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Verfahren und Schaltung zur Unterdrückung von Störsignalen in einer Anordnung zur automatischen Erkennung von Schriftzeichen
Die automatische Erkennung von Schriftzeichen wird vielfach an Hand von sogenannten Formelementen vorgenommen, die in dem das betreffende Schriftzeichen bildenden Linienzug enthalten sind. Das Schriftzeichen wird hiezu beispielsweise spaltenweise abgetastet und es werden beispielsweise aus den dabei gewonnenen Abtastsignalelementen, die jeweils einem von einem Schriftzeichenteil bedeckten Flächenelement oder einem von keinem Schriftzeichenteil bedeckten Flächenelement entsprechen, derartige Formelemente hergeleitet.
Für die eigentliche Zeichenerkennung wird dabei prinzipiell vorausgesetzt, dass ein zu erkennendes Schriftzeichen gerade solche Formelemente aufweist, wie sie in einem ideal geformten Schriftzeichen gleichen Bedeutungsinhaltes enthalten sind.
In der Praxis weisen nun alle Schriftzeichen mehr oder weniger grosse Unregelmässigkeiten auf, so dass sie mehr oder weniger von ihrer idealen Gestalt abweichen. Solche Unregelmässigkeiten können unter anderem kleine, mehr oder weniger langgestreckte Löcher in der geschwärzten Fläche eines Schriftzeichens oder sogar kleine durchgehende Unterbrechungen eines Linienzuges sein.
Derartige Abweichungen sind zwar im allgemeinen begrenzter Natur ; dennoch kann unter Umständen dadurch, dass die die Schriftzeichen bildenden Linienzüge derartige Unregelmässigkeiten aufweisen, die automatische Erkennung von Schriftzeichen erschwert, unmöglich gemacht oder sogar verfälscht werden, weil beispielsweise auf Grund derartiger Unregelmässigkeiten Formelemente in einem gerade abgetasteten Schriftzeichen festgestellt werden, die bei idealer Form des Schriftzeichens zumindest an der betreffenden Stelle nicht auftreten wurden.
Es ist nun bereits aus der deutschen Auslegeschrift 1076984 sowie der österr. Patentschrift Nr. 209967 bekannt, die bei der Abtastung eines automatisch zu erkennenden Schriftzeichens gewonnenen Abtastsignale über ein Tiefpassfilter zu führen, welches sehr kurze Signale nicht überträgt. Auf diese Weise werden sehr kurze Abtastsignale, wie sie z. B. durch kleine Verunreinigungen des den Schriftzeichenuntergrund bildenden Papiers hervorgerufen werden, unterdrückt.
Weiterhin ist es aus der Zeitschrift "Data Processing"Jänner/März 1959, S. 14, bekannt, zur Beseitigung kurzer Signalimpulse, die aus der Abtastung kleiner Verunreinigungen in der Umgebung eines Schriftzeichens oder kleiner Lücken in der geschwärzten Fläche des Schriftzeichens herrühren, eine Schaltung vorzusehen, die eine Integration und Pulslängendiskrimination des Abtastsignals vornimmt. Derartige bekannte Anordnungen bringen eine Ver-
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übertragen werden, die dem Schwarz-bzw. Weiss-Wert eines entsprechend grossen Flächenelementes entsprechen.
Es ist weiterhin aus der deutschen Auslegeschrift 1136 861 eine Anordnung bekannt, in der die bei der Abtastung eines mit magnetischer Farbe gedruckten Zeichens gewonnenen Signale sogenannten Lükkenfüllschaltungen zugeleitet werden, welche unverzögert ansprechen, dagegen mit einer gewissen Abfallverzögerung abfallen und dadurch Störsignale, die durch farbfreie Stellen innerhalb der Zeichenteile entstehen können, ausschalten. Durch eine nachfolgende, verzögert ansprechende und unverzögert abfallende Schaltung sollen Signalverlängerungen vermieden werden. Mittels'einer weiteren verzögert ansprechenden und unverzögert abfallenden Schaltung werden kurze Signalimpulse, die z. B. durch Farbspritzer
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in der Nähe der Schriftzeichenteile entstehen können, ausgeschaltet.
Durch eine solche Ansprechverzö- gerung wird wieder das Auflösungsvermögen herabgesetzt, da dadurch nur Signalimpulse übertragen wer- den, die dem mittleren Schwarzwert eines entsprechend vergrösserten Flächenelementes entsprechen. Im übrigen kann die bekannte Anordnung mittels der genannten Abfallverzögerung nur solche Störsignale ausschalten, die durch solche schmale Farbunterbrechungen innerhalb eines Zeichens entstehen, die sich im wesentlichen senkrecht zu der Richtung erstrecken, in der das Zeichen von den einzelnen Abtastmagnetköpfen überstrichen wird.
Weiterhin ist aus der österr. Patentschrift Nr. 210927 eine Anordnung zur Identifizierung von Schriftzeichen bekannt, bei der eine Vorsortierungsschaltung nach Vergleich jeweils zweier unmittelbar aufeinanderfolgender, aus einer spaltenweisen Punktabtastung eines Schriftzeichens herrührender Abtastsignalelemente jeweils an einem von drei Ausgängen einen Signalimpuls abgibt, der ein Abtastsignalelemen- tepaar "11", ein Abtastsignalelemenrepaar "00" oder ein Abtastsignalelementepaar anzeigt, das weder ein Abtastsignalelementepaar "11" noch ein Abtastsignalelementepaar"00"ist ;
zur Feststellung sogenannter Kennzeichnungskomponenten werden dann auf einen ein Abtastsignalelementepaar "11" oder ein Abtastsignalelementepaar"00"anzeigenden Signalimpuls hin alle darauffolgenden Signalimpulse gezählt, bis ein ein Abtastsignalelementepaar "00" bzw. ein Abtastsignalelementepaar "11" anzeigender Signalimpuls auftritt. Hiebei bleiben in einem Linienzug enthaltene schmale Unterbrechungen, die die Höhe eines Flächenelementes nicht überschreiten, ohne störenden Einfluss auf die Feststellung der Kennzeichnungskomponenten. Die bekannte Anordnung vermag in dieser Weise jedoch nur Lücken innerhalb eines Linienzuges zu überbrücken, die sich im wesentlichen senkrecht zur Richtung der Abtastspalten erstrecken.
Im übrigen ist diese Art der Unterdrückung von Störsignalen an die besondere Art der (enn- zeichnungskomponenten bzw. ihrer Feststellung gebunden ; eine Freizügigkeit hinsichtlich des für die automatische Erkennung der Schriftzeichen anzuwendenden Erkennungsverfabrens ist daher nicht gegeben.
Die Erfindung zeigt nun einen ganz andern Weg, um Störsignale, die durch relativ kleine Unterbrechungen von Linienzügen automatisch zu erkennender Schriftzeichen hervorgerufen werden, in einer Anordnung zur automatischen Erkennung von Schriftzeichen zu unterdrücken. Gemäss der Erfindung wird in folgender Weise verfahren : Zunächst einmal wird bei einem an sich bekannten Vergleich von bei vorzugsweise spaltenweiser Abtastung eines Schriftzeichens gewonnenen, einander durch Auftreten in ein und derselben Spalte oder Zeile entsprechenden Abtastsignalelementen das Auftreten einer eine vorgegebene Mindestlänge erreichenden Folge von Abtastsignalelementen"l"festgestellt und gespeichert.
Schliessen sich dabei an eine solche Folge von Abtastsignalelementen "1" innerhalb der betreffenden Spalte oder Zeile Abtastsignalelemente"0"an, so wird für eine vorgegebene Grenzanzahl solcher Abtastsignalelemente"0"jeweils ein Signalelement "1" bereitgestellt ; danach wird ein solches bereitestelltes Signalelement "1" jeweils dann. wenn in der betreffenden Spalte oder Zeile innerhalb einer der vorgegebenen Grenzanzahl entsprechenden Anzahl von Zeilen oder Spalten wieder eine vorgegebene Mindestanzahl von Abtastsignalelementen "1" auftritt, im Zuge der dieser Anzahl von Zeilen oder Spalten entsprechend verzögerten Weitergabe der einzelnen Abtastsignalelemente an Stelle des betreffenden Ab- tastsignalelementes"0"weitergegeben.
Das erfindungsgemässe Verfahren, das unabhängig von einer nachfolgenden Feststellung von Formelementen ist und daher auch nicht an eine bestimmte Art und Weise der Feststellung von Formelementen gebunden ist, ermöglicht sowohl die Beseitigung solcher Störsignale, die durch im wesentlichen senkrecht zur Richtung der Abtastspalten sich erstreckende kleine Unterbrechungen eines Linienzuges hervorgerufen werden, als auch die Unterdrückung solcher Störsignale, die aus der Abtastung einer im wesentlichen in der Richtung der Abtastspalten sich erstreckenden kleinen Unterbrechung herrühren, wobei dennoch in beiden Fällen nur eine beispielsweise spaltenweise Abtastung der Schriftzeichen erforderlich ist.
