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Vorrichtung zur Breitnassbehandlung von Warenbahnen
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nächste Haspel oder Zugwalze eingeschaltet werden kann. So erfolgt nacheinander die Einschaltung jeweils der nächsten Haspel oder Zugwalze immer nach Füllung der vorhergehenden Mulde, bis die gesamte Vorrichtung gefüllt ist und kontinuierlich weiterlaufen kann, indem nun auch das Auslaufzugwalzenpaar seine Arbeit beginnt. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, die Zählwerke weiterlaufen zu lassen und im Steuerstromkreis eine Kontrolleinrichtung einzubauen, die bei Abweichungen voneinander sofort ein Signal gibt, so dass die eine oder die andere Kupplung zeitweilig ausgerückt wird, um einen Ausgleich zu schaffen.
Somit besteht die Möglichkeit, die gesamte Einrichtung auch vollautomatisch auszubilden, indem die kontaktgebenden Vorwähleinrichtungen der Zählwerke gleichzeitig in einem Relais- oder Magnetstromkreis liegen und durch Erzeugung dieser Relais bzw. Magnete jeweils bei Erreichung der eingestellten Umdrehungs- oderMeterzahl die nächste Haspel- oder Walzenlmpplung einrücken lassen, so dass keine manuelle Arbeit zwischengeschaltet zu werden braucht.
Ferner besteht die Möglichkeit, auch bei vollautomatischem Betrieb jeweils bei Einrücken der nächsten Haspel- oderWalzenkupplung gleichzeitig ein optisches oder akustisches Signal zu geben, so dass der Arbeiter an dieser Vorrichtung genau weiss, welche der Haspeln oder Zugwalzen arbeiten und welche nicht.
Somit ist das Einziehen der gesamten Vorrichtung, d. h. der hintereinandergeschalteten Mulden, ohne jede Schwierigkeit möglich und auch ohne jeden Warenverlust, der dadurch entstehen könnte, dass die Warenbahn beim Einziehvorgang ungleichmässig behandelt wird. Ferner ist es möglich, beim kontinuierlichenDurchlauf jeweils so viel Ware auf verhältnismässig kleinem Raum zu stapeln, wie nur irgend möglich, während die Transportmittel, nämlich die Zugwalzen und Einführhaspeln die Warenbahn lediglich von der linken, also unbedruckten Seite angreifen. Beim Einziehen ist nur ein kurzes Vorlaufstück notwendig, das der Länge entspricht, die die hintereinandergeschalteten Mulden als gesamte Vorrichtung aufweisen. Die Vorrichtung arbeitet billig und mit verhältnismässig technisch wenig aufwendigen Mitteln in einwandfreier Weise.
In denZeichnungen sindAusführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. l die Gesamtvorrichtung in schematischer Seitenansicht, Fig. 2-4 verschiedene Ausführungsbeispiele der Mulden mit Transporthaspeln, Fig. 5 das Schaltschema der Vorrichtung für vollautomatischen Betrieb und Fig. 6 ein Teilschaltschema der Vorrichtung für manuell zu bedienenden Betrieb.
Die erfindungsgemässe Breitnassbehandlungsvorrichtung 1 für beliebige Warenbahnen 2 besteht zunächst aus einer Reihe hintereinandergeschalteter Mulden 3, über deren Einlaufschenkeln 4 jeweils eine Haspel oder Zugwalze 5 angeordnet ist, während vor und hinter der Reihenanordnung vorzugsweise je ein Zugwalzenpaar 6 bzw. 7 liegt. Selbstverständlich spielt die Anzahl der hintereinandergeschalteten Mulden 3 keine Rolle. Sie können z. B. im Baukastensystem einzeln je nach Verwendungszweck zu-oder abgebaut werden.
Alle Haspeln oder Zugwalzen 5 bzw. auch die Ein- oder Auslaufwalzenpaare 6, 7 weisen einen gemeinsamen Antrieb auf.
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ist eine gemeinsame Hauptwelle 8 vorgesehen und für jede Antriebsabnahme ist ein Zwischengetriebe 8" angeordnet. Jede der Haspeln oder Zugwalzen bzw. jedes Zugwalzenpaar weist ferner auf der Antriebsseite eine lösbare Kupplung 9 auf, die eine Klauenkupplung, Friktionskupplung oder Magnetkupplung sein kann. Diese Kupplung 9 kann von Hand, mittels Pressluft oder Elektromagneten jeweils beim Einfahren des Gewebes nach Erreichung der entsprechenden Gewebelänge in der vorhergehenden Mulde von Hand oder automatisch eingeschaltet werden.
Ferner ist jeder Haspel oder Zugwalze 5 ein an sich bekanntes Zählwerk 10 für Umdrehungs-oderMe- terzählung zugeordnet. Jedes der Zählwerke weist eine kontaktgebende Vorwähleinrichtung auf, wobei bei den dargestellten Ausführungsbeispielen alle Zählwerke in einem gemeinsamen Steuerkreis 11 liegen.
