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Elektrophotographisches Material
DieErfindung betrifft ein elektrophotographischesMaterial und besonders ein elektrophotographisches Material, das einen Träger und eine photokonduktive Schicht aufweist, die eine organische photokonduktive Substanz enthält oder daraus besteht.
Es sind elektrophotographische Materialien bekannt, die in vielen elektrophotographischen Reproduk-
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in denen bedeuten :
R und Rj je eine Hydroxylgruppe, eine Alkoxygruppe, eine Aminogruppe oder eine Dialkylaminogruppe,
Rs ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, eine Phenylgruppe, eine halogensubstituierte Phenylgruppe, eine p-Aminophenylgruppe, eine halogensubstituierte p-Aminophenylgruppe, eine Dialkylaminphenylgruppe, eine halogensubstituierte p-Dialkylaminophenylgruppe, eine p-Alkoxyphenylgruppe, eine halogensubstituierte p-Alkoxyphenylgruppe oder ein heterocyclisches Radikal,
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Rg, RgR, ein Wasserstoffatom, eine Benzylgruppe, eine halogensubstituierte Benzylgruppe oder eine nitrierte Benzylgruppe, und n Null oder 1 ist.
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Eine Mischung von 1 Mol eines der genannten substituierten Benzaldehyde, 2,75 Mol destilliertes
N-Dimethylanilin, 1, 33 Mol Chlorwasserstoffsäure (d = 1, 17) und 0,5 Mol Harnstoff wird 24 h unter
Rühren gekocht. Die Reaktionsmischung wird mit Ammoniumhydroxyd alkalisiert und durch Zusatz einer gleichen Menge Wasser verdünnt. Die Mischung wird einer Wasserdampfdestillation unterworfen, um das i überschüssige Dimethylanilin zu entfernen. Nach der Kühlung fällt die Leukoverbindung aus, die durch
Kristallisierung gereinigt wird.
Nach der Umkristallisierung aus Äthylenglykolmonomethyläther weist die Verbindung 3 der Tafel einen Schmelzpunkt von 1250C auf.
Nach der Umkristallisierung aus Isopropanol weist die Verbindung 4 der Tafel einen-Schmelzpunkt von 1350C auf.
Die photokonduktive Schicht eines erfindungsgemässen elektrophotographischen Materials kann ganz aus einer oder mehreren Verbindungen der allgemeinen Formeln bestehen.
Diese Verbindungen sollen meistens in einer Menge von zumindest 80 Gew.-o der ganzen Menge der photokonduktiven Schicht verwendet werden. Die photokonduktive Schicht besteht vorzugsweise zu mindestens 95 Gel. do aus einer oder mehreren der oben genannten allgemeinen Formel entsprechenden photokonduktiven Verbindungen. Selbstverständlich können diese Verbindungen in jeder Menge zusam- men mit photokonduktiven für die Herstellung photokonduktiven Registrierschichten bekannten Substanzen verwendet werden.
Zur Herstellung eines erfindungsgemässen elektrophotographischen Materials wird eine photokonduk- tive Schicht auf einen geeigneten Träger aufgetragen, wobei man vorzugsweise von einer hauptsächlich aus mindestens einer der photokonduktiven Verbindungen nach der oben genannten allgemeinen Formel bestehenden Zusammensetzung ausgeht.
So können die erfindungsgemässen photokonduktiven Verbindungen ausser einer oder mehreren photo- konduktiven Verbindungen gemäss der oben genannten allgemeinen Formel eine oder mehrere weitere photokonduktive Verbindungen mit gleichen oder verschiedenen photoelektrischen, mechanischen oder andern physikalischen Eigenschaften enthalten. Überdies können in der photokonduktiven Schicht noch weitere Verbindungen anwesend sein, die der photokonduktiven Schicht und/oder der Zusammensetzung aus der diese Schicht gebildet wird, bestimmte physikalische und chemische Eigenschaften, wie me- chanische Festigkeit, Biegsamkeit, Glanz, Empfindlichkeit, Wärmestabilität, Reaktionsvermögen mit
Entwicklersubstanzen usw., verleihen.