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zweier benachbarter, in einer senkrecht zur Richtung der Abtastspalten verlaufenden Zeile liegender Flächenelemente herrührenden Abtastsignalelementepaares "11" festgestellt und gespeichert wird und dass bei Auftreten eines aus der Abtastung des in der betreffenden Zeile nächstfolgenden Flächenelementes herrührenden Abtastsignalelementes"0"für dieses ein Signalelement "1" bereitgestellt wird, welches bei Auftreten eines aus der Abtastung des in der betreffenden Zeile darauffolgenden Flächenelementes herrüh-
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Zur Unterdrückung von Störsignalen der zuerst genannten Art geht man in weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens zweckmässigerweise so vor, dass das Auftreten eines aus der Abtastung
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zweier benachbarter, in ein und derselben Abtastspalte liegender Flächenelemente herrührenden Abtast- signalelementepaares "11'" festgestellt und gespeichert wird und dass bei Auftreten eines aus der Abtastung des in der betreffenden Abtastspalte nächstfolgenden Flächenelementes herrührenden Abtastsignal- elementes "0" für dieses ein Signalelement"l"bereitgestellt wird,
welches bei Auftreten eines aus der Abtastung des darauffolgenden Flächenelementes herrührenden Abtastsignalelementes "1" im Zuge der jeweils um einTaktintervall verzögertenWeitergabe der Abtastsignalelemente an Stelle des Abtastsighalelementes "0" weitergegeben wird.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung dient zur Unterdrückung von Störsignalen der einen bzw. der andern Art eine Schaltung, die folgendermassen aufgebaut ist : Es ist zunächst ein Speicher mit einer Speicherkapazität, die die Speicherung eines Abtastsignalelementes und der gegebenenfalls bis zum Auftreten des damit zu vergleichenden Abtastsignalelementes im Verlaufe der spaltenweisen Abtastung folgenden Abtastsignalelemente gestattet, vorgesehen, der an die Zubringerleitung, die die bei der spaltenweisen Abtastung eines Zeichens erzeugten Abtastsignalelemente schrittweise zuführt, angeschlossen ist und der-gegebenenfalls über abwechselnd aufeinanderfolgende UND-Gatter, die jeweils mit ihrem andern Eingang an die Zubringerleitung angeschlossen sind, und Zwischenspeicher mit der vorstehend genannten Speicherkapazität,
besonders über ein solches UND-Gatter und einen solchen Zwischenspeicherzu einem Sperrgatter führt, das mit seinem Sperreingang an der Zubringerleitung liegt ; weiterhin ist an das Sperrgatter ein weiterer Speicher mit der vorstehend genannten Speicherkapazität angeschlossen, der - gegebenenfalls über abwechselnd aufeinanderfolgende Sperrgatter, die jeweils mit ihrem Sperreingang an die Zubringerleitung angeschlossen sind, und zusätzliche Speicher mit der genannten Speicherkapa- zitrat-zou dem einen Eingang einer im übrigen an die Zubringerleitung angeschlossenen Gatterschaltung führt, welche bei Auftreten einer bestimmten Mindestanzahl von Abtastsignalelementen "1" auf der Zubringerleitung gleichzeitig damit, dass der Ausgang des der Gatterschaltung unmittelbar vorgeschalteten Speicher aktiviert ist,
die Weitergabe einer der Anzahl der zwischen dem genannten Sperrgatter und der zuletzt genannten Gatterschaltung liegenden Speicher entsprechenden Anzahl von Signalelementen"l" bewirkt; schliesslich ist eine der Anzahl der zwischen dem genannten Sperrgatter und dem letzten Gatter der genannten Gatterschaltung liegenden Speicher entsprechende Anzahl weiterer Speicher mit der vorstehend genannten Speicherkapazität vorgesehen, welche die auf der Zubringerleitung auftretenden Abtastsignalelemente jeweils mit einer der Summe ihrer Speicherkapazitäten entsprechenden Verzögerung zu einer Weitergabeleitung übertragen.
Mit Hilfe einer solchen Schaltung können Störsignale, die aus der Abtastung einer sich im wesentlichen in Richtung der Abtastspalten erstreckenden Unterbrechung eines Linienzuges oder aus der Abtastung einer sich im wesentlichen quer zur Richtung der Abtastspalten erstreckenden Unterbrechung eines Linienzuges herrühren, unterdrückt werden, wobei dadurch, dass gegebenenfalls die Weitergabe eines Signalelementes"l"an Stelle eines aus der Abtastung eines bestimmten Flächenelementes herrührenden Abtastsignalelementes "0" von dem Ergebnis der Abtastung von in der Umgebung des betreffenden Flächenelementes liegenden weiteren Flächenelementen abhängig ist, erreicht wird, dass die Störsignale ohne eine Verringerung des Auflösungsvermögens und ohne Bindung an ein bestimmtes Schriftzeichenerkennungsverfahren unterdrückt werden.
An Hand der Zeichnung sei die Erfindung nunmehr näher erläutert.
Fig. 1 zeigt stark vergrössert einen Teil eines beispielsweise den oberen Teil einer Ziffer 7 bildenden Linienzuges, der entlang von in Fig. 1 angedeuteten Abtastspalten... m... abgetastet wird.
Die Abtastung geht dabei in Form einer serienmässigen Punktabtastung vor sich, bei der der Abtastpunkt Spalte nach Spalte von oben nach unten durchläuft. Je nachdem, ob der Abtastpunkt dabei auf ein von einem Linienzug bedecktes Flächenelement auftrifft oder auf ein von keinem Linienzug bedecktes Flächenelement, wird dabei ein Abtastsignalelement "1" oder ein Abtastsignalel. ement "0" erzeugt. In Fig. 2 sind die bei der Abtastung des in Fig. 1 angedeuteten Linienzuges hervorgerufenen Abtastsignalzustände in der Weise dargestellt, dass die der jeweiligen Abtastspalte... n... entsprechende Linie so lange dünn ausgezogen ist, wie der Abtastpunkt nicht auf ein von dem Linienzug bedecktes Flächenelement auftrifft, während beim Auftreffen auf ein vom Linienzug bedecktes Flächenelement die Linie dick ausgezogen ist.
Verfolgt man in Fig. 2 die Stossstellen jeweils zwischen dick und dünn ausgezogener Linie quer über die einzelnen Abtastspalten hinweg, so erkennt man, dass diese Stosspunkte Kurvenzüge bilden, die den Konturen des in Fig. 1 angedeuteten Linienzuges entsprechen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich wird, weist der dort dargestellte Linienzug eine Unterbrechung auf, die, sich vom linken Rand bis zum rechten Rand hinziehend, im wesentlichen senkrecht zur Richtung der Abtastspalten verläuft. Bei der Abtastung des Linienzuges werden durch diese Unterbrechung Abtastsignalelemente "0" erzeugt, die bei der Abtastung des entsprechenden Linienzuges eines ideal geformten
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Schriftzeichens 7 nicht auftreten würden und die daher als Störsignale anzusprechen sind. Diese Stör- signale stellen sich in Fig. 2 als den Abtastsignalzustand "0" abbildende Unterbrechungen der den Abtast- signalzustand"l"abbildenden dick ausgezogenen Linien dar.
Derartige, sich in solchen Unterbrechungen ausdrückende Störsignale, die auf Linienzugunterbrechungen zurückgehen, die sich im wesentlichen senk- recht zur Richtung der Abtastspalten hinziehen, können in der erfindungsgemässen Weise dadurch unter- drückt werden, dass man die bei der Abtastung eines Schriftzeichens erzeugten Abtastsignalelemente, wie sie beispielsweise in Fig. 2 angedeutet sind, der in Fig. 8 dargestellten Schaltung an ihrem Eingang n zuführt. An die Leitung n ist direkt der eine Eingang und über einen 1-bit-Speicher SS1 der andere
Eingang eines UND-Gatters GSll angeschlossen. Dieses UND-Gatter GSll führt über einen 1-bit- Zwischenspeicher SSII zu dem einen Eingang eines Sperrgatters GS110, das mit seinem Sperrein- gang ebenfalls an die die Abtastsignalelemente führende Zubringerleitung n angeschlossen ist.
Das
Sperrgatter GS110 führt einmal über ein ODER-Gatter OGS, das mit seinem ändern Eingang wieder an der Zubringerleitung n liegt, zu einem weiteren 1-bit-Speicher SlS110 ; ausserdem führt das
Sperrgatter GS110 direkt zu einem zusätzlichen 1-bit-Speicher Slv, dem ein Sperrgatter GSIvO nachgeschaltet ist, das mit seinem Sperreingang wieder an der Zubringerleitung n liegt.
