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Inhalations apparat
Die Erfindung bezieht sich auf einen Inhalationsapparat mit Dampfdüse und senkrecht zu dieser stehender Medikamentendüse.
Bei bekannten Geräten dieser Art ist die Dampfdüse mit einem im allgemeinen elektrisch beheizten Dampfkessel verbunden, während die Medikamentendüse in ein Gefäss zur Aufnahme des Medikamentes taucht. Die Medikamentendüse trägt über einem Teil ihres Umfanges ein Gewinde und kann dadurch in einem Haltering mit Innengewinde relativ zur Dampfdüse in ihrer Höhe verstellt werden. Auf diese Weise lässt sich der Verbrauch des Medikamentes regeln.
Erfahrungsgemäss tritt jedoch nach einigem Gebrauch besonders bei Verwendung von Ölen zur Inhalation und bei geringer Strömungsgeschwindigkeit in der Medikamentendüse eine Verstopfung der Düse ein.
Zur Reinigung wird ein dunner Draht mitgeliefert. Der Reinigungsvorgang ist mit dem verhältnismässig sehr dünnen Draht schwierig und zeitraubend, ausserdem kann der Reinigungsdraht leicht in Verlust geraten. Selbstverständlich muss der Inhalationsbetrieb während der Reinigung der Düse unterbrochen werden.
Ziel der Erfindung ist die Beseitigung dieser Unzulänglichkeit der bekannten Inhalationsgeräte, die sich vor allem in der Ordination des Arztes oder in einer Klinik äusserst störend bemerkbar gemacht hat.
Der erfindungsgemässe Inhalationsapparat ist durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale gekennzeichnet, dass die Medikamentendüse verdrehbar und relativ zur Dampfdüse höhenverstellbar ist und dass die Mündungsebene der Medikamentendüse zur Achse der Düsenbohrung geneigt ist.
EinWinkel von 100 zwischen der Mündungsebene und einer Ebene senkrecht zur Achse der Düsenbohrung hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Inhalationsgerätes dargestellt, wobei Fig. 1 die gegenseitige Anordnung der Dampfdüse und der Medikamentendüse und Fig. 2 die Spitze der Medikamentendüse in noch weiterer Vergrösserung zeigt.
Die Dampfdüse 1 ist in üblicher Weise an einem Dampfkessel befestigt. Sie trägt einen Ring 2, der über einen Bugel 3 mit einem Ring 4 in Verbindung steht. Die beiden Ringe 2 und 4 liegen senkrecht zueinander. An einem Teil ihres Umfanges besitzt die Medikamentendüse 5 ein Gewinde 6, das in einem korrespondierenden Innengewinde desRinges 4 sitzt. Durch einen fest an die Medikamen- tendüse angebrachten Ring 7 mit Griff 8 lässt sich die Düse 5 im Ring 4 verdrehen und in ihrer Höhe relativ zur Düse 1 verstellen.
Die kegelförmige Spitze 9 der Medikamentendüse weist im Bereich der Austrittsöffnung eine Abschrägung auf. Vorzugsweise beträgt der Winkel zwischen einer Ebene senkrecht zur Düsenachse und der Austrittsfläche 100, wie in Fig. 2 zu sehen ist.
In der in Fig. 1 wiedergegebenen Stellung der Medikamentendüse bläst der aus der Düse 1 kommende Dampfstrahl durch die Medikamentendüse in das Medikamentengefäss, in welches der untere Teil der Düse 5 eventuell mit einer Schlauchverlängerung ragt, und bewirkt eine rasche, verlässlich Rei- nigungderMedikamentendüse, fallssieverstopftist. Fiir die Inhalation wird die Düse 5 mit Hilfe des Griffes 8 um 1800 gegenüber der dargestellten Lage gedreht.
Die Reinigung der Medikamentendüse kann also bei dem erfindungsgemässen Gerät praktisch ohne Unterbrechung des Inhalationsbetriebes durch einen einzigen Handgriff bewirkt werden.