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Verfahren und Schaltung zur automatischen Erkennung von
Schriftzeichen
Der Betrieb von Anlagen der Fernmeldetechnik und von nachrichtenverarbeitenden Anlagen macht es vielfach erforderlich, Schriftzeichen, z. B. Buchstaben oder Ziffern, automatisch mittels einer lichtelektrischen Abtasteinrichtung abzutasten und anschliessend zu identifizieren, um in Abhängigkeit von diesen Schriftzeichen eine Steuerung von fernmeldetechnischen oder nachrichtenverarbeitenden Einrichtungen, beispielsweise von Drukwerken, Schreibmaschinen oder Rechenmaschinen, mit Hilfe geeigneter Signale ermöglichen zu können. Die automatische Erkennung von Schriftzeichen wird bei einer ganzen Reihe von bekannten Verfahren an Hand von sogenannten Formelementen bzw.
Kombinationen von Formelementen vorgenommen, die jeweils allen Schriftzeichen gleichen Bedeutungsinhaltes innewohnen ; bei der Abtastung eines zu erkennenden Schriftzeichens werden die darin enthaltenen, interessierenden Formelemente festgestellt und mit vorgegebenen Formelementekombinationen verglichen, die jeweils den Schriftzeichen eines bestimmten Bedeutungsinhaltes zugeordnet sind. Als Formelemente werden beispielsweise das Auseinander- und/oder Zusammenlaufen von Teilen eines (gekrümmten oder geknickten) Linienzuges oder ein gerader Linienzug betrachtet. Die Erfindung bezieht sich auf die Feststellung eines solchen ein Formelement eines automatisch zu erkennenden Schriftzeichens darstellenden geraden Linienzuges, eines sogenannten"Strichs".
Zur Ermittlung eines in einem spaltenweise abgetasteten Schriftzeichen enthaltenen geraden Linienzuges ist es bereits aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 1095026 und der USA-Patentschrift Nr. 2, 877, 951 bekannt, einander entsprechende Abtästsignalelemente zweier benachbarter Abtastspalten miteinander zu vergleichen und mit dem Auftreten einer eine fest vorgegebene Schwelle erreichenden Anzahl von z. B.
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Auftreten einer innerhalb fest vorgegebener Grenzen liegenden Anzahl von unmittelbar aufeinanderfolgenden oder allenfalls durch ein Abtastsignalelement "0" voneinander getrennten Abtastsignalelementen "1" einer Abtastspalte das Auftreten eines kurzen, mittleren oder langen vermalen Linienzuges festzustellen.
Ferner ist es aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 1121864 bekannt, unt, r Heranziehung von Impulsen, die bei Helligkeitssprüngen, d. h. bei Schwarz- Weiss- oder Weiss-Schwarz-Übergängen gewonnen werden, festzustellen, ob in ein und derselben Zeile zuletzt ein Weiss-Schwarz-Übergang ungerader oder gerader Ordnungszahl aufgetreten ist und/oder ob zuletzt ein Weiss-Schwarz-Übergang in dieser Zeile oder in einer benachbarten Zeile aufgetreten ist, und dies in jeweils einer Zeile bzw. zwei benachbarten Zeilen zugeordneten bistabilen Kippstufen zu speichern. Die gespeicherten Informationen werden dann mittels Koinzidenzschaltungen ausgewertet, wobei als Formelemente ein ansteigender Linienzug und ein abfallender Linienzug erkannt werden und ein senkrechter Linienzug wie ein abfallender Linienzug angezeigt wird.
Schliesslich ist es bereits aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 1135226 bekannt, zur Ermittlung eines geraden Linienzuges die Abtastsignalelemente, die bei der Abtastung von jeweils in einer über das Schriftzeichen erlaufenden Reihe liegenden Flächenelementen erzeugt werden, zu summieren und das Sum-
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mensignal einem Schwellwertschalter zuzuführen, dessen Ansprechen das Auftreten eines in entsprechender Richtung verlaufenden geraden Linienzuges anzeigt.
Die bekannten Verfahren, bei denen ein gerader Linienzug dann angezeigt wird, wenn jeweils eine fest vorgegebene Anzeigeschwelle überschritten wird, basieren auf der Voraussetzung, dass alle zu er- kennende Schriftzeichen eine ganz bestimmte vorgegebene Grösse besitzen und dass daher auch gegebe- nenfalls in den Schriftzeichen enthaltene gerade Linienzüge eine entsprechende, ebenfalls fest vorgegebene absolute Länge haben, so dass auf Grund dieser absoluten Länge eines geraden Linienzuges die erwähnte feste Anzeigeschwelle überschritten und der betreffende gerade Linienzug als Formelement angezeigt wird. Eine solche Voraussetzung engt die Anwendbarkeit der bekannten Verfahren bei der Erkennung von Schriftzeichen verschiedener Grössen zumindest erheblich ein, wenn sie diese nicht sogar ganz ausschliesst.
Es ist zwar auch schon eine Schaltung zur Feststellung eines ein Formelement "Strich" darstellenden geraden Linienzuges angegeben worden, die ein derartiges Formelement"Strich"dann feststellt, wenn der Linienzug in seiner Länge einen bestimmten Bruchteil wie z. B. das 0, 7fache der Höhe des gerade abgetasteten Schriftzeichens erreicht. Diese Schaltung setzt allerdings voraus, dass das zu erkennende Schriftzeichen vor der Ermittlung derartiger Formelemente in seiner vollen Ausdehnung überblickt werden kann, um seine Höhe und dementsprechend die von einem als "Strich" zu erkennenden geraden Linienzug dieses Schriftzeichens zu erreichende Länge vorgeben zu können ; hiezu wird das Schriftzeichen vor der Ermittlung der in ihm enthaltenen Formelemente in seiner ganzen Ausdehnung gespeichert.
Durch das vorübergehend gespeicherteschriftzeichen wird dabei einsogenanntes Längenregister derart gesteuert, dass es diejenigen Zeilen, die zwischen den die obere und untere Begrenzung des abgetasteten Schriftzeichens bildenden Leerzeilen liegen, zählt und damit ein Mass für die Höhe des abgetasteten Schriftzeichens gewinnt ; auf Grund der Anzahl der dabei erreichten Zählschritte wird dann in einem weiteren Register eine einem bestimmten Bruchteil (z. B. 0, 7) dieser Anzahl entsprechende Zählstufe markiert, von der ausgehend danach dieses weitere Register jeweils bei Auftreten eines Abtastsignalelementepaares "11" um einen Schritt zurückgeschaltet wird, bis gegebenenfalls bei Erreichen des ersten Zählschrittes ein Formelement "Strich" angezeigt wird.
