AT236899B - Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung von synthetischen Hochpolymeren - Google Patents

Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung von synthetischen Hochpolymeren

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AT236899B
AT236899B AT642062A AT642062A AT236899B AT 236899 B AT236899 B AT 236899B AT 642062 A AT642062 A AT 642062A AT 642062 A AT642062 A AT 642062A AT 236899 B AT236899 B AT 236899B
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AT
Austria
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optionally substituted
radicals
preventing
synthetic high
high polymers
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AT642062A
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Albert Dr Ballauf
Werner Dr Blank
Dietrich Dr Glabisch
Martin Dr Wandel
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Bayer Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung von synthetischen Hochpolymeren 
Es wurde gefunden, dass sich als Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung von synthetischen Hochpolymeren mit hervorragendem Erfolg Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 knüpft sein können, während R4 für einen gegebenenfalls substituierten Alkylenrest steht. Die für   R,R   und   R   stehenden Kohlenwasserstoffreste können Substituenten tragen, insbesondere freie, verätherte und oder veresterte Hydroxylgruppen und/oder alicyclische, aromatische und/oder heterocyclische Reste, und der für R4 stehende Alkylenrest kann ebenfalls Substituenten tragen, insbesondere Alkyl-, Hydroxyalkyloder Arylreste. 



   Die erfindungsgemäss zu verwendenden Ammoniumverbindungen sind z. B. in der Weise erhältlich, dass man Amine, insbesondere solche der aliphatischen und cycloaliphatischen Reihe, mit   Epoxyden - bei-   spielsweise Äthylenoxyd, Propylenoxyd, Glycid oder Styroloxyd - und Schwefeldioxyd in äquimolaren Mengen umsetzt. Ein Verfahren zur Herstellung derartiger Ammoniumverbindungen ist z. B. in der österr. 



  Patentschrift Nr. 224620 beschrieben. 



   Die Anwendung dieser Mittel auf die synthetischen Hochpolymeren, z. B. auf Fasern, Fäden, Gewebe, Folien oder Pulver aus Polyamiden, Polyestern, Polyacrylnitril oder Polyvinylchlorid, kann in an sich bekannter Weise erfolgen, beispielsweise durch Besprühen oder Tränken der zu behandelnden Materialien mit Lösungen der Mittel in Wasser oder organischen Lösungsmitteln. Die erforderlichen Mengen lassen sich durch Vorversuche leicht ermitteln ; nähere Anhaltspunkte sind aus den nachfolgenden Beispielen zu ersehen. 



   Vor den bislang bekannten Mitteln, die zur Verhinderung der elektrostatischen Aufladung synthetischer Hochpolymerer bereits vorgeschlagen sind, zeichnen sich die organischen Ammoniumverbindungen der Erfindung durch eine überraschend stärkere Wirkung aus. Bemerkenswert ist ferner, dass die hiemit behandelten Fasern, Fäden oder Gewebe in vielen Fällen einen weichen, fülligen Griff aufweisen. 



     Beispiel l :   Polyamidfasern auf der Grundlage von c-Caprolactam werden 10 min bei   200C   im Flottenverhältnis 1 : 30 mit einer wässerigen Lösung behandelt, die im Liter 5 g der nachstehend beschriebenen organischen Ammoniumverbindung enthält. Dann werden die Fasern auf   50,,/0   Nassgewichtszunahme 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 abgeschleudert und 1 h bei   800C   getrocknet. Der Oberflächenwiderstand der Fasern bei   501o   relativer Luftfeuchtigkeit ist dann von 1012 Q auf   3. 108 Q gesunken.   



   Die verwendete Ammoniumverbindung. die der Formel 
 EMI2.1 
 entspricht, war in folgender Weise hergestellt worden : In 8530 Teile Dodecyldimethylamin, die   auf -200C   abgekühlt waren, tropfte man langsam ein aus 1760 Teilen Äthylenoxyd und 2560 Teilen Schwefeldioxyd hergestelltes Additionsprodukt in dem Masse ein, dass die Temperatur der Reaktionsmischung nicht über - 5 C anstieg. Mit fortschreitender Reaktion trat eine Verdickung des zunächst flüssigen Reaktionsgemisches ein. Als das gesamte Additionsprodukt zugetropft war, wurde die Mischung noch so lange gerührt, bis eine Paste entstand. 



   Beispiel 2 : Man behandelt Polyacrylnitrilfasem in gleicher Weise, wie dies in Beispiel 1 für Polyamidfasern angegeben ist. Der Oberflächenwiderstand der Polyacrylnitrilfasern bei   50%   relativer Luftfeuchtigkeit ist dann von   1011     Q auf 4. 101 Q gesunken.   



     Beispiel 3 : Ein Gewebe ausPolyacrylnitrilfasernwird   10 min bei   200C   im Flottenverhältnis 1 : 20 mit einer wässerigen Lösung behandelt, die im Liter 2 g der nachstehend angegebenen organischen Ammoniumverbindung enthält. Hierauf wird das Gewebe auf 50% Gewichtszunahme abgeschleudert und bei   800C   
 EMI2.2 
 Die verwendete Ammoniumverbindung, die der Formel 
 EMI2.3 
 entspricht, war auf folgende Weise hergestellt   worden : Dimethyläthanolamin   wurde mit Äthylenoxyd im Molverhältnis 1 : 6 umgesetzt und das erhaltene Oxäthylierungsprodukt wurde dann gemäss den Angaben des Beispieles 1 mit dem Additionsprodukt aus Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd zur Reaktion gebracht. 



