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Schmelzsicherungsstöpsel mit mehreren nacheinander einzuschaltenden Schmelzstreifen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Schmelzsicherungsstöpsel für elektrische Leitungen mit zwei gegeneinander beweglichen Teilen und mehreren nacheinander einschaltbaren Schmelzstreifen. Diese können durch Bewegung eines Schaltorganes nacheinander zur Leitung herangezogen werden. Schmelzsicherungsstöpsel dieser Art sind bereits bekannt.
Bei diesen befindet sich im Schmelzeinsatz ein Träger für die einzelnen Abschmelzdrähte, durch dessen Drehung die letzteren nacheinander in Benutzung genommen werden können (siehe amerik. Patent Nr. 569692). Die ganze Kontaktbildung hängt dort von der Wirkung einer Feder ab, und zwar an zwei Stellen, indem die Feder einerseits mit der strom leitenden Schraubenhülso des Stöpsel körpers leitend verbunden ist und andererseits auf im Kreise
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einen Ende eines Schmolzfadens verbunden ist, dessen anderes Ende an den ebenfalls auf dem beweglichen Träger sitzenden Mitte) kontakto angeschlossen ist. Da die Feder als Stromleiter dient und infolgedessen Erwärmungen ausgesetzt ist, so muss sie mit der Zeit in ihrer Elastizität stark nachlassen.
Ausserdem aber-und das ist ein ganz wesentliches Merkmal-ist es bei der angegebenen Sicherung nicht möglich, die vorhandenen, recht beträchtlichen Lufträume durch Sand, Schmirgel oder dgl. auszufüllen und dadurch explosive Erscheinungen sowie die Entstehung eines dauernden Lichtbogens zu vermeiden. Die Nachteile dieser Stöpselsicherungen sind so gross, dass sie die Sicherheitsbodingungen, die für die Benutzung der Stöpsel bei den gebräuchlichen Spannungen sich als notwendig erwiesen haben, nicht erfüllen können.
Um diese Übelstände zu verhüten, wird nach der vorliegenden Erfindung der Stöpselkörper selbst mit den nacheinander zu benutzenden Abschmelzdrähten ausgerüstet. Hiedurch kann für die einzelnen Drähte die bei den einfachen Stöpseln bewährte Lage und Anordnung beibehalten worden : ferner hat der Stöpsel nur einen einzigen beweglichen Teil, welchem indessen lediglich die Aufgabe zufällt, die dicht nebeneinander angeordneten Kontakte kurz
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der einen Seite in bekannter Weise einen dauernden, nicht zu unterbrechenden Kontakt, während das Einschalten eines neuen Drahtes-ebenfalls vollständig sicher vermittels eines beweglichen Schaltorganos ohne Verwendung einer stromdurchflossenen Feder erfolgt.
Ausser-
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lagert, welche die beiden Abschmelzdrähte oder Streifen 1 und 2 voneinander scheidet. In der Darstellung der Zeichnung liegt der Metallstreifen 10 gerade fest auf den in der linken Hälfte, der Fig. 1 dargestellten Metallplatten 4 und 6. Es geht also der Strom von dem Stifte 3 durch den Abschmelzdraht 1 über das Metallstück 10, durch den Anschlussdraht 7 zur Schraubcnhulse 8. Ist nun der Draht 1 zerstört, so genügt ein Drehen der Scheibe 11 an der Handhabe 14, um durch Aufbringen des Metallstückes 10 auf die beiden anderen Metallstücke 4 und 6 den Abschmelzdraht einzuschalten. Es geht also nunmehr der Strom durch diesen Draht 2 zur Schraubonhtilse S.
Statt nur zwei solcher Drähte oder Streifen 1 und 2 mit ihren zugehörigen Metallstucl en 4 und 6 anzubringen, können
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und 2 angegebenen drehbaren Scheibe auch ein Hebel benutzt werden, der zweckmässig an sich strom leitend mit der Schraubenhülse 8 verbunden ist. In dem Schmelzeinsatze sind wiederum zwei Abschmelzdrähto oder Streifen 1 und 2 vorgesehen, die unten festen Kontakt mit dem Stifte 3 haben und oben wiederum in Metallstücke 4 oder dgl. frei enden. Der Kontakthebel, der a ! s verhältnismässig starke Feder ausgebildet ist, liegt auf einem der metallstücke 4.
Ist der zugehörige Abschmelzstreifen oder die zugehörige Sicherung durchgebrannt, so wird der Hebel umgelegt und auf das andere Metallstück 4 gebracht, wodurch dann der andere Abscimelzdraht eingeschaltet ist.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Ausführungsform, bei der das Einschalten des oder der Ersatzdrähte mittels eines vorschiebbaren Organes erfolgt. Die Drähte 1 und 2 (es haben bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel nur zwei Verwendung gefunden) sind aneinander wieder durch eine Scheidewand 13 getrennt, und zwar ist der Draht J über (hose Scheidewand 13 hinweggeführt, durchquert auf ein Stück das Gehäuse und ist in diesem mit seinem Ende eingegipst oder sonst wie befestigt. Der andere Draht 2 ist über eine Nase (siehe Fig. 3, rechts) geführt und ebenfalls im Gehäuse befestigt. Die anderen Enden der Drähte 1 und 2 haben Kontakt mit dem Stifte 3.
In dem Gehäuse bonndct
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der Platte 5 sitzt eine Metallhülse 1a, in der ein mit einem knopfs aus Isoliermateria ! versehener Stift 16 geführt wird. Dieser Metallstift 16 stösst in Fig. 3 gegen den Draht 1, infolgedessen fliesst, da die Hülse 15 mittels eines Drahtes 17 mit der äusseren Schraubenhülse S verbunden ist, der Strom von dem Stifte 3 über den Draht 1, den Stift 16, die Hülse 15 und den Draht 17 nach der Schraubenhülse 8.
Dadurch, dass der Draht 1 vor der Hütse j ! 5 vorbcigeführt ist, wird solange wie der Draht 1 nicht zerstört ist, der Schiebestift 16 am Weiterbineinschieben gehindert ; schmilzt aber Draht 1 durch, so kann 16 weiter hineingeschoben werden und stösst gegen das quergeführte Stück des Drahtes 2, und
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punkt unter der Achse des Stiftes 16 liegt (Fig. 4). Auch bei dieser Bauart können mehrere Drähte benutzt werden. Der augenblicklich benutzte Draht hindert die Weiterbewegung des Schiebestiftes, der natürlich auch durch eine Schraube ersetzt sein kann. Zu gleicher Zeit können aber nicht mehrere Drähte mit dem Stifte 16 in Verbindung treten.
Die Hohlräume werden bei all diesen Ausführungsformen, deren es natürlich noch eine Reihe anderer gibt, mit Sand oder Schmirgel ausgefüllt. Die Abschmelzdrähte können auch parallel geschaltet werden.