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Wickelmaschine zur Herstellung von Zigarrenwickeln
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelmaschine zur Herstellung von Zigarrenwickeln, mit einem
Vorratsgefäss für den Einlagetabak, einem Pressschacht, der mit Einlagetabak aus diesem Gefäss gefüllt wird, mit mindestens einem im Pressschacht beweglichen Andrücker, durch den periodisch der in diesem
Schacht vorhandene Einlagetabak zu einem Strang zusammengepresst und danach um eine bestimmte
Strecke entweder aus diesem Schacht geschoben wird, welcher Andrücker nacheinander quer zur Längsrichtung des Pressschachtes in diesen geführt, in der Pressrichtung durch den Schacht hindurchbewegt, am
Ende seines Arbeitshubes aus dem Schacht gezogen und aussen um den Pressraum des Schachtes herum in seine Anfangslage zurückgeführt wird, mit einer Schneidvorrichtung,
durch die jedesmal der aus dem
Pressschacht geschobene Teil des Einlagestranges von diesem Strang abgeschnitten wird, und mit einem
Wickelmechanismus, in den jedesmal die abgeschnittene Einlageportion gedrückt und durch den ein ebenfalls daran abgegebenes Blatt um diese Portion gewickelt wird.
Eine Wickelmaschine dieser Art ist aus der USA-Patentschrift Nr. 1, 71S, 127 bekannt. Bei dieser Maschine wird jedesmal eine Reihe von Fingern in einen kreisbogenförmigen Schacht hineingeführt und um einen festen Winkel durch diesen Schacht hindurch bewegt, wonach die Finger aus dem Schacht herausgezogen und zur Anfangslage zurückgeschwenkt werden. Ein Nachteil dieser Maschine ist, dass der durch die Finger auf den Einlagetabak im Schacht ausgeübte Druck von der Kompaktheit der Füllung des Schachtes abhängt und weiter, dass die Finger eine hin und her gehende Schwenkbewegung ausführen, welche Bewegung einer grossen Geschwindigkeit der Maschine im Wege steht. Ausserdem muss dabei die Schachtwand mit Schlitzen versehen sein, durch welche die Finger hindurch geführt werden können.
Kleine Stükke des Einlagetabakes können leicht durch diese Schlitze hindurch nach aussen gepresst werden.
Die Erfindung hat den Zweck, eine solche Wickelmaschine zu verbessern und die Nachteile der bekannten Maschinen zu vermeiden. Sie besteht darin, dass ein Teil des Pressraumes des Pressschachtes durch einen drehbaren Zylinder begrenzt ist, der Andrücker radial beweglich an diesem Zylinder befestigt, durch Federn in den Zylinder ziehbar und während der Drehung des Zylinders durch Nockenorgane aus dem Zylinder drückbar ist und dass eine Einrichtung vorgesehen ist, welche beim Überschreiten eines bestimmten Wertes des durch den im Pressschacht befindlichen Einlagetabak auf den herausragenden Andrücker ausgeübten Druckes den Andrücker frei gibt, um sich durch die Federn in den Zylinder ziehen zu lassen. In diesem Falle bewegt sich der bzw. jeder Andrücker in einer Kreisbahn um die Achse des Zylinders und die Geschwindigkeit der Maschine kann dadurch sehr gesteigert werden.
Der auf den sich im Schacht befindenden Einlagetabak ausgeübte Druck ist konstant, so dass die Füllung der Wickel eine konstante Kompaktheit erhält. Der Zylinder schliesst den Schacht an einer Seite ganz ab, so dass kein Einlagetabak durch Öffnungen der Schachtwand hindurch gepresst werden kann.
Bemerkt wird, dass eine Vorrichtung zum Zuführen von Einlagetabak an eine Wickelmaschine, wobei ein Zylinder einen Teil der Wand eines kreisbogenförmig gebogenen Schachtes bildet, bereits aus der deutschen Patentschrift Nr. 615439 bekannt ist. Dieser Zylinder ist mit einem festen Andrücker versehen und wird um einen bestimmten Winkel hin und her geschwenkt. Durch ein Gewicht wird der auf den sich
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im Schacht befindenden Einlagetabak ausgeübte Druck bestimmt. Durch die Massenkräfte ist dieser Druck von der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine abhängig. Der Andrücker kann nicht in der Weise nach der
Erfindung in den Zylinder gezogen werden, so dass der Zylinder nur hin und her geschwenkt werden kann, was bei grösseren Geschwindigkeiten Schwierigkeiten gibt.
Mit Vorteil kann die Wickelmaschine nach der Erfindung derart ausgeführt werden, dass die Nocken- organe Nockenscheiben sind, diese Nockenscheiben drehbar um die Welle des Zylinders angeordnet sind und der Zylinder über ein Differentialgetriebe angetrieben wird, dessen eines Sonnenrad mit der Antriebs- welle, dessen anderes Sonnenrad mit dem Zylinder und dessen Planetenräderträger mit den Nockenschei- ben zwangsläufig gekuppelt ist, wobei dieser Träger durch vorgespannte Federn in einer Anschlaglage so gehalten ist, dass beim Überschreiten eines bestimmten Wertes des durch den im Pressschacht befindlichen
Einlagetabak auf den herausragenden Andrücker ausgeübten Druckes die Nockenscheiben entgegen der
Drehrichtung des Zylinders gedreht werden.
