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Rundstrickmaschine zur Erzeugung von Strümpfen Es sind bereits verschiedene Systeme von Rundstrickmaschinen bekannt, die die Herstellung von schlauchförmigen Erzeugnissen, besonders von Strümpfen und insbesondere von Damenstrümpfen ermöglichen. Bekannte Maschinen dieser Art, die nicht von neuester Konstruktion sind, sind für das Stricken der sogenannten glatten Maschen eingerichtet, d. h. so, dass die Nadeln die Masche stets abschlagen.
Andere Maschinen neuerer Konstruktion können unter anderem auch die sogenannte Netzmasche bilden, die durch besondere Steuerung der Nadeln in dem Sinne, dass diese nicht immer die Masche abschlagen, zustande kommt. Maschinen dieser Art sind aber sehr kompliziert und teuer, so dass ihre Anschaffung grössere Mittel erfordert. Anderseits wäre es aber derzeit oft wünschenswert, Strümpfe mit Netzmaschen erzeugen zu können.
Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Maschinen der ersterwähnten Art, also Rundstrickmaschinen, die an sich nur zum Stricken glatter Maschen eingerichtet sind mit dem Ziel, eine solche Maschine so zu vervollkommnen, dass man sie nach Belieben auch zum Stricken einer Masche verwenden kann, die wie eine Netzmasche aussieht. Sie geht von Maschinen der Gattung aus, die einen rotierenden Nadelzylinder mit in axialen Nuten angeordneten Nadeln aufweisen, die zwecks Steuerung mit abstehenden Fü- ssen versehen sind, wobei diese Füsse durch Nocken betätigt werden und die Maschine Steuerungseinrichtungen zur automatischen Herstellung vollständiger Strümpfe aufweisf und wobei jeder Nadel ein unter ihr in der entsprechenden Nut angeordneter Schieber zugeordnet ist, deren jeder mit mindestens einem abstehenden Fuss versehen ist.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass zwecks Erzielung von entweder alle oder in abwechselnder Folge nur einen Teil der Nadeln hochhebenden Rundgängen des Nadelzylinders die Füsse der Schieber in mindestens zwei übereinanderliegenden Kurvenbahnen angeordnet und für deren und der Nadelfüsse Betätigung zusätzliche, radial verschiebbare Hubnocken ausserhalb des Zylinders angebracht sind. Diese Hubnocken können im geeigneten Augenblick mittels automatischer Steuerungen so eingesetzt werden, dass sie in der einen Stellung auf die Füsse sämtlicher entsprechender Nadeln bzw. sämtlicher Schieber einwirken, in einer zweiten Stellung - teilweise ausgerückt - nur auf die langen und nicht auf die kurzen Füsse der Nadeln bzw. Schieber und dass sie in einer dritten Stellung - ganz ausgerückt - weder auf die Nadeln, noch auf die Schieber einwirken.
Besonders vorteilhaft ist es, bei Verwendung von Nadel- bzw. Schieberfüssen, die mindestens zwei verschiedene Längen aufweisen und so über den Umfang des Zylinders aufgeteilt sind, dass sich in jeder Kurvenbahn im Bereich eines Bogens Füsse gleicher Länge befinden, den kurzen Nadelfüssen lange Schieberfüsse und den langen Nadelfüssen kurze Schieberfüsse zuzuordnen und die zusätzlichen Hubnocken mittels ihrer Steuerung zwecks Erfassung aller oder nur der langen Füsse ganz bzw. teilweise einrückbar und zwecks Ausschaltung jeder Wirkung ausrückbar zu machen.
Die erfindungsgemäss ausgestaltete Maschine unterscheidet sich dadurch von bekannten Maschinen, bei denen Nadeln mit unter diesen angeordneten Schiebern vorhanden sind, wobei Nadeln mit einem langen Fuss Schieber mit langem Fuss und Nadeln mit kurzem Fuss Schieber mit einem kurzen Fuss zugeordnet sind und die Schieberfüsse in einer einzigen Kurvenbahn liegen und die Verschiebung zweier Schieber nur durch Manöver mit den Nocken erreicht werden kann. Infolgedessen müssen dort die Nadeln durch eine Nocke gesenkt werden, um sie unter den Einfluss des Schiebers zu bringen, und diese Nocke bleibt während der normalen Arbeit ausser Funktion und hat keine Selektionsmöglichkeit.
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Bei der Maschine gemäss der Erfindung können aber die die Schieberfüsse beeinflussenden Steuernok- ken drei unterschiedliche Stellungen einnehmen, u. zw. die zur Steuerung der langen Füsse, zur Steuerung aller Füsse und die ohne jede Einwirkung. Bei der Maschine gemäss der Erfindung ist die Nocke während der ganzen Herstellung des Strumpfes in Tätigkeit, während sie bei der bekannten Maschine während des
Strickens eines ganzen Strumpfes nur einen einzigen Rundgang vollführt.
Eine geeignete automatische Steuerung, verkörpert durch Steuerscheiben mit geeignet geformten
Profilen, bewirkt die erforderlichen Verstellungen der drei oben genannten Hubnocken beim Übergang von glatten Maschen zur Bildung von Netzmaschen. Es werden in diesem Falle - wenn man drei zusätzliche
Hubnocken vorsieht-diese drei Hubnocken in Funktion gesetzt und die übliche sogenannte Schliess- oder
Abschlagnocke, die normalerweise das Abschlagen der Maschen bewirkt, ausgeschaltet.
Um nun Netz- maschen zu bilden, werden Zyklen von Rundgängen vorgesehen5 wobei während des ersten Rundganges sämtliche Nadeln bis zum Abschlagen des Fadens bzw. der Masche hochgehoben werden, dann ein Rund- gang, bei dem nur eine von zwei Nadeln ganz gehoben wird, um den Faden abzuschlagen, während die zweite nicht abschlägt, ein dritter Rundgang, bei dem neuerlich sämtliche Nadeln abschlagen und ein vierter Rundgang, bei dem wieder nur jede zweite Nadel abschlägt, u. zw. diejenigen, die vorher nicht abgeschlagen hatten. Falls mehr als zwei auf die Schieber einwirkende Hubnocken vorgesehen sind und die Füsse der Schieber in mehr als zwei Reihen angeordnet sind, kann für einen Rundgang, bei dem nur ein. Teil der Nadeln abschlägt, auch vorgesehen werden, dass von je drei Nadeln eine oder von je drei
Nadeln zwei abschlagen od. ähnl.
Es kann auch zwischen zwei Rundgängen, bei denen sämtliche Nadeln abschlagen, mehr als ein Rundgang vorgesehen werden, bei dem nur ein Teil der Nadeln abschlägt. Man kann weiters vorsehen, dass bei einem Rundgang zwei Nadeln abschlagen und zwei oder mehr nicht, wo- bei auf zwei oder mehr in einer Reihe nebeneinander liegende Schieber zwei oder mehr Schieber folgen, die in einer andern Reihe liegen, usw.