   . Behandelt man das Gewebe in der angegebenen Weise mit einer wässerigen Lösung, die im Liter statt 2 g der angegebenen Ammoniumverbindung 5 g der aus Oleyldiäthanolamin und dem Additionsprodukt aus Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd gemäss den Angaben des Beispieles 1 hergestellten Ammoniumverbindung der Formel 
 EMI2.4 
 enthält, so ergibt sich beim Reiben des Gewebes eine statische Aufladung von 10 Volt, während sich unbehandeltes Gewebe auf   50 000   Volt auflädt. 



   Beispiel 4: Polyamidfasern auf der Grundlage von e -Caprolactam werden 10 min bei   200C   im Flottenverhältnis 1 : 20 mit einer wässerigen Lösung behandelt, die im Liter 10 g der nachstehend angegebenen organischen Ammoniumverbindung enthält. Dann werden die Fasern auf   50%   Gewichtszunahme abgeschleudert und 1 h bei   800C   getrocknet. Der Oberflächenwiderstand der Fasern bei 50% relativer Luftfeuchtigkeit ist dann von 1012   0   auf   5. 108 0   gesunken. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Die verwendete Ammoniumverbindung, die der Formel 
 EMI3.1 
 entspricht, war aus Stearylmethylamin und dem Additionsprodukt aus Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd gemäss den Angaben des Beispieles 3 der Patentschrift Nr. 224620 hergestellt worden. 



     Beispiel 5 :   Ein Gewebe aus Polyacrylnitrilfasern wird auf dem Foulard bei Raumtemperatur mit einer wässerigen Lösung behandelt, die im Liter 5 g der nachstehend angegebenen organischen Ammo- 
 EMI3.2 
 feuchtigkeit ist dann von 1013   Q   auf 109   Q   gesunken.
Die verwendete Ammoniumverbindung, die der Formel 
 EMI3.3 
 entspricht, war in folgender Weise hergestellt worden   : Stearylmethylamin   wurde mit Äthylenoxyd im Molverhältnis 1 : 3 umgesetzt und das erhaltene Oxäthylierungsprodukt wurde in Äthanol   gemäss   den Angaben des Beispieles 3 der Patentschrift Nr. 224620 mit dem Additionsprodukt aus Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd zur Reaktion gebracht. 



   Behandelt man das Gewebe mit einer wässerigen Lösung, die im Liter statt 5 g der angegebenen Ammoniumverbindung 5 g der aus Triäthylamin und dem Additionsprodukt aus Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd gemäss den Angaben des Beispieles 1 hergestellten Ammoniumverbindung der Formel 
 EMI3.4 
   enthält,   so sinkt der Oberflächenwiderstand des Gewebes bei   500/0   relativer Luftfeuchtigkeit   von > 10"     auf 4. 108 Q.    



   Beispiel 6 : Polyacrylnitrilfasern werden mittels einer Sprühpistole mit einer wässerigen Lösung besprüht, die im Liter 6 g der nachstehend angegebenen organischen Ammoniumverbindung enthält ; anschliessend werden die Fasern bei   800C   getrocknet und bei 50% relativer Luftfeuchtigkeit ausgelegt. Bereits bei einem Auftrag von 0,   3%   der Ammoniumverbindung, bezogen auf das Fasergewicht, gelingt es, den Oberflächenwiderstand der Fasern von   1013 Q auf 108 Q   zu senken. 



   Die verwendete Ammoniumverbindung, die der Formel 
 EMI3.5 
 entspricht, wurde gemäss den Angaben des Beispieles 1 aus (HO-CH2CH2-O-CH2-CH2)3N, Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd hergestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verwendung von organischen Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel EMI4.1 in der Rl einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest und R und R3 unabhängig voneinander Wasserstoff und/oder gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffreste bedeuten, wobei zwei der Reste R,Rbzw.R unter Ausbildung eines heterocyclischen Ringes miteinander verknüpft sein können, während R4 für einen gegebenenfalls substituierten Alkylenrest steht, als Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung von synthetischen Hochpolymeren.
    2. Verwendung von Verbindungen nach Anspruch 1, in denen Rl einen mindestens 8 Kohlenstoffatome EMI4.2 bedeuten.
    3. Verwendung von Verbindungen nach Anspruch 1, in denen Rl für einen gegebenenfalls mit freien, verätherten und/oder veresterten Hydroxylgruppen und/oder alicyclischen, aromatischen und/oder heterocyclischen Resten substituierten aliphatischen Rest steht, R2 und R3 unabhängig voneinander Wasserstoff oder einen der für R1 angeführten Reste bedeuten und R4 für eine, gegebenenfalls mit Alkyl-, Hydroxyalkyl-oder Arylresten substituierte Äthylengruppe steht.
AT642062A 1960-01-07 1961-01-05 Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung von synthetischen Hochpolymeren AT236899B (de)

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