Dieses Sperr- gatter GSlv0 führt zum Sperreingang eines weiteren Sperrgatters ISIvO, das seinerseits mit seinem andern Eingang an den Ausgang des vorstehend genannten weiteren 1-bit-Speichers SlS110 angeschlos- sen ist. Über die Ausgangsleitung w des zuletzt genannten Sperrgatters ISIvO werden die auf der
Zubringerleitung n geführten Abtastsignalelemente von Störsignalen befreit weitergegeben, wie dies nun im folgenden näher erläutert werden soll. Zu der in Fig. 8 dargestellten Schaltung soll zuvor nur noch bemerkt werden, dass dort jedem Speicher die für ihn bestimmten Steuersignale direkt an seinem
Steuereingang und über einen Negator an seinem Rückstelleinang zugeführt werden.
Ausserdem sei be- merkt, dass die in Fig. 8 und weiterhin in den Fig. 9,10, 11 und 16 in symbolischer Form dargestellten
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171, August 1955, oder den "Nachrichtentechnischen Fachberichten", Band 14, 1959, Seiten 25 - 29, zu entnehmen ist.
Es sei nun zunächst angenommen, dass im Verlaufe der Abtastung der in Fig. 1 angedeuteten Abtastspalte n-2 der Abtastpunkt auf der Höhe der in Fig. 1 mit einer strichpunktierten Linie angedeuteten Zeile m-2 angelangt ist. Auf der Zubringerleitung n der in Fig. 8 dargestellten erfindungsgemässen
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tung T zugeführten Taktimpuls, d. h. mit einer Verzögerung von einem Taktintervall, vom 1-bit- Speicher SlS110 aufgenommen und über das in diesem Augenblick übertragungsfähige Sperrgatter IS1vO an die Weitergabeleitung w weitergegeben. Gleichzeitig mit dem soeben geschilderten Vorgang wird der 1-bit-Speicher SS1 aktiviert.
Nach einem Taktintervall, doh. in dem Augenblick, in dem das vom 1-bit-Speicher SlS110 aufgenommene Abtastsignalelement"l"auf der Weitergabelei- tung w weitergegeben wird, tritt auf der Zubringerleitung das aus der Abtastung des nächsten, durch die Abtastspalte n-2 und die Zeile m-1 bestimmten Flächenelementes herrührende Abtastsignalelement "1" auf der Zubringerleitung n auf. Dieses Abtastsignalelement "1" wird wieder mit einer Verzögerung von einemTaktintervall durch den 1-bit-Speicher S1S110 zurWeitergabeleitung w hin übertragen ; ausserdem ist beim Auftreten des genannten Abtastsignalelementes"l"auf der Zubringerleitung
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das UND-Gatter GSl1 die Koinzidenzbedingung erfüllt, so dass zugleich mit der Übertragungviert wird.
Die Aktivierung dieses Speichers SS11 zeigt an, dass innerhalb der betreffenden Abtastspalte (n-2) zwei Abtastsignalelemente "1" unmittelbar nacheinander aufgetreten sind. Der Abtast- punkt ist innerhalb der Abtastspalte n-2 nunmehr auf der Höhe der Zeile m angelangt und tastet nunmehr ein Flächenelement ab, das auf Grund der in dem in Fig. 1 dargestellten Linienzug enthaltenen Unterbrechung ein weisses Flächenelement ist. Auf der Zubringerleitung n tritt demzufolge ein Ab- tastsignalelement"0"auf. Dies hat zur Folge, dass nunmehr für das Sperrgatter GS110 die Koinzidenzbedingung erfüllt ist.
Mit dem nächsten Taktimpuls wird nun zwar nicht über den mit der Zubringerleitung n verbundenen Eingang des ODER-Gatters OGS ein Abtastsignalelemem"l"vom 1-bit-Speicher SlS110 übernommen ; statt dessen wird jedoch über den an das Sperrgatter GS110 angeschlossenen andern Eingang des ODER-Gatters OGS vom 1-bit-Speicher SlS110 ein Signalelement "1" aufgenommen und damit gewissermassen für eine Weitergabe bereitgestellt. Diese Bereitstellung wird zugleich im 1-bit-Speicher Slv vermerktVom 1-bit-Speicher S1S110 wird das dort bereitgestellte
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Signalelement "1" zunächst zu dem einen Eingang des Sperrgatters ISIvO hin weitergegeben, während auf der Zubringerleitung n das nächste Abtastsignalelement auftritt.
Dieses Abtastsignalelement, das dem durch die Abtastspalte n-2 und die Zeile m+1 gegebenen Flächenelement entspricht, ist unter Zugrundelegung der in Fig. 1 dargestellten Verhältnisse ein Abtastsignalelement "1". Dieses Abtastsi-
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Abtastspalte n-2 und die Zeile m gegebenen weissen Flächenelement entspricht, ist somit auf Grund des Wiederauftretens eines Abtastsignalelementes "1" bei der Abtastung des nächstfolgenden Flächenele-
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elementes herrührende Abtastsignalelement "1" wird seinerseits analog zu den im vorstehenden geschilderten Verhältnissen über das ODER-Gatter OGS, den 1-bit-Speicher 818110. und das nachfolgende Sperrgatter ISIvO um ein Taktintervall verzögert zur Weitergabeleitung w hin übertragen, wobei jetzt wieder der 1-bit-Speicher SS1 aktiviert wird.
In entsprechender Weise wird auch das aus der Abtastung des nächstfolgenden Flächenelementes mit den Koordinaten (n-2, m+2) herrührende Abtastsignalelement "1" um ein Abtastintervall verzögert zur Weitergabeleitung w hin übertragen, wobei gleichzeitig der 1-bit-Zwischenspeicher SS11 aktiviert wird. Das nächstfolgende, auf der Zubringerleitung n auftretende Abtastsignalelement ist unter Zugrundelegung der in Fig. 1 dargestellten Ver- hältnisse wieder ein Abtastsignalelement "0".
Nachdem jetzt das Sperrgatter GS110 an seinem einen Eingang erneut für den Koinzidenzfall vorbereitet ist, wird auf Grund des jetzt auftretenden Abtastsignal- elementes "0" für das Sperrgatter GS110 die Koinzidenzbedingung erfüllt und dementsprechend über den mit dem Sperrgatter GS110 verbundenen Eingang des ODER-Gatters OGS im 1-bit-Speicher SlS110 ein Signalelement "1" zur Weitergabe bereitgestellt und diese Bereitstellung durch Aktivierung des 1-bit-Speichers Slv vermerkt. Das. nunmehr folgende, in der Abtastspalte n-2 auf der Höhe der Zeile m+4 liegende Flächenelement ist jedoch ebenfalls ein weisses Flächenelement, so dass dementsprechend auf der Zubringerleitung n als nächstes Abtastsignalelement wieder ein Abtastsignalelement "0"auftritt.
Dadurch wird nunmehr die Koinzidenzbedingung für das Sperrgatter GSIvO erfüllt, so dass
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Sperrsignal"l"zum Sperreingang des Sperrgatters ISIvO hin abgegeben wird, u. zw. gerade in demgatt. er ISIvO nicht zur Weitergabeleitung w hin übertragen ; auf der Weitergabeleitung w herrscht daher in diesem Augenblick nicht der Signalzustand"l", sondern der Signalzustand "0".
In entsprechender Weise arbeitet die in Fig. 8 dargestellte erfindungsgemässe Schaltung auch bei der weiteren Abtastung des in Fig. 1 angedeuteten Linienzuges. An Stelle der in Fig. 2 angedeuteten Abtastsignale, die der erfindungsgemässen Schaltung an ihrer Zubringerleitung n zugeführt werden, gibt die erfindungsgemässe Schaltung demzufolge an der Weitergabeleitung w Signale ab, wie sie in Fig. 3 angedeutet sind. In Fig. 3 ist wieder das Andauern des Signalzustandes "1" innerhalb der einzelnen Abtastspalten durch eine dick ausgezogene Linie und das Andauern des Signalzustandes "0" durch eine dünn ausgezogene Linie angedeutet.
Wie ein Vergleich der Fig. 3 mit der Fig. 2 ergibt, treten die in Fig. 2 vorhandenen Unterbrechungen des Signalzustandes "1", die auf der in Fig. 1 dargestellten Unterbrechung des dort angedeuteten Linienzuges beruhen, nicht mehr auf. Die sich in solchen Unterbrechungen des "1"Signalzustandes ausdrückenden Störsignale, die aus der Abtastung eines relativ kleine Unterbrechungen aufweisenden Linienzuges herrührten, sind also unterdrückt worden.
An der Weitergabeleitung w der erfindungsgemässen Schaltung nach Fig. 8 treten somit Signalelemente auf, wie man sie unmittelbar, ohne Einfügung der erfindungsgemässen Schaltung, nur dann erhalten hätte, wenn man von vornherein einen regelmässigen Linienzug abgetastet hätte, wie er in Fig. 7 angedeutet ist. Wie auch ein Vergleich zwischen den Fig. 7 und 1 zeigt, ist also durch die erfindungsgemässe Schaltung die bei dem Linienzug nach Fig. l vorhandene Unterbrechung unterdrückt worden, so dass sie für eine nachfolgende Erkennungsschaltung nicht mehr in Erscheinung tritt.