Die photokonduktiven Leukoverbindungen gemäss der oben genannten allgemeinen Formel können vermischt mit photokonduktivem Zinkoxyd verwendet werden, indem man sie der Zusammensetzung der photokonduktiven Zinkoxyd enthaltenden Schichten zugibt, vorzugsweise in Kombination mit einem ha- logenierten Polymerisat als Bindemittel.
Die photokonduktiven Verbindungen nach der allgemeinen Formel können ebenso als Sensibilisatoren in eine photokonduktive aus einem photokonduktiven Polymerisat (z. B. in einer Menge von 0, 1 bis
5 Gew. o der Gesamtmenge des photokonduktiven Polymerisats) bestehende Schicht eingeführt werden.
Die photokonduktive Polymerisatschicht kann selbsttragend sein und auf einer Seite mit einer elektrisch
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schicht, versehen werden.
Zur Herstellung der erfindungsgemässen photokonduktiven Schichten können der Zusammensetzung, aus der die photokonduktive Schicht gebildet wird, eine oder mehrere hochmolekulare Verbindungen als Bindemittel zugesetzt werden. Hochmolekulare Verbindungen mit einem hohen spezifischen Widerstand (d. h. höher als 109 Ohm. cm) werden vorzugsweise als Bindemittel für die photokonduktiven Verbindungen gemäss der oben genannten allgemeinen Formel benutzt. Thermoplastische sowie hitzehärtbare Polymerisate können verwendet werden.
Besonders geeignete hochmolekulare Verbindungen sind die natürlichen Harze, wie Dammarharz, Elemiharz, Mastixharz, Manilaharz, Sandarakharz ; mikrokristalline Wachse, modifizierte natürliche Verbindungen, wie Cellulosediacetat und Cellulosetriacetat, Celluloseacetobutyrat, Äthylcellulose, Äthylcellulosestearat, oder andere Cellulosederivate.
Pentaerythrytpolyester vonKolophonium-undEsterharzen ; Polymerisate, wie Polyäthylen, Polystyrol und Mischpolymerisate von Styrol, N-Vinylcarbazolpolymerisate, C-Viny1carbazolpolymerisate, Polyvinylacetat und Mischpolymerisate von Vinylacetat, Polyvinylacetale von Formaldehyd, Acetaldehyd und Butyraldehyd, Polyacrylsäureund Polymethacrylsäureester, Cumaron-Indenharze, Polykondensate, wie Glycerylphthalatharze oder andere Glycerylpolyester, Alkydharze, Polyäthylenglykolester, Formaldehydharze und Silikonharze ;
die in der deutschen PatentschriftNr. 1139 272 beschriebenenPolyester, und weiter die photokonduktiven Vinylpolymerisate, die in der Seitenkette N-Carbazolgruppen tragen, wie Poly (N-vinylcarbazol), Poly (N-al- lylcarbazol) und Poly (N-propenylcarbazol).
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Die Wahl eines geeigneten Bindemittels ist nicht auf die vorher polymerisierten Verbindungen be- schränkt. Es können auch niedermolekulare Verbindungen, Gemische niedermolekularer und hochmole- kularer Verbindungen von Halbpolymerisaten, die in situ polymerisiert oder kondensiert wurden, oder die nach einem der in der Polymerchemie bekannten Verfahren vernetzt wurden, verwendet werden.
Falls ein Bindemittel in Kombination mit den oben genannten photokonduktiven Verbindungen ver- wendet wird, kann die Menge dieses Bindemittels zwischen 5 und 75% des Gesamtgewichtes der photo- konduktiven Schicht schwanken.
Geeignete Weichmacher, wie Dibutylphthalat, Dimethylphthalat, Dimethylglykolphthalat, Tri- kresylphosphat, Triphenylphosphat und Monokresyldiphenylphosphat, können gegebenenfalls den zur Bil- dung einer photokonduktiven Schicht verwendeten und ein Bindemittel enthaltenden Zusammensetzungen in Mengen von 0 bis 30 Gew. do, bezogen auf das Bindemittel, zugesetzt werden.
Es können noch weitere in der Beschichtungstechnik bekannte Zusatzstoffe, wie den Glanz beeinflus- sende Pigmente, Antioxydantien oder die Wärmefestigkeit der Schichten verbessernde Verbindungen, ver- wendet werden. Selbstverständlich werden diejenigen Zusatzstoffe bevorzugt, die wenig oder keine Ver- minderung des Dunkelwiderstandes der photokonduktiven Schicht herbeiführen.
