<Desc/Clms Page number 1>
Gehäuse für Rundfunk- und Fernsehgeräte
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse für Rundfunk- und Fernsehgeräte, das aus einzelnen getrennten, durch mindestens einen biegsamen Oberflächenüberzug miteinander verbundenen biegungssteifen Wandteilen besteht, die aus einer Ebene heraus zu endgültigen Gehäuseform zusammenfaltbar und in dieser Stellung arretierbar sind.
Es ist bereits ein faltbares Gehäuse bekannt, welches aus einem Streifen heraus faltbar ist ; bei diesem Gehäuse fehlt ein besonderer Einsatz an den Faltstellen.
Weiterhin ist ein aus einem homogenen Material bestehendes Gehäuse bekannt, welches an den Faltstellen auf bestimmte Weise ausgefräst oder ausgespart wird, so dass eine Faltung und Arretierung der Einzelteile in der endgültigen Lage des Gehäuses möglich ist.
Weiterhin ist ein Metallrahmengehäuse mit Eckaussteifungen bekannt, welche eine ganz besondere Konstruktion bedingen, zumal sie in Wirkstellung - selbstverständlich aus Metall bestehend - einschnap- pen sollen. Diese Eckaussteifungensind nicht unmittelbar zwischen den Wandteilen und dem Oberflächen- überzug eingesetzt.
Weiterhin ist ein Möbelstück, welches aus Furnier besteht, bekannt, in dessen Ecken Eckklötzchen eingesetzt werden können, die sich jedoch unmittelbar gegen die äussere Furnierschicht drücken. Bei die- sem bekannten Möbelstück wird an den späteren Ecken eine Verdünnung vorgenommen, so dass lediglich die eben genannte äussere Furnierschicht übrigbleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse für Rundfunk- und Fernsehgeräte zu schaffen, das durch besondere Ausbildung der Faltstellen, unbeschadet der leichten Faltbarkeit, in Wirkstellung ein einheitliches Ganzes bildet, dem von aussen die vorgenommenen Faltungen nicht angesehen werden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass erfindungsgemäss an dem Faltstellen unmittelbar zwischen den Oberflächenüberstück und den Wandteilen an diesen beidseitig der Faltstellen befestigte Einsätze aus Le-
EMI1.1
Es ist möglich, das erfindungsgemässe Gehäuse, dessen Wandteile in bezug auf ihre Innenfläche recht- oder schiefwinkelige Abschlusskanten aufweisen, so auszubilden, dass der Abstand von zwei Wandteilen vor der Faltung gleich oder grösser als die Wandteilstärke auf der Höhe des Einsatzes ist.
Eine weitere, besonders zweckmässige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der die Wandteile und Einsätze kontinuierlich überdeckende Oberflächenüberzug durchgehend mit Schaumstoff od. dgl. gepolstert und nur an den freien Kanten der Wandteile an letzteren befestigt ist. Ein derartiges Gehäuse ist nicht nur ohne jegliche Schwierigkeiten faltbar, sondern nach der Faltung mit sogenannten abgerundeten Ecken versehen, die dem Gehäuse ein besonders gefälliges Aussehen vermitteln, wobei zusätzlich noch verhindert wird, dass ein "Abstossen der Kanten" erfolgen kann.
Um ein besonders einfaches Zusammenfalten und gleichzeitig eine raumsparende Transportmöglichkeit zu schaffen, kann das Gehäuse mindestens drei streifenförmig angeordnete Wandteile und Anschlussstücke aufweisen, die in gefaltetem Zustand an einem gesonderten Wandteil, z. B. dem Gehäuseboden, befestigt sind.
