AT235791B - Dispersionsfarbstoffe enthaltende Druckpasten zum Bedrucken von Material, das im Molekül eine große Zahl von Estergruppen enthält - Google Patents

Dispersionsfarbstoffe enthaltende Druckpasten zum Bedrucken von Material, das im Molekül eine große Zahl von Estergruppen enthält

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AT235791B
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AT680161A
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Wolfgang Dr Schwindt
Guenther Uhl
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Basf Ag
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  Dispersionsfarbstoffe enthaltende Druckpasten zum Bedrucken von Material, das im Molekül eine grosse Zahl von Estergruppen enthält 
Die Erfindung betrifft die Verwendung von weiter unten näher definierten Polymerisaten als Hilfs- mittel beim Bedrucken von Material, das im Molekül eine grosse Zahl von Estergruppen enthält. 



   Es ist bekannt, dass Formgebilde aus Celluloseestern und linearen Polyestern in Wasser wenig quel- len und daher mit Dispersionsfarbstoffen schwierig zu bedrucken sind. Um echte Drucke hoher Farbstärke auf Formgebilden zu erzeugen, die diese wenig quellenden Stoffe enthalten oder aus ihnen bestehen, verwendet man daher üblicherweise Druckpasten mit einem Gehalt an Färbebeschleunigern. 



   Zahlreiche Verbindungen sind schon als Färbebeschleuniger vorgeschlagen worden, beispielsweise substituierte aromatische Verbindungen, wie o-Dichlorbenzol, o-Chlorphenol, 2, 2'-Dihydroxydiphenyl,
Ester der Benzoesäure, Phthalsäure und Salicylsäure. Auch niedermolekulare Äther, wie Phenoxyäthanol, Diphenyläther oder Phenylmethyläther ; sowie durch Oxäthylierung erhaltene Produkte, wie oxäthylierte
Phenole und Naphthole, wurden als Hilfsmittel für das Bedrucken von Gebilden aus Polyestern mit Dispersionsfarbstoffen empfohlen. In der Regel handelt es sich um wasserunlösliche Stoffe, die nur mit Hilfe von Emulgatoren in die Druckpasten eingebracht werden können und die ausserdem für sich oder mit Wasserdampf flüchtig sind ; viele von ihnen sind toxisch, manche verbreiten einen unangenehmen Geruch, manche verschlechtern auch die Lichtechtheit der Farbstoffe.

   Die bekanntgewordenen wasserlöslichen Färbebeschleuniger haben zwar diese Nachteile nicht, doch sind sie in der Regel wesentlich weniger wirksam als die wasserunlöslichen Hilfsmittel. 



   Es wurde nun gefunden, dass man aussergewöhnlich farbtiefe Drucke mit guten Allgemeinechtheiten auf Formgebilden, wie Geweben, Gewirken, Vliesen und Folien, aus eine Vielzahl   von Carbonsäureester-   gruppen enthaltenden makromolekularen Stoffen, wie Celluloseestern und insbesondere linearen Polyestern, erhält, wenn man diese Gebilde mit Dispersionsfarbstoffe enthaltenden Druckpasten behandelt, die einen Gehalt von 1 bis 10   Grew.-%,   bezogen auf die fertigen Druckpasten, an wasserlöslichen Polyvinyläthern enthalten. Als Celluloseester seien sogenanntes   l     1/2 - Acetat und Triacetat   genannt, als linearer Polyester beispielsweise das hochmolekulare Produkt aus Glykol und Terephthalsäure. 



   Die für die Zwecke der Erfindung in Betracht kommenden wasserlöslichen Polyvinyläther können einem breiten Molekulargewichtsbereich angehören, als besonders vorteilhaft haben sich solche mit einem k-Wert von ungefähr 40 bis 50 erwiesen. Bevorzugte Verbindungen sind die Polyvinylmethyläther, doch kommen auch solche Polyvinyläther in Betracht, die niedermolekulare Hydroxyalkylreste als wasserlöslichm achende Gruppen enthalten. Schliesslich können auch Mischpolymerisate von Vinyläthern mit geringen Mengen anderer Monomerer, insbesondere die Wasserlöslichkeit verbessernder Monomerer, wie Maleinsäureanhydrid, benutzt werden. Auch Gemische von Polyvinyläthern können benutzt werden. 



   Die infolge ihres Gehalts an wasserlöslichen Polyvinyläthern neuen Druckpasten enthalten noch Dispersionsfarbstoffe und, wenn nicht spezielle Wünsche zu erfüllen sind, die in Druckpasten üblichen Mischungsbestandteile, insbesondere Verdickungsmittel, wie Britisch Gummi, Tragant, Kristallgummi und das Natriumsalz der Celluloseglycolsäure. Auch Netzmittel, wie das Natriumsalz des Disulfonimids aus 

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Schwerbenzin, Stellmittel, wie Natriumchlorid und Natriumsulfat, Verteilungsmittel, wie ligninsulfonsaure Salze und Kondensationsprodukte von Naphthalinsulfonsäuren mit Formaldehyd, können in den
Druckpasten vorhanden sein. 



   Die Druckpasten, die den Polyvinyläther enthalten, können in üblicher Weise auf das Behandlungsgut aufgebracht werden. Die weitere Verarbeitung der bedruckten Gebilde erfolgt nach gebräuchlichen Verfahren, beispielsweise durch Trocknen, Fixieren mit Heissluft oder Wasserdampf und gegebenenfalls Nachbehandeln mit einem reduzierenden Bade. Bevorzugt ist bei Benutzung dieser Erfindung das HeissluftVerfahren. 