Weitere Massnahmen sowie die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Verbesserungen im einzelnen sind in der nachfolgenden Beschreibung erklärt, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein sche- matisches Ausführungsbeispiel behandelt wird.
Fig. 1 zeigt schematisch einen waagrechten Schnitt durch den rotierenden Nadelzylinder und die mit diesem verbundenen Vorrichtungen zur Steuerung der Nadeln und Fig. 2 einen lotrechten Schnitt nach der
Schnittlinie Il - 11 der Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf die Einrichtung zur Steuerung der Hilfsnocken und Fig. 4 eine perspektivische Detailansicht der Steuerung einer dieser Hubnocken. Die
Fig. 5 und 6 stellen schematische Ansichten nach den Linien V - V bzw. VI - VI der Fig. 3 dar. Fig. 7 zeigt eine Einzelheit einer runden Steuernocke zur Betätigung der Hilfsnocken im Schnitt nach der Linie
VII - VII der Fig. 4. Fig. 8 zeigt ein Diagramm der Steuerung der Nadeln und Fig. 9 ein schaubildliches Diagramm der Nadeln und der entsprechenden Schieber.
Die Fig. 10, 10a ; 11, lla ; 12, 12a und 13, 13a stellen schematische Schnitte nach den Linien X-XEI der Fig. 8 dar, wobei die Fig. 10 und 10a die Stellung der Hilfsnocken während des ersten bzw. des zweiten halben Umlaufes beim ersten Rundgang oder der ersten Phase zeigen, die Fig. 11 und 11a die Stellung dieser Nocken während des ersten bzw. des zweiten halben Umlaufes beim zweiten Rundgang, die Fig. 12 und 12a die Stellung der Nocken während des ersten bzw. des zweiten halben Umlaufes beim dritten Rundgang und die Fig. 13 und 13a die Stellung der Nocken während des ersten bzw. des zweiten halben Umlaufes beim vierten Rundgang eines kompletten Zyklus.
Fig. 14 zeigt schematisch einen Grundriss der Hilfsnocken und ihrer Steuerungseinrichtungen nach einer konstruktionsmässig modifizierten Form, Fig. 15 in vergrössertem Massstab einen Axialschnitt nach der Linie XV - XV der Fig. 14 und Fig. 16 einen schematischen Schnitt nach der Linie XVI-XVI der Fig. 15. Fig. 17 ist ein schaubildliches Diagramm der Nadeln und ihrer zugehörigen Schieber. Fig. 18 zeigt in zwei Ansichten und zum Teil im Schnitt eine Ausführungsform des Blockes, der die Hubnocken zur Steuerung der Schieber trägt. Die Fig. 19 und 20 zeigen einen Grundriss, zum Teil im Schnitt bzw. einen Schnitt nach der Linie - XX der Fig. 19, also eines Teiles der Maschine, in dem die Hubnocken der Nadeln und der Schieber sichtbar sind.
Fig. 21 zeigt im Schnitt eine Einzelheit nach der Linie XXI bis XXI der Fig. 20 und Fig. 22 in Ansicht eine Einzelheit nach der Linie XXII - XXLI der Fig. 19. Fig. 23 zeigt in schematischer Form die Abwicklung eines zylindrischen Führungsschlosses, das zur Steuerung der Schieber bestimmt ist. Fig. 24 zeigt im Schema die Aufrollung der Profile der rotierenden Steuerkurven bzw. -nocken, die die Hilfsnocken für die Nadeln und die Schieber steuern und Fig. 25 zeigt eine abge- änderte Ausführung der Steuerung.
In den Fig. l ; - 13 wird mit 1 eine rotierende Trommel bezeichnet, die mit einer Kegelverzahnung 2 angetrieben wird und die mit einem Zylinder 3 verbunden ist. Dieser Zylinder 3 ist aussen mit axial verlaufenden Nuten 4 versehen, die in der Fig. 1 nur zum Teil dargestellt sind und sich über den ganzen
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Umfang des Zylinders 3 erstrecken. In den Nuten 4 sind in bekannter Art die Nadeln 5 gleitend gelagert.
Unterhalb dieser Nadeln sind in allen Nuten 4 abwechselnd lange 6 und kurze Schieber 7 angeordnet, von denen jeder mit einem Fuss versehen ist. Die Anordnung dieser Schieber 6 und 7 ist derart, dass ihre Fusse in zwei übereinander befindlichen Kurvenbahnen verlaufen, wobei die Füsse der langen Schieber 6 längs einer unteren Kurvenbahn und die Füsse der kurzen Schieber 7 längs einer oberen Kurvenbahn angeordnet sind ; die Anordnung mur. jedenfalls so getroffen sein, dass von diesen Schiebern - wie immer ihre Länge sei - abwechselnd einer den Fuss in Höhe der unteren Kurvenbahn und der andere ihn in Höhe der oberen
Kurvenbahn aufweisen.
Als Variante kann jeweils eine Gruppe von zwei oder mehreren aufeinanderfolgen- den Schiebern mit Füssen versehen sein, die der einen Kurvenbahn zugeordnet, und eine daneben liegende Gruppe aufeinanderfolgender Schieber mit Füssen, die der andern Kurvenbahn zugeordnet sind.
De Nadeln 5 weisen ebenfalls je einen Fuss auf, der längs einer einzigen Kurvenbahn verläuft. Die
Nadeln 5, die sich längs einer bestimmten Bogenlänge des Kreisumfanges befinden, z. B. längs des hal- ben Umfanges, haben lange Füsse 5a, während diejenigen Nadeln 5, die entlang des restlichen Bogens an- geordnet sind, z. B. längs des andern halben Umfanges, mit kurzen Füssen 5b versehen sind.
DieFüsse derjenigen Schieber 6 und 7, die den Nadeln mit langem Fuss entsprechen, sind niedrig und werden mit 6b bzw. 7b bezeichnet, während die unter den Nadeln 5 mit kurzem Fuss angeordneten Schie- ber 6 und 7 einen langen Fuss haben, der entsprechend mit 6a bzw. 7a bezeichnet ist. Daher sind längs eines Bogens, wie z. B. eines halben Umfanges, die Füsse der Nadeln hoch und die Füsse der Schieber niedrig, während umgekehrt in dem restlichen Bogen des Kreisumfanges oder dem andern halben Umfang die Füsse der Nadeln niedrig und diejenigen der Schieber hoch sind.
