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Einrichtung zum Schmieren von Schienen während der Fahrt
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Schmieren der Schienen während der Fahrt vom Fahrzeug aus. Das Schmieren der Fahrkante der Schiene wird durch Auftragen eines Schmiermittels bewirkt. Um dieses Schmiermittel immer an der richtigen Stelle der Schiene aufbringen zu können, bedarf es einer Füh- rungseinrichtung für die Schmiereinrichtung.
Bekannt sind Einrichtungen, die fest auf Fahrzeugen montiert sind, aber den Nachteil haben, dass seit- liche Bewegungen des Fahrzeuges (Sinuslauf, Anlaufen am Innenbogen infolge zu geringer Geschwindig- keit) den Schmiervorgang unterbrechen bzw. das Schmiermittel an einer andern als der hiefür vorgesehe- nen Stelle der Schiene aufbringen, insbesondere solche, bei denen die Schmiermittelaustrittstelle in star- rer Verbindung mit dem Achslager steht bzw. auch eine Ausführung, bei der der innen an der Schiene an- liegende Spurkranz eines Rades zugleich als Schmiermittelaustrittstelle eingerichtet ist.
Demgegenüber wurde versucht, eine Schmiereinrichtung zu entwickeln, die-wenngleich von Hand aus zu steuern-den Vorteil hat, das Schmiermittel ohne jede Unterbrechung und exakt an der hiefür vorbestimmten Stelle des Schienenkopfes aufzutragen. Die Bedienung des Gerätes soll dabei keinerlei technische Vorkenntnisse voraussetzen ; Schwingungsbewegungen des Fahrzeuges in Fahrtrichtung dürfen den Schmiervorgang nicht beeinflussen ; an schienengleichen Wegübergängen oder bei andern besonderen Einbauten im Gleis soll der Schmiervorgang nicht unterbrochen werden müssen.
Erfindungsgemäss ist eine fahrbare Einrichtung zum Schmieren der Schienen während der Fahrt, wobei die Schmiermittelaustrittstelle (Düse, Schmierstift) von einem durch die Schiene geführten Fahrzeugteil (Schienenrad) entlang der Schiene geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schmiermittelaustrittstelle an einer Achse befestigt ist, auf der ein Führungsrad drehbar gelagert ist und durch die Kraft einer Feder gegen die Innenkante der Schiene gedrückt wird. Dabei kann zur Befestigung der Schmiermittelaustrittstelle an der Achse auch eine nur in Längsrichtung der Achse verschiebbare und gegen Drehung gesicherte Nabe (Lagerbuchse) des Führungsrades verwendet werden.
Ebenso kann eine Feder od. dgl., gegebenenfalls auch das Eigengewicht des Führungsmittel selbst, dieses kraftschlüssig in lotrechter Richtung ständig auf die Schiene niederdrücken.
Hiedurch werden folgende erwünschte Vorteile erzielt :
1. Sparsame Verwendung des Schmiermittels, weil nicht ununterbrochen, sondern nur an bestimmten Gleisstellen (Bogen usw.) geschmiert wird.
2. Besonders wirksame Schmierung, weil durch die exakte Vorausbestimmung der Auftragungsstel1e des Schmiermittels auf der Schiene mit einer ausreichenden Dosis an Schmiermittel ohne Gefahr für unerwünschte Nebenwirkungen geschmiert werden kann.
3. Es hat sich als praktisch erwiesen, die Schmierung von eigenen Schmierdraisinen Åaus vorzunehmen, nicht zuletzt auch deshalb, weil unmittelbar nach dem Auftragen des Schmiermittels auf die Schiene keine Räder nachrollen, die ein Aufwalzen des frisch aufgetragenen Schmiermittels auf die Lauffläche bewirken könnten. Nach einiger Zeit hat sich innerhalb des aufgetragenen Schmierfadens ein solcher Gleichgewichtszustand gebildet, dass diese Gefahr nicht mehr besteht.
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Eine erfindungsgemässe Ausführung besteht-wie in der Zeichnung beispielsweise dargestellt-aus einer du'ch Federkraft willkürlich nach aussen gepressten Achse (Halbachse) 3 eines Fahrzeuges 1, auf der ein an der Innenkante der Schiene anlaufendes Führungsrad 2 frei drehbar gelagert ist. Ebenso kann aber auch das Führungsrad 2 mittels einer Doppelnabe auf einer (in Fahrtrichtung gesehen) seitlich nicht verschiebbaren Achse so gelagert sein, dass das Rad durch eine auf der Achse abgestützte Feder seitlich verschoben und dadurch an die Schiene angepresst wird.
Im ersten Falle ist auf den hinter dem Rade liegenden Teil der durch Federkraft nach aussen gepressten Achse, im zweiten Fall aber auf der etwa durch eine
Keilnut gegen Drehung gesicherten Innennabe des auf der Achse durch Federkraft nach aussen verschiebbaren Rades der Düsenträger mit der Düse 4 montiert. Die Düse selbst kann im Düsenträger mittels einer Klemmverbindung in die gewünschte Schmierstellung gebracht werden. Die auf die Achse oder die Innennabe wirkende Federkraft bewirkt, dass auch bei Spurerweiterung, etwa im Bogen, der Kraftschluss zwischen Spurkranz des Rades und Schieneninnenkante erhalten bleibt, so dass die Düse 4 stets dieselbe Stellung gegenüber der Schiene einnimmt, wodurch eine stets gleichbleibende Auftragungsstelle auf der Schie- ne gewährleistet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrbare Einrichtung zum Schmieren der Schienen während der Fahrt, wobei die Schmiermittelaustrittstelle (Düse, Schmierstift) von einem durch die Schiene geführten Fahrzeugteil (Schienenrad) entlang der Schiene geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schmiermittelaustrittstelle (Düse, Schmierstift) (4) an einer Achse (3) befestigt ist, auf der ein Führungsrad (2, 2') drehbar gelagert ist und durch die Kraft einer Feder gegen die Innenkante der Schiene gedrückt wird.