Die Dicke der Schichten ist nicht kritisch und hängt vom verwendeten Kopierverfahren und vom an- gestrebten Resultat ab. GuteResultate werden mit elektrophotographischenSchichten von 1 bis 20 j, vor- zugsweise von 3 bis 10 jn, erreicht. Zu dünne Schichten besitzen jedoch kein ausreichendes Isoliervermö- gen, während zu dicke Schichten allzu lange Belichtungszeiten erfordern.
Schliesslich können noch Verbindungen in den erfindungsgemässen photokonduktiven Schichten anwe- send sein, die selbst gegebenenfallsphotokonduktiveEigenschaften besitzen können, und die eine Erhöhung der Allgemeinempfindlichkeit uI1d/oder derEmpfindlichkeit für elektromagnetische Strahlungen in einem gewissen Teil des Spektrums hervorrufen.
So können beispielsweise die Allgemeinempfindlichkeit und/oder die Empfindlichkeit für elektro- magnetische Strahlungen im sichtbaren Teil des Spektrums erheblich erhöht werden, wenn der photokon- duktiven Schicht eine. oder mehrere Verbindungen der in den franz. Patentschriften Nr. 1. 254. 024 und Nr. I. 271. 986 beschriebenen Klassen zugegeben werden, vorzugsweise in einer Menge von 0, 01 bis ff1/o, bezogen auf die Menge der nach der. oben genannten allgemeinen Formel als Photoleiter verwendeten Verbindung. Als geeignete optische Sensibilisatoren können die zyklischen Arylmethanfarbstoffe, wie z. B. Rhodamine B (C. I. 45170), zitiert werden.
Geeignete Verbindungen, die die Allgemeinempfindlichkeit erhöhen, sind besonders die Oxydationsprodukte nach der imStande der Technik angeführten allgemeinen Formeln und die Oxydationsprodukte der Leukoverbindungen gemäss der allgemeinen Formel der Erfindung.
Bindemittel, die die Empfindlichkeit der photokonduktiven Leukoverbindungen nach der allgemeinen Formel erhöhen, sind in der franz. Patentschrift Nr. 1. 294. 375 beschrieben. Von den in dieser franz.
Patentschrift zitierten halogenhaltigen Polymerisaten sind die Vinylchloridpolymerisate und die Chlorkautschuke am aktivsten. Eine erheblich starke Erhöhung der Empfindlichkeit wird beobachtet, wenn Mischungen der photokonduktiven Leukoverbindungen zusammen mit diesen Bindemitteln erhitzt werden. Dieses Material färbt tatsächlich leise an, was wahrscheinlich der partiellen Oxydation der Leukoverbindungen zuzuschreiben ist.
Zur Herstellung des erfindungsgemässen elektrophotographischen Materials wird vorzugsweise als Unterlage für die photokonduktive Schicht eine elektrisch leitfähige Platte oder Folie verwendet oder eine isolierende Platte oder Folie, die mit einer elektrisch leitfähigen Schicht überzogen ist. Unter elektrisch leitfähige Platte, Folie oder Schicht ist eine Platte, Folie oder Schicht zu verstehen, deren spezifischer Widerstand kleiner ist als der der photokonduktiven Schicht, d. h. im allgemeinen unter 109 Ohm. cm liegt. Vorzugsweise werden Unterlagen verwendet, deren spezifischer Widerstand geringer ist als 10Q Ohm. cm.
Zur Herstellung des erfindungsgemässen elektrophotographischen Materials können verschiedene Verfahren zum Auftragen der photokonduktiven Schicht auf die Unterlage angewendet werden.
In der Praxis werden die betreffenden polymeren Substanzen entweder allein oder zusammen mit andern Zusätzen, wie Bindemitteln, Sensibilisatoren usw., vorzugsweise zuerst einem geeigneten organischen Lösungsmittel, z. B. Benzol, Aceton, Methylenchlorid, Dioxan, Dimethylformamid oder Glykolmonomethyläther, oder in einer Mischung von zwei oder mehreren solcher Lösungsmittel aufgelöst oder dispergiert. Die so erhaltene Lösung oder Dispersion wird gleichmässig auf die Oberfläche einer geeigneten Unterlage verteilt, beispielsweise durch Zentrifugieren, Aufspritzen, Bürsten oder Beschichten, worauf die erhaltene Schicht derart getrocknet wird, dass eine gleichmässige photokonduktive Schicht gebildet
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wird.
