DE189129C - - Google Patents

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DE189129C
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DENDAT189129D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B49/00Control, e.g. of pump delivery, or pump pressure of, or safety measures for, machines, pumps, or pumping installations, not otherwise provided for, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B47/00
    • F04B49/04Regulating by means of floats

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Jig 189129-KLASSE 59«. GRUPPE
FRANZ HAUSMANN in ST. POLTEN, N.-Ö.
durch einen im Sammelbehälter angeordneten Schwimmer.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1906 ab.
vom 10. August 1905 anerkannt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrisch betriebene Anlaß- und Abstellvorrichtung für JPumpen, um in dem- zu speisenden Flüssigkeitsbehälter einen gleichbleibenden Flüssigkeitsspiegel zu erhalten bezw. ein selbsttätiges Nachfüllen einer dem Verbrauche gleichkommenden Flüssigkeitsmenge zu besorgen. Einrichtungen, welche auf mechanischem Wege mittels Schwimmerventil den selbsttätigen Zufluß von Flüssigkeit in einem Behälter unterbrechen, sobald ein gewisser Flüssigkeitsstand erreicht ist, sind bekannt; ebenso wurde auch bereits vorgeschlagen, die Antriebsvorrichtung von Flüssigkeitsfördermaschinen selbsttätig ein- und wieder auszuschalten, wenn Flüssigkeitsverbrauch stattfand. Es ist nun aber gerade bei letzterer Gruppe von Einrichtungen von Nachteil, daß, wenn auch nur geringe Mengen von Flüssig-
ao keit entnommen werden, die Fördervorrichtung wieder angestellt wird, und so unnützer Kraftverbrauch stattfindet. Besonders bei elektrisch betriebenen Fördervorrichtungen macht sich dieser Nachteil sehr bemerkbar, da bei jedesmaligem Anstellen die ganze motorische Energie verbraucht wird, wenngleich sie nur zum geringsten Teil in der Fördereinrichtung wirksam zur Geltung kommt. Dieser unnütze Energieverbrauch sowie die durch oftmaliges An- und Abstellen bedingte starke Abnutzung des Anlassers waren Ursache zur Schaffung der den Erfindungsgegenstand bildenden Einrichtung. Das Anstellen der Fördervorrichtung soll hierbei erst dann stattfinden, wenn bereits eine bestimmte Flüssigkeitsmenge dem Vorratsbehälter entnommen ist, gleichgültig ob diese Entnahme auf einmal oder in mehreren Teilmengen erfolgte. Es soll dann die Fördervorrichtung auf ihre Höchstleistung angetrieben werden, um den Kraftverbrauch auf die möglichst kürzeste Zeitdauer zu beschränken. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird das Einschalten des Stromes stufenweise bewirkt und Vorsorge getroffen, daß der bis auf etwa den vorletzten Kontaktknopf des Anlassers abgeschaltete Anlaßhebel plötzlich von den Kontakten entfernt wird, um so den Anlaßhebel von den Kontakten in solche Entfernung zu bringen, daß ein Überspringen von Funken und Abbrennen der Kontakte verhindert ist.
Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt die Anlaß- und Abstellvorrichtung in Vorderansicht,
Fig. 2 in Seitenansicht, während Fig. 3 die zugehörige Schwimmereinrichtung veranschaulicht.