   Es ist zwar bekannt (vgl. das   Lexikon"Textilveredlung   und Grenzgebiete"von Fischer-Bobsien, Dülmen 1960, S. 1565), Polyvinylmethyläther als Druckverdickungsmittel zu verwenden. Für diesen Zweck benötigt man aber mehr als 10% Polyvinylmethyläther, da ein Druckansatz, der bis zu   iclo   Polyvinylmethyläther aber kein sonstiges Verdickungsmittel enthält, nicht pastenartig, sondern dünnflüssig ist. Daher konnte auch aus der genannten Veröffentlichung nicht abgeleitet werden, dass wasserlösliche Polyvinyl- äther in Mengen von 1 bis   10%,   bezogen auf die fertigen Druckpasten, sehr wirksame   Färbebeschleuniger   beim Bedrucken bestimmter Materialien mit Dispersionsfarbstoffen sind. 



   Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente sind Gewichtseinheiten. 



     Beispiel l :   Eine Druckpaste besteht aus 3 Teilen eines etwa   20% eigen   wässerigen Teiges des feindispergierten Azofarbstoffes aus   diazotiertem5-Nitro-2-aminophenol     undN-Dioxäthyl-3-toluidin,   5 Teilen Polyvinylmethyläther mit dem k-Wert 45,12 Teilen Wasser und 80 Teilen einer Mischung aus einer   zuigen   wässerigen Lösung des Natriumsalzes der Celluloseglykolsäure und einer   40% igen wässerigen   Lösung von Nafkagummi'im Verhältnis 4 : 1. 



   Man stellt sie her, indem man den Polyvinylmethyläther und den Dispersionsfarbstoff-Teig mit Wasser löst bzw. dispergiert, dann beides mischt und mit Verdickung und Wasser auf 100 Teile auffüllt. 



   Mit dieser Druckpaste wird ein Polyesterfasergewebe bedruckt. Man trocknet das Druckgut und fixiert 45 sec bei 1950C mit   Heissluft.   Dann wird gut gespült und mit einem wässerigen Bade, das 2   cm3/1   Na- 
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 bindung von 12 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Oleylamin enthält, bei   50-600C   während 10 min nachgewaschen. 



   Man erhält einen farbtiefen Druck mit guten Echtheiten. 



   Beispiel 2 : Eine Druckpaste wird nach den Angaben des Beispiels 1 hergestellt, wobei an Stelle des Azofarbstoff-Teigs 3 Teile eines etwa   zuigen   Dispersionsfarbstoff-Teigs von 1, 5-Diamino-4,8-dioxy-x-bromathrachinon verwendet wird. 



   Mit dieser Druckpaste wird ein Polyesterfasergewebe bedruckt. Man trocknet das bedruckte Gewebe und fixiert 5 min bei 1, 5 atü mit Sattdampf. Dann wird gespült und, wie im Beispiel 1 angegeben, reduktiv nachbehandelt. 



   Man erhält einen farbtiefen Druck mit guten Echtheiten. 



   Beispiel 3 : Eine Druckpaste enthält 3 Teile eines etwa   40% igen Dispersionsfarbstoff-Teigs von   1, 4-Diamino-2-methoxyanthrachinon und die im Beispiel 1 angegebenen weiteren Mischungsbestandteile. 



   Ein mit dieser Paste bedrucktes Polyesterfasergewebe wird getrocknet ; man fixiert 30 min ohne Überdruck mit Sattdampf. Nach Spülen und reduktiver Nachbehandlung entsprechend den Angaben des Beispiels 1 erhält man einen farbtiefen, gleichmässigen Druck mit guten Echtheiten. 



   Beispiel 4 : Eine Druckpaste wird hergestellt aus 3 Teilen eines   etwa 4   oigen Dispersionsfarb-   stoff-Teigs des Azofarbstoffes aus diazotiertem 2, 6-Dichlor-4-nitranilin und   N-Methyl-N-oxäthylanilin,   2 Teilen Polyvinylmethyläther mit dem k-Wert 48, 15 Teilen Wasser und 80 Teilen Verdickung nach Beispiel 1. 



   Ein mit dieser Paste bedrucktes und getrocknetes Polyester-Gewebe wird zum Fixieren 45 sec bei   1900C   mit Heissluft behandelt. Dann wird, wie in Beispiel 1 angegeben, gut gespült und reduktiv nachbehandelt. Man erhält einen farbtiefen Druck mit guten Echtheiten. 



   Beispiel 5 : Eine Druckpaste besteht aus 3   Teilen eines etwa 40% igen Dispersionsfarbstoff-Teigs   von 5-Nitro-l, 4-diaminoanthrachinon,   5 Teilen Polyvinylmethyläther   vom   k-Wert 42,   12 Teilen Wasser und 80 Teilen Verdickung nach Beispiel l. 



   Mit dieser Druckpaste wird ein Cellulosetriacetatgewebe bedruckt. Man trocknet das Gewebe und fixiert 5 min bei 1, 5 atü mit Sattdampf. Dann wird gespült und, wie in Beispiel 1 angegeben, reduktiv nachbehandelt. 



   Man erhält einen farbtiefen Druck mit guten Echtheiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verwendung von wasserlöslichen Polyvinyläthern in Mengen von 1 bis 10 Gew. -'10, bezogen auf das Gewicht der fertigen Druckpaste, als Färbebeschleuniger beim Bedrucken von Material, das im Molekül eine grosse Zahl von Estergruppen enthält, mit Dispersionsfarbstoffe enthaltenden Druckpasten.
AT680161A 1960-09-24 1961-09-06 Dispersionsfarbstoffe enthaltende Druckpasten zum Bedrucken von Material, das im Molekül eine große Zahl von Estergruppen enthält AT235791B (de)

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