AT233257B - Verfahren zur Herstellung von ungesättigten, acetalhaltigen Polyestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ungesättigten, acetalhaltigen Polyestern

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AT233257B
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Gerhard Dr Stieger
Josef Flasch
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Albert Ag Chem Werke
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von ungesättigten, acetalhaltigen Polyestern 
Zur Herstellung von ungesättigten Polyestern, die in bekannter Weise in Kombination mit polymeri-   sierbaren Monomeren zu geformten   Gebilden oder zu Lacküberzügen verarbeitet werden, werden    < x, ss-un-   gesättigte Dicarbonsäuren, wie Malein-,   Fumar- oder Itaconsäure,   gegebenenfalls im Gemisch mit Dicarbonsäuren, die keine aliphatische Mehrfachbindung enthalten, mit zweiwertigen Alkoholen verestert. Mit höherwertigen Alkoholen können brauchbare, mit polymerisierbaren Monomeren, z. B.

   Styrol, gut mischpolymerisierbare, ungesättigte Polyester nur nach entsprechender Defunktionalisierung dieser Alkohole durch teilweise Veresterung mit einbasischen Fettsäuren, durch teilweise Verätherung der OHGruppen oder durch Mitverwendung einwertiger Alkohole erzielt werden. 



   Es ist auch schon bekannt, polymerisierbare Diester wie Diallylmaleat in Gegenwart von Aldehyden wie Butyraldehyd zu polymerisieren, wobei schmelzbare, wärmehärtbare Produkte erhalten werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass man ungesättigt, acetalhaltige, mit polymerisierbaren Monomeren mischpolymerisierbare Polyester erhalten kann, aus denen geformte Gebilde und Überzüge mit wertvollen Eigenschaften hergestellt werden können, wenn man   ct. ss-ungesättigte   Dicarbonsäuren, gegebenenfalls im Gemisch mit Dicarbonsäuren, die frei von aliphatischen Mehrfachbindungen sind, drei-, vier-oder höherwertige Alkohole und Aldehyde gleichzeitig in einem einzigen Arbeitsgang unter Bildung acetalhaltiger Produkte miteinander erhitzt. Die erhaltenen Acetalisierungsveresterungsprodukte können dann mit Styrol oder andern Monomeren mischpolymerisiert werden. 



   Die acetalhaltigen Polyester sind besonders polymerisationsfreudig ; sie sind bruchharte, mahlfähige Harze, die infolge dieser Eigenschaften besonders gut auf Pressmassen verarbeitbar sind. In Kombination mit polymerisierbaren Monomeren liefern sie Formstoffe mit ausgezeichneter mechanischer Festigkeit sowie Lacke, die auch ohne Wachszusatz an der Luft klebfrei trocknen. 



   Für die Acetalisierung sind alle aliphatischen und aromatischen gesättigten und ungesättigten Aldehyde geeignet, besonders jedoch solche, die keine aliphatischen Mehrfachbindungen enthalten. Beispiele sind Formaldehyd, Acetaldehyd, Butyraldehyd, Crotonaldehyd, Zimtaldehyd und Benzaldehyd. Die Acetalisierung vollzieht sich in dem Reaktionsgemisch bei Temperaturen zwischen 100 und 2100   C ;   die Veresterung   erfolgt unmittelbar anschliessend ohne   einen zusätzlichen Arbeitsgang bei Temperaturen zwischen   180,.   und 2200 C, bei denen die Acetale beständig sind. 



     Beispiel 1 : 1, 2 Mol   Maleinsäureanhydrid,   0, 5   Mol Phthalsäureanhydrid und 1, 8 Mol Trimethylolpropan werden auf 1300 C erhitzt. Bei dieser Temperatur werden langsam unter Rühren 0,9 Mol Formaldehyd als Paraformaldehyd zugegeben. Nachdem die Hauptreaktion vorbei ist, wird die Temperatur noch eine halbe Stunde lang bei 1300 C gehalten, dann langsam auf 2100 C gesteigert und hier gehalten, bis die Säurezahl etwa   40 - 45   und die Viskosität einer 50%-igen Lösung in Äthylglykol   (Äthylenglykol-   monoäthyläther) etwa 100 cp beträgt. 



   Der Ansatz wird dann bei 1800 C einer Vakuumbehandlung unterworfen, bis die Säurezahl zirka 33, die OH-Zahl 40 und die Viskosität zirka 135 cp beträgt. Lösungen des Polyesters in Styrol in Mengenverhältnissen von etwa   2 : 1   eignen sich zur Herstellung von Giessmassen und auch von Lacküberzügen, die ohne Paraffinzusatz an der Luft klebfreie Oberflächen liefern. 

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     Beis piel 2 : 1, 0 Mol Maleinsäureanhydrid, 0,   7 MolPhthalsäureanhydrid und 1, 8 Mol Pentaerythrit werden auf 1300 C erhitzt. Bei dieser Temperatur werden langsam 1, 8 Mol Formaldehyd als Paraformaldehyd zugegeben. Nachdem die Hauptreaktion vorbei ist, wird noch eine halbe Stunde lang bei 1300 C gehalten. Dann werden   0, 5 Mol Butanol   zugegeben, das im Umlauf nach Abscheidung des Veresterungswassers in die Harzmasse zurückgeführt wird. Die Veresterung wird bei 1800 C bis zu einer Säurezahl von 35, Viskosität von 175 cp und einem Schmelzpunkt von 450 C durchgeführt. Eine Lösung des Polyesters in Styrol (2 : 1) gibt Giessharze mit ausgezeichneter mechanischer Festigkeit und Lacküberzüge mit hervorragender Haftung und guter Klebefreiheit der Oberfläche. 



   Be is pie 1 3 : 1, 2 Mol Maleinsäureanhydrid, 0,5 Mol Phthalsäureanhydrid, 1,8 Mol Trimethylol-   propan und 1,   0 Mol Benzaldehyd werden langsam auf 2100 C erhitzt und gehalten, bis die Säurezahl = 25, die Viskosität = 250 cp   (l : l   in Äthylglykol), die OH-Zahl = 30 und der Schmelzpunkt   45 - 500   C beträgt. Das Harz ist in Styrol löslich und liefert auch ohne den Zusatz von Paraffin oder Wachs an der Luft klebfrei trocknende Filme. 



   Beispiel 4: 1,2 Mol Maleinsäureanhydrid,   0,   5 Mol Phthalsäureanhydrid, 1,8 Mol Trimethylolpropan und 1, 0 Mol Butyraldehyd werden langsam auf 2100 C erhitzt und so lange auf dieser Temperatur gehalten, bis die Säurezahl etwa 25, die Viskosität   (l : l   in Äthylglykol) 250 cp, die OH-Zahl 30 und der Schmelzpunkt   45 - 500   C beträgt. Das Harz löst sich gut in Styrol, es liefert ohne Paraffin- oder Wachszusatz Filme, die klebfrei trocknen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von ungesättigten, acetalhaltigen, mit polymerisierbaren Monomeren 
 EMI2.1 
 Aldehyde gleichzeitig in einem einzigen Arbeitsgang unter Bildung acetalhaltiger Produkte miteinander erhitzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von aliphatischen Mehrfachbindungen freie Aldehyde verwendet werden.
AT462261A 1960-10-11 1961-06-14 Verfahren zur Herstellung von ungesättigten, acetalhaltigen Polyestern AT233257B (de)

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