Durch geeignete Wahl eines Bindemittels, in dem die photokonduktiven Verbindungen löslich sind, können durchscheinende photokonduktiveSchichten hergestellt werden. Falls derartige Schichten auf eine durchscheinende Unterlage aufgetragen werden, erhält man Diapositive für Bildprojektion.
Eine besonders interessante Methode für das Beschichten eines Trägers mit photoleitenden Schichten, die kein oder nur wenig Bindemittel enthalten, ist in der ftanz. Patentsclirift Nr. 1. 258. 844 beselrieben.
Nach der in dieser Patentschrift beschriebenen Methode wird eine Lösung der photokonduktiven Substanz derart auf einen Träger aufgetragen, dass eine mikrokristalline Schicht gebildet wird ; zu diesem Zweck wird eine erhitzte stark konzentrierte Lösung des Photoleiters in einem organischen Lösungsmittel verwen- det, worauf die gebildete Schicht schnell, beispielsweise in einem heissen Luftstrom oder mittels Infra- ro Strahlung, getrocknet wird. Die gebildeten glasartigen photokonduktiven Schichten sind durchsichtig.
Erfindungsgemässe elektrophotographische Materialien können in jedem der verschiedenen Reproduk- tions-oder Registrierverfahren, in denen eine photokonduktive Schicht durch bildmässige Belichtung bild- mässig leitfähig gemacht wird, oder eine gleichmässig aufgeladene photokonduktive Schicht durch bild- mässige Belichtung bildmässig enthalden wird, verwendet werden.
Die elektrostatische Aufladung der erfindungsgemässen photokonduktiven Schicht kann nach einer der in der Elektrophotographie bekannten Methoden durchgeführt werden, beispielsweise durch Reiben mit einem weichen Material oder mit einem Material, das einen hohen elektrischen Widerstand besitzt, z. B. mit einem mit Polystyrol beschichteten Zylinder, durch Koronaentladung, durch Kontaktaufladung oder durch Entladung eines Kondensators.
Nach der Aufladung wird das elektrophotographische Material bildmässig einer geeigneten elektro- magnetischen Strahlung ausgesetzt, wobei die bestrahlten Stellen der Schicht bildmässig entladen werden und also ein elektrostatisches latentes Bild entsteht. Dann wird das gebildete elektrostatische latente Bild in ein sichtbares Bild umgesetzt, u. zw. entweder auf dem elektrophotographischen Material, auf dem das latente Bild erzeugt wurde, oder auf einem andernMaterial, auf das das elektrostatische latente Bild beispielsweise durch Anwendung der in der deutschen Patentschrift Nr. 970271 beschriebenen Methode übertragen wurde.
Es ist auch möglich, das elektrostatische Ladungsbild aufzubauen, indem man die photoleitende Schicht bildmässig belichtet (die belichteten Stellen elektrisch leitfähig macht) und dann die unbelichteten Stellen, d. h. die elektrisch nicht leitfähigen Stellen, elektrostatisch auflädt. Dieses Verfahren ist auf den sogenannten''Speichereffekt''von den der obengenanntenFormelentsprechendenphotokonduktiven Verbindungen, gegründet, d. h. auf das Kennzeichen, dass diese Verbindungen ihre elektrische Leitfähigkeit nach der Belichtung und Zurückstellen im Dunkeln nur langsam verlieren.
Das Sichtbarmachen des ursprünglichen oder übertragenen latenten elektrostatischen Bildes kann nach einer der in der Elektrophotographie bekannten Methoden durchgeführt werden. In jeder dieser Methoden benutzt man die elektrostatische Anziehung oder Abstossung eines Entwicklermaterials.
