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Selbsttätiger Speteeregler für durch elektrisch angetriebene Pumpen zu füllende
Flüssigkeitsbehälter.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlass-und Abstellvorrichtung für elektrisch angetriebene Pumpen, um in dem zu speisenden Flüssigkeitsbehälter einen gleichbleibenden
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gleichkommenden Ftüssigkeitsmenge zu besorgen. Das Anstellen der Fördervorrichtung soll hiebei erst dann stattfinden, wenn bereits eine bestimmte Flüssigkeitsmenge dem Vorratsbehälter entnommen ist, gteichgittig, ob diese Entnahme auf einmal oder in mehreren Teilen erfolgte.
Es soll dann die Fördervorrichtung auf ihre Höchstleistung angetrieben werden, um den Kraftverbrauch auf die kürzeste Zeitdauer zu beschränken. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird das Einschalten des Stromes stufenweise bewirkt und ist Vorsorge getroffen, dass der bis auf etwa den vorletzten Kontaktknopf des Anlassers abgeschaltete Anlasshebel plötzlich von den Kontakten entfernt wird, um so den Anlasshebel von den Kontakten in solche Entfernung zu bringen, dass ein Überspringen von Funken und Abbrennen der Kontakte verhindert ist.
Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt die Anlass- und Abstellvorrichtung in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht, während die Fig. 3 die zugehörige Schwimmereinrichtung ver- anschaulicht.
Die Vorrichtung besteht aus einem Anlasser a von gebräuchlicher Einrichtung. Der Schalthebel b ist durch ein Zugorgan c mit dem Schwimmkörper f verbunden, der in dem Flüssigkeitsbehälter d, dessen Inhalt nach Entnahme einer bestimmten Menge wieder ergänzt worden soll, angeordnet ist. Neben dem Anlasser a ist eine Brücke y angeordnet, auf der eine unter Belastung t stehende Klinke i scbwingbar angeordnet ist, die ihrerseits
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reicht in die Bahn eines am Schalthebel b festsitzenden Keilstückes l und ist derart schräg zugenrbeitet, dass sich seine Keitnächo w dem Aufsteigen des Schalthebels b widersetzt, solange nicht ein bestimmtes, auf den letzteren wirkendes Gewicht zufolge der Keilwirkung
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stellt sich aber dann wieder in deren Bewegungsbahn ein.
Die Klinke t und ihre Knagge k sind so angeordnet, dass letztere zur Wirkung gelangt, ehe die Kontaktfeder des Schalthebels b den ersten Kontakt ( des Anlassers a erreicht (Stellung A bezw. l'in Fig. 1). Die Folge davon ist, dass bei geringer flüssigkeits-
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die Knagge k erfolgt, dass dieser aber sodann an einer Weiterbewegung und einem dadurch bedingten Stromschliessen so lauge verhindert wird, bis durch weiteren Flüssigkeitsverbrauch das wirksame Gewicht des Schwimmersf sich infolge Verminderung des Auftriebes so weit gesteigert hat, dass es das auf den Schalthebel wirkende Gegengewicht n und die lilinken- betastuug überwiegt ;
es wird sodann unter Seitlichdrucken der Klinke i der Schalthebel b weiter vorstellt, und zwar so, dass unter aufeinanderfolgendem Abschalten der Anlasswider- stande die ganze Stromstarke in die Autriebsmaschine der Flüssigkeitspumpe gelangt, letztere daher mit voller Leistung arbeitet. Nach Massgabe des Füllens des Flussigkeits- behälters wird der Schwimmer f gehoben und der Schalthebel b zurückgestellt.
Da nun beim Rückstellen Stromunterbrechung und damit Abstellen der Förder- vorrichtung unmittelbar dann erfolgt, wenn die Schleiffeder des Schalthebels b den Rand
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meidlich ist ; ausserdem würde dieser Umstand ein äusserst genaues Anbringen der vor- beschriebenen Klinkenanordnung bedingen. Diese Nachteile behebt eine zweite, der vorerwähnten vollkommen gleiche, aber in entgegengesetzter Richtung arbeitende Klinke p mit Kuaggc q, die derart angeordnet ist, dass sich der absteigende Hebel b bezw. dessen Schneide I an der Knagge q fängt, sobald er auf dem vorletzten Kontakte 1 angelangt ist (Stellung B bqzw. l" in Fig. 1).
Da hiebei die Antriebsmaschine und die Pumpe immer in Tätigkeit sind, wird noch weiter Flüssigkeit in den Vorratsbehälter gefördert ; infolgedessen steigt der Ftüssigkcitsspiegel und der Schwimmerauftrieb nimmt so lange zu, bis er
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tiefste Lage versetzt wird.
Um zu verhindern, dass das Einrücken des Schalthebels b plötzlich erfolgt, wodurch die Widerstände des Anlassers nahezu wirkungslos würden, wird der Schwimmkörper f mit einem nach abwärts reichenden Mantel 8 ausgestattet und dadurch zu einer Art Tauchorglocke ausgebildet (Fig. B). Der zwischen Schwimmkörper I, Mantel und Flüssigkeitspiegel eingeschlossene Luftraum steht mit der Aussenluft durch zwei den Schwimmer/ durchdringende Rohre t und u in Verbindung ; das Rohr t ist mit einem nach innen öffnenden Rückschlagorgan (Klappenventil) v, das Rohr u mit einem gewöhnlichen, enggebohrten Auspuffwechsel 10 ausgestattet.
Beim Sinken des Flüssigkeitsspiegels kann durch das Ventil v Luft in das Glockeninnere nachströmen, so dass dem Stehenbleiben des Schwimmers und Sinken des Flüssigkeitsspiegels und der dadurch bedingten Verminderung des Auftriebes des Schwimmkörpers nichts im Wege steht. Sobald aber das wirksame Schwimmergewicht das Gegengewicht überwindet, muss die im Schwimmkörper eingeschlossene Luft entweichen, um das Sinken des Schwimmkörpers zu ermöglichen. Dieses Entweichen erfolgt durch den zweckmässig stark gedrosselten Auspuffhahn w nur sehr langsam ; der Schwimmkörper kann daher nur langsam sinken und die Einrückung des Schalthebels erfolgt mit der gewünschten verminderten Geschwindigkeit.
Die Zeitdauer des Einrückens kann durch mehr oder weniger weites Öffnen des Hahnes to beliebig eingestellt werden.
Mit Hilfe dieses Speisereglers erfolgt somit das Nachfüllen von Flüssigkeit stets erst nach Entnahme einer bestimmten Mindestmenge an Flüssigkeit und ohne jedwede Überwachung vollkommen selbsttätig.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Speiseregler für durch elektrisch angetriebene Pumpen zu füllende Flüssigkeitsbehättor, wobei die Anlassvorrichtung der Pumpe durch einen im Sammelbehälter angeordneten Schwimmer betätigt wird, gekennzeichnet durch eine in der Bahn des Anlassschalthebels (b) angeordnete, belastete Klinke (i), die dem Verstellen des Schalthebels so lange Widerstand entgegensetzt, bis durch Entnahme einer bestimmten Flüssigkeitsmenge das wirksame Übergewicht des Schwimmers den Klinkenwiderstand überwinden, die Klinke zur Seite drücken und den Schalthebel verstellen kann.