Eine solche Unterdrückung von Störsignalen, die durch relativ kleine Linienzugunterbrechungen, wie sie in Fig. 1 angedeutet sind, hervorgerufen werden, wird, um es noch einmal zusammenfassend zu sagen, durch die erfindungsgemässe Schaltung nach Fig. 8 dadurch erzielt, dass das Auftreten eines aus der Abtastung zweier benachbarter, in ein und derselben Abtastspalte liegender Flächenelemente herrührenden Abtastsignalelementepaares "11 "
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festgestellt und gespeichert wird, und dass bei Auftreten eines aus der Abtastung des in der betreffenden Abtastspalte nächstfolgenden Flächenelementes herrührenden Abtastsignalelementes "0" für dieses ein Signalelement"l"bereitgestellt wird,
welches bei Auftreten eines aus der Abtastung des darauffolgenden Flächenelementes herrührenden Abtastsignalelementes "1" im Zuge der jeweils um einen Taktschritt verzögerten Weitergabe der Abtastsignalelemente an Stelle des Abtastsignalelementes "0" weitergegeben wird. Kommt es dagegen nicht zu einem rechtzeitigen Wiederauftreten eines Abtastsignalelementes "1". so wird das betreffende Abtastsignalelement "0" unverändert mit der genannten Verzögerung weitergege- ben..
Nach dem gleichen Verfahren arbeitet auch eine etwas anders ausgebildete erfindungsgemässe Schaltung, wie sie in Fig. 9 dargestellt ist. Der Schaltung nach Fig. 9 werden die bei der Abtastung eines Linienzuges, wie er beispielsweise in Fig. 1 angedeutet ist, erzeugten Abtastsignalelemente, wie sie in Fig. 2 angedeutet sind, über eine Zubringerleitung n zugeführt. An die Zubringerleitung. n ist direkt ein 1-bit-Speicher VSS angeschlossen, der die auf der Zubringerleitung n auftretenden Abtastsignalelemente "1" jeweils um ein Taktintervall verzögert aufnimmt und über den einen Eingang eines nachfolgenden ODER-Gatters 1S1101 zur Weitergabeleitung w hin überträgt.
Ausserdem ist an die Zu-
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dann die Koinzidenzbedingung erfüllt ;'wenn innerhalb einer Abtastspalte zwei direkt aufeinanderfolgende Abtastsignalelemente"l"aufgetreten sind. Das Auftreten eines solchen Abtastsignalelementepaares "11"wird in dem nachfolgenden l-bit-Zwischenspeicher SSll gespeichert. An den Ausgang des Speichers SSl1 ist der eine Eingang eines Sperrgatters GS110 angeschlossen, dessen Sperreingang wieder an der Zubringerleitung n liegt. Für dieses Sperrgatter GS110 ist somit die Koinzidenzbedingung dann erfüllt, wenn innerhalb einer Abtastspalte auf zwei aneinandergrenzende Abtastsignalelemente "1" direkt ein Abtastsignalelement "0" folgt.
Ist das der Fall, so wird für dieses Abtastsignalelement "0" durch die Abgabe eines Ausgangssignals "1" des Sperrgatters GS110 und die mit dem nächsten Taktimpuls erfolgende Aktivierung eines an den Ausgang des Sperrgatters GS110 angeschlossenen 1-bit-
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Das UND-Gatter GS1101 fuhrt zum ändern Eingang des bereits erwähnten ODER-Gatters lS1101, dessen Ausgang die Weitergabeleitung w der in Fig. 9 dargestellten erfindungsgemässen Schaltung bil- det.
Auf der Weitergabeleitung w werden somit die auf der Zubringerleitung n der erfindungsgemä- ssen Schaltung nach Fig. 9 zugeführten Abtastsignalelemente dadurch von Störsignalen befreit weitergegeben, dass auf der Zubringerleitung n auftretende Abtastsignalelemente "1" durch den l-bit-Speicher VSS jeweils um ein Taktintervall verzögert zur Weitergabeleitung w hin übertragen werden und dass durch die im unteren Teil der in Fig. 9 dargestellten Speicher und Gatter jeweils bei Auftreten eines Abtastsignalelementes "0" unmittelbar nach zwei aneinandergrenzendenAbtastsignalelementen "1" und unmittelbar vor einem weiteren Abtastsignalelement "1" an Stelle des Abtastsignaleletrentes "0" wieder um einen Taktschritt verzögert ein Signalelement"l"weitergegeben wird. Wird also ein Linienzug abgetastet, wie er in Fig.
1 angedeutet ist, und werden daher der erfindungsgemässen Schaltung nach Fig. 9 an ihrer Zubringerleitung n Abtastsignalelemente zugeführt, wie sie in Fig. 2 angedeutet sind, so werden auf der Weitergabeleitung. w der Schaltung nach Fig. 9 wieder Abtastsignalelemente weitergegeben, wie sie in Fig. 3 angedeutet sind, d. h. Abtastsignalelemente, wie man sie unmittelbar nur bei Abtastung eines keine Unterbrechungen aufweisenden Linienzuges gemäss Fig. 7 erhalten hätte. Störsignale, wie sie durch derartige Unterbrechungen eines Linienzuges hervorgerufen werden, sind also wieder unterdrückt worden.
Das erfindungsgemässe Verfahren wurde im vorstehenden an Hand zweier Schaltungen erläutert, bei denen die Weitergabe eines Signalelementes"l"an Stelle eines Abtastsignalelementes"0"davon abhängig gemacht wurde, dass sich das betreffende Abtastsignalelement "0" unmittelbar an eine Folge von zwei Abtastsignalelementen "1" derselben Abtastspalte anschliesst und dass unmittelbar nach dem Abtast- signalelement"0"in der betreffenden Abtastspalte wieder ein Abtastsignalelement "1" auftritt.
In Ab-
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weichung von diesen Verhältnissen ist es aber auch möglich, die Weitergabe eines Signalelementes"l" an Stelle eines Abtastsignalelementes "0" nicht vom vorangehenden Auftreten einer Folge von zwei Ab- tastsignalelement"l", sondern vom vorangehenden Auftreten einer eine andere Mindestlänge erreichenden Folge vonAbtastsignalelementen"l"abhängig zu machen bzw.
nicht vom Wiederauftreten eines Abtastsignalelementes"l"unmittelbar nach dem Abtastsignalelement "0", sondern vom Wiederauftreten eines Abtastsignalelementes"l"innerhalb einer grösseren Anzahl von Zeilenintervallen innerhalb der betreffenden Abtastspalte, so dass dann auch für eine entsprechende grössere Anzahl direkt aufeinanderfolgender Abtastsignalelemente"0"jeweils ein Signalelement"l"bereitgestellt und gegebenenfalls weitergegeben wird.
Die Schaltung nach Fig. 9 kann dazu in entsprechender Weise abgewandelt werden, so dass zwischen der Zubringerleitung n und dem einen Eingang des mit seinem Sperreingang direkt an die Zubringerleitung n angeschlossenen Sperrgatters GS110 eine Anzahl von l-bit-Speichern SS1, SS11... mit dazwischenliegenden UND-Gattern GS11,... liegt, die der für eine vorangehende Folge von Abtastsignalelementen"l"vorgegebenen Mindestlänge entspricht, dass weiterhin zwischen das Sperrgatter GS110 und das Gatter GS1101 eine Anzahl von weiteren 1-bit-Speichern SS110... mit gegebenenfalls zwischen zwei Speichern liegenden und mit ihren Sperreingängen an die Zubringerleitung n
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des ODER-Gatters 1S1101 in Serie eingefügt wird.
Dabei ist zweckmässigerweise ein jeder solcherSpeicher " (abgesehen vom ersten Speicher VSS) mit seinem Eingang an den Ausgang des ihm unmittelbar vorangehenden Speichers (VSS...) über den einen Eingang eines ODER-Gatters angeschlossen, mit dessen weiteren Eingängen jeweils über ein mit seinem andern Eingang an der Zubringerleitung n'liegendes UND-Gatter (... GS1101) der Ausgang des dem vorangehenden Speicher (VSS...) entspre-
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den ist. Durch diese letztere Massnahme wird erreicht, dass nicht nur für eine der gewählten Grenzanzahl entsprechende Folge von Abtastsignalelementen"O", sondern auch für kürzere Folgen von Abtastsignalelementen "0" eine entsprechende Folge von Signalelementen"l"weitergegeben wird.
Es sei noch be-
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tastsignalelementen"0"vom Wiederauftreten nicht nur eines, sondern einer grösseren Mindestanzahl von Abtastsignalelementen"l"abhängig zu machen.
