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Winkelverbindung von zwei Profilstäben mit in sich geschlossenem Querschnitt
Die Erfindung betrifft eine Winkelverbindung von zwei Profilstäben mit in sich geschlossenem Quer- schnitt, insbesondere für mechanisch hergestellte Gegenstände, wie z. B. für Fensterrahmen, die aus ei- nem Schuh mit zwei Teilen besteht, welche untereinander längs einer Verbindungsebene durch eine Be- festigungsschraube mit Kopf verbunden sind, wobei jeder Teil mit dem Ende eines Profilstabes, dessen En- de sich in der Ebene des Zusammenschlusses der Teile des Schuhes befindet, fest verbunden ist.
Es sind bereits zahlreiche Arten von Winkelverbindungen zweier Profilstäbe bekannt.
Es sind Verbindungen bekannt, bei denen kein Schuh verwendet wird, sondern bei denen die Verbin- dungsglieder mit beträchtlichem Spiel an oder in den Profilstäben angeordnet und kraftschlüssig verspannt sind (vgl. Schweizer Patentschrift Nr. 336184, USA-Patentschrift Nr. 2, 538, 138).
Bei andern Verbindungen wird ein einteiliger Schuh verwendet, auf welchem die Profilstäbe aufgeschoben und durch plastische Verformung fixiert sind (vgl. Schweizer Patentschrift Nr. 281033, deutsche
Patentschrift Nr. 857437, USA -Patentschrift Nr. 2, 861, 659).
Bei weiteren Winkelverbindungen erfolgt der Zusammenbau umgekehrt in dem Sinne, dass die Enden der zu verbindenden Elemente in die Schenkel des Schuhes eingeschoben sind (vgl. USA-Patentschrift Nr. 952, 506).
Massive zu verbindende Elemente können unter einem Winkel von 450 abgeschnitten und ohne Zwischenstück vereinigt werden (USA-Patentschrift Nr. l, 796, 836).
Keine der bekannten, vorstehend angeführten Winkelverbindungen ermöglicht es, zugleich alle folgenden Bedingungen zu erfüllen :
Jeder Schenkel des Winkelschuhes soll in einen der Profilstäbe eingeführt und dort dichtend festgelegt sein ; jeder Schenkel des Schuhes und das Profil, in das er eingeschoben ist, sollen eine einheitliche Verbindungsebene aufweisen (z. B. unter einem Winkel von 45 ) ; die beiden Teile des Schuhes mit den zugehörigen Profilstäben sollen mittels einer einfachenSchrau- be verbunden sein ; trotz Vereinigung der beiden Teile des Schuhes mittels einer einfachen Schraube soll die Verbindung Torsionsbeanspruchungen widerstehen.
Eine Winkelverbindung der eingangs erwähnten Art weist eine schöne Form auf und ermöglicht eine gute Abdichtung des Inneren der Profilstäbe als Schutz vor Korrosion, sie ist formbeständig, leicht zerlegbar, wodurch der Transport vereinfacht wird, an der Baustelle einfach wieder zusammensetzbar, usw.
Um alle oben angegebenen Forderungen zu erfüllen, ist bei der erfindungsgemässen Winkelverbindung als Mittel zur Lagefestsetzung, das den Verdrehungskräften, die an den Teilen des Schuhes auftreten können, widersteht, mindestens ein Passstück mit eckigem Umfang, vorzugsweise eine parallelepipedische Platte, vorgesehen, das in jeder der Ausnehmungen, die in den zum Zusammenschluss dienenden Oberflächen der beiden Teile ausgespart sind, zum Teil eingebettet ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Winkelverbindung weist das Merkmal auf, dass die Befestigungsschraube das Passstück und einen Teil des Schuhes, gegen welchen sich der Kopf der Schraube anlegt, frei durchquert und im andern Teil des Schuhes eingeschraubt ist.