Falls es sich um besonders grosse Gehäuse handelt, wie es z. B. bei Fernsehgeräten der Fall ist, kann es notwendig sein, das Gehäuse über die vorhandenen Massnahmen hinaus noch weiter auszusteifen. Zu
<Desc/Clms Page number 2>
diesem Zweck wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass an sich bekannte Eckklötzchen in Verlängerung der rechtwinkelig oder etwa rechtwinkelig verlaufenden Anlageflächen an den Wandteilen einen keilar- tigen Vorsprung aufweisen, der in Wirkstellung einen Hohlraum in der Faltstelle ausfüllt.
In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt ; es zei- gen :
Fig. l ein Rundfunkgehäuse im zusammengefalteten Zustand, Fig. 2 ein Detail von Fig. l, Fig. 3 das
Gehäuse im entfalteten Zustand, Fig. 4 eine Abwandlung von Fig. 2 und Fig. 5 eine weitere Ausführungs- form.
Das in Fig. 1 dargestellte Rundfunkgehäuse eignet sich vor allem für den Fernsehrundfunk und besteht aus zwei Hauptteilen, nämlich dem eigentlichen Faltgehäuse 1 und dem Bodenteil 2, z. B. aus Holz. Das in Fig. 3 im entfalteten Zustand dargestellte Faltgehäuse 1 besteht aus drei Wandteilen 3,4, 5, wobei die
Wandteile 3 und 5 die Seitenwandungen und der Wandteil 4 die Oberwandung des Gehäuses 1 bilden.
Ausserdem ist am Wandteil 4 ein weiterer Teil 6 angebracht, der ebenfalls-wie nachfolgend näher be- schrieben-eine Holzeinlage aufweist. Die einzelnen Wandteile weisen Holzeinlagen 7 auf, deren äusse- re Umrisse durch die Linie 8 in Fig. 3 angedeutet sind.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Holzteile 7 - es kann selbstverständlich auch Pappe oder ein an- deres biegungssteifes Material verwendet werden-in der Nähe von den Abschlusskanten 8'ausgespart, so dass in die Ausnehmung Einsätze oder Verbindungsstücke 9 eingesetzt werden können, die z. B. aus Lederbestehen und so eingelassen sind, dass deren Oberfläche mit der Oberfläche der Holzeinsätze 7 bün- dig abschliesst.
Auf der Innenseite der Holzeinsätze 7 ist eine Kunststoffolie, z. B. eine Tiefziehfolie 10, aufgeklebt oder auf andere Weise angebracht, so dass die Holzeinsätze 7 vollständig von innen ausgekleidet sind.
Auch die Abschlusskanten 8'sind mit der Tiefziehfolie 10 versehen, so dass bei zusammengeklebten
Wandteilen (Fig. 2) eine"Eckenausfüllung", wie dargestellt, entsteht, nämlich derart, dass an sämtlichen freien Flächen, auch denjenigen des Lederverbindungsstückes 9, die Tiefziehfolie fest anhaftet.
Auf der Aussenseite des Faltgehäuses ist eine Schaumstoffschicht 11 aufgebracht, die wieder mit einer Kunststoffolie 12 von aussen abgeschlossen ist. Die Kunststoffolie ist über das Faltgehäuse so gezogen, dass lediglich deren freier Rand 13 entweder mit dem Holzeinsatz 7 verbunden wird oder mit der Tiefziehfolie 10 verschweisst werden kann.
Das Gehäuse kann Armaturenteile, Montageteile od. dgl. aufweisen. Als Beispiel wird auf den Montagewinkel 13 verwiesen, der mit versenkten Schrauben 14 mit dem Faltgehäuse verbunden ist. Da die versenkten Schrauben unterhalb der Schaumstoffolie liegen, sind sie nicht zu sehen.
Der Bodenteil 2, z. B. aus Holz ist im vorliegenden Fall weder aussen noch innen mit einer Kunststoffolie überzogen und wird nach Zusammenfalten des Gehäuses auf die Anschlussstücke 15 aufgesetzt.