Diese Schaltung ist somit unabhängig von der absoluten Länge eines als Formelement "Strich" zu ermittelnden geraden. Linienzuges und kann daher in Schriftzeichen unterschiedlicher Grösse enthaltene Formelemente "Strich" feststellen. Allerdings muss zunächst vor Anwendung dieser Schaltung die Höhe des gerade zu erkennenden Schriftzeichens bestimmt werden, um den daran gekoppelten Schwellwert für die Länge eines als Formelement "Strich" zu wertenden geraden Linienzuges dieses Schriftzeichens vorgeben zu können ; hiefür ist zwangsläufig ein entsprechender Aufwand für einen zweidimensionalen Zwischenspeicher, Register und relativ umfangreiche Steuermittel verbunden.
Die Erfindung zeigt nun einen Weg, eine vorherige Bestimmung der Ausdehnung eines zu erkennenden Schriftzeichens, wie sie durch vorübergehende Speicherung des Schriftzeichens oder auch durch mehrfache Abtastung desselben zu erreichen ist, ganz zu vermeiden und dennoch für die Länge eines als Formelement "Strich" zu wertenden geraden Linienzuges Grenzen zu gewinnen, die durch die jeweilige Grösse des gerade abgetasteten Schriftzeichens bestimmt werden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Feststellung eines in einem besonders spaltenweise abgetasteten, automatisch zu erkennenden Schriftzeichens bei Überschreiten eines vorbestimmten Bruchteiles einer in einer Richtung gegebenen Ausdehnung des Schriftzeichens einFormelement ("Strich") darstellenden geraden Linienzuges.
Gemäss der Erfindung werden zunächst diejenigen Folgen von Abtastsignalelementen "1 ", die jeweils eine eine vorgegebene Mindestanzahl nicht unterschreitende Anzahl von unmittelbar aufeinanderfolgend in einer Reihe (Spalte, Zeile) auftretenden Abtastsignalelementen"l"umfassen, entsprechend ihrer Lage innerhalb der Reihe gespeichert, u. zw. gemeinsam mit etwa bereits gespeicherten Folgen solcher in vorangehenden Reihen aufgetretener Abtastsignalelemente "1". Bei Erreichen der hinteren Begrenzung des gerade abgetasteten Schriftzeichens werden dann die gespeicherten Folgen von Abtastsignalelementen "1" mit der quer zur Richtung der Reihen (Spalten, Zeilen) gebildeten, ebenfalls entsprechend ihrer Lage gespeicherten Projektion des Schriftzeichens verglichen.
Dabei wird das Auftreten eines ein Formelement darstellenden geraden Linienzuges {"Strich") daran festgestellt, dass die gespeicherten Folgen von Abtastsignalelementen "1" und die Projektion des gerade abgetasteten Schriftzeichens in ihrer Lage innerhalb vorgegebener Grenzen miteinander übereinstimmen.
Dadurch, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren die bei der Abtastung eines geraden Linienzuges erhaltenen Folgen von Abtastsignalelementen "1" gemeinsam zunächst gespeichert und nach Ab tastung des Schriftzeichens mit dessen Projektion verglichen werden-wobei durch Vorgabe der genann-
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ten Mindestanzahl solche Linienzugteile unberücksichtigt bleiben, bei denen es sich auf Grund ihrer zu geringen Ausdehnung nicht um einen geraden Linienzug eines zu erkennenden Schriftzeichens, sicherlich aber nicht um einen als Formelement "Strich" eines solchen zu erkennenden Schriftzeichens zu wertenden Linienzug handelt - gelingt es, ohne dass das gerade zu erkennende Schriftzeichen vor Beginn der Ermittlung von Formelementen in seiner vollen Ausdehnung überblickt werden müsste, dennoch die Grenzen,
innerhalb derer ein gerader Linienzug als Formelement"Strich"gewertet wird, durch das jeweilige automatisch zu erkennende Schriftzeichen selbst festlegen zu lassen.
Da somit für einen alsFormelement "Strich" zu wertenden geraden Linienzug keine absolute Mindestlänge vorgeschrieben werden muss, können auch Schriftzeichen unterschiedlicher Grösse und demzufolge unterschiedlicher Länge eines in ihnen enthaltenen Formelementes"Strich"erkannt werden, sofern es sich nur bei den betreffenden Zeichen auf Grund ihrer innerhalb weiterer Grenzen liegenden Grössen überhaupt um zu identifizierende Schriftzeichen handelt.
Dabei ist es zweckmässig, in weiterer Ausbildung der Erfindung so zu verfahren, dass nur solche Abtastsignalelementefolgen gespeichert und mit der Schriftzei chenprojektion verglichen werden, die eine solche Anzahl von unmittelbar aufeinanderfolgend in einer Reihe auftretenden Abtastsignalelementen"l"umfassen, dass eine den vorgegebenen Grenzen der Schriftzeichenprojektion entsprechende Mindestanzahl nicht unterschritten und eine entsprechende Höchstanzahl nicht überschritten wird.
Um gegebenenfalls mehrere in einem Schriftzeichen enthaltene Formelemente "Strich" voneinander getrennt feststellen zu können, ist es in weiterer Ausbildung des erfindungsgemässen Verfahrens zweckmä- ssig, dass jeweils alle diejenigen zu speichernden Folgen von Abtastsignalelementen "1", die in jeweils unmittelbar aneinandergrenzenden Reihen auftreten, für sich gespeichert und mit der Schriftzeichenprojektion verglichen werden.
Von besonderem Vorteil ist noch, dass bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens auf Schaltungen zurückgegriffen werden kann bzw. Schaltungen mitausgenutzt werden können, die gegebenenfalls ohnehin bereits in einer Lesemaschine vorhanden sind, um einen zeilenförmig angeordneten Text Schriftzeichen für Schriftzeichen ablesen und erkennen zu können.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung dient zur Feststellung der in den zu erkennenden Schriftzeichen gegebenenfalls enthaltenen Formelemente "Strich" nach dem erfindungsgemässen Verfahren eine Schaltung mit einem Umlaufregister mit einer die Speicherung der in einer Abtastspalte auftretenden Signalelemente gestattenden Speicherkapazität, dem an seinem Eingang schrittweise diejenigen bei der Abtastung eines Schriftzeichens erzeugten Abtastsignalele- mente "1" zugeführt werden, die in einer eine vorgegebene Mindestanzahl nicht unterschreitenden Anzahl unmittelbar aufeinanderfolgend in einer Abtastspalte auftreten, und an dessen Ausgang der eine Eingang eines Vergleichers angeschlossen ist, an dessen anderem Eingang für die Zeitspanne,
in der sich der Ab- lastpunkt bei der Abtastung der hinter der hinteren Begrenzung eines gerade abgetasteten Schriftzeichens liegenden Abtastspalte zwischen der Höhe des Anfanges und der Höhe des Endes der Projektion des abgetasteten Schriftzeichens befindet, ein Zeichenendesignal "1" auftritt, wobei der Vergleicher nur bei einer zumindest angenähert für die Dauer des Zeichenendesignals"l"anhaltenden Koinzidenz dieses Zeichen-
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An dieser Stelle sei die Bemerkung nachgeholt, dass im vorstehenden und ebenso in den folgenden Darlegungen unter einem Abtastsignalelement"l"bzw. einem Projektionssignalelement"l"ein Signalelement verstanden wird, das einem von einem Zeichenteil bedeckten Flächenelement entspricht, während unter einem Abtastsignalelement"0"bzw. einem Projektionssignalelement"0"ein Signalelement verstanden wird, das einem von keinem Zeichenteil bedeckten Flächenelement entspricht.