Die Maschine ist mit den üblichen, als Nadelheber bzw.-senker wirkenden Schlossteilen versehen, die von den normalen Erzeugungsarten her an sich bekannt sind ; von diesen normalen Schlossteilen muss nur die sogenannte Schliess- oder Abschlagnocke S (Fig. 8) so ausgeführt oder geändert werden, dass sie ausgerückt werden kann, um nicht auf die Nadeln einzuwirken, wenn der den Gegenstand der Erfindung bildende Mechanismus zur Erzielung der Netzmaschen in Funktion tritt.
Seitlich vom Zylinder werden die sogenannten zusätzlichen Hubnocken oder Hilfsnocken gelagert.
Insbesondere ist mit 10 ein Sockel bezeichnet, auf dem ein Gleitstück 11 gelagert ist. Dieses trägt eine
Hilfsnocke 12, die imstande ist, auf die Füsse 5a, 5b der Nadeln einzuwirken. Diese Nocke wird in der einen Richtung von einer Druckfeder 13 betätigt und in der andernRichtung von einem Winkelhebel14, der sich um einen festen Stift 14a dreht und von einer Stange 15 gesteuert wird. Eine Schraube 16 bildet einen verstellbaren Anschlag zur Einstellung der Einrucktiefe der Nocke 12. Diese letztere ist durch ihr schräges Profil imstande, die Füsse 5a und eventuell auch die Füsse 5b der Nadeln so weit anzuheben, dass die Masche abgeschlagen wird.
In einem entsprechenden Winkelabstand zur Nocke 12, z. B. innerhalb von 100 bis 1200, ist ein wei- terer Block 17 angeordnet, der eine Anzahl von Hilfsnocken gleich der Zahl der von den Schiebern 6,7 gebildeten Fussreihen trägt. Beim Ausführungsbeispiel sind zwei solche Nocken vorgesehen und daher wer- den im Block 17 gleitend zwei Schäfte 18 und 19 geführt, die auf der Innenseite die beiden Nocken 20 bzw. 21 tragen. Diese weisen geneigte Arbeitsflächen auf, die imstande sind, die Füsse 7a, 7b der zu den
Schiebern 7 gehörenden oberen Kurvenbahn bzw. die Füsse 6a, 6b der zu den Schiebern 6 gehörenden un- teren Kurvenbahn zu steuern.
Die beiden Nocken 20,21 mit ihren Schäften 18 und 19 werden in der einen Richtung von zwei Federn 22 bzw. 23 und in der andern Richtung von zwei Hebeln 24,25 gesteu- ert, die sich um Achsen 24a und 25a drehen und selbst mittels zweier Stangen 26,27 betätigt werden.
Um mittels der erfindungsgemässen Vorrichtung und der dargestellten Anordnung und ihren Kombina- tionsmöglichkeiten die sogenannte Netzmasche zu erhalten, wird von der Maschine ein aus je vier Rund- gängen oder Phasen bestehender Zyklus ausgeführt, wobei jeder Rundgang in zwei halbe Umläufe oder auf jeden Fall in zwei Bogen, die zusammen einen vollständigen Rundgang bilden, unterteilt ist.
Ein erster Rundgang bewirkt das Abschlagen aller Nadeln. Während des ersten halben Rundganges (Fig. 10) ist die Nocke 12 zur Hälfte eingerückt und bewirkt das Heben der Nadeln 5 mit dem langen Fuss
5a, indem sie auf diese Füsse einwirkt. Die Nocke 20 ist ebenfalls zur Hälfte eingerückt, wirkt aber nicht auf die kurzen Schieber 7 ein, da diese entsprechend den langen Füssen 5a der Nadeln kurze Füsse 7b auf- weisen. Auch die Nocke 21 geht bei diesem ersten halben Rundgang nur so weit vor, bis sie die kurzen
Füsse 6b der langen Schieber 6 streift. Während des zweiten halben Rundganges (Fig. 10a) wirkt die Nok- ke 12 nicht auf die Nadeln 5 ein, da diese jetzt nur den kurzen Fuss 5b aufweisen und zieht sich während dieses halben Rundganges zurück.
Hingegen hebt die Nocke 20 die mit den langen Füssen 7a versehenen
Schieber 7 und ebenso hebt die Nocke 21 die mit den langen Füssen 6a versehenen Schieber 6 ; die Nok- ke 21 wird während dieses halben Rundganges ausserdem vollständig eingerückt. Während dieses ersten
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Rundganges werden daher sämtliche Nadeln 5 entweder direkt, oder durch die Schieber zum Abschlagen der Maschen gehoben.
Beim zweiten Rundgang wird nur ein Teil der Nadeln abgeschlagen, d. h. hochgehoben, u. zw. die- jenigen, die den langen Schiebern 6 zugeordnet sind, also denen, die den Fuss in der unteren Kurvenbahn haben. Während des ersten halben Rundganges (s. Fig. 11) sind nur die Schieber 6 in Tätigkeit ; sie wer- den von der auf ihre kurzen Füsse 6b einwirkenden Nocke 21 gehoben. Die Nocke 12 bleibt vollständig ausgerückt, während die Nocke 20 aus ihrer Zwischenstellung ebenfalls vollkommen zurück geht und nicht auf die kurzen Füsse 7b der Schieber 7 einwirkt. Während des zweiten halben Rundganges (s. Fig. lla) setzt die Nocke 21 das Heben der Nadeln fort, indem sie jetzt auf die langen Füsse 6a der Schieber 6 ein- wirkt. Die Nocke 20 bleibt untätig und die Nocke 12 bleibt an sich ebenfalls untätig, rückt aber bis zur halben Einrücktiefe vor.
Während dieses zweiten Rundganges wird also nur jede zweite Nadel hochgeho- ben, u. zw. diejenigen Nadeln, die den Schiebern 6 zugeordnet sind. Der Faden wird nur von den Nadeln abgeschlagen, die abwechselnd hochgehoben werden, und es bildet sich eine Runde von Netzmaschen.
Der dritte Rundgang bringt wieder das Abschlagen sämtlicher Nadeln. Während des ersten halben
Rundganges (Fig. 12) hebt die Nocke 12, die vorhin zur Hälfte eingerückt worden war, alle Nadeln hoch, da sie ja einen langen Fuss haben. Die Nocke 20 geht aus der ausgerückten Stellung bis zur Hälfte vor und an die kurzen Füsse 7b der kurzen Schieber 7 heran, bleibt aber untätig. Die Nocke 21 bleibt voll- kommen eingerückt und hebt die mit den kurzen Füssen 6b versehenen langen Schieber 6, die der den
Nadeln bereits direkt durch die Nocke 12 aufgezwungenen Bewegung folgen. Während des zweiten halben
Rundganges (Fig. 12a) wirken die beiden Nocken 20 und 21 auf die langen Füsse aller Schieber ein und heben so sämtliche Nadeln. Während dieser Phase geht die Nocke 20 vollkommen vor, die Nocke 21 zieht sich um die Hälfte und die Nocke 12 zieht sich vollkommen zurück.