Die Vorrichtung besteht aus einem Anlasser α von gebräuchlicher Einrichtung. Der Schalthebel b ist durch ein Zugorgan c mit dem Schwimmkörper / verbunden, der in dem Flüssigkeitsbehälter d, dessen Inhalt nach Entnahme einer bestimmten Menge wieder ergänzt werden soll, angeordnet ist. Neben dem Anlasser α ist eine Brücke g angeordnet, auf der eine unter Belastung h stehende Klinke i schwingbar angeordnet ist, die ihrerseits eine Federknagge k trägt. Das eine über die Klinke i vorstehende Ende der Knagge k reicht in die Bahn eines am Schalthebel b festsitzenden Keilstückes / und ist derart schräg zugearbeitet, daß sich seine Keilfläche m dem Aufsteigen des Schalthebels b widersetzt, solange nicht ein bestimmtes, auf den letzteren wirkendes Gewicht zufolge der Keilwirkung der Fläche m die Klinke i zum Zurück\veichen zwingt, worauf der Schalthebel b unter dem Einfluß des auf ihn wirkenden Gewichtes sich verstellt und die Antriebsmaschine in den Stromkreis einschaltet. Beim Rückschalten des Hebels b, welches nach Maßgabe des Flüssigkeitszuflusses unter der Einwirkung eines auf den Schalthebel b wirkenden Gegengewichtes η vor sich geht, weicht die Knagge k unter dem Drucke der Schneide I zurück, stellt sich aber dann wieder in deren Bewegungsbahn ein.
Die Klinke i und ihre Knagge k sind so angeordnet, daß letztere zur Wirkung gelangt, ehe die Kontaktfeder des Schalthebels b den ersten Kontakt (2) des Anlassers ο erreicht (Stellung A bezw. 1' in Fig. 1). Die Folge davon ist, daß bei geringer Flüssigkeitsentnähme wohl ein Anstellen des Schalthebels b' bis zum Anliegen seiner Schneide I an die Knagge k erfolgt, daß dieser aber sodann an einer Weiterbewegung und einem dadurch .bedingten Stromschließen so lange verhindert wird, bis durch weiteren Flüssigkeitsverbrauch das wirksame Gewicht des Schwimmers f sich infolge Verminderung des Auftriebes so weit gesteigert hat, daß es das auf den Schalthebel wirkende Gegengewicht η und die Klinkenbelastung überwiegt und somit unter Seitlichdrücken der Klinke i den Schalthebel b weiter verstellt, und zwar so, daß unter aufeinander folgendem Abschalten der Anlaßwiderstände die ganze Stromstärke in die Antriebsmaschine der Flüssigkeitspumpe gelangt, letztere daher mit voller Leistung arbeitet. Nach Maßgabe des Füllens des Flüssigkeitsbehälters wird der Schwimmer / gehoben und der Schalthebel b rückgestellt.
Da nun beim Rückstellen Stromunterbrechung und damit Abstellen der Fördervorrichtung unmittelbar dann erfolgt, wenn die Schleiffeder des Schalthebels b den Rand des Kontaktes 2 verläßt, bleiben naturgemäß diese beiden Kontakte in solcher Nähe zueinander, daß ein Überspringen von Funken und damit Abbrennen der Kontakte unvermeidlich ist; außerdem würde dieser Umstand eine äußerst genaue Anbringung der vorbeschriebenen Klinkenanordnung bedingen. Diese Nachteile behebt eine zweite, der vorerwähnten vollkommen gleiche, nur in entgegengesetzter Richtung arbeitende Klinke p mit Knagge q, die derart angebracht ist, daß sich der absteigende Hebel b bezw. dessen Schneide I an der Knagge q fängt, sobald er auf dem vorletzten (zweiten) Kontakt I angelangt ist (Stellung B bezw. 1" in Fig. 1). Da hierbei die Antriebsmaschine und die Pumpe immer in Tätigkeit sind, wird noch weiter Flüssigkeit in den Vorratsbehälter gefördert; infolgedessen steigt der Flüssigkeitsspiegel, und der Schwimmerauftrieb nimmt so lange zu, bis er das wirksame Gewicht des Schwimmers / um so viel vermindert hat, daß das Gegengewicht am Schalthebel b den Klinkenwiderstand p und q überwindet, worauf die Klinke p zur Seite gedrückt und der Schalthebel b plötzlich von den Kontakten abgerissen und in seine tiefste Lage versetzt wird.