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menten wie z. B. einer vollständig umschlossenen Fläche in seinem rechten Teil einen als Formelement "Strich" zu wertenden senkrechten Linienzug aufweist. Auf Fig. 1 wird im übrigen bei der Erläuterung der weiteren Figuren noch zurückgekommen werden.
Fig. 2 zeigt eine gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung aufgebaute Schaltung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens. Die in Fig. 2 dargestellte Schaltung zur Feststellung eines ein Formelement "Strich" darstellenden geraden Linienzuges eines automatisch zu erkennenden Schriftzeichens weist zunächst ein Umlaufregister Rs auf, dessen Speicherkapazität die Speicherung der in einer Abtastspalte auftretenden Abtastsignalelemente gestattet. Über das ODER-Gatter OGs und das Sperrgatter SGs ist der Ausgang des Registers Rs zu dessen Eingang rückgeführt, so dass die in das Register Rs
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eingeschriebenen Abtastsignalelemente"l"dort umzulaufen vermögen.
Dem Umlaufregister Rs werden an seinem, zunächst zum ODER-Gatter OGs führenden, Eingang s schrittweise diejenigen bei der Abtastung eines Schriftzeichens erzeugten Abtastsignalelemente"l"zugeführt, die in einer eine vorgegebene Mindestanzahl nicht unterschreitenden Anzahl unmittelbar aufeinanderfolgend in einer Abtastspalte auftreten. In der Schaltung nach Fig. 2 ist hiezu der Eingang s des Umlaufregisters Rs mit der die bei der spaltenweisen Abtastung erzeugten Abtastsignalelemente führenden Leitung n über ein Schieberegister R von der Länge einer Abtastspalte und ein nachfolgendes UND-Gatter UGs verbunden, welches nur bei Zuführung von Folgen von Abtastsignalelementen "1", die in einer die vorgegebene Mindestanzahl nicht unterschreitenden Anzahl unmittelbar aufeinanderfolgen, übertragungsfähig ist.
Eine solche Folge von Abtastsignalelementen "1" wird im Umlaufregister Rs entsprechend ihrem Auftreten innerhalb der Abtastspalte gespeichert, u. zw. gemeinsam mit etwa bereits gespeicherten Folgen von in vorangehenden Abtastspalten aufgetretenen Abtastsignalelementen "1", d. h. in ein Speicherelement des Umlaufregisters Rs, in das gerade ein Abtastsignalelement "1" einzuschreiben ist und in dem bisher kein Abtastsignalelement "1" eingespeichert war, wird das Abtastsignalelement "1" ein- geschrieben, während in einem Speicherelement, in das gerade kein Abtastsignalelement"l"einzuschreiben ist, in dem aber bereits ein Abtastsignalelement"l"eingespeichert ist, dieses Abtastsignal- element "1" eingespeichert bleibt.
Auf diese Weise ist im Umlaufregister Rs jeweils die längste derartige Folge von in einer Abtastspalte aüfgetretenen Abtastsignalelementen"l"entsprechend ihrem Auftreten innerhalb der Abtastspalte gespeichert, d. h. im Umlaufregister Rs ist der längste in Frage kommende Schwarzabschnitt einer Abtastspalte lagerichtig abgebildet.
Genauer gesagt, ist im Umlauf register Rs lagerichtig die Projektion eines Teiles des gerade abgetasteten Schriftzeichens gespeichert, u. zw. wie im folgenden noch näher gezeigt werden wird, eines solchen Teiles des abgetasteten Schrift-
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mutet werden kann, hat den Vorteil eines relativ geringen Speicheraufwandes und einer dennoch lagerichtigen Abbildung des Schriftzeichenteiles, so dass anschliessend ohne grossen Aufwand das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Formelementes "Strich" im betreffenden Schriftzeichenteil festgestellt werden kann.
Hiezu ist an den Ausgang des Umlaufregisters Rs der eine Eingang eines Vergleichers VSZ angeschlossen, dessen anderer Eingang an einer Leitung ze liegt. An diesem ändern Eingang des Vergleichen VSZ tritt für die Zeitspanne, in der sich der Abtastpunkt bei der Abtastung einer hinter der hinteren Begrenzung eines gerade abgetasteten Schriftzeichens liegenden Abtastspalte zwischen der Höhe des Anfanges und der Höhe des Endes der (bei den in Fig.
1 dargestellten Verhältnissen sich von der gestrichelt dargestellten Geraden o in Spaltenrichtung bis zur gestrichelt dargestellten Geraden u hin erstreckenden) Projektion des abgetasteten Schriftzeichens befindet, ein Zeichenendesignal'"l"auf. Zur Erzeugung eines solchen Zeichenendesignals kann auf eine Schaltung zurückgegriffen werden, die bereits an anderer Stelle angegeben worden ist, nämlich in der österr.
Patentschrift Nr. 228851 und die hier nicht weiter beschrieben werden soll ; es genügt hier zu wissen, dass auf der Leitung ze und damit an dem an diese Leitung angeschlossenen Eingang des Vergleichers VSZ nach dem Erreichen der hinteren Begrenzung eines gerade abgetasteten Schriftzeichens ein Zeichenendesignal "1" auftritt, das durch seine zeitliche Lage innerhalb einer Abtastspalte die Lage der Projektion des gerade abgetasteten Schriftzeichens anzeigt. Der Vergleicher VSZ stellt nun fest, ob zumindest angenähert für die Dauer dieses Zeichenendesignals"l" eine Koinzidenz der einzelnen Zeichenendesignalelemente"l"und der im Umlaufregister Rs ge- speicherten Signalelemente"l"anhält ; zutreffendenfalls gibt der Vergleicher VSZ an seinem Ausgang S ein das Formelement"Strich"anzeigendes Ausgangssignal ab.
