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Signalvorrichtung für Gasthäuser.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, mit Hilfe welcher in einem Restaurant, Café etc. das bedienende Personal ohne Zuruf aufmerksam gemacht werden kann, dass es an einem bestimmten Tische für bestimmte Bestellungen (Getränke, Speisen, Zahlen ete.) benötigt wird. Diese Vorrichtung besteht aus einer oder mehreren in einem Gehäuse, Ständer oder dgl. angeordneten Signalscheiben, welche bei Drücken einer zugehörigen Taste aus dem Gehäuse heraustreten und dadurch sichtbar werden. Zweckmässig werden die Signalscheibe derart angeordnet, dass sie verhältnismässig hoch über das Gehäuse heraustreten und daher dem bediendenden Personal auf grössere Entfernungen sichtbar werden.
Vorteilhaft werden in dem Gehäuse mehrere Signalscheiben von verschiedener Fabe mit zugehörigen Tasten vorgesehen, wobei durch die Farbe angedeutet wird, welcher Kellner (z. H. Zahlkellner, Speisenträger, Bierträger, Zigarren etc.) gewünscht wird. Zur Betätigung einer Signalscheibe ist nur eine Taste erforderlich, doch können für jede Scheibe auch zwei oder mehr Tasten dienen, die an verschiedenen Seiten des Gehäuses angebracht sind. so dass die in der Mitte des Tisches stehende Vorrichtung von jeder der an dem Tische sitzenden Person betätigt werden kann und eine Drehung derselben, um die Tasten von einer bestimmten Stelle aus zur Hand zu haben, nicht erforderlich ist.
Sind mehrere Signalscheiben in einer Vorrichtung vereinigt, so empfiehlt es sich, denselben verschiedene Hubhöhe zu geben, damit, falls an dem Tische mehrere Kellner gleichzeitig gewünscht werden, die einzelnen Scheiben gleichzeitig gut sichtbar sind. Die gehobenen Signalscheiben können von dem Kellner, sobald er dem Aviso Folge geleistet hat, oder von dem Gaste selbst wieder in den Ständer lierabgedrückt und dadurch unsichtbar gemacht werden.
In den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht Fig. 1 schematisch eine derartige Vorrichtung mit einer Signalscheibe, welche durch eine der beiden, um 1800 gegeneinander versetzten Tasten betätigt werden kann. Fig. 2 ist eine zugehörige Oberansicht. Fig. 3 zeigt in Vorderansicht eine Ausführungsform einer Vorrichtung mit vier Signalscheiben, wobei jede von drei Seiten des Tisches in die sichtbare Stellung gebracht werden kann.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht dieser Vorrichtung, mit Bezug auf die in Fig. 5 dargestellte Oberansicht in der Richtung nach links geselten. Bei der in den Fig. 3-5 veranschaulichten Ausführungsform ist das Gehäuse nicht dargestellt.
Die Signal-oder Avisoscheibe a (Fig. 1) steht durch eine in dem Gehäuse b bei c
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verbunden. Ausser Gebrauch befinden sich die Teile in der in Fig. l in vollen Linien dargestellten Stellung. Durch einen Druck auf die eine oder andere Taste k wird die Stange/ durch die bezügliche Zugstange h nach abwärts gezogen, wodurch die Kürnbergerschere d durch die Lenker e geöffnet und die Signalscheibe a gehoben wird (siehe strichlierte
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Iliedurch wird die Signalscheibe sichtbar und zeigt dem Kellner an, dass er gewünscht wird.
Um die Signalscheibe in dieser gehobenen Stellung festzustellen bczw. gegen unbeabsichtigtes Zurückgehen zu sichern, ist unterhalb der Stangt /'eine Klemmvorrichtung tn angeordnet, welche das untere Ende der herabgehenden Stange erfasst und dadurch die
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Stange in herabgezogener, das, Signal in gehobener Stellung festhält. Bei der ! B Fig. l dargestellten Ausführungsform besteht die Klemmvorrichtung m beispielsweise aus zwei
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nicht betätigten Tasten auf den Verbindùngszapfen sich verschieben können, ohne die anderen Tasten mitzunehmen.
Um die gehobene Signalscheibe in das Gehäuse zurückzubringen, genügt ein schwacher Druck auf dieselbe, so dass die Stange f ausser Eingriff mit der Klemmvorrichtung gelangt, worauf die Nürnbergerschere infolge ihres eigenen und des Gewichtes der darauf sitzenden Scheibe zusammenfällt und die Scheibe in dem Gehäuse verschwindet.
Bei der in den Fig. 3-5 dargestellten Ausführungsform sind vier verschiedenfarbige Signal-oder Avisoscheiben vorgesehen, von denen jede von drei Seiten aus betätigt werden kann. Die Anordnung stimmt im wesentlichen mit der vorstehend beschriebenen überein. Jede NUrnbergerschere d der vier Signalscheiben a ist durch je eine Zugstange h mit den um 1200 gegeneinander versetzten Tasteuhebeln k verbunden. Die Tastenhebel sind auf entsprechend gelagerten Weller o lose drohbar angeordnet. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Angriffspunkte der Zugstangen h auf den vertikal verschiebbaren Stangen f in verschiedenen Höhen abgeordnet, damit die Zugstangen bei ihrer Bewegung sich gegenseitig nicht hindern.
Auch können zu dem gleichen Zwecke in verschiedenen Höhen angeordnete, alle Stangen f Umgreifende Ringe oder Platten angeordnet sein, von denen je einer mit je einer Stange f fest verbunden ist, wobei die Zugstangen an diesen Ringen oder Platten angreifen. Auch können zwecks Verhinderung von gegenseitigen Störungen der in Bewegung gesetzten Zugstangen die Tastenhebel in verschiedenen Höhenlagen angeordnet werden. Um die Signalscheiben in der gehobenen Stellung zu erhalten, sind als Klemmvorrichtungen unterhalb der Stangen f hohle Kegel p angeordnet, in welche die Stangenenden eintreten und durch Reibung festgehalten werden. Von mehreren gleichzeitig, jedoch auf verschiedene Höhen gehobenen Signalscheiben sind die tieferstehenden durch die geöffnete Schere hindurch sichtbar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Avisiervorrichtung für Kellner, gekennzeichnet durch eine, vermittels einer in dem Gehäuse befestigten Nürnbergerschere und Lenkern mit einer vertikal verschiebbaren Stange (f) verbundene Signalscheibe (a), welche bei dem durch Tastendruck be-
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dem Gehäuse emporgehoben wird.