Als Entwicklermaterial kann man ein Pulver oder eine feinverteilte gefärbte feste Substanz, deren Teilchen elektrisch polarisierbar oder elektrisch aufladbar sind, verwenden. Diese Teilchen können mit elektrisch leitfähigen Teilchen beispielsweise mit Eisenfeilspänen vermischt sein. Weiter kann man als Entwicklermaterial eine elektrostatisch anziehbare feste Teilchen enthaltende elektrisch isolierende Flüs- sigkeit (Suspension) oder ein feinverteilte feste Teilchen enthaltendes Gas (Aerosol) verwenden. Auch kann man als Entwicklermaterial eine feinverteilte, gefärbte, polarisierbare oder aufgeladene Flüssigkeittröpfchen enthaltende, elektrisch isolierende Flüssigkeit (Emulsion) oder ein polarisierbare oder aufgeladene Flüssigkeitströpfchen enthaltendes Gas (Tintenebel) verwenden.
Durch geeignete Wahl des Ladungsvorzeichel1S des festen oder flüssigen Entwicklermaterials kann man je nach Wahl von jedem Original eine negative oder positive Kopie erzeugen. Falls das Registriermaterial und das Entwicklermaterial dasselbe Ladungsvorzeichen tragen, haftet das Entwicklermaterial nur auf den entladenen Stellen, so dass man eine Kopie erhält, deren Bildwert, verglichen mit dem des Originals, umgekehrt ist (Positiv/Negativ). Falls die Ladungsvorzeichen des elektrophotographischen Materials und des Entwicklermaterials verschieden sind, so stimmen die einzelnen Bildwerte überein (Positiv/Positiv).
Wenn zum Sichtbarmachen des latenten Bildes ein gefärbtes Pulver verwendet wurde, kann das erzeugte sichtbare Bild nötigenfalls nach einer der in der Elektrophotographie bekannten Methoden, z. B. durch Wärme, fixiert werden, oder auf einen andern Träger, beispielsweise nach der in der deutschen Patentschrift Nr. 813359 beschriebenen Methode, übertragen und auf diesem fixiert werden.
Das erfindungsgemässe elektrophotographische Material ist besonders für das in der deutschen Patentschrift Nr. 813359 beschriebene elektrophotographische Reproduktionsverfahren geeignet. In dieser Patentschrift ist eineEntwicklungsmethode beschrieben, in der eine chemische Farbreaktion zwischen einem
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in der photokonduktiven Schicht anwesenden Farbstoffbildner und einem in der Entwicklersubstanz anwe- senden Farbstoffbildner stattfindet. Nach einer bevorzugten Methode ist weder der Farbstoffbildner der photokonduktiven Schicht noch dieser der Entwicklersubstanz gefärbt.
Es wurde festgestellt, dass die wie oben beschriebenen zusammengesetzten photokonduktiven Schich- ten mittels eines Entwicklerpulvers entwickelt werden können, das ein Oxydans wie Tetrachlor-p-chinon (Chloranil) enthält, wodurch die photokonduktiven Leukoverbindungen beim Erhitzen oder Befeuchten des
Pulverbildes in Farbstoffe umgewandelt werden. Nach dieser Methode erhält man wischfeste Bilder.
Obgleich die erfindungsgemässen photokonduktiven Registriermaterialien für ein elektrophotographi- sches Verfahren besonders geeignet sind, können sie auch in Registriertechniken verwendet werden, wobei eine isolierende Registrierschicht bildmässig beispielsweise mittels eines modulierten abtastenden Elektro- nenstrahls oder einer Elektrode mit der Form des zu reproduzierenden Bildes oder Musters aufgeladen wird.
Die Erfindung ist hinsichtlich der Verwendung der neuen elektrophotographischen Materialien keines- wegs auf irgendeine besondere Verwendungsform beschränkt, und die Belichtungsmethode, die Aufla- dungsmethode, die eventuelle Übertragung, die Entwicklungsmethode und die Fixiermethode sowie die verschiedenen Modifizierungen der in diesem Verfahren verwendeten Materialien können den jeweiligen
Gegebenheiten angepasst werden.
Man kann das erfindungsgemässe elektrophotographische Material auch zur Herstellung von Druckfor- men verwenden, indem ein auf einem photographischen Material gebildetes Pulverbild auf eine übliche lithographische Druckform übertragen und auf dieser fixiert wird (wie beschrieben in der brit. Patentschrift
Nr. 679, 533), oder indem das elektrophotographische Material selbst in eine Druckform umgewandelt wird.