Es werden also während dieses dritten Rundganges sämtliche Nadeln gehoben, um abzuschlagen.
Beim vierten Rundgang werden die Nadeln wieder abwechselnd abgeschlagen, d. h. hochgehoben, u. zw. werden diejenigen Nadeln hochgehoben bzw. abgeschlagen, die den kurzen Schiebern 7 zugeordnet sind. Während des ersten halben Rundganges (Fig. 13) wirkt nur die Nocke 20 auf die kurzen Füsse 7b der kurzen Schieber 7 ein. Die Nocke 21 wirkt nicht auf die kurzen Füsse 6b der Schieber 6 ein, sondern wird im Gegenteil ganz ausgerückt, die Nocke 12 bleibt ausgerückt und untätig. Während des zweiten halben
Rundganges hebt die Nocke 20 weiterhin die Schieber 7 hoch, indem sie auf deren lange Füsse 7a ein- wirkt, und geht so weit zurück, dass sie zur Hälfte eingerückt bleibt. Die ausgerückte Nocke 21 wirkt nicht auf die langen Füsse 6a der langen Schieber 6 ein. Die Nocke 12 geht zur Hälfte vor, aber wirkt nicht auf die kurzen Füsse der Nadeln ein.
Es wird also während des vierten Rundganges nur jede zweite
Nadel gehoben und abgeschlagen, u. zw. diejenigen Nadeln, die den während des zweiten Rundganges nicht eingesetzten kurzen Schiebern 7 zugeordnet sind.
Nach Vollendung des beschriebenen Zyklus beginnt wieder der erste halbe Rundgang (Fig. 10), wäh- rend dessen sich nur die Nocke 21 bewegt, indem sie bis zur halben Einrücktiefe vorgeht.
Die Steuerung der verschiedenen Bewegungen, die den Hubnocken 12,20 und 21 erteilt werden müs- sen, erzielt man in geeigneter Weise, z. B. mittels Steuernocken, die mit einer Geschwindigkeit ent- sprechend 1/4 der Geschwindigkeit des die Nadeln tragenden Zylinders 3 umlaufen. Zu diesem Zweck werden auf dem Maschinengestell 30 drei kreisrunde mit Stirnnocken versehene Steuerscheiben 31,32,
33 angebracht ; die erste beispielsweise auf einer Welle 34 und die beiden andern auf einer gemeinsamen
Welle 35. die in einer besonderen Lagerbuchse 36a eines am Maschinengestell 30 befestigten Bügels 36 gelagert ist (Fig. 3,4). Diese Steuerscheiben 31,32, 33 drehen sich mit geeigneter Geschwindigkeit, z. B. mit 1/4 der Umlaufgeschwindigkeit des Nadelzylinders 3.
Die Steuerscheibe 31 weist ein kreisför- miges Stirnprofil 31a mit entsprechenden Erhöhungen auf, von denen nur die Stirnnocken 31b sichtbar und gezeichnet sind. Den Profilen 31a, 31b ist eine Rolle 37 zugeordnet, die von einem an einem festen
Stift 39 schwenkbar gelagerten Hebel 38 getragen wird. An diesem Hebel 38 greift das Ende der Stange 26 an. Auf diese Weise bewirken die durch das mit den Stirnnocken 31b versehene Profil 31a der Rolle 37 und somit dem Winkelhebel 38 erteilen Verschiebungen auch entsprechende Verschiebungen der Stange 26, die über den Hebel 24 die völlige oder teilweise Einrückung oder die Untätigkeit der Nocke 20 zur Folge haben ; die gewünschte Schnelligkeit dieser Vorgänge wird durch entsprechende Gestaltung der Profile 31a, 31b erzielt.
In analoger Weise ist die Stange 27 mit einem Hebel 40 und die Stange 15 mit einem Hebel 41 verbunden. Auch diese beiden Hebel 40 und 41 werden von Rollen analog der Rolle 37 gesteuert (in der Zeichnung nicht sichtbar), die mit den Stirnprofilen der beiden Steuerscheiben 32 und 33 zusammenwirken. Die Drehung dieser Steuerscheiben 31,32, 33 ermöglicht die Durchführung eines sich zyklisch
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wiederholenden Bewegungsprogrammes für sämtliche Hilfsnocken 12,20, 21, wobei sich beim Beispiel ein solcher Zyklus auf vier Rundgänge erstreckt. Mit geeigneten und einfachen Massnahmen können ähn- lich diesem Beispiel auch Zyklen von drei oder fünf und mehr Rundgängen erzielt werden, wenn mehr als drei Hilfsnocken vorgesehen werden.
Bekanntlich müssen solche Strickmaschinen bei der Erzeugung eines Damenstrumpfes vom Rand bis zur Ferse, zur Sohle und zur Spitze vollständig automatisch arbeiten, so dass nur eine nachträgliche Fer- tigbearbeitung des Strumpfes nötig ist.
Zur Durchführung dieser Vorgänge werden im allgemeinen bei diesen Maschinen geeignete Gruppen von radialen Nocken vorgesehen, die z. B. auf einer vorderen 44 (Fig. 3 und 6) und einer hinteren Nocken- scheibe 45 (Fig. 3 und 5) sitzen. Ebenso ist es bei dem gemäss der Erfindung verbesserten Mechanismus nötig, für die automatische Bildung des Randes, der Ferse, der Sohle u. dgL Vorsorge zu treffen und im allgemeinen nicht mit glatten, sondern mit Netzmaschen.
Zu diesem Zweck muss man bei den Antrie- ben in der Art des beschriebenen (31,37, 38,39) Mittel vorsehen, die es ermöglichen, den Hebel 38 (und analog den Hebel 40 und den Hebel 41) entweder in einer Lage zu halten, in der die Rolle 37 voll- kommen von der Stirnfläche 31a abgehoben ist, oder in einer Lage, in der die Rolle 37 nur der Einwir- kung eines Teiles der Profile 31b ausgesetzt ist, so dass nur der halbe Einrückweg möglich ist und schliess- lich auch Mittel, um den Hebel 38 immer in der Lage zu halten, die dem Profilgrund der Stirnfläche 31a entspricht.
Um das teilweise oder vollständige Abheben der Rolle 37 vom Stirnprofil 31a zu bewirken, ist ein kleiner Hebel 46 vorgesehen, der am Konstruktionsteil 30 angelenkt ist und einen Haken 46a bil- det, der den Hebel 38 so auffangen kann, dass er dessen Schwenkbewegung im Sinne der Verschiebung der Stange 26 in der Pfeilrichtung 47 begrenzt (Fig. 3 und 4). Dieser Hebel 46 wird von einem flexiblen Seil 48 betätigt, das in einer an einem Bügel 50 befestigten Hülle 49 gleitet (Fig. 4). Der Bowdenzug 48,49 führt zur Rückseite der Maschine (s. Fig. 5), wo die Hülle 49 an einem Bügel 50a endet. Das Seil 48 ist an einem zweiarmigen Hebel 51 befestigt, der von der zusätzlichen Nockenscheibe 45 gesteuert wird.