Bei der in Fig. 2 dargestellten speziellen Ausbildung des Vergleichers VSZ wird das Auftreten eines ein'Formelement "Strich" darstellenden geraden Linienzuges daran festgestellt, dass die im Umlaufregister Rs gemeinsam gespeicherten Folgen von Abtastsignalelementen "1" und die Projektion des abgetasteten Schriftzeichens in ihrer Lage völlig miteinander übereinstimmen. Hiezu weist der Vergleicher VSZ zunächst zwei Differenzierglieder AS und ES auf, von denen das eine Differenzierglied AS, das direkt an den Ausgang des Umlaufregisters Rs angeschlossen ist, zu dem einen Eingang eines UND-Gatters GA führt, an dessen andern Eingang ein direkt mit der Leitung ze verbundenes drittes Differenzierglied AZ angeschlossen ist.
Das andere Differenzierglied ES, das über einen Negator NES an den Ausgang des Umlaufregisters Rs angeschlossen ist, führt zum Rückstelleingang einer dem genannten UND-Gatter GA nachgeschalteten bistabilen Kippstufe SA, sowie zum ersten Eingang eines Gatters GS, das mit einem weiteren Eingang am Ausgang der bistabilen Kippstufe SA liegt und mit einem dritten Eingang an ein viertes Differenzierglied EZ angeschlossen ist, welches
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"1" abgeben,vonAbtastsignalelementen "1" von vornherein verbleibt ; in beidenFällen wird die betreffende Abtastsignalelementenfolge nicht durch das demSchieberegister R nachgeschaltete UND-Gatter UGs übe-tragen.
Nur dann, wenn eine Folge von Abtastsignalelementen "1" in ihrer Länge innerhalb der für die Projektionslänge eines automatisch zu erkennenden Schriftzeichens vorgegebenen Grenzen liegt, tritt am Ende der betreffenden Abtastsignalelementenfolge für ein mit seinem einen Eingang an die bistabile Kipp- stufe - Sp10 und mit seinem andernEingang an den Negator NGpr angeschlossenes UND-Gatter UGe der Koinzidenzfall ein. Di der Schaltung nach Fig. 2 ist nun weiterhin eine Zähleinrichtung BZ zur Zählung der in einer jeden Abtastspalte auftretenden Folgen von unmittelbar aneinandergrenzenden Abtast- signalelementen"l"vorgesehen, bei der die jeweils im Augenblick einer Aktivierung des UND-Gatters UGe erreichten Zählschritte markiert werden.
Danach wird bei einer erneuten Zuführung der Abtastsignalelemente der betreffenden Abtastspalte und Zählung der auftretenden Folgen von unmittelbar aneinandergrenzendenAbtastsignalelementen"l"jeweils bei Erreichen eines solchen markierten Zähl- schrittes ein Signal an den Steuereingang des vom Schieberegister R zum Umlaufregister Rs führenden UND-Gatter UGs abgegeben, so dass die betreffende Folge von Abtastsignalelementen "1" durch das UND-Gatter UGs übertragen wird.
Die Zähleinrichtung BZ kann hiezu, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, ein Vorwärtszählregister VZ aufweisen, dessen Eingang mit der die bei der spaltenweisen Abtastung eines zu erkennenden Schrift- zeichens erzeugten Abtastsignalelemente führenden Leitung n verbunden ist. Die Verbindung verläuft dabei über ein Differenzierglied Dv, welches entfallen kann, wenn das Vorwärtszählregister VZ von sich aus bereits einen differenzierenden. Eingang besitzt. Die in Fig. 2 dargestellte Zähleinrichtung BZ weist weiterhin ein Zwischenspeicherregister ZS auf und schliesslich ein Rückwärtszählregister ZR, dessen Steuereingang über ein weiteres Differenzierglied Dr an den Ausgang des Schieberegisters R angeschlossen ist. Diese Zähleinrichtung BZ arbeitet in folgender Weise.
Auf der Leitung n herrscht der"1"Zustand, solangebeiderspaltenweisenAbtastungeineszuerkennendenSchriftzeichnesder Abtastpunkt in einer Abtastspalte auf ein Element eines Linienzuges auftrifft, während sonst der "0" Zu- stand herrscht. Über das Differenzierglied Dv wird dabei jeweils in dem Augenblick, in dem auf der Leitung n an die Stelle des "0"-Zustandes der "1 "-Zustand tritt, ein positiver Zählimpuls zum Vorwärtszählregister VZ übertragen. Das Vorwärtszählregister VZ zählt somit die in einer Abtastspalte enthaltenen Folgen von unmittelbar aneinandergrenzenden Abtastsignalelementen "1".
Von dem oben genannten UND-Gatter UGe her wird der Zähleinrichtung nun jeweils in dem Augenblick ein Markier- signal zugeführt, in dem das an die bistabile Kippstufe SplO angeschlossene UND-Gatter UGe aktiviert wird, d. h. wenn eine Folge von unmittelbar aneinandergrenzenden Abtastsignalelementen"l" festgestellt wurde, die in ihrer Länge innerhalb der für die Projektionslänge eines zu identifizierenden Schriftzeichens gegebenen Grenzen liegt. Das Markiersignal bewirkt, dass der in diesem Augenblick vom Vorwärtszählregister VZ erreichte Zählschritt markiert wird, was in der in Fig. 2 dargestellten Zähleinrichtung BZ dadurch geschieht, dass der jeweils gerade erreichte Zählschritt im Zwischenspeicherregister ZS gespeichert wird.
Nach Beendigung der Abtastung der gerade abgetasteten Abtastspalte n wird durch ein Synchronisierungssignal, welches in hier nicht weiter interessierender Weise jeweils zu Beginn der Abtastung einer Abtastspalte auf einer Leitung Sp auftritt, die Übertragung der im Zwischen- speicherregister ZS gegebenenfalls gespeicherten Zählschritte in das Rückwärtszählregister RS bewirkt. Es sei hier bemerkt, dass sämtliche Register in an sich bekannter Weise realisiert werden können,
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und von diesem auch parallel wieder ausgegeben werden, während sie vom Rück-wärtszählregister RZ zwar parallel aufgenommen werden, jedoch serienmässig. ausgegeben werden.
Diese serienmässige Aufgabe wird dadurch erreicht, dass das Rückwärtszählregister RZ nunmehr durch dieselben Abtastsignalelemente, mit denen zuvor das Vorwärtszählregister VZ in der einen Richtung, nämlich nach rechts, gesteuert worden war, in der entgegengesetzten Richtung, nach links, gesteuert wird. Dies wird dadurch erreicht,. dass der Steuereingang des Rückwärtszahlregisters RZ über das Differenzierglied Dr an den Ausgang n-1 des Schieberegisters R angeschlossen ist.
