zu erzielen. Als Beispiel seien die in mehreren grossen galvanotechnischen Anlagen bei der   erfindungsgemässen   Glanzverzinkung ermittelten Werte angeführt. Die Bäderzusammensetzung in den verschiedenen Betrieben schwankte etwa zwischen den folgenden Grenzen : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 20 <SEP> - <SEP> 40 <SEP> g/l <SEP> Zn <SEP> (als <SEP> Metall)
<tb> 60-130 <SEP> g/l <SEP> NaCN <SEP> 
<tb> 40 <SEP> - <SEP> 80 <SEP> g/i <SEP> NaOH <SEP> 
<tb> 
 Die Bäder wurden bei einer Temperatur von etwa 20 bis 40uC, z. B. bei   25OC,   mit einer Stromdichte im Bereich von 1 bis 5   A/dm2   betrieben.

   Diesen Bädern wurde ein Gemisch von 0, 2 bis   0, 5 g/l EiweIssab-   bauprodukten der Peptonstufe und 0,02 bis 0,05   g/l   Glanzbildnern (aromatische Aldehyde oder Oxyaldehyde) zugesetzt. Die Verzinkung erfolgte in ruhenden und bewegten   Bädern,   vorzugsweise in Grosstrommelapparaten von Kontinue-Anlagen. Der Glanz trat nach kurzer Expositionszeit auf, so dass auch   bei Gegenständen   mit geringster Niederschlagsschichtstärke Hochglanz erzielt wurde. Als Eiweissspaltprodukt wurde ein durch saure Hydrolyse abgebauter Leim verwendet. Der Abbau zur Peptonstufe wurde in folgender Weise vorgenommen :
Leim wird mit wenigstens 1/10 seines Gewichtes bis zur gleichen Gewichtsmenge einer organischen Säure, z. B.

   Ameisensäure, Essigsäure   od. dgl., u. zw.   nach Verdünnen mit Wasser auf einen Säuregehalt von höchstens   75%,   unter Druck, beispielsweise 1-3 atü, etwa 3 Stunden lang erhitzt. Nach dem Abkühlen wird mit Alkali neutralisiert und die erhaltene Brühe durch Versprühen getrocknet oder direkt verwendet. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich auch für Kadmium anwenden, doch ist der erzielte Glanz im allgemeinen nicht so stark wie bei Zink. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Glanzverzinkung in zyankalischen Bädern unter Verwendung von aromatischen Aldehyden und Oxyaldehyden in Kombination mit   organischenkornverfeinernden   Mitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man als kornverfeinerndes Mittel einen mindestens zum Hauptteil auf die Peptonstufe abgebauten Leim, vorzugsweise einen durch saure Hydrolyse unter Druck und erhöhter Temperatur abgebauten Leim, verwendet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als kornverfeinerndes Mittel Leucylglutaminsäure verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Bad etwa 0, 2-0, 5 g/l auf die Peptonstufe abgebauten Leim und 0, 02-0, 05 g/l aromatische Aldehyde oder Oxyaldehyde zusetzt.
    4. Glanzzusatz zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem zumindestens auf die Peptonstufe abgebauten Leim und einem aromatischen Aldehyd oder Oxyaldehyd, vorzugsweise in einem Verhältnis von etwa 10 : 1, besteht.
AT861358A 1958-12-12 1958-12-12 Verfahren zur Glanzverzinkung und Glanzzusatz für Zinkbäder zur Durchführung des Verfahrens AT208171B (de)

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