Auf diese Weise kann man erreichen, dass beim Zusammenwirken des zweiarmigen Hebels 51 mit dem Profilgrund dieser Nockenscheibe das Seil 48 gelockert wird und dadurch sämtliche Bewegungen des Hebels 38 gestattet, während eine bestimmte Profilerhöhung über den zweiarmigen Hebel 51 und das Seil 48 den Hebel 46 so weit verdreht, dass sein Haken 46a die Schwenkbewegungen des Hebels 38 teilweise begrenzt und die Rolle 37 zur halben Höhe des Profils 31b vom Profilgrund 31a abgehoben hält, so dass nur mehr die höchsten Vorsprünge der Stirnnocken 31b auf sie einwirken können. Die Nockenscheibe 45 kann auch ein noch weiteres Anziehen des Seiles 48 bewirken, so dass der Hebel 38 in einer Lage gehalten wird, die der grössten Anhebung der Rolle 37 entspricht.
Die Rolle 37 kann auch aus dem Bereich des Stirnprofiles 31a herausgeschoben werden, um unabhängig von der jeweiligen Profilhöhe der an ihr vorbeiziehenden Stirnnocke eine dem Profilgrund entsprechende Lage einzunehmen. Zu diesem Zweck ist die Rolle 37 auf einem im Hebel 38 gleitfähig gelagerten Bolzen 37a angebracht, der durch einen zweiarmigen, auf dem Hebel 38 gelagerten Hebel 54 ge- genüber jenem verschoben werden kann. Diese Elemente werden im einen Sinn von einer Stange 55 (Fig. 4 und 6) betätigt und im entgegengesetzten Sinn von einer geeigneten Rückholfeder. Die Stange 55 wird von einem zweiarmigen Abtasthebel 56 gesteuert, der ähnlich dem Hebel 51 mit einer weiteren zusätzlichen Nockenscheibe 44 zusammenwirkt.
Durch die Steuerung dieser Anordnung mittels der Nockenscheibe 44 kann man demnach die Rolle 37 aus dem Bereich des Stirnprofiles 31a herausschieben, um zu verhindern, dass dem Hebel 38 durch die Stirnnocke 31b eine Schwenkung erteilt wird, so dass also die Stange 26 vollständig in ihrer durch den Pfeil 47 angedeuteten Endstellung verbleibt.
Analog der vorstehend beschriebenen Einwirkung der Elemente 46 - 51 und 54 - 56 auf den Hebel 38 können auch die Hebel 40 und 41 durch ähnlich ausgebildete Anordnungen beeinflusst werden.
Eine besondere Steuerscheibe, die an die Steuerscheibe 44 oder 45 angefügt ist, steuert das Ein- und Ausrücken der üblichen Schliess- oder Abschlagnocke S, die sämtliche Nadeln zum Abschlagen bringen kann.
Mit Hilfe dieser Steuerungen kann man die Anfangspartien (Rand) und abschliessenden Partien (Ferse, Sohle und Spitze) des Strumpfes bilden.
Bekanntlich werden z. B. bei der Herstellung des Fusses häufig die Fusssohlen in glatten Maschen und der Fussrücken in Netzmaschen ausgeführt (split).
Daher wird bei der Herstellung dieser Partie des Strumpfes eine Steuerung der Nocken in der Weise vorgesehen, dass während der zweiten Hälfte des zweiten und des vierten der beschriebenen Rundgänge an Stelle der Netzmasche eine glatte Masche erzeugt wird. Um dies zu erreichen, genügt es einfach, dass während dieser Arbeit die Hubnocken 20,21 nicht zur Gänze zurückgehen können, sondern stets zur
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Hälfte eingerückt bleiben, um stets die Schieber mit langem Fuss zu heben, die sich unter den Nadeln mit kurzem Fuss befinden, die für das Stricken der Maschen an der Sohle des Fusses vorgesehen sind.
Während also im Umlaufe der ersten Hälfte des zweiten Rundganges (Fig. 11) und der ersten Hälfte des vierten Rundganges (Fig. 13) die Nocken so eingesetzt werden, wie oben zur Erzeugung der Netzmaschen beschrieben wurde, bleibt die Nocke 20 während der zweiten Hälfte des zweiten Rundganges (Fig. lla) zum Teil eingerückt und hebt nun die Schieber ebenso wie die Nocke) 21, und während der zweiten
Hälfte des vierten Rundganges bleibt die Nocke 21 zum Teil eingerückt und hebt nun die Schieber eben- so wie die Nocke 20. Die Schliessnocke S ist während der Bildung der Sohle ausgerückt, so dass sie die
Nadeln frei lässt.
Die Nocken 20,21 gehen bis zur Hälfte vor, wenn sich die Schieber mit kurzem Fuss ihnen gegenüber befinden, während die oben genannten, zur Steuerung dieser Nocken dienenden Vorrich- tungen (Fig. 4) dementsprechende Einstellungen annehmen. Die Nocke 12 wird so betätigt, wie bezüglich der Netzmaschen gesagt wurde.
Die weiteren automatischen Vorgänge zur Fertigstellung des Strumpfes können in an sich bekannter
Weise ausgeführt werden. Praktisch bleibt zur Bildung des Randes die Schliessnocke S in normaler Stel- lung, so dass sämtliche Nadeln abgeschlagen werden, die Nocke 12 wird ganz ausgerückt und bleibt un- tätig, die Nocke 20 bleibt ebenfalls ausgerückt, während die Nocke 21 zur Anhebung der entsprechenden
Schieber ganz eingerückt bleibt, indem sie eine Auswahl trifft, die normalerweise-bei den Maschinen, die zum Stricken glatter Maschen gebaut werden-von einer eigenen festen Hubnocke ausgeführt wird, die durch die Nocke 21 ersetzt ist. Um den Anfang der Ferse zu bilden, kehrt die Schliessnocke in die
Funktionsstellung zurück, wenn die Nadeln mit langem Fuss über die Nocke hochgehoben sind, während die Hilfsnocken ausgeschlossen bleiben.
Beginnt die Bildung der Spitze, so treten bei gleichzeitigem Ersetzen des Fadens, die Nocken 20, 21 zurück, während die Nocke 12 nach vorne geführt wird, so dass sämtliche Nadeln zum Abschlagen der Maschen hochgehoben werden, worauf sie wieder ausser Funktion tritt ; die Schliessnocke nimmt dann wieder die Arbeitsstellung ein, indem sie vorgeht, wenn die Nadeln hoch stehen.