Dies kann z. B. bei der Entwicklung durch Verwendung von einem schmelzbaren hydrophoben Ent- wicklerpulver erfolgen, das nach Erhitzung kräftig auf der Registrierschicht haftet und ein hydrophobes Muster bildet, das leichter als die unentwickelten Stellen der Registrierschicht eine fette Druckerfarbe (lithographische Farbe) annimmt.
Falls die Registrierschicht in den unentwickelten Stellen zu hydrophil ist, können diese Stellen mit einer hydrophoben Substanz oder Zusammensetzung bedeckt werden. In der Regel jedoch wird zur Herstellung von Druckformen die Registrierschicht auf einen Träger oder eine Zwischenschicht mit hydrophilen Eigenschaften oder auf einen Träger oder eine Zwischenschicht, die durch eine chemische Behandlung hydrophil oder hydrophiler gemacht werden kann, aufgetragen. In diesem Fall werden die nicht durch das Entwicklermaterial geschützten Stellen der Registrierschicht beispielsweise mittels einer Flüssigkeit, die die Registrierschicht löst oder abbaut, entfernt.
Wenn diese Flüssigkeit ein Lösungsmittel für die Registrierschicht ist, darf dieses Lösungsmittel die fixierte Entwicklersubstanz nicht oder praktisch nicht lösen, so dass die Registrierschicht an den unentwickelten Stellen selektiv entfernt wird.
Wenn die Registrierschicht alkalilösliche Substanzen enthält, können die diesen unentwickelten Bildstellen entsprechenden Stellen der Registrierschicht leicht durch eine Behandlung mit einer wässerigen alkalischen Flüssigkeit entfernt werden, ohne dass die mit fixierter hydrophober Substanz bedeckten Bildstellen angegriffen werden. Der Angriff der Bildstellen während der Flüssigkeitsbehandlung kann durch die Verwendung einer Entwicklersubstanz verhütet werden, die beim Fixieren das Bindemittel der photokonduktiven Schicht unlöslich macht, beispielsweise durch die Verwendung eines Härtungsmittels für eine durch Hitze beschleunigte Vernetzungsreaktion.
Es ist auch möglich, zu diesem Zweck"ein photopoly' merisierbares System" (eine polymere Zusammensetzung gegebenenfalls in Anwesenheit eines Katalysators, die durch Bestrahlung mit Ultraviolettlicht vernetzt wird) zusammen mit den der allgemeinen Formel entsprechenden photokonduktiven Substanzen zu verwenden. Im letzten Falle tritt an den belichteten Stellen "Photohärtung" auf. Auf diese Weise wird eine Registrierschicht erzielt, die bildmässig unlöslich gemacht ist. Schliesslich wird die Registrierschicht an den unentwickelten Stellen entfernt.
Weiter wurde eine interessante Anwendung der erfindungsgemässen photokonduktiven Registriermaterialien auf dem Gebiet der thermoplastischen Registrierung gefunden. Ein thermoplastisches Registrierverfahren, bei dem ein thermoplastisches photokonduktives Polymerisat verwendet wird, ist in der österr. Patentschrift Nr. 224943 beschrieben. Es wurde gefunden, dass eine Zusammensetzung von der allgemeinen Formel entsprechenden Leukoverbindungen, eingehend gemischt und/oder gelöst in einer kleinen Menge von einem thermoplastischen Polymerisat als Bindemittel (gegebenenfalls ein photokonduktives Polymerisat), als photokonduktives thermoplastisches Registriermedium verwendet werden kann. Die Entwicklung des latenten elektrostatischen Bildes kann durch Wärmezufuhr erfolgen.
Bei der Anwendung einer geeigneten Belichtungstechnik wird durch die Wärmedeformation der aufgeladenen Stellen ein für Bildprojektion durch Schlierenoptik geeignetes Bild (ein sogenanntes Runzelbild) erzeugt.
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Die in diesem Verfahren verwendete photokonduktive thermoplastische Schicht wird vorzugsweise auf einen hochschmelzenden biegsamen Träger (z. B. aus Polyäthylenterephthalat), der mit einer dünnen durchsichtigen Metallschicht überzogen ist und der als Unterlage für die photokonduktive Schicht dient, aufgetragen.
