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Steuervorrichtung für den Schleifenbildner eines Kinoprojektors
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung für den Schleifenbildner eines Kinoprojektors, der aus einem schwenkbaren Arm mit einem den Film erfassenden Schuh besteht, der bei normaler Schlei- fengrösse mit. der Filmschleife ausser Eingriff steht und der bei verlorengehender Schleife durch die von dem Film auf den Schuh ausgeübte Kraft zur Herstellung einer Schleife an eine Antriebsvorrichtung kuppel- bar ist, wobei die Kupplung bei hergestellter Schleife wieder gelöst wird.
Eine bekanntgewordene Steuervorrichtung dieser Art (USA-Patentschrift Nr. 2, 418, 361) besteht aus einer grösseren Anzahl von Bestandteilen, die nicht nur an sich, sondern auch relativ zueinander bewegbar sind, einschliesslich von Zahnrädern. Wenn diese Bestandteile einwandfrei zusammenwirken sollen, so müssen sie sehr genau hergestellt, d. h. mechanisch bearbeitet und sorgfältig montiert sein. Trotzdem birgt diese Konstruktion auch bei angemessener Überwachung eine ihre Verlässlichkeit beeinträchtigende
Störanfälligkeit in sich.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Steuervorrichtung der eingangs klassifizierten Art, die von den erwähnten Mängeln frei ist und insbesondere weniger Bestandteile aufweist. Dieses Ziel ist mit einer
Konstruktion erreichbar, bei welcher die Antriebsvorrichtung eine zu einer kontinuierlichen Drehung antreibbare Nocke sowie einen elastischen Fühler aufweist, ausserhalb des Projektorgehäuses ein mit dem
Schuh verbundener Schwenkhebel und innerhalb desselben ein zweiter Hebel angeordnet ist, beide Hebel an einem ihrer Enden mit einem im Gehäuse drehbar gelagerten Zapfen drehfest verbunden und von einer Feder-zum Abheben des Endes des Fühlers von der Nocke bzw. des Schuhes von dem Film belastet sind.
Zweckmässig ist der Fühler als Blattfeder ausgebildet, deren freies Ende mit dem Umfang der Nocke zusammenwirkt. Die erfindungsgemässe Steuervorrichtung zeichnet sich durch ihren einfachen Aufbau aus und setzt sich lediglich aus durch Giessen oder Stanzen herstellbaren Bauteilen zusammen.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht ist, wobei sich weitere Erfindungsmerkmale ergeben werden. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemässe Steuervorrichtung in Seitenansicht, in grösserem Massstab, Fig. 2 eine teilweise Seitenansicht eines Teiles der Vorrichtung nach Fig. 1, Fig. 3 eine Fig. 2 ähnliche Ansicht bei anderer Stellung, Fig. 4 teilweise in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, den Antrieb des Schleifenbildners, Fig. 5 eine Fig. 4 ähnliche Ansicht, in der sich Elemente des Schleifenbildners in andern Stellungen befinden, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 4 und Fig. 7 einen Schnitt nach Linie 7-7 der Fig. 4.
Der in Fig. 1 gezeigte Filmprojektor ist mit einer oberen Zahntrommel 10 versehen, die den Film 11 (Fig. 2) gegen eine Eingangsvorrichtung 12 zuführt. Die Eingangsvorrichtung 12 ist von einer bekanntengattungundenthält einen nicht gezeigten hin-und hergehenden Körper, der den Film während der Weiterbeförderung intermittierend nach unten durch den Eingang vorbringt, wobei eine untere Zahntrommel 13 den Film ununterbrochen aus der Eingangsvorrichtung abzieht. Zum einwandfreien Betrieb des Projektors ist eine Schleife lla in dem Film zwischen der intermittierend zuführenden Eingangsvorrichtung 12 und der ununterbrochen abliefernden unteren Zahntrommel 13 vorgesehen und diese Schleife ist anfangs durch einen unteren Schleifenbildner 14 gebildet.
