AT232901B - Einrichtung zur Verhinderung des Zonenwickelns (Bandbildung) beim Spulen von Kreuzspulen - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung des Zonenwickelns (Bandbildung) beim Spulen von Kreuzspulen

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  Einrichtung zur Verhinderung des Zonenwickelns (Bandbildung) beim Spulen von Kreuzspulen 
Infolge der ständig wachsenden Spulgeschwindigkeit bei Kreuzspulmaschinen gestaltet sich die Ma- schine immer komplizierter, und manche Mechanismen arbeiten nicht mehr genügend verlässlich. Es han- delt sich hiebei hauptsächlich um ein ungenügend beseitigtes, zur unerwünschten Bandbildung führendes sogenanntes Zonenwickeln. 



   Die Erfindung macht es sich nun zur Aufgabe, diese Nachteile zu beseitigen,   u. zw.   unter Verwendung einer Einrichtung zur Verhinderung des   vorerwähnten Zonenwickelns   (Bandbildung) durch periodisches Ändern der Spulendrehzahl bzw. entsprechend periodisches Abbremsen der Spule, wobei die Spule durch ihr Aufliegen auf einer die Garnführung besorgenden umlaufenden Treibtrommel in Drehung versetzt wird und im wesentlichen tangential zum Trommelmantel angeordnete Bremselemente vorgesehen sind. 



   Die Erfindung selbst besteht dabei darin, dass der Spulenhalter an einem in an sich bekannter Weise im wesentlichen durch einen senkrecht zur Achse der Treibtrommel beweglichen Zweiarmhebel angeordnet ist, der vorzugsweise unter Vermittlung einer Rolle durch eine von der Hauptwelle aus angetriebene Nocke in Pendelbewegung versetzbar ist, wobei die Spule auf die Bremselemente (Bremsplatten) zur periodischen vorübergehenden leichten Bremsung aufreitet. 



   In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung schaubildlich schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles noch näher erläutert. Auf der Welle 1 sitzt die gleichzeitig die Garnführung besorgende Treibtrommel 2, auf welcher die Kreuzspule 3 aufliegt, welch letztere im Halter 4 gelagert ist, der um die Achse 5 schwingen kann, wobei diese Achse am einenEnde des Zweiarmhebels 6 angeordnet ist, der seinerseits wieder um die feste Achse 7 schwingen kann, die von der Konsole 8 des nicht dargestellten Maschinenrahmens getragen ist. Auf der Achse 7 ist weiters der Einschalthebel 9 gelagert, der einen Anschlag 10 aufweist, welcher mit dem Gegenanschlag 11 des Zweiarmhebels 6 im Eingriff steht.

   Am Ende des unterenArmes desZweiarmhebels 6ist auf der Achse 12 die Klinke 13 gelagert, die eine Sperrnase 14, einen gabelförmigen, vom Garn 30 durchlaufenen Fühler 15 und einen Stift 16 aufweist, mit welch letzterem der Haken 17 desEinschalthebels zusammenwirkt. DieSperrnase 14 der Klinke 13 kann mit dem Anschlag 18 auf der Nocke 19 in Eingriff kommen, die auf der Welle 20 sitzt, welche im Maschinenrahmen drehbar gelagert ist und vom nicht dargestellten Maschinenantrieb angetrieben wird.

   Auf dem Oberarm des Zweiarmhebels 6 ist mittels des Zapfens 21 die Rolle 22 drehbar gelagert, auf welche die Nocke 23 einwirkt, die auf der Welle 24 angebracht ist, welch letztere gleichfalls vom nicht   dargestelltenMaschinenantrieb   inDrehung versetzt wird.   Am Träger   25, der einen Teil des Maschinenrahmens bildet, ist die Gabel 26 befestigt, deren Schenkel über der Treibtrommel 2 in den Bremsplatten 27 endigen, wobei die Kanten 28 gegen die Mitte hin zusammenlaufen. In die Bremsplatten sind frei drehbare Walzen 29 eingesetzt. 



   Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende. 



   Beim normalen Arbeiten wird die Spule 3 durch ihr Abrollen auf der Treibtrommel 2 gespult, wobei das Spulgarn 30 in üblicher Weise durch einen entsprechend geformten Schlitz im Mantel der Treibtrommel geführt wird. 



   Beim Abreissen des Garnes 30 verdreht sich die Klinke 13 unter ihrem Eigengewicht entgegen dem Uhrzeigersinn, so dass die Sperrnase 14 dieser Klinke in Eingriff mit dem Anschlag 18 der Nocke 19 kommt, 

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 die sich mit der Welle 20 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht. Dies hat zur Folge, dass die Klinke 13 von der Nocke 19 mitgenommen und dadurch der Zweiarmhebel 6 so verschwenkt wird, dass die Spule 3 von der Trommel 2 weg auf die Bremsplatten 27 und dann auf die Walzen 29 verschoben wird. Dadurch wird die Spule 3 abgebremst, und zufolge ihrer Lagerung auf den Walzen 29 kann sie beim Suchen des Garnen- des leicht gedreht werden. 



   Nach derBindung des Garnes 30 wird der Einschalthebel 9 angehoben, wodurch unter Vermittlung des
Hakens 17 und des Stiftes 16 auch die Klinke 13 verschwenkt und die Sperrnase 14 aus dem   Wirkungsbe-   reich der Nocke 19 bzw. des Anschlages 18 derselben gebracht wird. Durch die weitere Bewegung des Einschalthebels 9wird dessen Anschlag 10 mit dem Gegenanschlag 11 auf dem Hebel 6   inberührung   gebracht, wodurch dieser Hebel verschwenkt und die Spule 3 in ihre normale Arbeitslage zurückgeführt wird, in der sie mit der Treibtrommel 2 in Berührung kommt und durch diese in Drehung versetzt wird. 



     Während des   Spulens wirkt auf die am Hebel 6 gelagerte Rolle 22 ständig die Exzenternocke 23 ein, die sich mit der Welle 24 so dreht, dass der Hebel 6 eine Pendelbewegung und die Spule eine hin-und hergehende Bewegung an der Oberseite der Treibtrommel 2 vertikal zur Trommelachse vollführt, wodurch zufolge des sich dabei wiederholenden Aufreitens der Spule 3 auf die Bremsplatten 27 eine periodische vorübergehende leichte Bremsung der Spulendrehung erzielt und dadurch ein Zonenwickeln (Bandbildung) verhindert wird. 



   Die zusammenlaufendenKanten 28 der Bremsplatten 27 ermöglichen auf vorteilhafte Weise ein leichtes Einführen des Spulgarnes an die Oberfläche der Treibtrommel 2. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einrichtung zur Verhinderung des Zonenwickelns (Bandbildung) beim Spulen von Kreuzspulen durch periodisches Ändern der Spulendrehzahl bzw. entsprechend periodisches Abbremsen der Spule, wobei die Spule durch ihr Aufliegen auf einer die Garnführung besorgenden umlaufenden Treibtrommel in Drehung versetzt wird und im wesentlichen tangential zum Trommelmantel angeordnete Bremselemente vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenhalter an einem in an sich bekannter Weise im wesentlichen durch einen senkrecht zur Achse (1) der Treibtrommel beweglichen Zweiarmhebel (6) angeordnet ist, der vorzugsweise unter Vermittlung einer Rolle (22) durch eine von der Hauptwelle aus angetriebene Nocke (23) in Pendelbewegung versetzbar ist, wobei die Spule (3) auf die Bremselemente (Bremsplatten   27)

     zur periodischen vorübergehenden leichten Bremsung aufreitet.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsplatten (27) zusätzlich mit frei drehbaren Walzen (29) versehen sind.
AT62961A 1960-05-31 1961-01-25 Einrichtung zur Verhinderung des Zonenwickelns (Bandbildung) beim Spulen von Kreuzspulen AT232901B (de)

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