Die Abtastsignalelemente, mit denen zuvor das Vorwärtszählregister VZ der Zähleinrichtung BZ gesteuert worden war, werden der Zähleinrichtung BZ mit einer Verzögerung von der Dauer einer Abtastspalte also erneut zugeführt, wobei durch das Differenzierglied Dr wieder bewirkt wird, dass jeweils nur dann positive Schiebeimpulse zum Rückwärtszählregister RZ übertragen werden, wenn am Ausgang n-1 des Schieberegisters R ein Zustandswechsel vom"0"-Zustand in den "1"-Zustand stattfindet. Durch jeden dieser Schiebeimpulse werden die in den einzelnen Stufen des Rückwärtszählregisters RZ gegebenenfalls
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gespeicherten bits um einen Schritt nach links geschoben.
Das Rückwärtszählregister RZ gibt daher an seiner ersten Stufe bei Erreichen eines markierten Zählschrittes ein Signal "1" an den Steuereingang des UND-Gatters UGs ab. Das UND-Gatter UGs ist für die Dauer der Abgabe eines solchen Steuersignals übertragungsfähig und überträgt daher die währenddessen gerade am Ausgang n-1 des Schieberegisters R auftretende Folge von unmittelbar aneinandergrenzenden Abtastsignalelementen"l", die in ihrer Länge innerhalb der für die Projektionslänge eines zu identifizierenden Schriftzeichens gegebenen Grenzen liegt und daher zuvor über das mit der Zähleinrichtung ZplO verbundene UND-Gatter UGe in der Zähleinrichtung BZ markiert worden war
Zur näheren Erläuterung der bisher geschilderten Vorgänge sei hier ein kurzer Blick auf Fig. l geworfen. Wie aus Fig.
l ersichtlich wird, führt die zahleinrichtung BZ beispielsweise bei der Abtastung der
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viert wird. Der Vorwärtszähler VZ der Zähleinrichtung BZ wird daher in hier nicht weiter interessierender Weise am Ende der Abtastspalte k wieder in den Ruhezustand zurückgestellt, ohne dass zuvor ein Zählschritt in das Zwischenspeicherregister ZS übertragen worden wäre. Letzteres gilt auch für die Abtastung der weiterhin in Fig. 1 angedeuteten Abtastspalte 1, in der das Vorwärtszählregister VZ der Zähleinrichtung BZ zwei Zählschritte ausführt, die jedoch beide ebenfalls unmarkiert bleiben, da auch hier wegen der jeweils zu kurzen Folgen von Abtastsignalelementen "1" die bistabile Kippstufe SpI0 gar nicht aktiviert wird.
Das dem Schieberegister R nachgeschaltete UND-Gatter UGs ist daher für die bei der Abtastung der Abtastspalten k oder l gew onnenen Folgen von Abtastsignalelementen "1" nicht übertragungsfähig.
Es sei nun angenommen, dass die Abtastung in ihrem weiteren Verlauf bis zu der in Fig. 1 angedeuteten Abtastspalte m-2 fortgeschritten ist. In dieser Abtastspalte m-2 tritt während der Abtastung
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der in Fig. l gestrichelt dargestellten Geraden o bis zur gestrichelt dargestellten Geradendie Zähleinrichtung BZ mit ihrem Vorwärtszähler VZ einen Zählschritt aus. Bevor die Abtastung innerhalb der Abtastspalte m-2 bis zur Schriftzeichenunterkante u (Fig. l) fortgeschritten ist, erreicht die, die Abtastsignalelemente "1" dieser Abtastsignalelementenfolge zählende, Zähleinrichtung ZplO den der vorgegebenen Mindestanzahl entsprechenden Zählschritt und aktiviert daher die bistabile Kippstufe Sp10.
Der Abtastpunkt gelangtdann innerhalb derAbtastspalte m-2 auf die Höhe der in Fig. 1 gestrichelt dargestellten Geraden u, bevor die Zähleinrichtung ZplO den der vorgegebenen Höchstanzahl von Signalelementen entsprechenden Zählausgang erreicht hat. Das erste sich an die Folge von Abtastsignalelementen "1" anschliessende Abtastsignalelement "0" führt daher dazu, dass für das mit seinem einen Eingang über den Negator NGpr an die Leitung n und mit seinem andern Eingang an die noch aktivierte bistabile Kippstufe Sp10 angeschlossene UND-Gatter UGe die Koinzi- denzbedingungerfülltwird, sodassdervonderzähleinrichtung BZ ausgeführte Zählschritt nunmehr im Zwischenspeicherregister ZS markiert wird.
Zu Beginn der nächsten Abtastspalte m-1 wird durch das auf der Leitung Sp auftretende Synchronisierungssignal der im Zwischenspeicher ZS markierte Zählschritt in das Rückwärtszählregister RZ übertragen, wobei zugleich das Vorwärtszählregister VZ und der Zwischenspeicher ZS zurückgestellt werden.
Im Verlaufe der Abtastspalte m-1 wiederholen sich die soeben für die Abtastspalte m-2 geschilderten Vorgänge in analoger Weise. Während sich die Abtastung in der Abtastspalte m-1 von der Höhe der in Fig. 1 gestrichelt dargestellten Geraden o bis zur Höhe der Geraden u hinzieht, tritt am Ausgang des Schieberegisters R die Folge von Abtastsignalelementen "1" auf, die bei der Abtastung der vorangehenden Abtastspalte m-2 gewonnen wurde. Das erste Abtastsignalelement "1" dieser Folge bewirkt wegen des damit verbundenen Überganges vom "0 "-Zustand in den"l"-Zustand am Ausgang n-1 des Schieberegisters R einen Rückzählschritt des in der Zähleinrichtung BZ vorgesehenen Rückwärtszählregisters RZ, durch den die erste Stufe des Rückwärtszählregisters RZ aktiviert wird.
Nachdem an diese erste Stufe des Rückwärtszählregisters RZ der Steuereingang des dem Schieberegister R nachgeschalteten UND-Gatters UGs angeschlossen ist, überträgt nunmehr das UND-Gatter
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UGs die mit dem genannten Abtastsignalelement "1" zusammenhängede Folge von Abtastsignalelementen"l", die bei der Abtastung der Abtastspalte m-2 gewonnen wurde, zum Eingang s des
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Weise werdengeführt, die in einer die vorgegebene Mindestanzahl nicht unterschreitenden und die vorgegebene Höchstanzahl nicht überschreitenden Anzahl unmittelbar aufeinanderfolgend in einer Abtastspalte, beispielsweise also der Abtastspalte m-2 in Fig. l, auftreten. Diese Abtastsignalelemente "1" werden im Umlauf-
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innerhalb ihrer Abtastspalte entspricht.
