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Hydraulische Pfahlramme
Bei der Erfindung handelt es sich um eine hydraulische Pfahlramme zum Einschlagen von Pfählen, Pfosten od. dgl.
Die Erfindung will die bekannten Rammen dadurch verbessern, dass jedes Fahrzeug, das mit Zapfwelle und Anhangevorrichtung (auch Ackerschiene) ausgestattet ist, als ziehende und antreibendemaschine verwendet werden kann. Bei de : erfindungsgemässen Ramme lässt sich das Antriebselement einfach anbauen und es ist die grösstmögliche Rammleistung im Verhältnis zur Antriebskraft gegeben.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Ramme als selbständige Arbeitsmaschine an einer Anhängema- schine fürMotorfahrzeuge mitZapfwelle, vorzugsweise einem Ackerschlepper, angebaut ist und aus einer Presse mitKolben 8 und Zylinder 3 sowie aus einer von der Zapfwelle 5 des Fahrzeugmotors angetriebenen Pumpe besteht, die über umsteuerbare Leitungen mit dem Presszylinder J verbunden ist, wobei die Pumpe in an sich bekannter Weise aus einem mit einem Rückschlagventil 11 gegenüber der Druckleitung 6 absperrbaren Pumpenzylinder 2 und einem darin begrenzt schiebbaren Pumpenkolben 13 besteht, der in Ansaugrichtung unter dem Druck einer im Pumpenzylinder gelagerten Feder 14 steht und dessen der Zapfwelle 5 zugekehrtes,
aus dem Pumpenzylinder 2 ragendes Ende ein in Drehrichtung der Zapfwelle 5 gelagertes Rollenlager aufweist und an der Zapfwelle 5 ein exzentrisches, das Rollenlager stossweise beaufschlagendesGlied 4 befestigt ist, so dass der Pfahl 10 durch eine hydraulisch hervorgerufene Rüttelwir- kung eingetrieben wird.
Nachstehend wird an Hand der Figuren der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, ohne dass sie darauf beschränkt bleiben soll. Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht der Pfahlramme, Fig. 2 deren Rückansicht und Fig. 3 in schematischer Darstellung die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Ramme.
Die aus einem senkrecht stehenden Presszylinder 3, einer mit diesem verbundenen hydraulischen Pumpe 2 mit Pumpenzylinder 12 und einem Presskolben 8 mit Kopfplatte 9 od. dgl. bestehende Ramme wird zweckmässig am Hinterende des fahrbaren Betonblockes 17 montiert. Der Kolben 13 der Pumpe 2, die über das Rückschlagventil 22 Druckflüssigkeit aus dem Gehäuse 24 ansaugt wird über eine mit der Zapfwelle 5 des Fahrzeuges verbundene Mehrnockenwelle 4 angetrieben.
Über ein Ventilsteuersystem, das vom groben hydraulischen Schlag bis zum feinsten hydraulischen Rtit- teln reguliert werden kann, wird der Presskolben 8 des Presszylinders 3 einseitig beaufschlagt, wobei eine am oberen Ende des Presskolbens angebrachte Kopfplatte 9 od. dgl., die am Kopf des Pfahles 10 anliegt, unter Ausnutzung der Massenträgheit des Betonblockes 17 Duckstösse bzw. Rüttelimpulse je nach der jeweiligen durch die Bodenbeschaffenheit bedingten Einstellung durch den Regulierhahn 19 auf den einzurammenden Pfahl 10 ausübt. Unter der Wirkung des bei jedem Druckstoss bzw. Rüttelimpuls etwas absinkenden Presskolbens wird der Pfahl in den Boden eingetrieben. Die seitlich kurz aufeinander folgenden Druckstösse bzw. Rüttelimpulse ermöglichen es, auf eine grosse Schlagmasse, wie sie bekannte Rammen verwenden, zu verzichten.
Vielmehr wird der Pfahl 10 über die Kopfplatte 9, unter der kurzzeitigen Beaufschlagung des Presskolbens 8 eingetrieben.
Wesentlich zu dieser Wirkung trägt das Ventilsystem bei, das aus einem einfachen Kugelrückschlagventil 11 besteht, das in der Druckleitung 6 zwischen dem Pumpenzylinder 2 und dem Presszylinder 3
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eingebaut ist. Unter dem Flüssigkeitsstoss vom Pumpenkolben 3 her öffnet es kurzzeitig und schliesst vermittels der Rückholfeder 14 ebenso schnell. Die Flüssigkeit, die vom senkrechten Presszylinder 3 in der Druckleitung 6 durchReaktionswirkung des jeweiligenDruckstosses zur Pumpe zurückprallt, kann durch das geschlossene Rückschlagventil 11 nicht mehr in die Druckkammer 16 der. Pumpe eintreten, und wird über das zwanggesteuerte Rückschlagventil 23 wieder dem zugleich den Druckflüssigkeitsbehälter bildenden Gehäuse 24 zugeführt.
Beim nächsten Pumpenhub ist das Rückschlagventil 11 also einem neuen Flüssigkeitsstoss ausgesetzt, der als Druckstoss bzw. Rüttelimpuls an den Presskolben 8 bzw. an dessen Kopfplatte 9 abgegeben wird. Ferner bewirkt die Steuerleitung 18, die das Kugelrückschlagventil 11 umgeht und mit einem Regulierhahn 19 ausgestattet ist, im Gegendruckprinzip das Einstellen vom groben hydraulischenSchlag bis zum feinsten hydraulischen Rütteln, was wegen der Verschiedenartigkeit des Bodens vorteilhaft ist.
Bei der erfindungsgemässen Pfahlramme bildet die hydraulische Pumpe 7 und die Presse 15 eine bauliche Einheit, die leicht auf dem auf einen Radgestell l angeordneten Betonblock 17 zu montieren ist.
Nach dem Öffnen einer Fixiervorrichtung 20 kann sie durch die Schwenkvorrichtung 21 um die Antriebsachse wie in Fig. 2 durch Pfeile angedeutet verschwenkt werden, so dass Pfähle, Pfosten od. dgl. auch an hängenden Geländeabschnitten stets lotrecht eingeschlagen werden können.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt nur eine Möglichkeit, wie der Erfindungsgedanke verwirktlicht werden kann. Er ist aber vielfach abwandelbar und im Schutzumfang sollen auch diese Varianten inbegriffen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Pfahlramme zum Einschlagen von Pfählen, Pfosten od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass sie als selbständige Arbeitsmaschine an einer Anhängemaschine für Motorfahrzeuge mit Zapfwelle, vorzugsweise einem Ackerschlepper, angebaut ist und aus einer Presse mit Kolben (8) und Zylinder (3) sowie aus einer von der Zapfwelle (5) des Fahrzeugmotors angetriebenen Pumpe besteht, die über umsteuerbare Leitungen mit dem Presszylinder (3) verbunden ist, wobei die Pumpe in an sich bekannter Weise aus einem mit einem Rückschlagventil (11) gegenüber der Druckleitung (6) absperrbaren Pumpenzylinder (2) und einem darin begrenzt schiebbaren Pumpenkolben (13) besteht, der in Ansaugrichtung unter dem Druck einer im Pumpenzylinder gelagerten Feder (14)
steht und dessen der Zapfwelle (5) zugekehrtes, aus dem Pumpenzylinder (2) ragendes Ende in Drehrichtung der Zapfwelle (5) ein exzentrisches, das Rollenlager stossweise beaufschlagendes Glied (4) befestigt ist, so dass der Pfahl (10) durch eine hydraulisch hervorgerufene Rüttelwirkung eingetrieben wird.