Diese Ausführung der Maschine hat den Vorteil einer einfa- chen Konstruktion des Antriebes des Zylinders und der Einstellungsmöglichkeit des auf den Einlagetabak auszuübenden Druckes. Für diese Einstellung braucht man nur die Vorspannung der auf den Planetenräderträger arbeitenden Federn zu ändern.
Die Erfindung sei an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles nä- her erklärt. Es zeigt : Fig. 1 einen senkrechten Schnitt eines kreisbogenförmig gebogenen Pressschachtes mit einer Einlagetabakzuführ- und Andrückvorrichtung für eine Zigarrenwickelmaschine nach der Erfindung, Fig. 2 einen waagrechten Durchschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt einer Variante der Einlagetabakzuführ-und Andrückvorrichtung.'nach Fig. l und 2, und Fig. 4 einen waagrechten Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
In Fig. 1 und 2 der Zeichnung besteht der Pressschacht 1 aus einem senkrechten unteren Teil und einem zylinderförmig gebogenen oberen Teil, der mit einem Trichter für die Zufuhr von Einlagetabak verbunden ist.
Der Boden dieses Trichters und die eine Wand des Zylinderteiles des Schachtes 1 werden durch einen um eine Welle 3 drehbaren Zylinder 4 gebildet. In diesen Zylinder sind mehrere radialgerichtete und bewegliche Halter 5 mitAndruckstiften 6 angeordnet, welche Halter 5 durch Federn 7 so weit in den Zylinder gezogen werden können, dass die Andruckstifte 6 nicht mehr daraus hervorragen. Fest an der Welle 3 sind Nockenscheiben 8 angeordnet, die durch einen Stange 9 mit dem Träger 10 der Planetenräder 11 eines Differentialgetriebes zwangsläufig gekuppelt sind. Dieser Träger wird durch eine Feder 12 mit bestimmter, gegebenenfalls einstellbarer, Vorspannung gegen einen Anschlag 13 gedrückt. Die Nockenscheiben 8 werden daherin einer festen Anschlaglage gehalten. An den Haltern 5 sind mit den Nockenscheiben 8 zusammenarbeitende Rollen 14 angeordnet.
Wird nun der Zylinder 4 in der Richtung des Pfeiles 15 gedreht, so wird jedesmal ein Halter 5 durch die Nockenscheiben 8 mit seinen Andruckstiften 6 in den Trichter 2 geführt und diese Stifte werden darauf in der vorspringenden Lage durch den gebogenen Teil des Pressschachtes 1 hindurch bewegt. In der Nähe des Endes dieses gebogenen Schachtteiles laufen die Rollen 14 von den Nockenscheiben 8 ab und werden die Halter 5 mit den Stiften 6 wieder in den Zylinder 4 zurückgezogen.
Die Planetenräder 11 wirken im Differentialgetriebe mit einem auf der Antriebswelle 16 angeordneten Sonnenrad 17und mit einem an einer Verbindungswelle 18 befestigten Sonnenrad 19 zusammen. Diese Verbindungswelle ist durch ein Zahnrad 20 mit einem Zahnkranz 21 des Zylinders 4 zwangsläufig gekuppelt. Wird nun der Druck, den der Einlagetabak im Pressschacht 1. auf die diesen Einlagetabak zusammenpressenden und schiebenden Andruckstifte 6 ausübt, so gross, dass die Vorspannung der Feder 12 überwunden wird, so wird der Träger 10 der Planetenräder 11 infolge des Drehmomentes gedreht und es werden die Nockenscheiben 8 entgegen der Drehrichtung des Zylinders 4 geschwenkt, so dass die Halter 5 mit den Stiften 6 früher aus dem Pressschacht gezogen werden.
Durch diese Einrichtung kann man den auf den sich im Pressschacht 1 befindenden Einlagetabak ausgeübten Druck unabhängig von der Füllung dieses Schachtes nahezu konstant halten.
Die beschriebene Vorrichtung zum Zusammenpressen und Zuführen des Einlagetabakes kann mit einem nichtgezeichneten Rolltuchmechanismus oder einem Wickelnest zusammenarbeiten.
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ben. Die Halter 5 der Stifte 6 werden durch Federn 24 gegen die eine Seitenwand der in den Zylinderdek- keln 25 vorgesehenen Nuten 26 gedrückt. Die an den Haltern 5 befestigten Stifte 27, auf denen die Rollen 14 sitzen, sind durch radiale Schlitze 28 hindurchgeführt, welche Schlitze je an ihrem Aussenende eine quer gerichtete Aussparung 29 aufweisen. Die Halter werden durch feste Nocken 30 nach aussen ge-
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