<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Anbau-Maishäcksler mit einem Häckselwerk, mit einer dem Häckselwerk vorgeschalteten Einzugseinrichtung, und mit einem etwa quer zur Fahrtrichtung des Zugfahrzeuges angeordneten
Rahmen, der Anschlüsse zum Anbau an das Dreipunkthubwerk des Zugfahrzeuges aufweist und ein das
Häckselwerk und die Einzugseinrichtung umgebendes Gehäuse trägt.
Das Häckselwerk der Maishäcksler ist sowohl zur Verarbeitung von Grünmais als auch zur Verarbeitung von
Maiskolben geeignet. Zum Ernten von Grünmais und Maiskolben werden hingegen verschiedenartige
Einrichtungen benötigt : das Ernten von Grünmais erfolgt mit einem Reihenschneidwerk, das die Stengel der am
Feld in Reihen stehenden Maispflanzen in Bodennähe durchtrennt, und das Ernten von Maiskolben wird mit
Hilfe eines Pflückvorsatzes ausgeführt, der lediglich die Kolben von den Stengeln trennt. Es wird daher angestrebt, einen Maishäcksler verfügbar zu haben, an dem wahlweise ein Reihenschneidwerk oder ein
Pflückvorsatz angeschlossen werden kann.
Es ist bereits ein Maishäcksler mit eigenem Fahrwerk bekannt, der mittels einer Stange an das Zugmaul eines Zugfahrzeuges angehängt werden kann. An diesen bekannten Maishäcksler kann wahlweise ein
Reihenschneidwerk, eine Aufnahmevorrichtung für Halm- und Blattgut, oder ein Mähwerk für Halmgut angeschlossen werden. Zur Befestigung von diesen Einrichtungen am Häcksler sind die ersteren mit stirnseitig vorspringenden Lappen versehen, die mit ähnlichen Bauteilen am Häcksler zusammenwirken und durch Bolzen verriegelt werden. Diese Ausbildung der Anschlusselemente erfordert, dass die Anbaugeräte zwecks Befestigung vom Boden aufgehoben und gegen den Häcksler bewegt werden.
Dieser Umrüstvorgang ist zeitraubend und kann-wenn kein Hebezeug zur Verfügung steht-bedingt durch das grosse Gewicht der einzelnen Einrichtungen nur von mehreren Personen durchgeführt werden (USA-Patentschrift Nr. 1, 763, 115).
Aus anderem Zusammenhang ist eine Schnellkupplung zum raschen Anbau eines Schneidtisches an einen
Mähdrescher bekannt. Ein solcher Mähdrescher ist ein selbstfahrendes Gerät mit grosser Baulänge. Der
Anschlussflansch für den Schneidtisch verläuft annähernd lotrecht, wobei der Schneidtisch zur Gänze ausserhalb der eigentlichen Begrenzungslinie des Mähdreschers angebracht wird, was im Hinblick auf die an sich grosse
Baulänge des Mähdreschers unproblematisch sein kann (franz. Patentschrift Nr. 1544640). Da ein
Anbau-Maishäcksler, der vom Hubwerk der Zugmaschine getragen wird, im Hinblick auf die Gewichtsverteilung eine möglichst kurze Baulänge haben soll, ist es nicht möglich, diese Konstruktion ohne jegliche Abänderung auf einen Anbauhäcksler zu übertragen, denn dabei würde ein Gerät mit übermässig grosser Baulänge erhalten werden.
Es ist vielmehr notwendig, am Maishäcksler selbst verschiedene Massnahmen zu treffen, die bei Anwendung der an sich bekannten Schnellkupplung eine Verkürzung der Baulänge des zusammengebauten Gerätes ergeben.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Anordnung zum wahlweisen, raschen
Zusammenkuppeln eines Anbaumaishäckslers mit einem Reihenschneidwerk oder mit einem Pflückvorsatz zu schaffen, wobei gleichzeitig ein raumsparender Aufbau der Gerätekombination gewährleistet wird.
Dies wird gemäss der Erfindung bei einem Anbau-Maishäcksler der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass zum wahlweisen Anschluss eines Reihenschneidwerkes oder eines Pflückvorsatzes an den Anbau-Maishäcksler das Gehäuse der Einzugsvorrichtung mit wenigstens einem zur Bodenfläche geneigten, gegebenenfalls abgestuften, Anschlussflansch versehen ist, dem ein entsprechend geneigter und gegebenenfalls gleichfalls abgestufter, im zusammengebauten Zustand an dem Anschlussflansch anliegender Gegenflansch des Reihenschneidwerkes oder Pflückvorsatzes zugeordnet ist, wobei die obere Kante des zur Bodenfläche geneigten Anschlussflansches in Fahrtrichtung des Gerätes vor der unteren Kante desselben angeordnet ist und dass sich der Anschlussflansch von der Unterseite des Gehäuses ausgehend bis etwa in Höhe der Drehachse des Häckselwerkes erstreckt.
Durch diese Massnahmen wird gewährleistet, dass beim Zusammenbau ein Teil des Reihenschneidwerkes bzw. Pflückvorsatzes unterhalb des die Einzugsvorrichtung umgebenden Gehäuses zu liegen kommt, wodurch die Baulänge des zusammengebauten Gerätes verkürzt wird. Anders ausgedrückt ist die Baulänge des zusammengebauten Gerätes geringer als die Summe der Baulängen von Maishäcksler und Vorsatzgerät.