Die Anschlussstücke sind so nach innen faltbar, dass durch Verschraubung oder Vernietung eine feste Verbindung zwischen dem Faltgehäuse und Bodenteil 2 entsteht. Die Aussenkanten 16 des Bodenteiles 2 liegen an der Innenkante oder Innenseite der Seitenteile 3 und 5 des Gehäuses so an, dass ein Verkanten des letzteren nicht mehr möglich ist.
In Fig. 4 ist eine Abwandlung des Faltgehäuses dargestellt, wobei die beiden Aussen- und Innenfo. lien und die Schaumstoffpolsterung weggelassen wurden. Die Holzeinsatzteile 17 weisen nicht mehr rechtwinkelige Abschlusskanten 8' (Fig. 2) auf, sondern sind schräg abgeschnitten, so dass sich gegen- überliegende Kanten 18,19 entstehen. Die Einsätze oder Verbindungsstücke 20 aus Leder sind inderbeschriebenen Weise in die Holzeinsätze 17 eingelassen.
Der Wandteil 6 ist im Fall der Ausführungsform von Fig. 1 und 3 entsprechend den Erfordernissen bei einem Fernsehgehäuse so ausgebildet, dass er auf der Rückseite des Fernsehempfängers anhaftet oder auf andere Weise befestigt werden kann. Selbstverständlich ist aber die Aussenfolie 12 um die Oberwand auf dieselbe Weise "abgebogen" wie bei den Kanten zwischen den Seitenteilen und der Oberwand. Es ist natürlich auch möglich, den Wandteil 6 vollständig geschlossen auszubilden, z. B. für einen Kufferradio- empfänger, und mit dem Bodenteil 2 auf die gleiche Weise zu verbinden wie die Anschlussstücke 15 am Bodenteil 2.
Die in Fig. 5 dargestellte abgewandelte Ausführungsform des Faltabschnittes unterscheidet sich von den bisherigen Ausführungsformen dadurch, dass eine Eckverstärkung vorgesehen ist. Während die Einzelteile des Faltgehäuses fast ohne Unterschied genauso ausgebildet sind wie in den weiter oben beschriebenen Ausführungsformen, ist der Abstand der Holzeinlagen 30 voneinander grösser als die Gesamtstärke derselben.
Auf diese Weise berühren sich die Ecken 31 der beiden Holzeinlagen im zusammengefalteten Zustand
<Desc/Clms Page number 3>
nicht mehr, sondern geben einen Zwischenraum 32 frei. Beim Zusammenfalten des Gehäuses wird ein beispielsweise aus Holz oder einem andern festen Material bestehender Eckklotz 33 in die Ecke eingesetzt, so dass beim weiteren Zusammenbiegen der Wandungen die Ecken 31 diesen Eckklotz 33 fest erfassen und haltern.
Durch die z. B. rechtwinkelig zueinander liegenden Wandungen 34,35 des Eckklötzchens ist eine absolut sichere und verkantfreie Arretierung der Wandungen gewährleistet. Derartige Eckklötzchen erscheinen insbesondere dann erforderlich, wenn die Faltgehäuse nicht nur für Kleinempfänger, wie Tran- sistor-Koffergeräte, sondern beispielsweise für Fernsehempfänger verwendet werden sollen ; wie bekannt, weisen derartige Empfänger zwischen den einzelnen Wandungen einen beträchtlichen Abstand auf, der von der Fernsehröhre bestimmt wird.
PATENTANSPRÜCHE : l. Gehäuse für Rundfunk- und Fernsehgeräte, bestehend aus einzelnen getrennten, durch mindestens einen biegsamen Oberflächenüberzug miteinander verbundenen, biegungssteifen Wandteilen, die aus einer Ebene heraus zur endgültigen Gehäuseform zusammenfaltbar und in dieser Stellung arretierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an den Faltstellen unmittelbar zwischen dem Oberflächenüberzug (12) und den Wandteilen (7,17, 30) an diesen beidseitig der Faltstellen befestigte Einsätze (9,20) aus Leder oder lederartigem Material bündig in die Wandteile eingelassen sind.