Während des normalen Betriebes des Projektors ist die Schleife lla vorhanden und hängt frei unter einem gewölbten Schuh 15 oder einer Walze eines Schleifenerneuerers. Wenn jedoch ein Filmteil, der mehrere beschädigte Perforationen
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aufweist, durch die Eingangsvorrichtung 12 läuft, kann der hin-und hergehende Körper öfter mit der
Zuführung des Films aussetzen und die Schleife verlorengehen.
Wenn die Schleife lla verlorengegangen ist, bewegt sich die Filmeinbuchtung zum Eingriff mit dem Schuh 15 und überführt diesen aus seiner normalen, in ausgezogenen Linien in Fig. 2, gezeigten Stellung in seine betätigte Stellung, die strichpunktiert in Fig. 2 gezeigt ist. Der dargestellte Schuh 15 ist starr, kann aber auch aus nachgiebigem Material sein, und ist mit einem steifen Schwenkhebel 16 mittels eines starren Schenkels 17 verbunden (Fig. 6). Der Hebel 16 ist an einem Zapfen 18 befestigt, der in einem Lager 19 eines aufrechtstehenden Rahmens 20 gelagert ist. Ein zweiter Hebel 22 ist mit Hilfe einer Einstellschraube 21 einstellbar und drehfest mit dem Zapfen 18 verbunden (Fig. 6) und mit einem Anschlag 22a sowie. einer seitlich vorstehenden Konsole 23 versehen.
Der untere Endteil einer Blattfeder 24 Ist mit Klemmschrauben 25 und einer Klemmplatte 26 einstellbar an der Konsole 23 befestigt. Die Schrauben 25 durchsetzen Schlitze 27 der Blattfeder.
Die Feder 24 bildet einen nachgiebigen Nockenfühler und erstreckt sich von dem zweiten Hebel 22 aufwärts. Ihr oberes freies Ende ist gegen einen Flansch 31a einer Exzenternocke 31 gekrümmt, deren Nockenfläche eine tiefere oder Aufenthaltszone 31b und eine über dieser vorspringende Zone 31c aufweist und ist mit einer während des Betriebes des Projektors dauernd umlaufenden Welle 32 drehfest verbunden, die einen Teil des Antriebes des hin-und hergehenden Körpers und der Zahntrommel 10 und 13 bildet, dem auch ein Getriebe 33 zugehört.
EinStift 41 (Fig. 4 und 5) mit einer zu einem Gewindeteil 41b exzentrischen Nut 41a dient dazu, den schlingenförmig gebogenen mittleren Abschnitt 42a einer im wesentlichen U-förmigen Drahtfeder 42 an dem Rahmen 20 einstellbar anzubringen. Die Schlinge 42a passt in die Nut 41a des Stiftes 41, dessen Gewindeteil 41b in eine Gewindebohrung des Rahmens geschraubt ist. Die Schenkel 42cund42d der Feder 42 umgabeln den Zapfen 18 und erstrecken sich über die Konsole 23 hinaus an entgegengesetzten Seiten eines Vorsprunges 22b (Fig. 7), der von dem zweiten Hebel 22. seitlich absteht.
Während des normalen Betriebes des Projektors, solange der Teil des Films 11 mit unbeschädigten Perforationen durch die Eingangsvorrichtung 12 zugeführt wird, bildet der Film bei seinem Vorschub durch die Eingangsvorrichtung und die untere Zahntrommel 13 die Schleife 11a (Fig. 3), wobei sich die Schleifengrösse wegen des intermittierenden Filmvorschubes der Eingangsvorrichtung etwas ändert. Die Schleife 11a hängt,'wie in Fig. 2 mit gestrichelten Linien angedeutet, frei und ohne den Schuh 15 zu berühren. Die Feder 42 befindet sich in jener Stellung, die. in Fig. 4 gezeigt ist und hält den Schuh 15 in der in Fig. 2 mit vollen Linien dargestellten Lage.
