AT210130B - Verfahren zum Verkleben von Gegenständen - Google Patents

Verfahren zum Verkleben von Gegenständen

Info

Publication number
AT210130B
AT210130B AT626958A AT626958A AT210130B AT 210130 B AT210130 B AT 210130B AT 626958 A AT626958 A AT 626958A AT 626958 A AT626958 A AT 626958A AT 210130 B AT210130 B AT 210130B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
objects
polyethylene
bonded
low
shear strength
Prior art date
Application number
AT626958A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ruhrchemie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie Ag filed Critical Ruhrchemie Ag
Priority to AT626958A priority Critical patent/AT210130B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT210130B publication Critical patent/AT210130B/de

Links

Landscapes

  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Verkleben von Gegenständen 
Eine durch Verdunstung des Lösungsmittels oder Aushärtenlassen klebefähigen Kunststoffes vorgenom- mene Verklebung hat den Nachteil, dass die Trockenzeit zu lange ist. Dieser Nachteil kann vermieden werden. 



   Es wurde gefunden, dass man eine praktisch sofortige Verklebung erzielen kann, wenn man einen ther- moplastischen Kunststoff durch Flammspritzen auf die zu verklebenden Flächen der Gegenstände aufträgt und die zu verklebenden Teile unmittelbar darauf gegeneinander presst. Hiefür geeignete Kunststoffe sind beispielsweise Polyäthylen, insbesondere Niederdruckpolyäthylene mit Molekulargewichten zwischen etwa
40000 und 2000000. Ganz besonders geeignet sind chlorierte oder sulfochlorierte Niederdruckpolyäthylene der oben genannten Molekulargewichte. Gegenstände, die nach diesem Verfahren miteinander verklebt werden können, sind Metalle, Holz, Leder, Kunststoffe, Textilien   u. dgl. wobei   diese verschiedenen Stof- fe sowohl unter sich als auch in verschiedener Auswahl miteinander verklebt werden können. 



   Das Flammspritzen kann bei kleinen Gegenständen mit einer Pistole und bei grösseren Gegenständen mit zwei Spritzpistolen durchgeführt werden. Beim Flammspritzen wird auf den Klebeflächen des zu verklebenden Gegenstandes eine Schmelzschicht erzeugt. In noch heissem Zustand werden die beiden aufgespritzen Schichten aufeinander gebracht und durch Druck vereinigt, was durch eine Zange, Zwinge oder Presse erfolgen kann. Nach Beendigung des Abkühlvorganges ist die Verfestigung eingetreten. Es hat sich gezeigt, dass nach diesem Verfahren verklebte Gegenstände ausserordentlich fest zusammenhalten, beispielsweise ergab die Scherfestigkeit der Klebeflächen bei einer Überlappung von 1   cm3   bei Verwendung von chloriertem Niederdruck-Polyäthylen als   flammverspritzem   Kunststoff Werte von 100   kg/cm*   und darüber. 



   Es ist zwar schon bekannt, Gegenstände dadurch miteinander zu verkleben. dass man auf ihrer Oberfläche geschmolzene Kunststoffe aufbringt und die Gegenstände zusammendrückt. Diese Methode ist nicht anwendbar, wenn es sich um hochmolekulare, temperaturempfindliche Kunststoffe, wie   z. B.   die hoch-   molekularen Niederdruck-Polyäthylene bzw. chemisch verwandelte Niederdruck-Polyäthylene handelt. Bei    derartigen Kunststoffen führt nur die erfindungsgemässe Anwendung des Flammspritzen zum Ziel, weil bei dieser Art der   Aufbringung von Schmelzschichten   auf die zu verklebenden Gegenstände eine Zersetzung praktisch vermieden werden kann. Ausserdem hat diese Methode den Vorteil, dass sie sehr leicht auszuführen ist.

   Als ganz besonderer Vorteil ist es anzusehen, dass man nach der beschriebenen Methode im Gegensatz zu bisher bekannten Klebstoffen Verklebungen mit leicht   zngänglichen   und billigen Kunststoffen, wie beispielsweise Niederdruckpolyäthylenen, durchführen kann. 



     Beispiel l :   Zwei Eisenbleche von 2 mm Stärke, die von   der Rostschicht befreit worden waren,   wurden in einer Fläche von 1   cm2   mit einer Schicht von einem Niederdruck-Polyäthylen mit einem Molekulargewicht von 700000 mittels einer Flammspritzpistole versehen und die beiden Schichten dann unter geringer Druckanwendung vereinigt. Die so hergestellte   Überlappungs-Verbindung   besass eine Scherfestigkeit von 94   kg/cm2.   



     Beispiel 2 :   Ein Eisenblech von 2 mm Stärke und eine Polyäthylenplatte von   1. 9 mm Stärke wur-   den mit dem gleichen Material und unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 angegeben verklebt. 



  Die Scherfestigkeit betrug hiebei beim Bruch 59 kg/cm2. 



     Beispiel 3 :   Zwei Polyäthylenplatten von   je 1, 8   mm Stärke wurden mit dem gleichen Material und unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 angegeben verklebt. Die Scherfestigkeit betrug hiebei beim Bruch 42   kg/cm3.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 4 : Zwei Eisenbleche von 2 mm Stärke, die von der Rostschicht befreit worden waren, wurden in einer Fläche von 1   cm ! mit   einer Schicht von einem chlorierten Niederdruck-Polyäthylen mit einem Chlorgehalt von 11   o   und einem Molekulargewicht von 75000 vor der Chlorierung mittels einer Flammspritzpistole versehen und die beiden Schichten dann unter geringer Druckanwendung vereinigt. Die so hergestellte überlappte Verbindung besass beim Bruch eine Scherfestigkeit von 100 kg/cm2. 