In ähnlicher Weise kann auch die Schaltung nach Fig. 8 abgewandelt werden, um bei einem Vergleich von bei spaltenweiser Abtastung eines Schriftzeichens gewonnenen, einander durch Auftreten in ein und derselben Spalte entsprechenden Abtastsignalelementen das Auftreten einer eine vorgegebene andere Mindestlänge erreichenden Folge von Abtastsignalelementen"l"festzustellen und zu speichern und bei Auftreten von sich an eine solche Folge von Abtastsignalelementen"l"innerhalb der betreffenden Spalte anschliessenden Abtastsignalelementen "0" für eine vorgegebene andere Grenzanzahl solcher Abtastsignalelemente "0" jeweils ein Signalelement"l"bereitzustellen,
welches bei Wiederauftreten eines Abtastsignalelementes"l"in der betreffenden Spalte innerhalb einer der vorgegebenen andern Grenzanzahl entsprechenden Anzahl von Zeilen im Zuge der dieser Anzahl von Zeilen entsprechend verzögerten Weitergabe der einzelnen Abtastsignalelemente an Stelle des betreffenden Abtastsignalelementes "0" weitergegeben wird. Dabei ist nunmehr zweckmässigerweise jedes der einem der zusätzlichen Speicher S1v... vorgeschalteten Sperrgatter GS110... mit einem weiteren Eingang des dem ersten weiteren 1-bit-Speicher SIS110 vorgeschalteten ODER-Gatters OGS verbunden und ausserdem jeder derweiteren1-bit-SpeicherS1S110mitdemihmfolgenden1-bit-SpeicherübereinSperrgatterverbunden, dessen Sperreingang mit dem Sperreingang des zur Weitergabeleitung w führenden Sperrgatters ISlv0 zusammengeschaltet ist.
In der oben an Hand der Fig. 8 und 9 erläuterten Weise können durch Vorgabe einer geeigneten Grenzanzahl von Abtastsignalelementen "0", für die ein Signalelement"l"bereitzustellen und gegebenenfalls weiterzugeben ist, alle Linienzugunterbrechungen, die sich im wesentlichen senkrecht zur Richtung der Abtastspalten erstrecken und die auf Grund ihrer Ausdehnung in Richtung der Abtastspalten als fehlerhafte Unterbrechungen des Linienzuges anzusprechen sind, eliminiert werden, so dass sie eine nach-
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Zu dem Zeitpunkt, zu dem das in das Schieberegister R1Z110 eingespeicherte Abtastsignalelement "1" am Ausgang dieses Schieberegisters auftritt bzw. das Signalelement "1", welches in das Schieberegister RZ1 eingeschrieben worden war, an dessen Ausgang auftritt, ist die Abtastung des in Fig. 4 dargestellten Linienzuges gerade bis zu dem durch die folgende Abtastspalte n-1 und die Zeile m bestimmten Flächenelement fortgeschritten. Das am Ausgang des Schieberegisters R1Z110 auftretende Abtastsignalelement "1" wird zu diesem Zeitpunkt durch das jetzt übertragungsfähige Sperrgatter IZ1vO zur Weitergabeleitung v hin übertragen.
Gleichzeitig tritt auf der Zubringerleitung m das aus der Abtastung des durch die Abtastspalte n-1 und die Zeile m bestimmten Flächenelementes herrührende Abtastsignalelement "1" auf und wird analog zu den zuvor geschilderten Verhältnissen in die genannten Schieberegister eingeschrieben. Zugleich erfüllt es zusammen mit dem gerade am Ausgang des Schieberegisters RZ1 auftretenden Signalelement "1" die Koinzidenzbedingung für das UND-Gatter GZ11, so dass auch in das nachfolgende Schieberegister RZll ein Signalelement "1" eingeschrieben wird. Die in die Schieberegister eingeschriebenen Signalelemente werden wieder synchron mit dem weiteren Fortschreiten der Abtastung durch die Schieberegister hindurchgeschoben.
Es sei nun angenommen, dass im Verlauf der weiteren Abtastung der Abtastpunkt innerhalb der nächsten Abtastspalte n auf der Höhe der Zeile m angelangt ist, wobei auf der Weitergabeleitung v gerade das Abtastsignalelement "1" weitergegeben wird, das aus der Abtastung des durch die Abtastspalte n-1 und die Zeile m bestimmten schwarzen Flächenelementes herrührt. Auf der Zubringerleitung m der in Fig. 10 dargestellten Schaltung tritt in dem Augenblick, in dem der Abtastpunkt in der Abtastspalte n aufderHöhederZeilemm angelangt ist, ein Abtastsignalelement"0"auf, da bei Zugrundele- gung der in Fig. 4 dargestellten Verhältnisse in diesem Augenblick gerade ein in der Unterbrechung des Linienzuges liegendes Flächenelement abgetastet wird.
Von der Zubringerleitung m wird daher in diesem Augenblick kein Abtastsignalelement "1" in'das Schieberegister R1Z110 eingeschrieben. Da jedoch zugleich mit dem Auftreten des Abtastsignalelementes "0" auf der Zubringerleitung m am Ausgang des Schieberegisters RZll ein Signalelement"l"auftritt, ist jetzt für das Sperrgatter GZ110 die Koinzidenzbedingung erfüllt, so dass vom Ausgang dieses Sperrgatters her über den unteren Eingang des ODER-Gatters OGZ ein Signalelement "1" in das Schieberegister R1Z110 eingeschrieben wird. Dieses Signalelement "1" wird damit für das gerade abgetastete Abtastsignalelement "0" bereitgestellt ; die Bereitstellung wird durch gleichzeitiges Einschreiben eines Signalelementes"l"in das Schieberegister Zlv vermerkt.
Ist dann im weiteren Verlauf der Abtastung des in Fig. 4 dargestellten Linienzuges der Abtastpunkt innerhalb der nächsten Abtastspalte n+1 auf der Höhe der Zeile m angelangt, so tritt auf der Zubringerleitung m wieder ein Abtastsignalelement"l"auf, durch das die Übertragung des eine Abtastspalte zuvor in das Schieberegister Zlv eingeschriebenen und jetzt an dessen Ausgang auftretenden Si- gnalelementes"l"durch das Sperrgatter GZIvO zu dem Sperreingang des nachfolgenden Sperrgatters IZ1vO hin verhindert wird.
Das Sperrgatter IZIvO ist daher für das eine Spalte zuvor durch Einschreiben in das Schieberegister R1Z110 bereitgestellt und jetzt gerade am Ausgang des Schieberegisters R1Z110 auftretende Signalelement"l"übertragungsfähig und überträgt dieses Signalelement "1" an Stelle des eine Abtastspalte zuvor auf der Zubringerleitung aufgetretenen Abtastsignalelementes "0" zu der Weitergabeleitung v hin. Das in diesem Augenblick auf der Zubringerleitung m auftretende Abtastsignalelement "1" wird analog zu den bereits geschilderten Vorgängen in das Schieberegister R1Z1l0 eingeschrieben und nach dessen Durchlaufen im Zuge der um die Dauer einer Abtastspalte verzögerten Weitergabe der Abtastsignalelemente zur Weitergabeleitung v hin übertragen.
Nunmehr wird angenommen, dass die Abtastung in ihrem weiteren Verlaufe bis zur Abtastspalte 1-2 und dort bis zur Höhe der Zeile m fortgeschritten ist. Zu diesem Zeitpunkt tritt auf der Zubringerleitung m einAbtastsignalelement "1" auf, das in der bereits beschriebenen Weise in das Schieberegister R1Z110 eingeschrieben wird, um nach dem Durchlaufen des Schieberegisters R1Z110 mit einer Ver- zögerung von der Dauer einer Abtastspalte zur Weitergabeleitung v hin übertragen zu werden.
Zugleich mit der Eingabe des Abtastsignalelementes in das Schieberegister R1Z110 war ein Signalelement "1"
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in das Schieberegister RZ1 eingegeben worden.auf der Höhe der Zeile m angelangt ist, tritt wieder ein Abtastsignalelement"l"auf der Zubringer- leitung m auf, das wieder in die Schieberegister R1Z110 und RZ1 eingeschrieben wird und ausser- dem in Verbindung mit dem gerade am Ausgang des Schieberegisters RZ1 auftretenden Signalelement "1" die Koinzidenzbedingung für das UND-Gatter GZll erfüllt, so dass auch in das nachfolgende Schieberegister RZll ein Signalelement "1" eingeschrieben wird.
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stung seiner Abtastspalte auftreten.
Das Schieberegister VRZ nimmt die auf der Zubringerleitung m auftreteTJ. den Abtastsignalelemente "1" auf und überträgt sie über den einen Eingang eines nachfolgenden ODER-Gatters 1Z1101 zur Weitergabeleitung v hin mit einer Verzögerung, die gleich der Zeitspan- ne ist, wie sie für die Abtastung einer Abtastspalte benötigt wird. An die Zubringerleitung m ist wei-
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tung m liegenden UND-Gatters GZ11 führt, wobei die in Fig. 11 getrennt dargestellten Schiebere-. gister VRZ und RZ1 gegebenenfalls durch ein und dasselbe Schieberegister gebildet sein können.