Zur Herstellung von Druckformen wird als Entwicklerpulver vorzugsweise ein schmelzbares oleophiles Harzpulver und als Träger für die photokonduktive Schicht vorzugsweise ein hydrophiler oder hydrophil gemachter Metallträger, beispielsweise eine Aluminiumfolie oder ein mit Metall überzogener Träger, wie ein mit Aluminium beschichtetes Papier, verwendet.
Eine lithographische Zusammensetzung zur Erhöhung der hydrophilen Natur von Aluminium ist unter anderem in der brit. Patentschrift Nr. 913, 591 beschrieben.
Weiter lassen sich die erfindungsgemässen elektrophotographischen Materialien in den Reproduktionstechniken verwenden, die mit verschiedenen Strahlungstypen, sowohl elektromagnetischer als auch nuklearer Natur, arbeiten. Deshalb sei darauf hingewiesen, dass die in der Beschreibung und den Ansprüchen vorkommende Bezeichnung"Elektrophotographie"breit zu interpretieren ist und sowohl Xerographie als auch Xeroradiographie umfasst, wenn die Erfindung sich auch auf Verfahren bezieht, die eine Belichtung einschliessen.
Folgende Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung.
Beispiel l : Eine lO oige Lösung von Mischpoly (vinylchlorid/vinylacetat/ maleinsäureanhydrid) (85/14/1) in Methylenchlorid und eine ijzige Lösung von p-Nitrotetramethyldiaminotriphenylmethan in Methylenchlorid werden in einem Verhältnis von 1 : 1 vermischt und auf eine mit einer 2 Jl dicken Schicht desselben Mischpolymerisats versehene Papierunterlage aufgetragen.
Nach der Trocknung beträgt die Dicke der photokonduktiven Schicht 12 n. Die Rückseite der Papierunterlage wird mit der folgenden Lösung getränkt :
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<tb>
<tb> Calciumchlorid <SEP> 250 <SEP> g
<tb> Natriumchlorid <SEP> 750 <SEP> g
<tb> Äthanol <SEP> 500 <SEP> cm8
<tb> Wasser <SEP> 4 <SEP> 500 <SEP> ems <SEP>
<tb>
Die photokonduktive Schicht wird durch einenKorona-Effekt bei einer Spannung von 7500 V negativ aufgeladen und in einem Vergrösserungsapparat durch ein Diapositiv mittels einer Projektionslampe yon 150 W bis 20 V belichtet. Der Vergrösserungsfaktor ist 7. Das elektrostatische latente Bild wird dann mit triboelektrischem Pulver entwickelt, das aus 100 g Eisenfeilspänen und aus 5 g des in der brit. Patentschrift Nr. 775, 812 auf Seite 4 beschriebenen Farbstoffes besteht.
Das Pulverbild wird durch Behandlung mit Trichloräthylendampf fixiert.
Beispiel 2 : In einer 5%igen Lösung von Mischpoly (vinylchlorid/vinylacetat/vinylalkohol) (91/3/6) in Methylenchlorid werden je 100 cm320 g 4, 4' -Bis-dimethylamino-3"-trifluoromethyltri- phenylmethan aufgelöst. Diese Mischung wird dann nach einem Walzenauftragverfahren über eine mit einer dünnen Aluminiumfolie versehene Papierunterlage vergossen. Nach der Trocknung in heisser Luft erhält man eine 8 p dicke photokonduktive Schicht. Das Material wird aufgeladen, belichtet und fixiert wie beschrieben im Beispiel 1, worauf ein kontrastreiches Bild erhalten wird..
Beispiel 3 : 50 g 4, 4' - Bis-dimethylamino-3"-nitrotriphenylmethan werden in einer Lösung von 40 g Mischpoly (vinylchlorid/vinylacetat/maleinsäureanhydrid) (85/14/1) und 10 g Polhvinylacetat in 1000 cm3 Methylenchlorid aufgelöst. Die Zusammensetzung wird dermassen auf eine Aluminiumfolie vergossen, dass die getrocknete Schicht 12 li dick ist. Die photokonduktive Schicht wird durch einen Korona-Effekt bei einer Spannung von 7000 V negativ aufgeladen und durch ein Diapositiv in einem Vergrösserungsapparat mittels einer Projektionslampe von 150 W bis 20 V belichtet. Der Vergrösserungsfaktor ist 4. Schliesslich wird das erhaltene elektrostatische latente Bild entwickelt, wie im Beispiel 1 beschrieben wurde.
