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Kamera mit einer selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Kamera mit einer selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung, deren Ver- schlusszeit-und Blendeneinsteller nach mehreren unterschiedlichen Steuerprogrammen regelbar sind, wo- bei innerhalb jedes Steuerprogrammes sowohl die Blende als auch die Verschlusszeit in vorgegebenem Ab- lauf geregelt werden, bei der gemäss Patent Nr. 228620 ein Umschalter zur Vorwahl eines der einstellba- ren, die jeweils gewünschte Reihe der Verschlusszeit- Blende- Paarungen liefernden Steuerprogramme vor- gesehen ist.
Es ist das Ziel der Erfindung, den Aufbau und die Bedienung einer derartigen Kamera zu vereinfa- chen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass ein Steuerkurven zur Einstellung der Verschlusszeit und der Blende aufweisender Träger und ein die Blende und den Verschluss mit den zugehörigen Stellein- richtungen aufnehmendes Gehäuse vorgesehen sind, wobei der Träger oder das Gehäuse drehbar angeordnet sind, und dass der verstellbare Teil (Träger oder Gehäuse) federnd gegen Anschläge des Umschalters ge- führt sowie mit einer der Zahl der Steuerprogramme entsprechenden Anzahl von Stellanschlägen versehen ist, von denen wahlweise ein Stellanschlag durch Betätigung des Umschalters zur Überführung der Ka- mera in eine der Einstellagen für selbsttätige Belichtungsregelung in den Weg eines mit der Abtastanord- nung verbundenen Stellers führbar ist.
Vorteilhaft weist der Träger eine der Zahl der Steuerprogramme entsprechende Anzahl von Steuer- kurven-Paaren sowie mindestens eine weitere Steuerkurve zur Handeinstellung wenigstens einer der Ein- steller für Verschlusszeit und Blende auf. Vorzugsweise besteht der Träger aus zwei in verschiedenen Ebe- nen angeordneten Scheiben mit radialen Steuerkurven, von denen die eine Scheibe die Verschlusszeit- steuerkurven und die andere Scheibe die Blendensteuerkurven trägt. Zweckmässig sind die Steuerkurven für Verschlusszeit und Blende derart angeordnet, dass der kleinste Mittelpunktsabstand der Steuerkurven für den einen Belichtungsfaktor grösser als der grösste Mittelpunktsabstand der Steuerkurven für den andern Be- lichtungsfaktor ist.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Verstellweg des verstellbaren Teiles (Träger oder Gehäuse) gegenüber dem Umschalter durch Anschläge begrenzt und gleich dem Einstellweg zur vollen Durch- regelung der Belichtungszeit und der Blende zwischen den Extremwerten bemessen.
Vorzugsweise liegen an den Verschlusszeitsteuerkurven der Steuerstift des Zeitregelwerks und an den
Blendensteuerkurven ein Steuerstift eines Mitnehmerhebels für den beweglichen Blendenstellring an. Weiterhin ist vorteilhaft in den Umschalter eine Steuerausnehmung für den Ball-Steuerhebel eingeschnitten.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine Rastanordnung zur Festlegung des Umschalters zumindest in den Einstellagen für selbsttätige Belichtungsregelung vorgesehen.
Bei Anwendung der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass sowohl die Einstellung eines Steuerprogrammes für die selbsttätige Belichtungsregelung als auch Einstellungen der Blende bzw. Belichtungszeit nur durch Drehen einer einzigen Betätigungshandhabe durchgeführt werden können. Die Anordnung zeichnet sich darüber hinaus durch weitgehende Vermeidung von beweglichen Übertragungsringen bzw. Mitnehmern aus, da zur Steuerung der Einsteller für Blende und Verschlusszeit lediglich ein drehbarer Umschalter mit einem beweglichen Steuerkurventräger vorgesehen ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Es zeigen fig. 1 eine per-
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spektivische Darstellung der erfindungsgemäss wesentlichen Teile einer Kamera und Fig. 2 eine Ansicht des Umschalters in Richtung der Pfeile lI-lI in Fig. l.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist das die Blende und den Verschluss aufnehmende, aufgebrochen dargestellte Verschlussgehäuse mit 401 bezeichnet. Die innerhalb des Gehäuses 401 angeordnete Blende umfasst mehrere Blendenlamellen 402, von denen zur besseren Übersicht lediglich eine dargestellt ist. Jede der Blendenlamellen 402 ist um einen Zapfen 403 drehbar gelagert, der an einer fest im Gehäuse 401 angeordneten Platine 404 angeschlossen ist. Jede Blendenlamelle 402 weist weiterhin einen Steuerschlitz 405 auf, in den ein Zapfen 406 eines drehbar gelagerten Blendenstellringes 407 eingreift.