Für das UND-Gatter GZ11 ist somit immer dann die Koinzidenzbedingung erfüllt, wenn bei der spaltenweisen Abtastung eines Linienzuges in einer Abtastspalte ein schwarzes Flächenelement abgetastet wird, welches auf der Höhe einer Zeile liegt, auf der in der unmittelbar vorangehenden Abtastspalte ebenfalls ein schwarzes Flächenelement liegt. Beim Auftreten eines einem solchen Flächenelementepaar entsprechenden AbtastSignalelementepaares "11" wird über das UND-Gatter GZll in ein ihm nachgeschaltetes Schieberegister RZ11 von der Länge einer Abtastspalte ein Signalelement"l"eingeschrieben.
Die- ses Signalelement"l"wandert synchron mit dem weiteren Fortschreiten des Abtastvorganges durch das Schieberegister RZ11 hindurch und tritt gerade in dem Augenblick am Ausgang des Schieberegisters RZ11 auf, in dem der Abtastpunkt im Verlaufe der darauffolgenden Abtastspalte auf der Höhe der zuvor genannten Zeile angelangt ist. Liegt nun in dieser Abtastspalte auf der Höhe der betrachteten Zeile ein weisses Flächenelement und tritt demzufolge auf der Zubringerleitung m nunmehr ein Abtastsignalele- ment"0"auf, so ist für ein mit seinem einen Eingang an den Ausgang des Schieberegisters RZll und mit seinem Sperreingang an die Zubringerleitung m angeschlossenes Sperrgatter GZ110 die Koinzidenzbedingung erfüllt.
Dies ist also dann der Fall, wenn innerhalb dreier aufeinanderfolgender Abtastspalten auf der Höhe èin und derselben Zeile einem weissen Flächenelement zwei schwarze Flächenelemente unmittelbar vorangehen. In diesem Fall wird für das dem weissen Flächenelement entsprechende, gerade auf der Zubringerleitung m auftretende Abtastsignalelement "0" durch Abgabe eines Ausgangs- signales"l"des Sperrgatters GZ110 und Einschreiben dieses Signalelementes"l"in ein dem Sperrgatter nachgeschaltetes Schieberegister RZ110 von der Länge einer Abtastspalte ein Signalelement"l" zur Weitergabe bereitgestellt. An den Ausgang des zuletzt genannten Schieberegisters ZR110 ist der eine Eingang eines UND-Gatters GZ1101 angeschlossen, das mit seinem andern Eingang wieder an der Zubringerleitung m liegt.
Beim Auftreten eines zur Weitergabe bereitgestellten Signalelementes "1" am Ausgang des Schieberegisters RZ110 ist das UND-Gatter GZ1101 an seinem oberen Eingang für den Koinzidenzfall vorbereitet ; es überträgt das bereitgestellte Signalelement"l"jedoch nur dann, wenn zugleich auf der Zubringerleitung m ein Abtastsignalelement"l"auftritt, so dass die Koinzidenzbedingung für das UND-Gatter GZ1101 erfüllt ist. Das UND-Gatter GZ1101 führt zu dem andern Eingang des bereits genannten ODER-Gatters 1Z1101, dessen Ausgangsleitung die Weitergabeleitung v der in Fig. 11 dargestellten erfindungsgemassen Schaltung bildet.
Auf der Weitergabeleitung v werden somit die der erfindungsgemässen Schaltung auf der Zubringerleitung m zugeführten Abtastsignalelemente dadurch von Störsignalen befreit weitergegeben, dass die auf der Zubringerleitung m auftretenden Abtastsignalelemente "1" durch das im bberen Teil der Fig. 9 dargestellte Schieberegister VRZ um die Dauer einer Abtastspalte verzögert zur Weitergabeleitung v hin übertragen werden und dass durch die im unteren Teil der in Fig.
11 dargestellten Schieberegister und Gatter jeweils bei Auftreten eines Abtastsignalelementes "0" nach dem Auftreten eines Abtastsignalelementes "1" zum entsprechenden Zeitpunkt in jeder der beiden unmittelbar vorangehenden Abtastspalten und vor dem Auftreten eines Abtastsignalelementes "1" zu dem entsprechenden Zeitpunkt in der unmittelbar darauffolgenden Abtastspalte an Stelle des Abtastsignalelementes"0"ein Signalelement"l"wieder um die Dauer einer Abtastspalte verzögert weitergegeben wird.
Wird also beispielsweise ein Linienzug abgetastet, wie er in Fig. 4 skizziert ist, und werden daher der erfindungsgemässen Schaltung nach Fig. 11 an ihrer Zubringerleitung m Abtastsignalelemente zugeführt, wie sie in Fig. 5 angedeutet sind, so werden auf der Weitergabeleitung v der erfindungsgemässen Schaltung nach Fig. 11 wieder Abtastsignalelemente weitergegeben, wie sie in Fig. 6 dargestellt sind, d. h. Abtastsignalelemente, wie man sie unmittelbar nur bei Abtastung eines keine Unterbrechung aufweisenden Linienzuges, etwa gemäss Fig. 7, erhalten hätte. Störsignale, wie sie durch Linienzugunterbrechungen der in Fig. 4 angedeuteten Art hervorgerufen werden, sind also unterdrückt worden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Unterdrückung von Störsignalen ist im vorstehenden wieder an Hand zweier Schaltungen erläutert worden, bei denen die Weitergabe eines Signalelementes"l"an Stelle eines Abtastsignalelementes "0" davon abhängig gemacht wurde, dass das weisse Flächenelement, aus
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dessen Abtastung das Abtastsignalelement "0" herrührt, sich auf der Höhe seines Auftretens innerhalb der betreffenden Abtastspalte unmittelbar an zwei auf der gleichen Zeilenhöhe innerhalb der beiden unmittelbar vorangehenden Abtastspalten liegende schwarze Flächenelemente anschliesst und dass sich auf derselben Zeilenhöhe in der darauffolgenden Abtastspalte wieder ein schwarzes Flächenelement an das genannte weisse Flächenelement anschliesst.
In Abweichung von diesen Verhältnissen ist es aber auch möglich, die Weitergabe eines Signalelementes"l"an Stelle eines Abtastsignalelementes "0" nicht vom
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sprechenden Abtastsignalelementen "1" abhängig zu machen, bzw. nicht vom Wiederauftreten eines entsprechenden Abtastsignalelementes"l"im Verlaufe der unmittelbar darauffolgenden Abtastspalte, sondern vom Wiederruftreten eines entsprechenden Abtastsignalelementes"l"im Verlaufe einer Abtastspalte, die zu einer grösseren Anzahl von Abtastspalten gehört, so dass dann auch für eine entsprechend grössere Anzahl direkt nebeneinander, d. h. in derselben Zeile liegender weisser Flächenelemente jeweils an Stelle eines Abtastsignalelementes "0" ein Signalelement "1" bereitgestellt und gegebenenfalls weitergegeben wird.
Die Schaltung nach Fig. 11 kann dazu in entsprechender Weise abgewandelt werden, so dass zwischen der Zubringerleitung m und dem einen Eingang des mit seinem Sperreingang an der Zubringerleitung m liegenden Sperrgatters GZ110 eine Anzahl von Schieberegistern RZ1, RZ11... jeweils von der Länge einer Abtastspalte mit dazwischenliegenden UND-Gattern GZ11... liegt, die der für eine vorangehende Folge von Abtastsignalelementen "1" vorgegebenen Mindestlänge entspricht, dass weiterhin zwischen das Sperrgatter GZ110 und das UND-Gatter GZ1101 eine Anzahl von Schieberegistern RZ110...
jeweils von der Länge einer Abtastspalte mit gegebenenfalls zwischen zwei solchen Schieberegistern liegenden und mit ihrem Sperreingang an die Zubringerleitung angeschlossenen Sperrgattem eingefügt ist, die der gewählten Grenzanzahl von Abtastsignalelementen "0" entspricht, für die jeweils ein Signalelement"l"bereitgestellt wird, und dass schliesslich eine gleiche Anzahl von Schieberegistern VRZ... jeweils von der Länge einer Abtastspalte zwischen die Zubringerleitung m und den oberen Eingang des ODER-Gatters 1Z1101 in Serie eingefügt wird.
Dabei ist zweckmässigerweise ein jedes solches Schieberegister (abgesehen von dem ersten Schieberegister VRZ) mit seinem Eingang an den Ausgang des ihm unmittelbar vorangehenden Schieberegisters (VRZ...) über den einen Eingang eines ODER-Gatters angeschlossen, mit dessen weiteren Eingängen jeweils über ein mit seinem andern Eingang an der Zubringerleitung m liegendes UND-Gatter (... GZ1101) der Ausgang des dem vorangehenden Schieberegister (VRZ...) entsprechenden, an eines der zuvor erwähnten Sperrgatter (GZ110...) angeschlossenen Schieberegisters (RZ110... ) sowie eines jeden diesem Schieberegister (RZ110...) etwa nachfolgenden Schieberegisters verbunden ist.