Um eine Maschine zu schaffen, die eine höhere Anzahl von Möglichkeiten der Erzeugung der Netzmaschen bietet, kann man in Modifizierung der beschriebenen Ausführung für die Steuerung der unter den Nadeln befindlichen Schieber statt zweier Hubnocken eine höhere Anzahl von Nocken vorsehen, von denen jede imstande ist, die Füsse einer ihr zugeordneten Reihe von Schieberfüssen zu steuern.
Im besonderen kann eine gewisse Anzahl von z. B. übereinander angeordneten Nockenvorgesehen werden, von denen sich jede in gleicher Höhe mit einer Reihe von Schieberfüssen befindet, wobei gleich viele Fussreihen wie Nocken vorhanden sind. Im allgemeinen gehören die nebeneinander liegenden Füsse einer Kurvenbahn zu Schiebern, die voneinander um eine Anzahl von Schiebern gleich der Zahl der Nocken entfernt sind, oder auch um eine höhere Anzahl von Schiebern, falls zusätzliche Kombinationen beabsichtigt sind. Zum Beispiel können zur Steuerung der Schieber vier Hubnocken vorgesehen sein, entsprechend vier Kurvenbahnen von Füssen in der Höhe der zugehörigen Nocken, wobei im allgemeinen die nebeneinander liegenden Füsse der gleichen Kurvenbahn zu einem von je vier Schiebern gehören.
Die einzelnen zur Betätigung der Schieberfüsse dienenden Hubnocken werden von je einer kreisförmigen oder anders geformten Nockenscheibe voneinander unabhängig gesteuert. Die einzelnen Nockenscheiben werden von der Programmeinrichtung der Maschine in der Weise gesteuert, dass eine Aufeinanderfolge von Nadeln vorbestimmt ist, die die Masche nicht abschlagen, mit dem Zweck, einen gewünschten Typ von Maschenware, im wesentlichen den Netztyp, zu erhalten.
Wenn im besonderen Falle vier Nocken zur Steuerung der Schieber vorhanden sind, kann während vier oder acht Rundgängen jede wie immer geartete Reihenfolge im Hochheben eines Schiebers eingehalten werden, wobei aber im letzteren Falle zwischen jedem Rundgang, in dem eine oder mehrere von je vier Nadeln gesenkt bleiben, ohne die Masche abzuschlagen, ein Rundgang mit glatten Maschen eingeschaltet wird.
Die Fig. 14 - 18 beziehen sich auf eine praktische Ausführungsform einer Maschine, bei der vier Nocken zum Steuern der Schieber vorgesehen sind, wobei deren Füsse dementsprechend in vier Kurvenbahnen angeordnet sind.
Die Gesamtheit der Anordnung ist im wesentlichen die gleiche wie die schon in dem vorstehenden Beispiel beschriebene. Im besonderen wird mit 101 die rotierende Trommel bezeichnet, die mit dem Zylinder 102 gekoppelt ist ; dieser trägt Längsnuten, in denen die mit Füssen versehenen Nadeln 103 gleiten ; von diesen Nadeln sind diejenigen, die längs des einen Umfangsbogens angeordnet sind, mit einem kurzen Fuss 103a versehen und die in dem ändern Umfangsbogen angeordneten mit einem langen Fuss 103b. Mit 104 werden die Schieber bezeichnet, die von verschiedener Länge sein können, deren Füsse
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aber auf jeden Fall auf vier Kurvenbahnen a, b, c, d verteilt sind, wobei den Nadeln mit langem Fuss,
Schieber mit kurzem Fuss entsprechen und umgekehrt.
Die Schieberfüsse liegen nach je vier nebeneinan- der angeordneten Schiebern jeweils wieder auf gleicher Höhe und gehören jeder zu einer der vier oben angeführten Kurvenbahnen.
In der Zeichnung sind beispielsweise Gruppen von je vier Schieberfüssen dargestellt, die hinterein- ander in den Reihen a, b, c und d angeordnet sind ; jedoch wird nicht ausgeschlossen, dass auch andere
Anordnungen vorgesehen werden können, wobei z. B. der erste Fuss in der Kurvenbahn c, der zweite in der Kurvenbahn a, der dritte in der Kurvenbahn b und der vierte in der Kurvenbahn d liegen. Es wird auch beispielsweise nicht ausgeschlossen, dass in der Kurvenbahn a jeweils zwei oder mehr Füsse angeordnet sind, ebenso in der Kurvenbahn b usw., oder dass sich nur in einer einzigen oder nur in einigen der vier
Kurvenbahnen jeweils zwei oder mehr Füsse befinden.
Auf der Grundplatte 105 ist ein Block 106 angebracht, in dem vier übereinanderliegende Hubnocken
107,108, 109 und 110 zur Steuerung der vier Reihen von je in einer Kurvenbahn liegenden Schieberfüssen gleitfähig gelagert sind. Die Steuerung erfolgt, wie schon beim ersten Beispiel beschrieben, mit einer durch Nockenscheiben zu bestimmenden Reihenfolge, u. zw. durch radiale Verschiebung der Hubnocken, die vollkommen oder zur Hälfte eingerückt oder ganz nach aussen zurückgezogen werden können. Es kann z. 13". bei jedem einzelnen Rundgang für Netzmaschen nur eine von je vier Nadeln zum Abschlagen ge- bracht werden oder auch zwei hievon.
Die Nocken 107 - 110 können, wie in Fig. 17, eine im wesentlichen dreieckige Form haben, um die Füsse vor Bruch zu bewahren, falls der Zylinder 102 sich einmal umgekehrt drehen sollte, oder, um auch bei einer Drehung im umgekehrten Sinne als dem normalen arbeiten zu können.
Eine Nocke wie die Nocke 111, die in einem Block 112 untergebracht ist, dient in dem schon beschriebenen Sinne zum Steuern der Füsse der Nadeln.
Die Nocken 107 - 110 werden von den beiden Stirnflächen 113a und 113b der Steuerscheibe 113 gesteuert, von den beiden Stirnflächen 114a und 114b der Steuerscheibe 114 und von der Stirnfläche 115a der Steuerscheibe 115. Die Steuerung erfolgt über ganz ähnliche Mechanismen wie die schon beim vorste- henden Beispiel beschriebenen ; von diesen können wieder wenigstens einige entweder um die ganze Höhe des möglichen Ausschlages oder die halbe Höhe von der steuernden Fläche abgehoben oder auch aus dem entsprechenden Stirnprofil herausgeschoben werden, um die schon bekannten Kombinationen zu ermöglichen.