In den Blendenstellring 407 ist ein etwa radial verlaufender Steuerschlitz 408 eingeschnitten, in den ein Stift 409 eines um einen Zapfen 410 der Platine 404 exzentrisch zur optischen Achse drehbar gelagerten zweiarmigen Mitnehmerhebels 411 eingreift. Der Mitnehmerhebel 411 trägt einen Steuerstift 412, der sich in axialer Richtung erstreckt und eine Ausnehmung 413 einer weiteren Platine 414, die fest mit dem Verschlussgehäuse 401 verbunden ist, durchsetzt. Die Platine 414 weist zusätzlich eine Ausnehmung 415 auf, durch die ein Steuerstift 416 hindurchragt. Der Steuerstift 416 ist auf einen nicht mehr dargestellten, an sich bekannten Hebel des Zeitregelwerkes aufgesetzt. Das Zeitregelwerk sowie die Antriebseinrichtung des Verschlusses mit den Verschlusslamellen sind an der Rückseite der Platine 414 gelagert.
Das Verschlussgehäuse 401 läuft kameraseitig in einen die Platine 414 übergreifenden ringförmigen Ansatz 417 aus. In diesem Ansatz 417 ist ein weiterer ringförmiger Ansatz 418 eines Umschalters 419 drehbar gelagert. Der Ansatz 417 weist ferner in seinem Innenumfang eine Aussparung 417a auf. In der Aussparung 417a ist eine als Blattfeder ausgebildete Rastfeder 420, die fest mit dem Ansatz 417 vernietet ist, gelagert. Mit der Rastfeder 420 wirken Rastausnehmungen 421a, 421b, 421c am Aussenumfang des Ansatzes 418 des Umschalters 419 zusammen.
In die der Platine 414 zugewandte Stirnfläche des Ansatzes 418 ist eine ringförmige Steuerausnehmung 422, die über einen Teil ihres Umfanges eine Erweiterung 423 aufweist, eingeschnitten. In die Steuerausnehmung 422 greift ein Stift 424 eines ebenfalls an der Platine 414 drehbar gelagerten, an sich bekannten Ball-SteuErhebels 425 ein.
Auf den Aussenumfang des Umschalters 419 sind drei Markierungen 426 a, 426b, 426c für die Einstellung der unterschiedlichen Steuerprogramme sowie zwei Skalen 427a, 427b aufgetragen, von denen die eine eine Markierung für die Ball-Einstellage und eine Blendenwertreihe und diss andere eine Markierung für die Blitzlicht-Einstellage sowie ebenfalls eine Blendenwertreihe aufweist. Zur Einstellung der jeweils gewünschten Markierung 426a, 426b bzw. 426c oder des jeweils gewünschten Blendenwertes der Skala 427 a bzw. 427b ist auf den Aussenumfang des Ansatzes 417 eine Marke 428 aufgetragen.
Dabei ist die Anordnung der Rastfeder 420 und der Rastausnehmungen 421a, 421b, 421c so gewählt, dass die Feder 420 stets dann eine Rastverbindung herstellt, wenn eine der Markierungen 426a - 426c der Marke 428 gegenübersteht.
Innerhalb des ringförmigenUmschalters419 sind zwei über Zapfen 429a, 429b, 429c fest miteinander verbundene Scheiben 430 bzw. 431 drehbar gelagert. In die Scheibe 430 sind mehrere entlang des Innenumfanges angeordnete Steuerkurven 432 - 436 eingeschnitten, zwischen denen für die Steuerung unwirksame Abschnitte 437a - 437e vorgesehen sind. Mit den Steuerkurven 432 - 436 kann der Steuerstift 412 des Mitnehmerhebels 411 für den Blendenstellring 407 zusammenwirken. In ähnlicher Weise sind in die Scheibe 431 Steuerkurven 438,439, 440,441 eingeschnitten, zwischen denen zur Steuerung unwirksame Abschnitte 442a, 442b, 442c vorgesehen sind. Die Steuerkurven 438 - 441 wirken mit dem Steuerstift 416 des Zeitregelwerkes zusammen.
Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass der kleinste Abstand der Steuerkurven 432 - 436 der Scheibe 430 vom Mittelpunkt der Scheibe, der auf der optischen Achse liegt, grösser als der grösste Abstand der Steuerkurven 438 - 441 der gleichachsig angeordneten Scheibe 431 von deren Mittelpunkt ist, so dass die beidensteuerstifte 412,416 vor der gleichen Stirnfläche der Scheiben 430,431 angeordnet werden können.
Zur Begrenzung des Drehweges der beiden Träger 430,431 gegenüber dem Umschalter 419 sind in den Träger 430 Bogenschlitze 443a, 443b, 443c gleicher Länge eingeschnitten, in die Stifte 444a, 444b, 444c des Umschalters 419 hineinragen. Die Bogenlänge der Schlitze 443a, 443b, 443c ist dabei gleich der Bogenlänge der Steuerkurven 432 - 434 bzw. 438 - 440 ausgebildet.
Die beiden Scheiben 430, 431 weisen weiterhin zwei sich in der Ruhestellung deckende Ausnehmungen 445,446, die sich mindestens ebenfalls über die gleiche Bogenlänge wie die Schlitze 443a, 443b, 443c erstrecken, auf, in die ein Stift 447 des Umschalters 419 hineinragt. Am Stift 447 ist das eine Ende einer Zugfeder 448 angeschlossen, deren anderes Ende an dem Zapfen 429c befestigt ist. Die Feder 448 hat daher das Bestreben, die beiden Scheiben 430,431 in Richtung des Pfeiles x gegenüber dem Umschalter 419
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zu verstellen bzw. diese Scheiben in einer Lage zu halten, in der die Stifte 444a - 444c jeweils am einen Ende der Bogenschlitze 443a - 443c anliegen.
Auf die Scheibe 431 sind drei sich in axialer Richtung erstreckende Stellanschläge 449, 450, 451 aufgesetzt. Mit wahlweise einem der Stellanschläge 449 - 451 kann ein als Schieber ausgebildeter Steller 452 zusammenwirken. Der Steller 45 ? ist dabei mittels Längsschlitzen 453a, 453b an festen Stiften 454a, 454b geradlinig verschiebbar geführt und weist einerseits einen Ansatz 455 auf, in dessen Verstellweg einer der Stellanschläge 449 - 451 führbar ist. Anderseits trägt der Steller 452 eine Abtastbacke 456, die senkrecht zu einem über einem Gegenlager 457 geführten Zeiger 458 eines Drehspulinstruments 459 verstellbar angeordnet ist.
Am Steller 452 greift ferner eine Zugfeder 460 an, die das Bestreben hat, den Steller 452 in Richtung des Pfeiles y zu verstellen und dabei die Abtastbacke 456 gegen den Zeiger 458
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Hand bedienbaren Messtaste 463 anliegt, die unter der Wirkung einer der Zugfeder 460 entgegengerichteten, stärker bemessenen Zugfeder 464 steht.
Beim Ausführungsbeispiel sind die Steuerkurven 432 - 436 und 438 - 441 so ausgebildet, dass in der Ruhestellung nach Einstellung eines Steuerprogrammes zur selbsttätigen Belichtungsregelung die Blende voll geöffnet und der Verschluss auf die längste Öffnungszeit eingestellt ist.
Wird in der in Fig. l wiedergegebenenEinstelllage dieMesstaste463 inRichtung des Pfeiles y gedrückt, so kann der Steller 452 in der gleichen Richtung unter der Wirkung der Feder 460 verschoben werden, bis dieAbtastbacke 456 am Zeiger 458 aufläuft. Bei dieser Bewegung nimmt der Steller 452 über den Ansatz 455 und den Stellanschlag 449 die Scheibe 431 und damit auch die Scheibe 430 in Richtung des Pfeiles z mit. Der Steuerstift 416 gleitet daher entlang der Steuerkurve 438, während die Steuerkurve 432 am Steuerstift 412 vorbeigeführt wird.
