AT229740B - Verfahren zum Verkleben oder Reparieren von vulkanisierten Gummigegenständen oder gummierten Gegenständen - Google Patents
Verfahren zum Verkleben oder Reparieren von vulkanisierten Gummigegenständen oder gummierten GegenständenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Verkleben oder Reparieren von vulkanisierten Gummigegenständen oder gummierten Gegenständen EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> :Trichloräthylen, aufgetragen, welche etwa 50% Beschleuniger auf Gummi bezogen enthält und dann erst die Schadensstelle mit Stahlwolle aufgerauht. Dabei wird der Gummi gequollen und der Beschleuniger in den gequollenen Gummi eingerieben. Gleichzeitig kann das Trichloräthylen ungehindert verdampfen, so dass eine mit Beschleunigern beladene gequollene, aber lösungsmittelarme Gummifläche entsteht. Wird i nun der Reparaturfleck aufgesetzt, der mit einer schwefelhaltigen Verbindungs- (Klebe) schicht bedeckt ist, so diffundiert der Beschleuniger aus der gequollenen Gummifläche in die schwefelhaltige Klebeschicht und erfolgt beim Anpressen in der Kälte oder in der Wärme eine Vulkanisation der Klebeschicht und damit eine dauerhafte Verbindung zwischen Schadensstelle und. Reparaturfleck. Das erfindungsgemässe Verfahren, das sich also von den bekannten Verfahren in wesentlichen Punkten unterscheidet und auch in der Wirkung den bekannten Verfahren überlegen ist, wird durch nachstehende Beispiele erläutert : Beispiel l : Auf die gereinigte Reparaturstelle eines Fahrzeugluftschlauches oder eines Schlauchbootes wird so viel einer Lösung von unvulkanisiertem Gummi in Trichloräthylen aufgetragen, dass ein Film in der Dicke von etwa 0, 02 mm entsteht. Dieser Film, der auf den Gummi der Lösung bezogen etwa 50% Ultrabeschleuniger enthält, wird dann mit einem kleinen Bausch aus Stahlwolle unter Aufrauhen und Anquellen des vulkanisierten Gummis auf der Reparaturstelle verrieben, wobei das Trichlorähtylen zum grossen Teil verdampft. Dann wird ein Reparaturfleck, dessen schwefelhaltige Verbindungsschicht etwa 0,5 mm stark ist und etwa 2% Schwefel auf Gummi bezogen enthält, aufgelegt und in der Kälte oder in der Wärme angepresst und die Verbindung unter Vulkanisation der Gummischichten bewirkt, da der Beschleuniger aus der aufgequollenen mit Beschleunigerlösung bestrichenen Reparaturstelle in die schwefelhaltige Verbindungsschicht diffundiert. Beispiel 2 : Auf den Oberflächen von zwei miteinander zu verklebenden Platten aus vulkanisiertem Gummi werden Gummilösungen in Trichloräthylen, welche Beschleuniger oder Schwefel enthalten, mit rauhen Materialien verrieben. Auf die eine der so behandelten Platten wird eine Folie aus unvulkanisiertem Gummi aufgelegt, welche Schwefel oder Beschleuniger enthält, und dann die andere Platte aus vulkanisiertem Gummi aufgepresst und gegebenenfalls erwärmt. Beispiel 3 : Auf zwei mit Butyl- oder Brombutylkautschuk belegte Gewebe werden Lösungen von Gummi in Trichloräthylen unter Verreiben mit rauhen Materialien aufgebracht, u. zw. enthält die für das eine Gewebe bestimmte Gummilösung einen Ultrabeschleuniger, während das zweite Gewebe mit einer Lösung behandelt wird, welche freien Schwefel enthält. Durch Aufeinanderlegen der beiden Gewebe mit den gummibelegtenFlächen und Kalt-eventuell Heissverpressen, wird eine feste und dauerhafte Verbindung erhalten. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Verkleben oder Reparieren von vulkanisierten Gummigegenständen oder gummierten Gegenständen, durch Einreiben der feuchten Oberflächen der zu verklebenden oder zu reparierenden Gegenstände mit rauhen Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen nach Auftragen von Lösungen von unvulkanisiertem Gummi und Schwefel oder von unvulkanisiertem Gummi und Beschleunigern in gummiquellenden Lösungsmitteln bestrichen und dann in noch feuchtem Zustand mit von Gummi und Schwefel oder von Gummi und Beschleuniger freien, rauhen Materialien, wie Stahlwolle, Bimsstein oder lösungsmittelbeständigen Faserstoffen, so lange eingerieben werden, bis ein Teil des Lösungsmittels in an sich bekannter Weise verdampft und der Rest desselben von dem vulkanisierten Gummi unter Anquellen aufgenommen worden ist, worauf dann das Verkleben mit vulkanisierten Gummigegenständen oder Reparaturflecken vorgenommen wird, die in an sich bekannter Weise mit einer oder mehreren Verbindungsschichten versehen sind, welche unvulkanisierten Gummi und Beschleuniger oder freien Schwefel enthalten.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Verbindungsschicht, welche neben unvulkanisiertem Gummi Beschleuniger oder Schwefel enthält, in Form einer Lösung durch Verreiben mit rauhen Materialien auf der Oberfläche des aufzuklebenden Gegenstandes oder des verbindungsschichtfreien Reparaturfleckes aufgebracht worden ist.
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