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Weitere Einzelheiten und Besonderheiten der Erfindung werden an Hand eines in der Zeichnung sche- matisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. l zeigt ein Haltestück gemäss der Erfin- dung fertig zusammengebaut in perspektivischer Ansicht. Fig. 2 und 3 zeigen die Einzelteile des Passstückes nach Fig. l, ebenfalls in perspektivischer Ansicht. Fig. 4 und 5 sind Längsschnitte durch ein Haltestück nach i der Erfindung vor dem Zusammenbau, aber bereits in die Enden zweier miteinander zu verbindender Pro- filstäbe eingesetzt. Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch die genannten Teile nach ihrem endgültigen Zusam- menbau.
Das Haltestück nach der Erfindung besteht aus zwei Teilen A und B mit unter 450 zur Längsachse ver-
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Verbindungsflächen l, 2,2 weisen Aussparungen zur spielfreien Aufnahme einer viereckigen, dicken Platte 3 mit abgerundeten Ek- ken und einer mittleren Bohrung auf, die dazu dient, die Teile A und B während und nach dem Zusam- menbau in einer ganz bestimmten Lage zueinander zu halten.
Jeder Teil A und B des Haltestückes weist Aussparungen 5 auf, die dazu bestimmt sind, Teile der
Wandung der Profilstäbe E und F aufzunehmen, die in diese Aussparung eingedrückt werden.
Der Zusammenbau aller Teile geschieht mittels einer einzigen Schraube 6, deren Kopf 6a am Boden einer Aussparung 7 des Haltestückteiles B sich abstützt, die frei durch eine mittlere Bohrung eines Pass- stückes 3 hindurchgeht und in eine Gewindebohrung 9 des andern Passstückteiles A eingeschraubt werden kann.
Zur Durchführung des Zusammenbaues der Profilstäbe E und F nähert man die beiden Teile A und B des Haltestückes einander so lange, bis die äusseren Ränder der Profilstäbe miteinander übereinstimmen, und drückt dann die äussere Wandung der Profilstäbe in die Aussparungen'5 ein. Dadurch sind die Profil- stäbe fest mit den einzelnen Teilen des Haltestückes verbunden. Dann richtet man die äusseren Kanten der
Profilstäbe genau auf die Verbindungsebene aus. Darauf braucht man nur noch die beiden Profilstäbe ein- ander zu nähern, denüberstehendenTeildesPassstückes 3 in die Aussparung 4 der Verbindungsfläche l ein- zupassen und die Schraube 6 fest anzuziehen, um alle Teile in die Gebrauchsstellung nach Fig. 6 zu brin- gen.
Weisen die Profile der Metallstäbe abstehende Flügel auf, die sich ausserhalb des ringförmigen Teiles des Querschnittes befinden. so werden diese miteinander am besten verschweisst. Ebenfalls kann noch eine
Verschweissung der gesamten Verbindungsstelle erfolgen, wenn eine unbedingte Dichtheit der Verbindung verlangt wird.
Eine ausreichend gute Undurchlässigkeit der Verbindungsstelle lässt sich auch dadurch erzielen, dass man auf der einen oder auf beiden Verbindungsflächen 1 und 2 des Haltestückes eine Nut anbringt, in die man eine Schnur aus verformbarem Werkstoff einlegt, die sich beim Festziehen der Schraube 6 defor- miert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Winkelverbindung von zwei Profilstäben mit in sich geschlossenem Querschnitt, insbesondere für mechanisch hergestellte Gegenstände, wie z. B. für Fensterrahmen, die aus einem Schuh mit zwei Tei- len besteht, welche untereinander längs einer Verbindungsebene durch eine Befestigungsschraube mit Kopf verbunden sind, wobei jeder Teil mit dem Ende eines Profilstabes, dessen Ende sich in der Ebene des Zu- sammenschlüsses der Teile des Schuhes befindet, fest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass als
Mittel zur Lagefestsetzung, das den Verdrehungskräften, die an denTeilendes Schuhes auftreten können, widersteht, mindestens ein Passstück (3) mit eckigem Umfang, vorzugsweise eine parallelepipedische
Platte, vorgesehen ist, das in jeder der Ausnehmungen,
die in den zum Zusammenschluss dienenden Ober- flächen der beiden Teile ausgespart sind, zum Teil eingebettet ist.