Um nun zu verhindern, daß das Einrücken des Schalthebels b plötzlich erfolge und die Widerstände des Anlassers nahezu wirkungslos würden, wird der Schwimmkörper f mit einem nach abwärts reichenden Mantel s ausgestattet und dadurch zu einer Art Taucherglocke ausgebildet (Fig. 3). Der zwischen Schwimmkörper /, Mantel und Flüssigkeitsspiegel eingeschlossene Luftraum steht mit 1Qo der Außenluft durch zwei den Schwimmer f durchdringende Rohre t und u in Verbindung ; eines dieser Rohre t ist mit einem nach innen öffnenden Rückschlagorgan (Klappenventil) v, das Rohr u mit einem gewöhnlichen enggebohrten Auspuffwechsel w ausgestattet. ■ Beim Sinken des Flüssigkeitsspiegels kann durch Ventil ν Luft in- das Glockeninnere nachströmen, so daß dem Stehenbleiben des Schwimmers und Sinken des Flüssigkeitsspiegeis und der dadurch bedingten Verminderung des Auftriebes des Schwimmkörpers nichts im Wege steht. Sobald aber das wirksame Schwimmergewicht das Gegengewicht überwindet, muß die in ihm eingeschlossene Luft entweichen, um den Schwimmkörper sinken zu lassen. Dieses Entweichen erfolgt durch den zweckmäßig stark gedrosselten Auspuffhahn w nur mehr langsam. Der Schwimmkörper kann daher nur langsam sinken und die Einrückung des Schalthebels erfolgt mit der gewünschten
verminderten Geschwindigkeit. Die Zeitdauer des Einrückens kann durch mehr oder weniger weites Öffnen des Hahnes w beliebig eingestellt werden.
Mit Hilfe dieser Einrichtung erfolgt somit das Nachfüllen von Flüssigkeit stets erst nach Entnahme einer bestimmten Mindestmenge an Flüssigkeit und ohne jedwede Überwachung vollkommen selbsttätig.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Selbsttätiger Speiseregler für einen durch eine elektrisch angetriebene Pumpe zu füllenden Flüssigkeitsbehälter und Anstellung der Anlaßvorrichtung der Pumpe durch einen im Sammelbehälter angeordneten Schwimmer, gekennzeichnet durch eine in der Bahn des Anlasserschalthebels angeordnete belastete Klinke (i), welche den Weg des Schalthebels so lange versperrt, bis durch Entnahme einer bestimmten Flüssigkeitsmenge das wirksame Übergewicht des Schwimmers den Klinkenwiderstand überwinden, die Klinke zur Seite drücken und den Schalthebel verstellen kann.
2. Speiseregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmkörper mit einem taucherglockenartigen Mantel (s) ausgestattet ist und der von letzterem umschlossene Luftraum mit der Außenluft einerseits durch ein nur nach innen sich öffnendes Ventil (v), andererseits durch ein drosselbares Ausblasorgan (w) in Verbindung steht, in der Weise, daß entsprechend dem Sinken des Flüssigkeitsspiegels bei zurückgehaltenem Schwimmer Luft in den Taucherglockenraum einströmen kann, während nach erfolgtem Auslösen der Klinke das Herabfallen des Schwimmers nur nach Maßgabe der durch das Ausblasorgan entströmenden Luft vor sich gehen kann und so ein langsames Anstellen der die Flüssigkeitshebevorrichtung treibenden Kraftmaschine stattfindet.
3. Speiseregler nach den Ansprüchen I und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung einer zweiten, der im Anspruch 1 angegebenen gleichen, aber entgegengesetzt wirkenden Klinkeneinrichtung, welche beim Rückstellen des Anlaßhebels diesen kurz vor seiner Endstellung auffängt und so lange festhält, bis der infolge des stetigen Nachfüllens von Flüssigkeit sich steigernde Auftrieb am Schwimmkörper ein solches Maß erreicht, daß das Gegengewicht des Schwimmkörpers die Klinke auslösen kann und der Anlaßhebel plötzlich in seine Endlage versetzt wird, um die Endstromschlußstücke des Anlassers in eine das Funkenziehen und Abbrennen ausschließende Entfernung zu bringen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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