AT240805B - Verfahren zur Herstellung eines Schuß-Samtgewebes und nach dem Verfahren hergestelltes Gewebe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schuß-Samtgewebes und nach dem Verfahren hergestelltes Gewebe

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  Verfahren zur Herstellung eines Schuss-Samtgewebes und nach dem Verfahren hergestelltes Gewebe 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Schuss-Samtgewebes durch Weben, Entschlichten, Waschen, Trocknen, Färben, Aufschneiden, Scheren, erneut Trocknen und Finish-Bürsten sowie nach diesem Verfahren hergestellte Gewebe. 



   Bekannt sind Schuss-Samte, die z. B. für   Bekleidungs-und Dekorationszwecke oder für   Möbelbezugs- 
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 ;wand-oder köperbindigen Grundschuss werden mehrere Florschüsse eingetragen, die auf der Warenoberseite kurze Flottierungen bilden, die nach dem Aufschneiden den Flor ergeben. 



   Die Schuss-Samtgewebebahn kann in der Kettrichtung aus Zwirnen oder Einfachgarnen bestehen. In Schussrichtung wird für den Bindeschuss und für den Florschuss vorzugsweise   weichgedrehtes Einfachgarn   verwendet. Die genannten Schuss-Samtgewebe wurden bisher aus natürlichen Fasern oder aus Fasern auf Basis von Cellulose bzw. Cellulose-Derivaten hergestellt. 



   Die bisher bekannten Schuss-Samtgewebe erfüllen jedoch nicht die an sie gestellten Anforderungen. 



  So zeigen sie eine geringe Druckfestigkeit, eine starke Knitterneigung, hohes Gewicht und mangelhafte Scheuerbeständigkeit. 



   Die vorbeschriebenen bekannten Gewebe werden bisher folgendermassen hergestellt : Nach dem Weben in der   fürSchuss-SamtgewebeüblichenBindung   wird das Rohgewebe vorgewaschen, entschlichtet, nachgewaschen und nach anschliessendem Trocknen und Spannen geschoren. Anschliessend daran werden die beim Weben   gebildeten Schussflottierungen aufgeschnitten.   Im Anschluss daran wird auf dem Jigger gefärbt, gewachst und der Flor aufgebürstet. Sodann wird eine Endbehandlung, durch die der Glanz und die Einheitlichkeit der Ware erzielt werden sollen, durch mehrfaches und unterschiedliches Feinbürstendurchgeführt. Das vorstehend geschilderte Herstellungsverfahren für Schuss-Samtgewebe eignet sich zwar für die Herstellung von Schuss-Samten aus natürlichen Fasern. oder aus Fasern auf Basis von Cellulose bzw.

   Cellulose-Derivaten,-ist jedoch völlig ungeeignet für   Schuss-Samtgewebe,   die aus Stapelfasergarnen oder Stapelfaserzwirnen aus Mischungen von Fasern aus linearen Hochpolymeren mit Fasern auf Basis von Cellulose oder Cellulose-Derivaten bestehen. 



   Es wurde nun überraschend gefunden, dass Schuss-Samtgewebe mit besonders günstigen Eigenschaften erhalten werden können, wenn man erfindungsgemäss Gewebe, deren Kette und Schuss aus Stapelfasermischgarnen bzw. -zwirnen hergestellt sind, die ihrerseits aus linearen Hochpolymeren, vorzugsweise linearen Polyestern, und Fasern auf Basis von Cellulose oder Cellulose-Derivaten bestehen, vor dem Aufschneiden mit einem Gleitmittel behandelt und erst nach dem Aufschneiden im Strang unter Verwendung eines Trägers färbt und daraufhin einer Wärmebehandlung bei Temperaturen zwischen 180 und 2100C während   25 - 50   sec unter gleichzeitigem Schrumpfen unterwirft. 



   Während nach den bisher bekannten Verfahren keine Schuss-Samtgewebe   aus Fasergarnen oder-zwir-   nen, die aus einer Mischung von Fasern aus linearen Hochpolymeren mit Fasern auf Basis von Cellulose 

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 oder Cellulose-Derivaten aufgebaut sind, hergestellt werden können, da nach diesen Verfahren der F platt einfixiert wird und auch bei späterem Aufarbeiten der Pol nicht mehr in die gewünschte Lage g bracht werden kann, so dass ein unerwünschtes, flaches Warenbild entsteht, werden nach dem erfinduni   gemässen Verfahren Schuss-Samte   erhalten, die sich durch eine hervorragende Druckfestigkeit und Sprung elastizität des Flors auszeichnen und eine ausgezeichnete Knitterbeständigkeit sowie geringes Gewicht b sitzen. Weiterhin lassen sich dieV- bzw.

   W-Flornoppen durch thermische Behandlung in ihrer Form fixit ren, so dass man eine bisher noch nicht erreichte Florfestigkeit erzielt. Darüber hinaus wird bei eine Polyesterfasern enthaltenden Schuss-Samt die Scheuerfestigkeit in starkem Masse erhöht. 



   Als lineare Hochpolymere, die für die Herstellung eines Schuss-Samtes nach dem Verfahren der Erfir dung geeignet sind, kommen in Frage : Fasern aus Polyacrylnitril, aus einem Mischpolymerisat von Vin lidencyanid   mitVinylacetat   und ganz besonders aus aromatischen Polyestern, beispielsweise Polyäthylen terephthalat. 



   Als Cellulosefasern sind zu nennen : Baumwolle, Zellwolle sowie   Celluloseacetat-Fasernbzw. ande   Cellulose-Derivate. 



