AT235866B - Verfahren zur Herstellung von Diapositivfilmen für die Walzengravur im Textildruck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diapositivfilmen für die Walzengravur im Textildruck

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  Verfahren zur Herstellung von Diapositivfilmen für die Walzengravur im Textildruck 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Diapositivfilmen für die Walzengravur im
Textildruck, wobei von einem Muster ausgegangen wird, das den Farbvollton und Farbverläufe aufweist. 



   Bisher mussten von einer Vorlage, die sowohl den Farbvollton als auch Farbverläufe aufweist, für den Voll- ton eine eigene Folie gezeichnet und davon ein Haschurennegativ und von den Farbverläufen eine eigene
Folie und von dieser ein entsprechendes Rasternegativ hergestellt werden, von welchen die zugehörigen
Diapositive angefertigt und zusammenkopiert werden. 



   Da es kaum möglich ist, den Anschluss der Volltonteile einer Vorlage an die Farbverläufe so genau zu zeichnen, dass der gewünschte Übergang gewährleistet ist, war man bisher gezwungen, die Vollton- teile aus den Farbverläufen auszumarkieren. Ein stufenloser Übergang ist bei diesem Arbeitsverfahren fast nie zu erzielen. Ausserdem ist die Herstellung feinster Volltonpartien in und zwischen Verlaufpartien zeichnerisch überhaupt nicht oder nur möglich, wenn man hohe Kosten in Kauf nimmt. Der bei diesem bekannten Verfahren erforderliche Arbeitsaufwand der Zeichner ist beträchtlich und bedingt eine unrentable Arbeitsweise. 



   Um die Nachteile des bekannten Herstellungsverfahrens zu vermeiden, wird   erfindungsgemäss vorge -   schlagen, dass von einer einzigen sowohl den Vollton als auch die Farbverläufe in aquarellierter Form aufweisenden Folie einerseits ein autotypisches, lediglich in den Verlaufpartien Rasterelemente zeigendes Rasternegativ und anderseits durch eine mechanische Übertragung eine weitere nur den Vollton wiedergebende Folie und von dieser ein Haschurennegativ hergestellt wird, worauf auf die unbeschichtete Seite des Rasternegativs die den Vollton aufweisende Folie montiert und der vorher mit Passkreuzen versehene Rohfilm mit dieser Kombination belichtet, aber erst entwickelt wird, nachdem das Haschurennegativ einkopiert worden ist. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird vor allem, wie Versuche gezeigt haben, eine besonders ins Gewicht fallende Ersparung an Arbeitszeit erzielt, die im Durchschnitt etwa   50 - 7Cf1/o   und mehr ausmacht. Durch den Wegfall des Ausmaskierens des Volltonbereiches aus dem Verlaufbereich wird ein stufenloser Übergang zwischen diesen Bereichen erreicht. Ferner ist durch diesen stufenlosen Übergang der Volltonzonen in die Verlaufzonen keine nachträgliche Retusche erforderlich, was eine weitere Ersparung an Zeichenstunden bedeutet. Schliesslich wird durch die Verwendung der Haschuren in den tiefsten Tönen der Farbabläufe eine bisher nicht erreichte Brillanz des dargestellten Musters erreicht.

   Die Druckwalze ist ferner durch die vorhandenen linienförmigen den Haschuren der Volltöne entsprechende Auflagen besser gegen Rakeleinfälle geschützt als eine Walze, die nur Rasterelemente allein besitzt. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 ein Muster, von dem nach dem erfindungsgemässen Verfahren das Diapositiv hergestellt werden soll, Fig.   2 - 5   die Ergebnisse einzelner Verfahrenschritte und Fig. 6 das endgültige Diapositiv. 



   Wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, weist das Muster sowohl den Vollton als auch   Farbverläufe   auf. 



  Von diesem Muster werden erfindungsgemäss auf einer durchsichtigen Folie gemäss Fig. 2 der Vollton und die Tonverläufe aquarelliert. Der Vollton scheint auf dieser Folie als   lichtundurchlässiger   schwarzer Bereich auf, während die Tonverläufe in allen Grauwertstufen zu sehen sind. 



   Von der Folie gemäss Fig. 2 wird nun nach dem erfindungsgemässen Verfahren in der Kamera oder im Kontaktverfahren unter Zuhilfenahme eines Graurasters oder einer Rasterscheibe ein autotypisches Rasternegativ hergestellt. Dieses in Fig. 3 gezeigte Rasternegativ ist so wie die Fig.   4 - 6   eine vergrö- 

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 sserte Darstellung eines Ausschnittes aus Fig. 2, damit die Rasterlinien deutlich veranschaulicht sind. In diesem Rasternegativ sind nur dort Rasterelemente zu erkennen, wo die Folie gemäss Fig. 2 den Vollton und die Tonverläufe zeigt. 