Hiebei wirkt zunächst der Bereich 432a der Steuerkurve 432 auf den Steuerstift 412 ein und ruft eine Drehung des Mitnehmerhebels 411 und damit ein Schliessen der Blende hervor. Während der Bereich 432a der Steuerkurve 432 am Steuerstift 412 vorbeigeführt wird, gleitet der Bereich 438a, der keine Verstellung des Steuerstiftes 416 hervorruft, entlang dieses Stiftes.
Das eingestellte Steuerprogramm liefert daher zunächst lediglich eine Veränderung der Blende. Tritt der Steuerstift 412. in den Bereich 432b der Steuerkurve 432, so erfolgt keine weitere Verstellung der Blende. Diese bleibt infolgedessen in ihrer kleinsten Öffnungsstellung. Gleichzeitig wird jedoch der Bereich 438b der Steuerkurve 438 wirksam, der eine Verstellung des Steuerstiftes 416 und damit des Zeitregelwerkes hervorruft. Es erfolgt daher bei kleinster Blendenöffnung eine Verkürzung der Belichtungszeit.
Dabei ist der Einstellweg der Scheiben 430,431 gegenüber dem Umschalter 419 durch die Bogenschlitze 443a - 443c und die Stifte 444a - 444c begrenzt.
Nach Durchführung einer Aufnahme und Freigabe der Messtaste 463 geht die Abtastanordnung unter der Wirkung der Feder 464 in ihre Ausgangsstellung zurück. Die Steuerkurventräger 430,431 können dagegen mittels der Zugfeder 448 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurücklaufen.
Soll beispielsweise ein schnell bewegtes Motiv mit selbsttätiger Belichtungsregelung aufgenommen werden, so wird der Umschalter 419 so weit verdreht, bis die Markierung 421b der Marke 428 gegenübersteht und die Rastfeder 420 in die Rastausnehmung 421b eingefallen ist. Bei dieser Stellbewegung werden die Scheiben 430,431 so weit gedreht, dass die Steuerkurven 432 bzw. 438 und die anschliessenden unwirksamen Abschnitte 437b bzw. 442a an den Steuerstiften 412,416 entlang gleiten. Hiedurch gelangt gleichzeitig der Stellanschlag 450 in den Weg des Ansatzes 455 des Stellers 452.
Wird nunmehr, wie bereits vorstehend beschrieben, die Messtaste 463 wieder in Richtung des Pfeiles y durchgedrückt und werden dadurch die Scheiben 430,431 über den Steller 452 in Richtung des Pfeiles z gedreht, so wird zunächst über den Abschnitt 439a der Steuerkurve 439 die Belichtungszeit verkürzt. Während dieser Zeit gleitet der Bereich 433a entlang des Steuerstiftes 412.
Infolge der kreisabschnittsförmigen Biegung dieses Bereiches wird der Steuerstift 412 nicht beeinflusst.
Sobald der Steuerstift 416 in den Bereich 439b der Steuerkurve 439 gelangt, läuft der Bereich 433b der Steuerkurve 433 gegen den Steuerstift 412 und ruft nunmehr eine Verstellung dieses Stiftes hervor. Der Steuerstift 416 wird dagegen nicht mehr beeinflusst. Dieses Steuerprogramm liefert daher zunächst eine Verkürzung der Verschlussöffnungszeit bis auf ihren Kleinstwert und anschliessend erst eine Verkleinerung der Blendenöffnung.
Wird die Markierung 426c auf die Marke 428 eingestellt, so gelangen die Steuerstifte 412 und 416 an den Anfang der Steuerkurven 434 und 440. Gleichzeitig wird der Stellanschlag 451 vor den Ansatz 455 geführt. Werden nunmehr die Scheiben 430,431 über die Abtasteinrichtung in Richtung des Pfeiles z ge-
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dreht, so werden gleichzeitig beide Steuerstifte 412 und 416 beeinflusst. Es erfolgt daher über die ganze Länge der Steuerkurven sowohl eine Verkleinerung der Blendenöffnung als auch eine Verkürzung der Belichtungszeit. Dieses Steuerprogramm ist daher für Aufnahmen geeignet, deren Motive sowohl eine Bewegung aufweisen als auch eine bestimmte Tiefenschärfe erfordern.