   Diese Fasern aus linearen Hochpolymeren bzw. Cellulose-Derivaten können sowohl matt als auc glänzend sein   und können   einen runden oder auch einen von   der Kreisform abweichenden Querschnitt, z. B   sternförmigen, vieleckigen, gelappten oder einen andern Querschnitt aufweisen. Ausserdem ist es vorteil haft, wenn die Fasern aus aromatischen Polyestern ganz oder teilweise hohl sind. Die in dem nach dem er   findungsgemässen Verfahren hergestellten Schuss-Samt   enthaltenen Baumwoll- oder Cellulosefasern wirke   im Florschuss   als Füllmaterial, so dass die Ware ein volles und geschlossenes Bild ergibt. Ein weiterer Vor teil des Baumwoll- bzw. Zellwollanteiles besteht darin, dass dadurch das Schneiden des Flors wesentlich erleichtert wird.

   Die nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren erhaltenen Schuss-Samtgewebe haben nocl den Vorteil, dass durch eine Einbadfärbung mehrfarbige Effekte auf Grund des verschiedenen Fasermateri als erzielt werden können. 



   Nach dem angegebenen Verfahren wird der in bekannter Bindung gewebte   roheSchuss-Samtinbekann   ter Weise entschlichtet und gewaschen. Daran schliesst sich dann eine Behandlung mit einem Gleitmitte an. Durch diese Behandlung wird erreicht, dass bei dem später erfolgenden Schneiden der   Schussflottierun   gen die Schneidegeräte besser gleiten und dadurch eine Wärmeentwicklung, die zur Beschädigung de Schneidwerkzeuge führt, vermieden wird. Ausserdem wird dadurch erreicht, dass der Schnitt glatt wird und dass das sonst bei einer starken Erhitzung der Schneidwerkzeuge auftretende Schmelzen der linearen Hochpolymeren vermieden wird. Vor dem Schneiden wird das rohe Schuss-Samtgewebe in an sich bekannter Weise unter Spannung getrocknet und geschoren. 



   Im Anschluss an das Schneiden wird das Rohgewebe im Strang auf der Haspelkufe unter Verwendung eines Trägers gefärbt. Das gefärbte Gewebe wird in bekannter Weise bis zur optimalen Ausbildung des Flors behandelt. Daran schliesst sich eine Thermofixierung, die bei Temperaturen zwischen 180 und 2100C während einer Dauer von 25 bis 30 sec durchgeführt wird. Diese Wärmefixierung bewirkt die Formfixierung der   V-bzw. W-Flornoppen   und darüber hinaus eine hohe Formbeständigkeit und Sprungelastizität. 



  Anschliessend an die Thermofixierung wird das Gewebe in bekannter Weise und unter Verwendung bekannter Vorrichtungen trocken quergebürstet und durch anschliessendes   Finishbürsten   in seine verkaufsfertige Form überführt. 



   Beispiel : Ein Genua-Cord mit 200 Kettfäden/10 cm Nm 50/2 und 665 Schussfäden/10 cm Nm 34 aus 67% Polyäthylenterephthalat und 33% Baumwolle wird nach folgendem Verfahren hergestellt : Nachdem die Rohware in bekannter Weise und in bekannter Bindung gewebt worden ist, wird sie entschlichtet und nachgewaschen. Darauf folgt eine Behandlung mit einem Gleitmittel, das durch Umsetzung von Stearinsäure mit Diäthylentriamin und Polyaminen mit anschliessendem Methylieren mit Dimethylsulfat hergestellt wurde. Anschliessend wird   auf Rohrbreite   gespannt und in gespanntem Zustand getrocknet. Danach wird auf der Spitztischschermaschine gegen den Strich geschoren und das geschorene Gewebe auf der Rundmesserschneidemaschine geschnitten. 



   Das erhaltene Gewebe wird im Strang auf der Haspelkufe mit einem Dispersionsfarbstoff unter Verwendung eines Trägers auf der Basis von o-Phenylphenol gefärbt und danach mit einem Küpenfarbstoff 
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 erreicht. 



   Anschliessend wird die Ware bei 1850C 30 sec lang fixiert. Nach nochmaligem Querbürsten wird die Ware finishgebürstet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines Schuss-Samtgewebes durch Weben, Entschlichten, Waschen, Trocknen, Färben, Aufschneiden, Scheren, erneut Trocknen und Finishbürsten, dadurch gekennzeichnet, dass Gewebe, deren Kette und Schuss aus Stapelfasermischgarnen bzw. -zwirnen hergestellt sind, die ihrerseits aus linearen Hochpolymeren, vorzugsweise linearen Polyestern, und Fasern auf Basis vonCelluloseoderCellulose-Derivaten bestehen, vor dem Aufschneiden mit einem Gleitmittel behandelt und erst nach dem Aufschneiden im Strang unter Verwendung eines Trägers gefärbt und daraufhin einer Wärmebehandlung bei Temperaturen zwischen 180 und 2100C während 25 - 50 sec unter gleichzeitigem Schrumpfen unterworfen werden.
    2. Nach Anspruch 1 hergestelltes Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass Kette und Schuss des Gewebes aus Stapelfasergarnen bzw. -zwirnen hergestellt sind, die aus einer Mischung von Polyacryl- nitrilfasem mit Baumwolle bestehen.
    3. Nach Anspruch 1 hergestelltes Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass Kette und Schuss des Gewebes aus Stapelfasergarnen bzw. -zwirnen hergestellt sind, die aus einer Mischung von Fasern aus Mischpolymerisaten aus Vinylidencyanid und Vinylacetat, insbesondere aus aromatischen Polyestern, wie Polyäthylenterephthalat, mit Baumwolle bestehen.
AT983062A 1961-12-18 1962-12-17 Verfahren zur Herstellung eines Schuß-Samtgewebes und nach dem Verfahren hergestelltes Gewebe AT240805B (de)

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