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Traktorgabelrechen
Gegenstand des Stammpatentes ist ein Traktorgabelrechen'zum Sammeln, Weiterbefördern und
Aufladen von Heu, Grünfutter, Getreide od. dgl. mit freier Höhenbeweglichkeit der einzelnen mit ihren
Enden in einer gemeinsamen Achse gelagerten Zinken, wobei parallel zur Lagerachse der lanzettartig ausgebildeten Zinken und vor dieser Achse ein hohles Joch vorgesehen ist, das zur Führung der Zinken in derVorder-und Rückwand Öffnungen aufweist und die unteren Ränder der vorderen Öffnung bei angehobe- nem Joch als Widerlager für die Zinken dienen.
Solche bekanntgewordene Gabelrechen weisen den Nachteil auf, dass sie nicht geeignet sind, auch die geringen unterhalb der Gabelspitze liegenden Heubestände aufzunehmen, weil sie von den Zinken, die nur mit ihrer Durchbiegung am Boden aufliegen, nicht erfasst werden können. Das vollständige Zu- sammenfassen des Heus od. dgl. ist aber meist sehr erwünscht, um zeitraubende Nacharbeiten zu erspa- ren.
Es besteht daher Bedarf an einem Traktorgabelrechen, dessen Zinken so ausgebildet sind, dass seine Spitzen möglichst nahe über den Boden streichen, wobei Gewähr dafür geboten sein muss, dass sie nicht in den Boden einstechen und sich dort festfressen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe in einfacher Weise dadurch, dass das Vorderende der Zinkenspitze etwa am Ende der lanzettartigen Verbreiterung eine gegen den Boden gerichtete Knickung aufweist. Nach einer bevorzugten Ausführung ist das Vorderende der geknickten Zinkenspitze etwa 10 cm lang und über eine an die Unterseite der lanzettartigen Verbreiterung gelegte Tangentialebene nur geringfügig vorragend. Bei der erfindungsgemässen Ausbildung der Zinkenspitze ist es auch gleichgültig. wenn die Spitze ein wenig in das Erdreich eindringt, weil sie durch die kurz dahinter liegende lanzettartige Verbreiterung, die ja nicht in den Boden eindringen kann, leicht wieder herausgehoben wird.
In der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den Figuren der Zeichnung wird der Gegenstand der Erfindung eingehend dargestellt, doch sollen die angeführten Ausführungsbeispiele die Erfindung keineswegs darauf beschränken.
Fig. 1 zeigt eine Gabelspitze bekannter Art in Seitenansicht, Fig. 2 eine erfindungsgemässe Gabelspitze gleichfalls von der Seite und Fig. 3 die Ausführung von Fig. 2 in Draufsicht.
Die in die Rohrzinke 1 eingesetzte Zinkenspitze 2 ist an ihrem Vorderende 3 gegen den Boden abgewinkelt, u. zw. unmittelbar nach der Verjüngung der lanzettartigen Verbreiterung 4. Die Winkelspitze weist dabei eine Länge von etwa 10 cm auf. Wird der Gabelrechen über den Boden 5 geführt, so dass er mit seiner Durchbiegung darauf gleitet, gleitet auch das Spitzenende 3 darüber hin und schiebt auch die tiefstgelegenenHeuhalme wie ein Rechen vor sich her, so dass sie sich vor der Spitze stauen und schliesslich auf die Oberseite des Rechens, den sogenannten Korb, gelangen.
Falls die Spitze 3 infolge von Bodenunebenheiten ins Erdreich eindringen sollte, wird sie durch die lanzettartige Verbreiterung 4 der Zinkenspitze 2, die sich auf diese Bodenunebenheit aufschiebt, aber nicht in sie eindringt, wieder herausgehoben, so dass die Fortsetzung des Arbeitsvorganges nicht gehemmt wird.
Mit einem Gabelrechen, der mit einer erfindungsgemässen Zinkenspitze ausgestattet ist, ist ein leichteres Eindringen in eventuell halbtrockenes Heu möglich und es lassen sich auch die kleinsten Reste von Heu od. dgl. erfassen bzw. zusammenschieben, so dass eine Nacharbeit auf der vom Traktorrechen bearbeiteten Fläche nicht mehr notwendig ist. Zahlreiche Versuche, die mit der abgewinkelten Spitze
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durchgeführt wurden, haben ihre Brauchbarkeit erwiesen und haben gezeigt, dass mit der Erfindung eine beachtliche Verbesserung der bekannten Gabelrechen erreicht wurde.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Traktorgabelrechen zum Sammeln, Weiterbefördern und Aufladen von Heu, Grünfutter, Getreide od. dgl. mit freier Höhenbeweglichkeit der einzelnen mit ihren Enden in einer gemeinsamen Achse gelagerten Zinken, wobei parallel zur Lagerachse der lanzettartig ausgebildeten Zinken und vor dieser Achse ein hohles Joch vorgesehen ist, das zur Führung der Zinken in der Vorder- und Rückwand Öffnungen aufweist und die unteren Ränder der vorderen Öffnung bei angehobenem Joch als Widerlager für die Zinken dienen, nachStammpatentNr-. 222423, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorderende (3) der Zinkenspitze (2) etwa amEnde der lanzettartigen Verbreiterung (4) eine gegen denBoden (5) gerichtete Knikkung aufweist.