Dem Umlaufregister Rs werden dabei über eine Leitung T Synchronisierungsimpulse, die in bereits an anderer Stelle beschriebener Weise das von der Abtasteinrichtung erzeugte Abtastsignal in eine endliche Anzahl von Abtastsignalelementen unterteilen, als Schie- beimpulse zugeführt.
Hiedurch wird, nachdem das Umlaufregister Rs gerade eine die Speicherung der in einer Abtastspalte enthaltenen Signalelemente gestattende Speicherkapazität aufweist, erreicht, dass Abtastsignalelemente "1", die in verschiedenen Abtastspalten jeweils mit der gleichen Höhenlage innerhalb der Abtastspalte auftreten, jeweils an dieselbe Stelle des Umlaufregisters Rs als ein gemeinsames Signalelement"l"eingeschrieben werden.
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chen d nicht mehr überlaufen, d. h. das zu erkennende Schriftzeichen möge gerade abgetastet worden sein, und es möge nunmehr die erste hinter dem Schriftzeichen liegende Abtastsps. lte abgetastet werden.
Im Verlauf dieser Abtastspalte m werden zunächst analog zu den soeben beschriebenen Verhältnissen die bei der Abtastung der vorangehenden Abtastspalte m-1 gewonnenen Abtastsignalelemente"l", die eine zu speichernde Abtastsignalelementefolge bilden, über das UND-Gatter UGs übertragen und
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Schriftzeichens d gewissermassen die quer zur Richtung der Abtastspalten gebiidete Projektion des ge- raden Linienzuges, der sich an den den linken Teil des Schriftzeichens d bildenden c-förmigen Linien- zug anschliesst und den rechten Teil des Schriftzeichens d bildet.
An den Ausgang des Umlaufregisters Rs ist nun der eine Eingang des bereits erwähnten Vergleichers VSZ angeschlossen, an dessen anderem Eingang für die Zeitspanne, in der sich der Abtastpunkt bei der Abtastung einer hinter einem gerade abgetasteten Schriftzeichen liegenden Abtastspalte zwischen der Höhe des Anfanges und der Höhe des Endes der quer zur Richtung der Abtastspalten gebildeten Projektion des abgetasteten Schriftzeichens befindet, ein Zeichenendesignal"l"auftritt und der nur bei einer zumindest angenähert für die Dauer des Zeichenendesignals"l"anhaltenden Koinzidenz dieses Zeichenende- signals "1" und der an seinem ersteren Eingang auftretenden, im Umlaufregister Rs gespeicherten Signalelemente"l"ein ein Formelement"Strich"anzeigendes Ausgangssignal abgibt.
Wie oben erwähnt wurde, kann das genannte Zeichenendesignal, das auf der Leitung ze der in Fig. 2 dargestellten Schaltung auftritt, in einer bereits an anderer Stelle, nämlich gemäss der in der österr. Patentschrift Nr. 228851 beschriebenen Weise, gewonnen werden, wobei dann bei den in Fig. l dargestellten Verhältnissen bei der Abtastung der Abtastspalte m+1 während der Zeitspanne, in der sich der Abtastpunkt in der Abtastspalte m+1 zwischen den Grenzen 0 und u befindet, auf der Leitung ze der Zeichnen- designalzustand "1" herrscht. Bei der in Fig.
2 dargestellten und oben bereits erläuterten Ausbildung des Vergleichers VSZ tritt für das im Vergleicher VSZ vorgesehene UND-Gatter G A der Koinzi-
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auf der Leitung ze das erste Signalelement"l"der im Umlaufregister Rs gespeicherten Folge von Signalelementen "1" am Ausgang des Umlaufregisters Rs auftritt und daher durch das an die Leitung ze angeschlossene Differenzierglied AZ und das an den Ausgang des Umlaufregisters Rs angeschlossene Differenzierglied AS gleichzeitig jeweils ein Signalimpuls zu den beiden Eingängen des UND-Gatters GA hin übertragen wird.
Diese Bedingung ist bei den in Fig. l dargestellten Verhältnissen offensichtlich erfüllt, da unter den dargestellten Verhältnissen die Projektion des im Schriftzeichen d enthaltenen geraden Linienzuges mit der Projektion des gesamten Schriftzeichens d übe : elnsn. mmt. Der durch das UND-Gatter GA festgestellte gleichzeitige Beginn der Projektion des geraden Linienzuges und der Projektion des gesamten Schriftzeichens wird in der bistabilen Kippstufe SA gespeichert. In dem Augenblick, in dem das Zeichenendesignal auf der Leitung ze wieder verschwindet, wird von der Differenziereinrichtung EZ ein Signalimpuls zu dem einen Eingang des Gatters GS hin übertra-
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gen. An seinem zweiten Eingang ist das Gatter GS gegebenenfalls von der aktivierten bistabilen Kippstufe SA her für den Koinzidenzfall vorbereitet.
In dem Augenblick, in dem das letzte Signalelement "1" der im Umlaufregister Rs gespeicherten Folge von Signalelementen !'' am Ausgang des Umlaufregisters Rs aufgetreten ist, überträgt die mit diesem Ausgang verbundene Differenziereinrichtung ES einen Signalimpuls zum dritten Eingang des Gatters GS hin ; dieser Signalimpuls tritt dann, wenn das Ende der im Umlaufregister Rs gespeicherten Linienzugprojektion mit dem Ende der Projektion des ganzen Schriftzeichens übereinstimmt, gleichzeitig mit dem von der Differenziereinrichtung EZ Oser- tragenen Signalimpuls auf, so dass bei Aktivierung der bistabilen Kippstufe SA für das Gatter GS die Koinzidenzbedingung erfüllt ist.
An dem den Ausgang S des Vergleichers VSZ bildenden Ausgang des Gatters GS wird daher ein die Feststellung eines Formelementes"Strich"anzeigendes Signal abgegeben. Dem Ausgang des Gatters GS kann erforderlichenfalls eine Speicherschaltung nachgeschaltet sein, welche durch ein die Feststellung eines Formelementes"Strich"anzeigendes Signal aktiviert wird.
Nachdem sich des öfteren verschiedene Schriftzeichen nicht so sehr durch die insgesamt in ihnen enthaltenen Formelemente als vielmehr durch die Reihenfolge des Auftretens bestimmter Formelemente unterscheiden, ist es unter Umständen von Interesse zu wissen, ob ein festgestelltes Formelement "Strich" als erstes Formelement in einem zu erkennenden Schriftzeichen oder aber als weiteres Formelement nach vorangehenden andern Formelementen festgestellt wird. Diese Unterscheidung lässt sich in zweckmässiger Weise mit der in Fig. 2 dargestellten Ergänzung des Vergleichers VSZ treffen.