   Beispiel 5 : Ein Eisenblech von 2 mm Stärke und eine Polyäthylenplatte von   I. 8   mm Stärke wurden mit dem gleichen Material und unter   dengleichenBedingungen   wie im Beispiel 4 angegeben verklebt. 



  Die Scherfestigkeit beim Bruch betrug hiebei 62   kg/cm2.   



   Beispiel6 :ZweiPolyäthylenplattenvonje1,9mmStärkewurdenmitdemgleichenMaterialund unter Anwendung der gleichen Versuchsbedingungen wie im Beispiel 4 angegeben verklebt. Die Scherfestigkeit beim Bruch betrug hiebei   27 kg/cm'.   



   Beispiel7 :Jutesack-StoffmiteinerZugfestigkeitvon21kgfüreinen1cmbreitenStreifenwurde unter den in Beispiel4 angegebenen Bedingungen und unter Anwendung des   gleichenchloriertenPolyäthy-   lens verklebt. Die Scherfestigkeit lag hiebei oberhalb der Zugfestigkeit des Stoffes. 



   Beispiel 8 : Zwei Eisenbleche von 2 mm Stärke, die von der Rostschicht befreit worden waren, wurden in einer Fläche von 1   cm*   mit einer Schicht von einem sulfochlorierten Niederdruck-Polyäthylen mittels einer Flammspritzpistole versehen. Das sulfochlorierte Produkt besass einen Gehalt von 7, 2 %Chlor und 2, 6   %   Schwefel, das Ausgangspolyäthylen hatte ein Molekulargewicht von 75000. Die so hergestellte überlappte Verbindung besass eine Scherfestigkeit beim Bruch von 60   k/cm*.   



   B eispiel 9 : Ein Eisenblech von 2 mm Stärke und eine Polyäthylenplatte von   1. 9   mm Stärke wurden mit dem gleichen Material und unter den   gleichenBedingungenwie im Beispiel 8   angegeben verklebt. 



  Die Scherfestigkeit beim Bruch betrug in diesem Fall 39   kg/c1112.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Verkleben von Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass man einen thermoplastischen Kunststoff durch Flammspritzenaufdie zu verklebenden Flächen der Gegenstände aufträgt und die zu verklebenden Teile unmittelbar darauf gegeneinander presst.
AT626958A 1958-09-08 1958-09-08 Verfahren zum Verkleben von Gegenständen AT210130B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT626958A AT210130B (de) 1958-09-08 1958-09-08 Verfahren zum Verkleben von Gegenständen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT626958A AT210130B (de) 1958-09-08 1958-09-08 Verfahren zum Verkleben von Gegenständen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT210130B true AT210130B (de) 1960-07-11

Family

ID=3584583

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT626958A AT210130B (de) 1958-09-08 1958-09-08 Verfahren zum Verkleben von Gegenständen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT210130B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2214450C3 (de) Verfahren zur Beschichtung eines Materials mit einem Ähtylen/Maleinsäureanhydrid-Copolymerpulver
DE1594131A1 (de) Hartklebmittel
DE1504275A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus kunstlederartigen Materialien
DE2153890A1 (de) Abdeck-Randmaterial
AT210130B (de) Verfahren zum Verkleben von Gegenständen
DE1062374B (de) Verfahren zum Verkleben von Gegenstaenden
EP1099740A1 (de) Aufsprühbare Dispersion und Verfahren zum elastischen Verkleben zweier Substratflächen
DE3836434A1 (de) Verfahren zur herstellung eines feuchtigkeitsdichten, jedoch gas- und wasserdampfdurchlaessigen textilen verbundmaterials
DE885902C (de) Klebstoffe
EP0047481B1 (de) Verfahren zum Herstellen von Holzfurnieren
DE1504272A1 (de) Schichtstoffe sowie Verfahren und Vorrichtung zu deren Herstellung
AT326339B (de) Verfahren zum verdichten von vollholz
DE886511C (de) Heissklebeverfahren
DE855443C (de) Klebstoffe
DE2110605A1 (de) Verfahren zur Beschichtung von Presskoerpern
DE1619276B2 (de) Kunstleder
DE653222C (de) Verfahren zur Herstellung eines in der Waerme biegbaren Schichtkoerpers
AT241653B (de) Verfahren zur Herstellung geschichteter Produkte, wobei eine Kupferplatte an einen andern Gegenstand mittels eines Klebemittels befestigt wird
DE1228358B (de) Verfahren zur Herstellung von druckhaftenden Klebepapieren
DE3021428A1 (de) Verfahren zur herstellung leicht verklebbarer und anschaeumbarer laminate
DE1704598C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von mit Polymeren imprägnierten Papieren
AT343880B (de) Beleimungsverfahren fur das zusammenfugen von holzprodukten
DE863258C (de) Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffen
AT204765B (de) Verfahren zur Herstellung eines geschichteten blatt- oder plattenförmigen Materials
DE886422C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminium-Mehrfachfolien