Die Steuerung wird den Nocken 107 - 110 durch die Stangen 116-. 119 und der Nocke 111 durch die Stange 120 mitgeteilt. Während aber im einzelnen die Steuerbewegung der Stange 120 durch einen Winkelhebel 121 auf einen kleinen Lenker 122 übertragen wird, der der Nocke 111 die radialen Verschiebungen erteilt, sind die Stangen 116 - 119 an vier horizontale Wellen 123,124, 125 und 126 herangeführt, die in zwei an der Platte 105 befestigten Stützen 127 und 128 gelagert sind.
Die Stangen sind gelenkig mit an diesen Wellen befestigten Hebelarmen 123a, 124a, 125a und 126a verbunden, so dass axiale Verschiebungen der Stangen Drehungen der Wellen 123 - 126 bewirken und somit auch Schwenkungen der abgewinkelten Enden 123b - 126b dieser Wellen, die ihrerseits auf die Führungsschäfte 107a - 110a der Nocken 107 - 110 einwirken. Die steuernden Nockenscheiben 113,114 und 115 werden so ausgebildet, dass sich für die Steuerung der Nocken 107 - 110 das festgelegte Arbeitsprogramm nach Wunsch ergibt ; durch Austausch der Nockenscheiben kann man dieses Programm abändern.
Die Nockenscheibe 115 wiederholt ihren Zyklus nach je zwei Rundgängen des Zylinders und nimmt zu diesem Zweck ihre Bewegung in bekannter Weise im Verhältnis von 1 : 2 oder 1 : 4 von einer Getriebewelle der Maschine ab. Die Nockenscheiben 113 und 114 hingegen müssen jede im Verhältnis von 1 : 8 zur Drehzahl des Nadelzylinders umlaufen.
Gemäss Fig. 18 besteht der Block 106 aus drei übereinander angeordneten Teilen 106a, 106b und 106c, von denen der erste für die Führungsschäfte 109a und 110a der Hubnocken 109 bzw. 110, der zweite für die Hubnocke 108 und der dritte für die Hubnocke 107 gehört. Der Teil 106a ist unmittelbar an der Platte 105 befestigt, die darüberliegenden Abschnitte 106b und 106c sind mittels Stiften 130 zentriert und mit Schrauben 131 befestigt.
Es können verschiedene Programme eingerichtet werden ; z. B. kann vorgesehen werden, dass während vier Rundgängen mit Netzmaschen (die mit ebenso vielen Rundgängen mit glatten Maschen abwechseln) der Reihe nach bei jedem Rundgang je eine Nadel in jeder Vierergruppe von Nadeln abschlägt, nach der Reihenfolge 1, 2,3, 4 oder 1, 4, 2,3 oder 3, 1, 2,4 oder in anderer Reihenfolge.
Es könnten auch drei Reihen von je in einer Kurvenbahn liegende ; Schieberfüssen vorgesehen werden, für einen Rundgang mit glatten Maschen und einen mit Netzmaschen, bei dem zwei Nadeln glatte Ma-
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sehen stricken und eine nicht abschlägt, mit einem Zyklus von sechs Rundgängen. Es könnten aber auch fünf oder sechs Reihen von je in einer Kurvenbahn liegenden Schieberfüssen vorgesehen werden.
In den Fig. 19 - 22 wird mit 141 der Nadelführungszylinder bezeichnet, mit 142 die Nadeln und mit
143 (s. Fig. 20) ein Zahnrad, das in fester Verbindung mit dem Nadelzylinder umläuft. Mit 144 und 145 werden zwei Stützen bezeichnet, in denen sowohl die Nocke 146 zum Heben der Nadeln als auch alle
Nocken 147, 148,149 und 150, die die Füsse der Schieber 151 steuern, radial zum Zylinder 141 geführt werden. Jede dieser Nocken 146 - 150 wird durch Federn, von denen in Fig. 19 nur die Feder 152 sichtbar' ist, radial nach aussen gedrückt.
Auf einer festen Stütze 153 ist parallel zum Zylinder 141 eine Welle 154 befestigt, welche unter- halb der Stütze 153 bis in ein Gehäuse 155 hineinreicht. Dieses Gehäuse nimmt eine Welle 156 auf, die durch ein in das Zahnrad 143 eingreifendes Zahnrad 157 angetrieben wird. Die Drehung der Welle 156 wird durch eine Schnecke 158 auf ein nicht sichtbares Schneckenrad der Welle 154 übertragen.
Auf der
Welle 154 ist verschiebbar, aber unverdrehbar eine Trommel montiert, die sich aus Distanzscheiben 159 und fünf Nockenscheiben 160,161, 162,163 und 164 zur Steuerung der Hubnocken 146 - 150 zusam- mensetzt. Auf dem Maschinengestell sind in der Höhe der fünf Nocken 160 - 164, um eine Achse 165 schwenkbar, ebenso viele kleine Hämmer oder zweiarmige Hebel 166,167, 168,169, 170 angebracht, die als Abtaster dienen ; mittels der Köpfe dieser kleinen Hämmer werden die Hubnocken 146 - 150 von den Profilen der Nockenscheiben 160-164 verschoben. Eventuelle Abnutzungen werden durch Ersatz der kleinen Hämmer 166 - 170 wettgemacht.
Die kleinen Hämmer können ausser durch die Nockenscheiben 160 - 164 auch durch Steuerelemente beeinflusst werden, die imstande sind, durch Einwirkung auf die den Köpfen der kleinen Hämmer abgewandten Enden mindestens provisorisch die Hubnocken 146 - 150 zum Einsatz zu bringen. Zu diesem Zweck sind zwei. Gleitstücke 171 und 172 vorgesehen, die in einem Block 173 unverdrehbar gelagert sind ; diese Gleitstücke sind mit Köpfen 171a und 172a versehen, von denen der zweite auf die kleinen
Hämmer 169 und 170 einwirkt, während der erste auf die Hämmer 167 und 168 und mit einer gewissen Verspätung (Fig. 22) auch auf den kleinen Hammer 166 einwirkt, der die Nocke 146 für die Nadeln steuert.
Diese Gleitstücke werden in einer Richtung durch Bowdenzüge 174 und 175 und in der andern Richtung durch Rückholfedern. 176 und 177 betätigt. Wenn man die Gleitstücke 171 und 172 nach einem Arbeitsprogramm steuern lässt, so können die Hubnocken 146 - 150 gemeinsam oder in Gruppen in der Richtung auf den Zylinder 141 eingerückt werden, derart, dass es unter anderem möglich wird, die Nockenscheiben 160-164 durch Verschiebung längs ihrer Welle 154 ausser Eingriff zu bringen und umgekehrt. Darü- ber hinaus kann man durch nur teilweise Verstellung der Gleitstücke 171,172 verhindern, dass die Hubnocken 147-150 während des zweiten Teiles ihres Weges ihren Abstand vom Zylinder 141 vergrössern, wobei dennoch die Hubnocke 146 normal gesteuert wird, um den Fuss des Strumpfes (split) zu bilden.