Hier ist zunächst an den Ausgang des Umlaufregisters Rs der eine Eingang eines UND-Gatters UGfs angeschlossen, das mit seinem zweiten Eingang an einer Leitung f liegt, auf der in hier nicht weiter inteiessierender, an sich wohl bekannter Weise nach Feststellung irgend eines andern Formelementes ein "1"-Signal auftritt. Dieses "1"-Signal kann dann dauernd auf der Leitung f anstehen ; es ist aber auch möglich, dass bei einer Speicherung festgestellter Formelemente entsprechend ihrer Lage innerhalb einer Abtastspalte, wie dies bereits angegeben worden ist, auf der Leitung f wiederholt"l"-Signalelemente jeweils zu einem der Lage des betreffenden Formelementes innerhalb einer Abtastspalte entsprechenden Zeitpunkt auftreten.
Treten nun am Ausgang des Umlaufregisters Rs Signalelemente einer dort gespeicherten Folge von
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die Koinzidenzbedingung erfüllt und es wird eine nachfolgende bistabile Kippstufe Sfs aktiviert. Die Aktivierung der Kippschaltung Sfs zeigt also an, dass vor der Feststellung eines Formelementes "Strich" bereits mindestens ein anderes Formelement festgestellt'worden ist. Dabei bleibt noch offen, ob nach diesem andern Formelement tatsächlich ein Formelement "Strich" festgestellt werden wird.
Stellt danach der Vergleicher VSZ tatsächlich ein Formelement "Strich" fest, so kann das am Vergleicherausgang S abgegebene Signal "1" mit dem am Speicherausgang der bistabilen Kippstufe Sfs auftretenden Si- gnal"l"verknüpft werden ; das am Ausgang Sr des in der Schaltung nach Fig. 2 diese Verknüpfung vornehmenden UND-Gatters GSr auftretende Signal zeigt dann an, dass ein Formelement"Strich"bei der Abtastung eines zu erkennenden Schriftzeichens rechts von mindestens einem andern Formelement dieses Schriftzeichens festgestellt worden ist. Umgekehrt zeigt die Verknüpfung eines am Ausgang S des
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zeichen links von irgend welchen weiteren Formelementen festgestellt worden ist.
Eine solche Verknüpfung bewirkt in der Schaltung nach Fig. 2 das UND-Gatter GSI, an dessen Ausgang SI gegebenenfalls ein derartiges Verknüpfungssignal auftritt. Auch den Gattern GSr und GSI können erforderlichenfalls Speicherschaltungen nachgeschaltet sein. Die bistabile Kippschaltung Sfs wird nach der Übernahme der am Gatter GSr oder GS1 abgegebenen Information, wie dies unten noch kurz erläutert werden wird, wieder in den Ruhezustand zurückgestellt.
Mittels des im vorstehenden beschriebenen, in Fig. 2 dargestellten Vergleichers VSZ wird das Auftreten eines ein Formelement "Strich" darstellenden geraden Linienzuges daran festgestellt, dass die im Umlaufregister Rs gespeicherte Folge von Signalelementen"l"und die Projektion des abgetasteten Schriftzeichens in ihrer Lage völlig miteinander übereinstimmen. Statt dessen könnte man einen ein Formelement "Strich" darstellenden geraden Linienzug aber auch schon daran feststellen, dass die Projektion eines solchen Linienzuges und die Projektion des gesamten abgetasteten Schriftzeichens in ihrer Lage zumindest innerhalb vorgegebener Grenzen miteinander übereinstimmen.
Die für die UND-Gatter GA und GS zu erfüllende Koinzidenzbedingung würde dabei dahingehend entschärft werden, dass ein Ausgangssignal jeweils auch schon dann abgegeben wird, wenn auf ein von einer Differenziereinrichtung zugeführtes Eingangssignal hin das von der andern Differenziereinrichtung her zugeführte Eingangssignal
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zustand zurückgestellt werden.
Wird in der nächsten Abtastspalte wieder eine einzuspeichernde Folge von Abtastsignalelementen "1" festgestellt, so wiederholen sich die beschriebenen Vorgänge ; diese Folge von Abtastsignalelementen"l"wird in der oben an Hand der Fig. 2 beschriebenen Weise im Umlaufspeicher IRs der dort bereits gespeicherten Folge von Abtastsignalelementen "1" überlagert. In entsprechender Weise werden auch etwa in weiteren direkt sich anschliessenden Abtastspalten festgestellte Folgen von Abtastsignalelementen "1" gemeinsam mit den bereits gespeicherten Folgen im Umlaufregister IRs gespeichert.
Wird dann in einer darauffolgenden Abtastspalte keine Folge von Abtastsignalelementen "1" festgestellt, deren Anzahl innerhalb der vorgegebenen Grenzen liegt, so wird auch nicht die bistabile Kippstufe Se vom UND-Gatter UGe her angesteuert und verbleibt daher während dieser Abtastspalte im Ruhezustand. Durch das nächste auf der Leitung Sp auftretende Spa1tenendsignal wird daher über das Sperrgatter Ne, dessen Sperreingang am Au gang der ersten bistabilen Kippstufe Se liegt, die zweite bistabile Kippstufe See aktiviert, wobei über die nachfolgende Differenziereinrichtung Dee ein Weiterschaltimpuls zum Zähler Zv hin übertragen wird.
Die Weiterschaltung hat zur Folge, dass von nun an nicht mehr das UND-Gatter lUGv der Verteilereinrichtung Ev, sondern das darauffolgende UND-Gatter der Verteilereinrichtung Ev übertragungsfähig ist und etwa vom UND-Gatter UGs her übertragene, einzuspeichernde Folgen von Abtastsignalelementen "1" in das nächste Umlaufregister überträgt. Hiebei wiederholen sich dann die bereits beschriebenen Vorgänge in entsprechender Weise. Die Verteilerschaltung Ev trennt also jeweils dann, wenn im Verlaufe einer Abtastspal-
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gister R nachgeschaltete UND-Gatter UGs vom bisherigen Umlaufregister Rs ab und verbindet das UND-Gatter UGs mit dem nächsten Umlaufregister. Nach Beendigung der Abtastung eines Schriftzei- chens wird der Zähler Zv der Verteilerschaltung Ev z. B. mit Hilfe des auf der Leitung ze (s.
Fig. 2) auftretenden Zeichenendesignals bzw. eines daraus abgeleiteten Rückstellimpulses in den Ausgangszustand zurückgestellt. In der im vorstehenden erläuterten Weise wird erreicht, dass die aus der Abtastung mehrerer gerader Linienzüge, die jeweils für sich ein Formelement"Strich"enthalten können, herrührenden Folgen von Abtastsignalelementen"l"jeweils für sichgespeichert und nach der Abtastung des betreffenden Schriftzeichens mit dessen Projektion verglichen werden, wodurch mehrere etwa in dem Schriftzeichen enthaltene Formelemente "Strich" für sich festgestellt und angezeigt wetden. Die Feststellung dieser Formelemente kann jeweils in der bereits an Hand der Fig. 2 beschriebenen Wcije mittels eines Vergleichers, wie des in Fig.