Durch diese Massnahme wird erreicht, dass nicht nur für eine der gewählten Grenzanzahl entsprechende Folge von Abtastsignalelementen "0", sondern auch für eine kürzere Folge von Abtastsignalelementen "0" eine entsprechende Folge von Signalelementen"l"weitergegeben werden kann.
Es sei noch bemerkt, dass an die Stelle des UND-Gatters GZ1101 in der Schaltung nach Fig. 11 auch eine Reihe von aufeinanderfolgenden UND-Gattern mit jeweils dazwischenliegenden Schieberegistern unter gleichzeitiger Einfügung einer entsprechenden Anzahl von Schieberegistern zwischen das Schieberegister VRZ und das ODER-Gatter 1Z1101 treten kann, um die Weitergabe von Signalelementen"l"an Stelle von Abtastsignalelementen"0"vom Wiederauftreten nicht nur eines, sondern einer grösseren Mindestanzahl von Abtastsignalelemenren "1" abhängig zu machen.
In ähnlicher Weise kann auch die in Fig. 10 dargestellte Schaltung abgewandelt werden, um ebenfalls bei einem Vergleich von bei vorzugsweise spaltenweiser Abtastung eines Schriftzeichens gewonnenen, einander durch Auftreten in ein und derselben Zeile entsprechenden Abtastsignalelementen das Auftreten einer eine vorgegebene andere Mindestlänge erreichenden Folge von Abtastsignalelementen "1" fest- zustellen und zu speichern und bei Auftreten von sich an eine solche Folge von Abtastsignalelementen "1" innerhalb der betreffenden Zeile anschliessenden Abtastsignalelementen "0" für eine vorgegebene andere Grenzanzahl solcher Abtastsignalelemente"0"jeweils ein Signalelement "1" bereitzustellen""elches nur bei Wiederauftreten eines Abtastsignalelementes"l"in der betreffenden Zeile innerhalb einer der nunmehr
vorgegebenen Grenzanzahl entsprechenden Anzahl von Abtastspalten im Zuge der dieser Anzahl von Abtastspalten entsprechenden verzögerten Weitergabe der einzelnen Abtastsignalelemente an Stelle des betreffenden Abtastsignalelementes "0" weitergegeben wird. Dabei führt nunmehr zweckmässigerweise
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genden Schieberegister über ein Sperrgatter verbunden, dessen Sperreingang mit dem Sperreingang des zur Weitergabeleitung v führenden Sperrgatters IZ1vO zusammengeschaltet ist.
Nach dem mit den obigen Darlegungen erläuterten erfindungsgemässen Verfahren können, wie schon gesagt, sowohl solche Linienzugunterbrechungen, die sich im wesentlichen senkrecht zur Richtung der Abtastspalten erstrecken, als auch solche Linienzugunterbrechungen, die sich im wesentlichen in der Richtung der Abtastspalten ausdehnen, eliminiert werden. Man kann hiezu die bei der Abtastung eines Schriftzeichens erzeugten Abtastsignalelemente nacheinander die in Frage kommenden erfindungsgemässen Schaltungsanordnungen, wie sie etwa in Fig. 8 oder 9 bzw. Fig. 10 oder 11 dargestellt sind, durchlaufen lassen. Es ist aber auch möglich, dass die Abtastsignalelemente die in Frage kommenden Schaltungsanordnungen parallel durchlaufen, wie dies etwa aus Fig. 16 ersichtlich wird.
Die erfindungsgemässe Schaltung besteht dann aus zwei in der erfindungsgemässen Weise aufgebauten Teilschaltungen, deren zwei Eingänge an ein und derselben Zubringerleitung liegen ; der Ausgang derjenigen Teilschaltung, deren Speicher die geringere Speicherkapazität haben und die somit, wie sich auf Grund der obigen Darlegungen ergibt, die sich im wesentlichen senkrecht zur Richtung der Abtastspalten erstreckenden Linienzugunterbrechungen eliminiert, ist mit dem Ausgang der andern Teilschaltung, deren Speicher die höhere Speicherkapazität haben und die sich im wesentlichen in der Richtung der Abtastspalten ausdehnende Linienzugunterbrechungen eliminiert, über ein Verzögerungsregister verbunden, dessen Speicherkapazität der Differenz zwischen der genanntenhöheren und der genannten geringeren Speicherkapazität entspricht.
Durch dieses Verzögemngsregister wird ein Laufzeitausgleich zwischen den beiden Teilschaltungen erzielt, so dass der auf der Zubringerleitung gegebene Zusammenhang zwischen den einzelnen Abtastsignalelementen für die auf der Weitergabeleitung weitergegebenen Signalelemente erhalten bleibt.
Die in Fig. 16 dargestellte erfindungsgemässe Schaltung besteht aus zwei solchen Teilschaltungen, von denen die eine Teilschaltung der in Fig. 9 dargestellten Schaltung und die andere Teilschaltung der in Fig. 10 dargestellten Schaltung entspricht. Die erstere Teilschaltung unterscheidet sich jedoch von der in Fig. 9 dargestellten Schaltung dadurch, dass die in der Schaltung nach Fig. 9 vorhandene, dort über den 1-bit-Speicher VSS und das ODER-Gatter 1S1101 verlaufende Verbindung, über-die die auf der Zubringerleitung auftretenden Abtastsignalelemente "1" um ein Taktintervall verzögert zur Weitergabe-
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RSZ, das dem Schieberegister R1Z110 der Schaltung nach Fig. 10 entspricht, mit übernommen. Zugleich ist in der Schaltung nach Fig. 16 auch kein eigenes Verzögerungsregister vorgesehen.
Statt dessen ist der Ausgang des UND-Gatters GS1101, wie es auch in der Schaltung nach Fig. 9 vorgesehen ist, an den Eingang der zweiten Stufe des Schieberegisters RSZ angeschlossen. Auf diese Weise werden in der Schaltung nach Fig. 16 die hintersten Speicherstufen des Schieberegisters RSZ, das, wie gesagt, dem Schieberegister R1Z110 in der Schaltung nach Fig. 10 entspricht, als Verzögerungsregister mit ausgenutzt. Im übrigen arbeitet die Schaltung zu den oben an Hand der Fig. 9 und 10 beschriebenen Vorgängen, so dass sich eine erneute Erläuterung an dieser Stelle erübrigen dürfte.
Abgesehen von dem im vorstehenden erläuterten Vorteil eines vereinfachten Schaltungsaufbaues weist die in Fig. 16 dargestellte erfindungsgemässe Schaltung den weiteren Vorteil auf, dass das genannte Schieberegister RSZ und der 1-bit-Speicher SS1 auch noch zur Unterdrückung weiterer Störsignale mit ausgenutzt werden können, u. zw.
zur Unterdrückung von Störsignalen, die bei der Abtastung eines Linienzuges auftreten, der an seinem unteren Rand oder an seinem oberen Rand Unregelmässigkeiten aufweist, sowie zur Beseitigung von Störsignalen, die aus der Abtastung einer isoliert stehenden kleinen schwarzen Fläche oder umgekehrt einer innerhalb eines schwarzen Linienzuges isoliert stehenden kleinen
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geschaltete UND-Gatter GSll, das zur Beseitigung der genannten Störsignale ebenfalls mit ausgenutzt wird, zusätzlich zu einem weiteren Eingang des dem Schieberegister RSZ vorgeschalteten ODER-Gatters Ou ;
ausserdem ist der Ausgang des Schieberegisters RSZ über das ihm nachgeschaltete Sperrgatter GSZ mit einem weiteren Eingang des ODER-Gatters OG über ein Sperrgatter SG verbunden, dessen Sperreingang an ein WEDER-NOCH-Gatter WN angeschlossen ist, dessen beide Eingänge mit den beiden Eingängen des UND-Gatters GS11 zusammengeschaltet sind.
Die Wirkungsweise der zuletzt genannten Schaltungselemente der in Fig. 16 dargestellten erfindunggemässen Schaltungsanordnung wird nun an Hand der Fig. 12-15 beschrieben werden. Fig. 12 zeigt wieder stark vergrössert einen Teil eines beispielsweise den oberen Teil einer Ziffer 7 bildenden Linienzuges, der entlang von Abtastspalten... n... abgetastet wird. Wie aus Fig. 12 ersichtlich ist, verläuft der untere Rand des dort angedeuteten Linienzuges nicht ganz regelmässig, sondern weist eine Störung in Form einer kleinen Einbuchtung nach oben auf ; ausserdem befindet sich in der Nähe des unteren
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Randes eine kleine isoliert stehende Schwarzfläche.
Bei der Abtastung des Linienzuges werden durch die genannte Einbuchtung Abtastsignalelemente "0" erzeugt, die bei der Abtastung eines entsprechenden Linienzuges eines ideal geformten Schriftzeichens 7 nicht auftreten würden und die daher als Störsignale anzusprechen sind ; ausserdem treten bei der Abtastung der genannten kleinenSchwarzfläche als Störsignale anzusprechende Abtastsignalelemente "1" auf. Derartige Störsignale werden nun durch die in Fig. 16 dargestellte erfindungsgemässe Schaltungsanordnung unterdrückt, u. zw. auf folgende Weise. Von der Zubringerleitung n her gelangt ein jedes Abtastsignalelement zu dem jeweils einen Eingang des UNDGatters GSll und des WEDER-NOCH-Gatters WN sowie zu dem Eingang des 1-bit-Speichers SS1.