   Im Zuge des   erfindungsgemässen Verfahrens   werden nun von der den Vollton und die Tonverläufe aufi weisenden Folie gemäss Fig. 2 durch eine sogenannte mechanische Übertragung,   z. B.   durch lithographi- schen Umdruck, die lichtundurchlässigen Schwarzpartien auf eine weitere Folie gemäss Fig. 4 übertragen. 



   Diese nur den Vollton aufweisende Folie wird mit rotem Eisenoxyd so eingepudert, dass die übertragenen
Partien absolut lichtundurchlässig sind. Von der so bearbeiteten Folie wird hierauf auf dem üblichen photographischen Wege ein Haschurennegativ angefertigt, das in Fig. 5 gezeigt ist. 



   Um das endgültige Diapositiv gemäss Fig. 6 zu erhalten, wird zunächst auf die unbeschichtete Seite des Rasternegativs nach Fig. 3 die als Maske dienende Folie gemäss Fig. 4 montiert. Der Rohfilm wird hierauf mit Passkreuzen versehen und unter Zwischenschaltung des mit der Maske versehenen Rasternega- tivs (Fig. 3) belichtet, aber noch nicht entwickelt. Lediglich die Passkreuze werden mit einem Entwick- ler bepinselt und entwickelt. 



   Erst jetzt wird in den   vorbelichteten   Rohfilm das Haschurennegativ gemäss Fig. 5 einkopiert und der
Film zum fertigen Enddiapositiv entwickelt. 



   Aus dieser Schilderung ist zu ersehen, dass durch die Montage der nur den Vollton aufweisenden Folie (Fig. 4) auf dem Rasternegativ gemäss Fig. 3 und die Belichtung des Rohfilms eine präzise Trennung der
Tonverläufe vom Volltonbereich erzielt wird, denn dieser schliesst genau an die Tonverläufe an und scheint im unentwickelten Film als noch nicht belichteter Teil in latenter Form auf. Erst durch das Ein- kopieren des Haschurenrasters gemäss Fig. 5 wird auch dieser Teil des Films belichtet. Der entwickelte
Film zeigt das Diapositiv nach Fig. 6, in dem die Haschurenbereiche für den Vollton und die Rasterbe- reiche für die Tonverläufe ganz genau voneinander getrennt sind. Wie die Darstellung gemäss Fig. 6 zeigt, sind ein nachträgliches Retuschieren nicht erforderlich und Druckergebnisse von hoher Qualität zu erwarten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Diapositivfilmen für die Walzengravur im Textildruck, wobei von einem Muster ausgegangen wird, das den Farbvollton und Farbverläufe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass von einer einzigen sowohl den Vollton als auch die Farbverläufe in aquarellierter Form aufweisen- den Folie (Fig. 2) einerseits ein autotypisches, lediglich in den Verlaufpartien Rasterelemente zeigendes Rasternegativ (Fig. 3) und anderseits durch eine mechanische Übertragung eine weitere nur den Vollton wiedergebende Folie (Fig. 4) und von dieser ein Haschurennegativ (Fig. 5) hergestellt wird, worauf auf die unbeschichtete Seite des Rasternegativs (Fig. 3) die den Vollton aufweisende Folie (Fig. 4) montiert und der vorher mit Pass kreuzen versehene Rohfilm mit dieser Kombination belichtet, aber erst entwickelt wird, nachdem das Haschurennegativ (Fig.

   5) einkopiert worden ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1 ; dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einkopieren des Haschurennegativs (Fig. 5) die Passkreuze des Rohfilms mit einem Entwickler bepinselt und entwickelt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die für den Ausgang bestimmte Folie (Figo 2) mit lichtundurchlässigen Bereichen für den Vollton und mit allen Grauwertstufen für die Verläufe aquarelliert wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rasternegativ (Fig. 3) entweder im Kontaktverfahren oder in der Kamera unter Zuhilfenahme eines Graurasters oder einer Rasterscheibe hergestellt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die weitere Folie (Fig. 4) übertragene Vollton durch Einpudern mit Eisenoxyd lichtundurchlässig gemacht wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass von der den Vollton aufweisenden Folie (Fig. 4) auf dem üblichen photographischen Wege unter Verwendung eines Haschurenrasters das Haschurennegativ (Fig. 5) hergestellt wird.
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