3 nur durch ein Kästchen angedeuteten Vergleichers 1VSZ, getroffen werden. Ist, wie dies in Fig. 3 angedeutet wurde, jedem Umlaufregister Rs ein eigener Veigleicher VSZ nachgeschaltet, so kann der Vergleich mit der Schriftzeichenprojektion für alle Umlaufregister Rs gleichzeitig vorgenommen werden. Es ist aber auch möglich, mit Hilfe eines einzigen Vergleichers nacheinander die in den einzelnen Umlaufregistern Rs gespeicherten Folgen von Abtastsignalelementen "1" mit der Projektion des Schriftzeichens zu vergleichen.
Auch wenn mehrere Formelemente "Strich" in einem zu erkennenden Schriftzeichen enthalten sind, ist es möglich, für jedes einzelne dieser Formelemente anzugeben, ob es links von irgend welchen andern Formelementen oder rechts von mindestens einem andern Formelement aufgetreten ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich wird, ist hiezu analog zu den in Fig. 2 dargestellten Verhältnissen jedem Vergleicher, wie dem Vergleicher 1 VSZ, ein mit einem Eingang an den Ausgang des zugehörigen Umlaufregisters lRs und mit einem zweiten Eingang an die nach Feststellung eines andern Formelementes ein "1 "-Si - gnal führende Leitung f angeschlossenes UND-Gatter 1UGfs mit einer nachgeschalteten Kippschaltung 1Sfs zugeordnet.
Jedes der UND-Gatter 1 UGfs... jUGfs weist nunmehr jedoch einen dritten Eingang auf, der an die zugehörige Stufe des Zählers Zv der Verteilerschaltung Ev angeschlossen ist. Hiedurch wird erreicht, dass ein UND-Gatter 1 UGfs... j UGfs nur während derjenigen Zeitspanne entriegelt ist und gegebenenfalls ein in der nachfolgenden Kippschaltung zu speicherndes Ausgangssignal abzugeben vermag, in der das UND-Gatter UGs über das gerade übertragungsfähige UND-Gatter lUGv... jUGv der Verteilerschaltung Ev mit dem zugehörigen Umlaufregister 1Rs... jRs verbun- den ist ;
ein UND-Gatter 1 UGfs... jUGfs gibt daher auchnur dann einAusgangssignal ab, wenn während des Umlaufens einer in dem zugehörigen Umlaufregister 1Rs... jRs gespeicherten Folge von Signalele- menten "1" bereits irgend ein anderes Formelement festgestellt worden ist.
Dieses Ausgangssignal wird, wie gesagt, in der nachgeschalteten bistabilen Kippschaltung 1Sfs... jSfs gespeichert und kann danach bei Feststellung eines Formelementes "Strich" durch den zugehörigen Vergleicher. 1 VSZ... jVSZ mit dem an dessen Ausgang 1S...js auftretenden Signal verknüpft werden, so dass dann beispielsweise ein
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am Ausgang 1S1 des UND-Gatters lGSl auftretendes"l"-Signal anzeigt, dass das erste in dem gerade abgetastetenSchriftzeichen festgestellte Formelement"Strich"links von irgend welchen andern Formelementen festgestellt worden ist, während ein am Ausgang jSr des UND-Gatters jGSr auftretendes "1"-Signal anzeigt, dass ein in dem gerade abgetasteten Schriftzeichen festgestelltes j-tes Formelement "Strich" rechts von mindestens einem andern Formelement festgestellt worden ist.
Die die gemäss der Erfindung festgestellten Formelemente "Strich" anzeigenden Signale können erforderlichenfalls nach vorübergehender Speicherung in nachgeschalteten Speichern, zusammen mit gegebenenfalls weiteren im abgetasteten Schriftzeichen festgestellten Formelementen zu einem das betreffende Schriftzeichen beschreibenden Wort, das gegebenenfalls auch nur die unterscheidungswichtigen Formelemente zu enthalten braucht, zusammengestellt werden, welches dann zur Identifizierung des gerade abgetasteten Schriftzeichens mit gespeicherten Worten, die jeweils für die Schriftzeichen eines bestimmten Bedeutungsinhaltes vorgegeben sind, verglichen wird.
Auf die Zusammenstellung eines solchen das gerade abgetastete Schriftzeichen beschreibenden Wortes und dessen Vergleich mit den vorgegebenen, gewissermassen als Normale dienenden Worten soll hier jedoch nicht mehr eingegangen werden, da dies zum Verständnis der Erfindung nicht mehr erforderlich ist.
Abschliessend sei noch bemerkt, dass die Gatterschaltungen, bistabilen Kippschaltungen, Register und Zähleinrichtungen, die in den in den Figuren dargestellten Schaltungen enthalten sind, in an sich bekannter Weise realisiert werden können, wie dies beispielsweise den "Entwicklungsberichten der Siemens & Halske AG", Jahrgang 22, Folge 2, August 1955 ; S. 159 - 171, oder den "Nachrichtentechnischen Fach - berichten", Band 14 [1959] S. 25 - 29, zu entnehmen ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren und Schaltung zur automatischen Erkennung von Schriftzeichen durch Feststellung eines, in einem besonders spaltenweise abgetasteten Schriftzeichens bei Überschreiten eines vorbestimmten Bruchteiles einer in einer Richtung gegebenen Ausdehnung des Schriftzeichens, ein Formelement ("Strich") darstellenden geraden Linienzuges, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen Folgen von Abtast- signalelementen"l", die jeweils eine eine vorgegebene Mindestanzahl nicht unterschreitende Anzahl unmittelbar aufeinanderfolgend in einer Reihe (Spalte, Zeile) auftretender Abtastsignalelemente"l"umfassen,
entsprechend ihrer Lage innerhalb der Reihe gemeinsam mit etwa bereits gespeicherten Folgen solcher in vorangehenden Reihen aufgetretenen Abtastsignalelemente "1" gespeichert werden und bei Erreichen der hinteren Begrenzung des gerade abgetasteten Schriftzeichens mit dessen ebenfalls entsprechend ihrer Lage gespeicherten Projektion quer zur Richtung der Reihen (Spalten, Zeilen) verglichen werden, wobei das Auftreten eines ein Formelement darstellenden geraden Linienzuges ("Strich") daran festgestellt wird, dass die gespeicherten Folgen von Abtastsignalelementen "1" und die Projektion des abgetasteten Schriftzeichens in ihrer Lage innerhalb vorgegebener Grenzen miteinander übereinstimmen.