Wenn die Schleife lla wegen des ausbleibenden Vorschubes der Einlassvorrichtung 12 verlorengeht, kommt der Film in Berührung mit dem Schuh 15, spannt sich und bewegt den letzteren und den Schwenkhebel 16 im Uhrzeigersinn, entgegen der Wirkung der Feder 42 in die strichpunktiert gezeichneten Lagen (Fig. 2). Dabei wird der zweite Hebel 22 entgegen dem Uhrzeigersinn (Fig. 4) und die Blattfeder 24 in diesem Sinne mit verschwenkt. Wenn zu diesem Zeitpunkt die tiefere Zone 31b der Nocke 31 dem Ende 24a der Blattfeder gegenüber und neben der Nocke liegt, gelangt das Feder- ende aus seiner Stellung (in ausgezogenen Linien in Fig. 4) an einer Seite der Nocke 31 in seine strichpunktiert gezeichnete Stellung unter der Nocke und gegen deren Flansch 31a.
Weil die Nocke dauernd umläuft, treibt sie unmittelbar anschliessend das Federende 24a nach unten, wobei es von dem Flansch 31a gegen Abgleiten von der Nocke gesichert ist und die Feder 24 drückt den zweitenHebel in Uhr- zeigerrichtung, wie es Fig. 4 zeigt. Wenn der Film nicht behindert wird, wie während der Eingriffsperiode
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fenbildende, wie Fig. 3 in ausgezogenen Linien'zeigt, wobei die Schleifenerneuerungsstellung des zweiten Hebels in ausgezogenen Linienin Fig. 5 dargestellt ist und wobei der Anschlag 22a zu diesem Zeitpunkt die Wand 20a angreift, um die Bewegung des Hebels 22 und des Schuhes 15 zu begrenzen.
Wenn sichjedochderbin-undhergehendeKörperbeiBeginnderSchleifenbildungimEingriffmitdemFilmbe-
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sich die FederWenn die Schleife 11a verlorengegangenistund der Schuh 15 in seine betätigte Stellung bewegt wird, während die vorspringende Zone 31c der Nocke 31 sich unten befindet, wird das Federende lediglich gegen die Seite der Nocke gedrückt, wie es strichpunktiert in Fig. 5 dargestellt ist. Wenn dann
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die tiefere Zone 31b sich gegen das Federende nach unten dreht, wird dieses durch Spannung der Feder 24 unter die Nocke geschwenkt und der Schleifenbildnerantrieb setzt ein.
Die beschriebene Steuervorrichtung für einen Schleifenbildner ist in der Konstruktion einfach und in der Wirkung sicher. Sie erneuert die Schleife nachgiebig, so dass eine Beschädigung der Filmperforationen während der Schleifenwiederherstellung verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuervorrichtung für den Schleifenbildner eines Kinoprojektors, der aus einem schwenkbaren Arm mit einem den Film erfassenden Schuh besteht, der bei normaler Schleifengrösse mit der Filmschleife ausser Eingriff steht und der bei verlorengehender Schleife durch die von dem Film auf den Schuh ausgeübte Kraft zur Herstellung einer Schleife an eine Antriebsvorrichtung kuppelbar ist, wobei die Kupplung bei hergestellterschleifewiedergelöstwird, dadurch gekennzeichnet, dassdieantriebsvorrichtung eine zu einer kontinuierlichenDrehung antreibbareNocke (Sl) sowie einen elastischen Fühler (24) aufweist, ausserhalb des Projektorgehäuses ein mit dem Schuh (15) verbundener Schwenkhebel (16) und innerhalb desselben ein zweiter Hebel (22) angeordnet ist,
beide Hebel an einem ihrer Enden mit einem im Gehäuse drehbar gelagerten Zapfen (18) drehfest verbunden und von einer Feder (42) zum Abheben des Endes des Fühlers von der Nocke bzw. des Schuhes von dem Film belastet sind.