Dies wird durch die verkürzte Form des Endes des kleinen Hammers i66 (Fig. 19) und durch die Verspätung ermöglicht, mit der der Kopf 171a auf diesen Hammer einwirkt.
Um die Axialverschiebungen der aus den Elementen 159 - 164 gebildeten Trommel zu bestimmen, kann z. B. im Körper der Stütze 153 eine Gleitführung für einen kleinen, mit einer Profilnut 181 versehenen Bolzen 180 vorgesehen sein (s. Fig. 21), wobei dieser auf einen Zapfen 182 einwirkt, der parallel zur Welle 154 gleitfähig gelagert ist und an der auf dieser Welle verschiebbaren Nockenscheibentrommel anliegt. Der Bolzen 180 kann durch einen Bowdenzug 183 so gesteuert werden, dass der Zapfen 182 zwecks Anhebung und Senkung der Trommel 159-164 rechtzeitig gehoben und gesenkt wird.
In der Fig. 23, die eine weitere Variante veranschaulicht, sind mit 190 die Schieber bezeichnet, deren jeder in dieser besonderen Ausführung ausser je einem der Füsse 191, die in einer der vier Kurvenbahnen angeordnet sind und wie oben beschrieben, eine der verschiedenen Höhen einnehmen, auch zwei Füsse 192 und 193 aufweist, die bei allen Schiebern gleichen Abstand voneinander haben und auf gleicher Höhe liegen. Bei dieser Anordnung genügt eine einzige Führungsnut 194 zur Steuerung der verschiedenen Schieber, die dann durch Nocken 195 beeinflusst werden, die den Nocken 147-150 des vorherigen Beispieles entsprechen. Mit. 196 wird in dieser Figur die der Nocke 146. entsprechende Nocke bezeichnet.
Bei einer Anordnung wie der in Fig. 23 dargestellten, kann es schwierig sein, die Schieber durch die Nocken 195 und 196 über die gesamte Hubhöhe heben zu lassen. In diesem Falle kann vorgesehen werden, dass diese Nocken nur den ersten Teil der Anhebung der Nadeln 197 bewerkstelligen und dass die nur zum Teil angehobenen Nadeln von einer einzigen Hubnocke 198, die nur auf die Füsse bereits teilweise angehobener Nadeln einwirken kann, weiter hochgehoben werden.
In Fig. 24 sind in Abwicklung und richtiger Zuordnung Profile von fünf Nockenscheiben dargestellt, die den Nocken 160 - 164 des in den Fig. 19 - 22 veranschaulichten Beispieles entsprechen. Diese Nok-
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kenscheiben drehen sich mit 1/8 der Geschwindigkeit des Zylinders und ermöglichen die Ausführung von vier Rundgängen mit glatten Maschen, zwischen welche vier Rundgänge eingeschaltet sind, bei denen eine von je vier Nadeln - u. zw. bei jedem der vier Rundgänge jeweils eine andere-die Masche nicht abschlägt.
Durch Verdrehung der Nockenscheiben 160,161, 162,163 und 164, z. B. um 90 , kann man die verschiedensten Arbeitskombinationen erhalten.
Zwecks einfacher Herstellung der mit, mehreren Füssen ausgestatteten Schieber können diese aus Blechen so gestanzt werden, dass sämtliche Füsse ausgebildet werden, die mit Hilfsnocken zusammenwir- ken sollen-beispielsweise vier wie in einigen der Beispiele-während dann bei der Verwendung alle Füsse, mit Ausnahme eines einzigen abgetrennt und die allenfalls vorhandenen Führungsfüsse daran gelassen werden.
Die Füsse wie die mit 191 bezeichneten können oben abgeschrägt sein, um weniger Platz zu beanspruchen.
Wenn man über die im Beispiel vorgesehene Zahl vier hinaus die Schieber mit weiteren Füssen versieht und weitere Nocken vorsieht, vermehren sich dementsprechend die Möglichkeiten der Maschenbildung.
Die Führungsfüsse 193 könnten die Füsse der Nadeln ersetzen ; die Nocke 196 würde dann auf diese Füsse 193 einwirken, anstatt auf die der Nadeln. In diesem Fall werden die langen Füsse 193 kurzen Fü- ssen 191 zugeordnet sein und umgekehrt.
Gemäss Fig. 25 könnten die Führungsfüsse 193 der Schieber auch einer Steuerung durch eine weitere Nocke 200 unterworfen werden, beispielsweise zusätzlich zu all den fünf Nocken 195,196 der Fig. 23.
Dann müssten diese Füsse 193 in Zuordnung zu den Nadeln mit kurzem Fuss lange Füsse 193b und in Zuordnung zu solchen mit langem Fuss kurze Füsse 193a sein. Unter diesen Bedingungen könnten die Füsse 191 der Schieber eine einheitliche Länge aufweisen, indem ihre vorher beschriebene Funktion aufgeteilt wird und man die Funktion während der Rundgänge mit glatten Maschen der neuen, auf die Führungsfüsse 193 einwirkenden Hilfsnocke 200 überträgt. Die Nocken 195 könnten sich während des durch Einwirkung auf die Führungsfüsse 193a, 193b erzielten Hochhebens der Schieber verschieben, um sich jeweils für den nächsten Netzmaschenrundgang einzustellen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rundstrickmaschine zur Erzeugung von Strümpfen, die ausser glatten Maschen auch Netzmaschen stricken kann, mit einem rotierenden Nadelzylinder mit in axialen Nuten angeordneten Nadeln, die zwecks Steuerung mit abstehenden Füssen versehen sind, wobei diese Füsse durch Nocken betätigt werden und die Maschine Steuerungseinrichtungen zur automatischen Herstellung vollständiger Strümpfe aufweist und wobei jeder Nadel ein unter ihr in der entsprechenden Nut angeordneter Schieber zugeordnet ist, deren jeder mit mindestens einem abstehenden Fuss versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung von entweder alle oder in abwechselnder Folge nur einen Teil der Nadeln (5, 103, 142,197) hochhebenden Rundgängen des Nadelzylinders (3) die Füsse (6a, 6b, 7a, 7b ; 104a, 191) der Schieber (6, 7 ;
104 ; 151 ; 190) in mindestens zwei übereinanderliegenden Kurvenbahnenangeordnet und für deren und der Nadelfüsse (5a, 5b) Betätigung zusätzliche, radial verschiebbare Hubnocken (12,20, 21 ; 107 bzw.
107 - 111 bzw. 146 - 150 bzw. 195,196) ausserhalb des Zylinders (3) angebracht sind.