Bei Erreichung einer einstellbaren Umdrehungs- oder Meterzahl seitens des diesem Zählwerk jeweils zugeordneten Transportmittels 5 wirkt das Zählwerk elektrisch auf optische oder akustische Signaleinrichtungen 12 bzw. Signallampen 13 ein (Fig. 6). Beim Aufleuchten einer Signallampe oder beim Ertönen des Signals besteht die Möglichkeit, dass, nachdem die entsprechende Mulde 3 gefüllt ist, manuell durch Betätigung des Schalters 14'die Kupplung 9 der ersten Haspel 5 od. dgl. eingerückt wird, so dass die zweite Mulde 3 mit der Füllung beginnt.
So kann der Arbeiter nacheinander die einzelnen Transportmittel 5 einschalten, bis die gesamte Vorrichtung gefüllt ist und das Auslaufzugwalzenpaar 7 seine Arbeit beginnt. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt lediglich das Vorlauf gewebe in diesem Auslaufzugwalzenpaar 7 eingeldemmt, um eine einwandfreie Füllung der Mulden zu garantieren.
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Um die Vorrichtung vollautomatisch arbeiten zu lassen, besteht ferner die Möglichkeit, die Zähl- werke 10 elektrisch mit Relais 14 zu verbinden, die ihrerseits elektrisch mit den Kupplungen 9, in die- sem Fall Magnetkupplungen, verbunden sind. Die Zählwerke 10 liegen somit zusätzlich in einem Relais- oder Magnetstromkreis 15. Somit wird vollautomatisch bei Erreichung der in der Vorwähleinrichtung der
Zählwerke 10 einstellbaren Umdrehungs-oderMeterzahl die nächste Kupplung 9 eingerückt und damit das nächste Transportmittel eingeschaltet, so dass ohne wesentliche manuelle Hilfe die Gesamtvorrichtung eingezogen wird und der Vorteil erzielt ist, dass auch der Anfang der Warenbahn genau die gleiche Ver- weilzeit in der Vorrichtung hat, wie die später kontinuierlich durchlaufenden Warenanteile.
In denFig. 2-4 sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Ausbildung der Transportmittel dargestellt.
Die Fig. 2 zeigt eine Muldenanordnung mit einfachen Zugwalzen 5. Fig. 3 zeigt eine Muldenanordnung mit Haspelwalzen 5, die vorzugsweise mit Wänden 16 versehen sind, so dass die von der Warenbahn 2 von der Vormulde mitgenommene Flüssigkeit sich in den durch die Wände gebildeten abgeschotteten Räumen sammelt. Beim Abgleiten der Warenbahn 2 in die nächste Mulde 3 wird die gesammelte Flüssigkeit der
Warenbahn 2 von unten mitgegeben, so dass die Warenbahn an dem Einlaufschenkel 4 der Mulde nicht festkleben kann, da die Flüssigkeit als Schmiermittel wirkt. Damit ist ein einwandfreier kontinuierlicher Durchlauf der Warenbahn durch die einzelnen Mulden ermöglicht, ohne dass die Warenbahn in den Mul- den klebt, was den Durchlauf leicht stören könnte.
Ein sehr vorteilhaftes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 gezeigt, u. zw. treibt hier die Zugwalze 5 gleichzeitig ein Förderband 18. Damit wird die Warenbahn 2 fast spannungsfrei aus der Mulde 3 nach oben abgezogen, was ausserordentlich wichtig ist, weil sonst Zerrungen im Gewebe, die durch die im Gewebe vorhandene Feuchtigkeit und damit Erhöhung des Gewichtes verursacht würden, vorkommen könnten. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, auch den Einlaufschenkel 4 der Mulden wenigstens zu einem Teil mit einem abwärtslaufenden Förderband zu versehen, so dass auch das sonst hängend geführte Stück der Warenbahn an dieser Stelle unterstützt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Breitnassbehandlung von Warenbahnen, bestehend aus einer Reihe hintereinander angeordneter Mulden, über deren Einlaufschenkel jeweils Transporteinrichtungen wie Haspeln oder Walzen liegen, während vor und hinter der Muldenreihe je ein Zugwalzenpaar liegt, wobei alle Transporteinrichtungen einen gemeinsamen Antrieb haben, der über lösbare Kupplungen wahlweise mit den Transporteinrichtungen verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass den Kupplungen Zählwerke mit Vorwähleinrichtungen und von den Zählwerken betätigte Kontakte vorgeschaltet sind, welche Kontakte mit den Kupplungen in einem gemeinsamen Steuerkreis liegen und bei Erreichen einer voreinstellbaren Warenlänge in der der jeweiligen Transporteinrichtung nachgeschalteten Mulde bzw.
der entsprechenden Umdrehungszahl der ihnen zugeordneten Walze oder Haspel (5) auf die Kupplung der in Warenlaufrichtung nächstfolgenden Transporteinrichtung und gegebenenfalls auf optische oder akustische Signaleinrichtungen (12, 13) einwirken.