Der am Zugfahrzeug angebaute Häcksler kann mit dem Dreipunkthubwerk des Zugfahrzeuges so weit gehoben oder gesenkt werden, bis der zur Bodenfläche geneigte Anschlussflansch des Häckslers über oder unterhalb des entsprechenden Gegenflansches vorgesehen ist, und dann-allenfalls durch eine geringfügige Bewegung des Zugfahrzeuges-mit den Bolzen in die Haken des Anbaugerätes einrasten. Dieser Umrüstvorgang kann vom Fahrer des Zugfahrzeuges ohne Mithilfe weiterer Personen und ohne Verwendung eines Hebezeuges vorgenommen werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zeigt, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemässen Anbau-Maishäckslers mit angebautem Reihenschneidwerk und Fig. 2 einen Pflückvorsatz zum Anschluss an den Anbau-Maishäcksler nach Fig. 1.
Der in Fig. l dargestellte Anbau-Maishäcksler umfasst ein Häckselwerk--l--und eine diesem
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
dargestellten Zugfahrzeuges angeordneten Rahmen --6-- befestigt ist. Der Rahmen --6-- weist -- in den Zeichnungen gleichfalls nicht dargestellte -- Anschlüsse zum Anbau an das Dreipunkthubwerk des Zugfahrzeuges auf.
Das Gehäuse --5-- der Einzugsvorrichtung ist mit einem Anschlussflansch --7-- zum wahlweisen Anbau eines Reihenschneidwerkes--8--oder eines Pflückvorsatzes --9-- versehen. Der Anschlussflansch --7-- ist gegen die Bodenfläche unter einem Winkel von etwa 450 geneigt und als am Rand des Gehäuses --5-- umlaufende, seitlich nach aussen vorspringende Leiste ausgebildet. An Stelle einer solchen umlaufenden Leiste könnte der Anschlussflansch --7-- auch durch eine Platte oder wenigstens zwei, im Abstand einander gegenüberliegende Auflagen gebildet werden. Die Neigung des Anschlussflansches --7- in bezug auf die Bodenfläche kann gleichfalls eine andere Grösse haben ; die Neigung wird vorzugsweise in einem Bereich von etwa 30 bis 600 liegen. Der Anschlussflansch --7-- kann auch abgestuft ausgebildet sein.
Der in bezug auf die Bodenfläche geneigte Anschlussflansch --7-- erstreckt sich von der Unterseite des Gehäuses --5-- ausgehend bis etwa in Höhe der Drehachse des Häckselwerkes --1--. Die obere Kante des
EMI2.1
demjenigen zwischen Bolzen--10--und Halterungen--11--entspricht.
Der Pflückvorsatz --9-- weist einen Gegenflansch--22--auf, der in Form und Grösse demjenigen des Reihenschneidwerkes entspricht. Ferner ist der Pflückvorsatz --9-- mit zwei Haken --23-- und zwei Schraub-bzw. Spanngliedern--24--versehen, deren gegenseitiger Abstand wieder demjenigen zwischen den Bolzen--10--undHalterungen--11--entspricht.
EMI2.2
verbindbar ist. An Stelle dieser könnte auch eine Gelenkwellenverbindung verwendet werden, wobei jedoch beiderseits Winkelgetriebe vorgesehen werden müssten.
Zum Anschluss des Reihenschneidwerkes an den Anbau-Maishäcksler wird folgendermassen vorgegangen :
Durch Heben des Anbau-Maishäckslers mit Hilfe des Dreipunkthubwerkes des Zugfahrzeuges werden der Anschlussflansch --7-- zur Anlage an den Gegenflansch--12--des am Boden stehenden Reihenschneidwerkes--8--gebracht, und die Haken--13--in die am Gehäuse --5-- angebrachten Bolzen --10-- eingehängt. Anschliessend werden die Spann- bzw. Schraubglieder --14-- mit den Halterungen--11--verbunden. Beim Anbau des Pflückvorsatzes wird sinngemäss verfahren.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anbau-Maishäcksler mit einem Häckselwerk, mit einer dem Häckselwerk vorgeschalteten Einzugseinrichtung, und mit einem etwa quer zur Fahrtrichtung des Zugfahrzeuges angeordneten Rahmen, der Anschlüsse zum Anbau an das Dreipunkthubwerk des Zugfahrzeuges aufweist und ein das Häckselwerk und die
EMI2.3
Anschluss eines Reihenschneidwerkes (8) oder eines Pflückvorsatzes (9) an den Anbau-Maishäcksler das Gehäuse (5) der Einzugsvorrichtung mit wenigstens einem zur Bodenfläche geneigten, gegebenenfalls abgestuften, Anschlussflansch (7) versehen ist, dem ein entsprechend geneigter und gegebenenfalls gleichfalls abgestufter, im zusammengebauten Zustand an dem Anschlussflansch (7) anliegender Gegenflansch (12) des Reihenschneidwerkes oder Pflückvorsatzes zugeordnet ist, wobei die obere Kante des zur Bodenfläche geneigten Anschlussflansches (7)
in Fahrtrichtung des Gerätes vor der unteren Kante desselben angeordnet ist und dass sich der Anschlussflansch (7) von der Unterseite des Gehäuses (5) ausgehend bis etwa in Höhe der Drehachse des Häckselwerkes (1) erstreckt.
EMI2.4