Beispiel 4 : Eine lOoige Lösung von chloriertem natürlichem Kautschuk in Methylenchlorid und eine 10%oigne Lösung von 4, 4'-Bis-dimethylamino-4"-sulfonyläthyltriphenylmethan in Methylenchlorid werden vermischt in einem Verhältnis von 1 : 1 und auf eine mit einer Aluminiumfolie versehene Papierunterlage vergossen. Die Dicke der photokonduktiven Schicht beträgt 11 li. Diese Schicht wird durch einen Korona-Effekt bei einer Spannung von 6000 V negativ aufgeladen und in einer Kamera mit Blende 5,6 durch ein Original mittels einer 1000 W-Lampe belichtet. Der Vergrösserungsfaktor ist 1. Ein Umkehrspiegel wird verwendet, um ein lesbares Bild zu erhalten.
Die Entwicklung des latenten Bildes
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und die Fixierung des Pulverbildes werden durchgeführt, wie im Beispiel 1 beschrieben wurde.
Beispiel 5 : Ein elektrostatisches latentes Bild, das nach Beispiel 4 auf einem wie in demselben Beispiel beschriebenen elektrophotographischen Material hergestellt wurde, wird mittels einer Magnetbürste mit der folgenden Pulvermischung entwickelt :
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<tb>
<tb> Eisenfeilspäne <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Asphaltpulver <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb>
Das erhaltene Pulverbild wird durch eine 20 sec lange Erhitzung bei 1800 in einem Ofen fixiert. Die photokonduktive Schicht wird dann 2 min in Kontakt mit einer Diacetonalkohollösung gebracht. Die erweichten Teile der photokonduktiven Schicht, die nicht mit geschmolzenem Entwicklerpuder bedeckt sind, werden durch Reibung mit einem in Wasser getränkten Wattebausch weggenommen.
Die ungedeckten Aluminiumteile werden durch eine Behandlung mit einer 1%igen Natriumhydroxydlösung hydrophil gemacht, so dass die Folie als Druckplatte für eine Offsetpresse gebrauchsfertig ist.
Beispiel 6 : Eine lOoige Lösung von 4. 4' -Bis-dimethylamino-4"-nitrotriphenylmethan in Methylenchlorid wird auf ein mit einer Aluminiumschicht versehenes Papier von 80 g/m2 vergossen, so dass 12 m2 der Unterlage'mit 11 der Lösung bedeckt werden. Das Material wird mittels 400 warmer Luft ge-
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schliesslich mit einer Mischung von 100 g Eisenfeilspänen und 5 g der in der brit. Patentschrift Nr. 775,812 auf Seite 4 beschriebenen Farbstoffzusammensetzung entwickelt.
- Beispiel 7 : Eine lomige Lösung von 4, 4'-Bis-dimethylamino-4"-sulfonyläthyltriphenylmethan in Methylenchlorid wird auf ein mit einer Aluminiumschicht versehenes Papier von 80 g/m2 im Verhältnis von 11/12 m2 vergossen. Das Material wird mittels 400 warmer Luft getrocknet, aufgeladen und belichtet wie im Beispiel 6. Nachdem wird das latente Bild mittels einer Kohlenstoffdispersion in Benzin entwickelt.
Beispiel 8 : Eine ICP/oigd Lösung von Mischpoly (vinylchlorid/vinylacetat/maleinsäureanhydrid) (85/14/1) in Methylenchlorid wird einer lOoigen Lösung von 4, 4'-Bis-dimethylamino-4"-sulfonyläthyl- triphenylmethan in Methylenchlorid in einem Verhältnis von 1 : 1 zugegeben. Die Mischung wird auf ein mit einer Aluminiumschicht versehenes Papier aufgetragen, und das erhaltene Material wird, wie im Beispiel 6 beschrieben wurde, weiter behandelt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrophotographisches Material, das eine photokonduktive Schicht und eine damit in engem
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leitfähige Unterlage enthält, dadurch gekennzeichnet, dassdiephotokonduk-R'g ein nitrosubstituiertes Arylradikal, ein trifluormethyl-substituiertes Arylradikal oder ein alkylsulfonyl-substituiertes Arylradikal, enthält.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.