Soll weiterhin eine Aufnahme unter Verwendung eines Blitzlichtgerätes durchgeführt werden, so wird der Umschalter 419 so lange gedreht, bis der entsprechend der Leitzahl des Blitzlichtgerätes und der Aufnahmeentfernung ermittelte Blendenwert der Skala 427b der Marke 428 gegenübersteht. Hiebei kommt die Steuerkurve 435 zur Wirkung auf den Steuerstift 412 und verstellt wieder die wirksame Blendenöffnung.
Der Steuerstift 416 befindet sich dagegen innerhalb der kreisringförmig gebogenen Steuerkurve 441, die so ausgelegt ist, dass stets die längste Verschlussöffnungszeit, also beispielsweise 1/30 sec, eingestellt ist.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Ball-Aufnahmen durchzuführen. Hiezu wird der Umschalter 419 so lange gedreht, bis der gewünschte Blendenwert der Skala 427a der Marke 428 gegenübersteht.
Bei dieser Einstellbewegung bleibt derSteuerstift416 im Bereich der Steuerkurve 441, während die Steuerkurve 436 gegen den Steuerstift 412 geführt wird. Hiedurch wird wieder eine Veränderung der Blendenöffnung erzielt. Gleichzeitig ist jedoch der Stift 424 des Ball-Steuerhebels 425 in den Bereich der Erweiterung 423 der Steuerausnehmung 422 gelangt. Wird nunmehr eine Aufnahme ausgelöst, so kann der Stift 424 in die Erweiterung 423 einfallen, so dass die Verschlusslamellen so lange geöffnet bleiben, wie der Auslöser der Kamera niedergedrückt ist.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr können die Steuerkurven der Scheiben 430,431 sowohl zur selbsttätigen Belichtungsregelung als auch zur Handeinstellung anders ausgelegt sein, beispielsweise derart, dass abwechselnd Zeit oder Blende stufenweise ver- ändert werden oder dass für Blitzlichtaufnahmen eine andere Verschlussöffnungszeit eingestellt wird. Dar über hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Steuerkurventräger 430,431 kamerafest anzuordnen und zur Vorwahl des Steuerprogrammes bzw. von Hand einzustellender Belichtungswerte das Gehäuse zusammen mit dem Umschalter zu drehen.
Zur Einstellung der Bslichtungswerte bei selbsttätiger Belichtungsregelung ist dann zusätzlich das Gehäuse in der gleichen Weise wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Steuerkurventräger 430,431 gegenüber dem Umschalter begrenzt drehbar gelagert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kamera mit einer selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung, deren Verschlusszeit-und Blendeneinsteller nach mehreren unterschiedlichen Steuerprogrammen regelbar sind, wobei innerhalb jedes Steuergrogrammes sowohl die Blende als auch die Verschlusszeit in vorgegebenem Abstand geregelt werden, nach.
Patent Nr. 228620, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuerkurven (438-441, 432-436) zur Einstellung der Verschlusszeit und der Blende aufweisender Träger (430,431) und ein die Blende und den Verschluss mit den zugehörigen Stelleinrichtungen aufnehmendes Gehäuse (401) vorgesehen sind, wobei der Träger (430, 431) oder das Gehäuse (401) drehbar angeordnet sind, und dass der verstellbare Teilträger (430,431) oder Gehäuse (401) - federnd gegen Anschläge (444a-444c) des Umschalters (419) geführt sowie mit einer der Zahl der Steuerprogramme entsprechendenAnzahl von Stellanschlägen (449-451) versehen ist, von denen wahlweise ein Stellanschlag (449-451) durch Betätigung des Umschalters (419)
zur Überführung der Kamera in eine der Einstellagen für selbsttätige Belichtungsregelung in den Weg eines mit der Abtastanordnung (456-459) verbundenen Stellers (452) führbar ist.