Am Ausgang dieses 1-bit-Speichers SS1 steht zugleich das in derbetreffenden Abtastspalte unmittelbar vorangegangene Abtastsignalelement an. Handelt es sich bei diesen beiden direkt aufeinanderfolgenden Abtastsignalelementen um zwei Abtastsignalelemente "1", so tritt für das UND-Gatter GSll der Koinzidenzfall ein, und es wird über das ODER-Gatter OG ein Signalelement "1" in das Schieberegister RSZ eingegeben. Im Takte der ganzen Erkennungsanordnung wird das Signalelement "1" nun durch das Schieberegister RSZ hindurchgeschoben, bis es gerade noch einer Zeitspanne, wie sie zur Abtastung einer Abtastspalte benötigt wird, am Ausgang des Schieberegisters RSZ und damit auch am Ausgang des jetzt übertragungsfähigen Sperrgatters GSZ auftritt.
Von hier aus wird das betreffende Signalelement"l"über das ODER-Gatter OG'wieder in das Schieberegister RSZ eingeschrieben, sofern nicht das Sperrgatter SG zu diesem Zeitpunkt nicht übertragungsfähig ist und daher das Wiedereinschreiben verhindert. Da der Sperreingang des Sperrgatters SG an das WEDER-NOCH-Gatter WN angeschlossen ist, wird das Wiedereinschreiben eines einmal in das Schieberegister RSZ eingegebenen Signalelementes "1" immer dann verhindert, wenn zum betreffenden Zeitpunkt auf der Zubringerleitung n gerade ein Abtastsignalelement"0"auftritt, dem innerhalb derselben Abtastspalte ein weiteres Abtastsignalelement "0" unmittelbar vorangegangen ist ;
es herrscht dann nämlich sowohl auf der Zubringerleitung n als auch am Ausgang des 1-bit-Speichers SS1 der Signalzustand "0", so dass für das WEDER-NOCHGatter WN die Koinzidenzbedingung erfüllt ist.
Wie aus den vorstehenden Darlegungen folgt, tritt im Verlauf der Abtastung der in Fig. 12 angedeuteten Abtastspalte n-2 im Augenblick, in dem der Abtastpunkt auf der Höhe der in Fig. 12 mit einer strichpunktierten Linie angedeuteten Zeile m angelangt ist, sowohl am mit der Zubringerleitung n verbundenen einen Eingang des UND-Gatters GSll als auch an dessen mit dem Ausgang des 1-bit- Speichers SS1 verbundenen andern Eingang ein Abtastsignalelement"l"auf, nämlich einmal das Abtatsignalelement"l", das demjenigen vom Linienzug bedeckten Flächenelement entspricht, welches in der Abtastspalte n-2 und der Zeile m liegt, und zum zweiten dasjenige Abtastsignalelement "1", das demjenigen ebenfalls vom Linienzug bedeckten Flächenelement entspricht, welches durch die Abtastspalte n-2 und die Zeile m-1 bestimmt ist.
Im Augenblick, in dem der Abtastpunkt innerhalb der Abtastspalte n-2 auf der Höhe der Zeile m angelangtist, tritt daher für das UND-Gatter GS11 der Koinzidenzfall ein, so dass zu diesem Zeitpunkt ein Signalelement "1" in das Schieberegister RSZ eingeschrieben wird.
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langt ist. Unter Zugrundelegung der in Fig. 12 dargestellten Verhältnisse ist in diesem Augenblick in der Schaltungsanordnung nach Fig. 16 für das WEDER-NOCH-Gatter WN die Koinzidenzbedingung erfüllt ; zu diesem Zeitpunkt wird in das Schieberegister RSZ kein Signalelement "1" eingeschriehen. Die im vorstehenden für die Abtastspalte n-2 beschriebenen Vorgänge wiederholen sich im Verlaufe der darauffolgenden Abtastspalte n-1.
Es sei nun angenommen, dass im Verlauf der weiteren Abtastung des in Fig. 12 skizzierten Linienzuges der Abtastpunkt innerhalb der nächsten Abtastspalte n auf der Höhe der Zeile m angelangt ist. Auf der Zubringerleitung n der in Fig. 16 dargestellten erfindungsgemässen Schaltung tritt jetzt ein Abtastsignalelement "0" auf, während am Ausgang des 1-bit-Speichers SS1 als unmittelbar vorangehendes Abtastsignalelement ein Abtastsignalelement"l"auftritt. Damit ist für das UND-Gatter GSll die Koinzidenzbedingung nicht erfüllt, so dass auch kein Signalelement "1" vom Ausgang des UND-Gatters GS11 zum Eingang des Schieberegisters RSZ hin übertragen wird.
Trotzdem wird jetzt in das Schieberegister RSZ ein Signalelement"l"eingeschrieben, nämlich dasjenige Signalelement, das bei der Abtastung der vorangehenden Abtastspalte n-1 auf der Höhe der Zeile m in das Schiebe-
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angedeuteten Linienzuges von vornherein einen regelmässigen Linienzug abgetastet hätte, wie er in Fig. 15 angedeutet ist. Wie auch ein Vergleich zwischen Fig. 15 und Fig. 12 zeigt, sind also durch die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung die genannten Unregelmässigkeiten unterdrückt worden, so dass sie für eine nachfolgende Erkennungsschaltung nicht mehr in Erscheinung treten.
Im vorstehenden wurde die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung nach Fig. 16 bei der Unterdrückung von Störsignalen beschrieben, die bei der Abtastung eines Linienzuges auftreten, der an seinemunteren Rand Unregelmässigkeiten aufweist ; ausserdem wurde beschrieben, wie aus der Abtastung einer isolierten Schwarzfläche herrührende Störsignale unterdrückt werden. In entsprechender Weise unterdrückt die erfindungsgemässe Schaltung nach Fig. 16, ohne dass dies hier noch näher erläutert werden soll, auch Störsignale, die durch Unregelmässigkeiten des oberen Randes eines abgetasteten Linienzuges oder durch innerhalb eines schwarzen Linienzuges isoliert stehende weisse Flächenelemente hervorgerufen werden.
Im gegenseitigen Zusammenwirken aller ihrer Schaltungselemente vermag die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung nach Fig. 16 gleichzeitig sowohl Störsignale, die durch Linienzugunterbrechungen gemäss Fig. 1 hervorgerufen werden, als auch Störsignale, die durch Linienzugunterbrechungen gemäss Fig. 4 hervorgerufen werden, und schliesslich auch Störsignale zu unterdrücken, die ihre Ursache in Unregelmässigkeiten haben, wie sie in Fig. 12 angedeutet sind. Nachdem die Unterdrückung der einzelnen Arten von Störsignalen oben bereits eingehend jeweils für sich erläutert worden ist, dürfte eine diese Erklärungen noch einmal zusammenfassende Beschreibung der Funktion der in Fig. 16 dargestellten erfindungsgemässen Schaltungsanordnung nicht mehr erforderlich sein. Auf eins sei jedoch noch hingewiesen.
Werden das Schieberegister RSZ und der 1-bit-Speicher SS1 in der aus Fig. 16 ersichtlichen Weise zur Unterdrückung weiterer Störsignale mit ausgenutzt, so ist der oberste Eingang des dem Schieberegister RSZ vorgeschalteten ODER-Gatters OG nicht mehr entsprechend der in Fig. 10 gezeigten Anordnung direkt mit der Zubringerleitung verbunden, sondern unter Wegfall seiner (in Fig. 16 noch gestrichelt angedeuteten) Verbindung mit der Zubringerleitung nunmehr mit dem Eingang der zweitenStufe des Schieberegisters RSZ zusammengeschaltet und damit an den Ausgang des UND-Gatters GS1101 angeschlossen.
Hiedurch wird erreicht, dass auf der einen Seite Abtastsignalelemente unterdrückt werden, die aus der Abtastung isoliert stehender Schwarzflächen gemäss Fig. 12 herstammen, und dass auf der andern Seite auch unmittelbar nach der Abtastung einer Linienzugunterbrechung, wie sie in Fig. 1 darge-
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denzbedingung nicht erfüllt ist. Auf diese Weise wird jede Ausweitung bzw. Verschiebung einer Linienzugunterbrechung gemäss Fig. 1 vermieden und somit sichergestellt, dass sowohl Linienzugunterbrechungen gemäss Fig. 1 als auch Linienzuss11nerbrechungen gemäss Fig. 4 und ausserdem Unregelmässigkeiten und Störungen des Schriftbildes gemäss Fig. 12 in gegenseitigem Zusammenwirken aller Schaltungselemente der in Fig. 16 dargestellten Schaltungsanordnung eliminiert werden.
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