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Stromschlussapparat für elektrische Wächter-Kontroll-Einrichtungen.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Stromschlussapparat für elektrische Wachter-Kontroll-Einrichtungen oder andere Zwecke, bei welchem es darauf ankommt, an eine Leitung eine Anzahl Stromschlussvorrichtungen anzuschliessen, deren Kontakte an eine Zentralstelle vermittelt werden. Die Kontrolle beruht darauf, dass der Xi'ichor durch einen Schlüssel zu einer bestimmten Zeit von einet bestimmten Orte aus in der Zentralstelle, wo der Haupt-Kontroll-Apparat steht, den Strom einzuschalten hat, damit in diesem HauptKontroll-Apparat auf einem durch ein Uhrwerk bewegten Registerbande die Abdrücke von
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wirkt werden.
Die Triebwerke der Stromsohlussapparato für diese Einrichtungen müssen nun so eingerichtet werden, dass es unmöglich ist, Fälschungen vorzunehmen. Zu diesen gehören Versuche, das Triebwerk der durch einen Schlüssel aufzuziehenden Streckenapparate während des Ablaufes noch einmal oder nur unvollständig oder durch mehr als eine Umdrehung von H 60 aufzuziehen. Diese Fehler durch eine einheitliche Konstruktion zu beseitigen. bezweckt die vorliegende Erfindung.
Ist der Schlüssel eingesteckt und die Drehung be- gonnen, so kann der Schlüssel weder herausgezogen werden, nachdem er nur eine Teildrehung gemacht hat, noch kann er wieder eingesteckt werden, so lange das Triebwerk
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durch Anordnung eines besonders konstruierten Schlüssels in Verbindung mit einem besonders gefederten Organ-einem Ringe-welcher in Verbindung mit Sperrvorrichtungen das Triebwerk erst dann auslöst, wenn der Schlüssel einmal genau um 3tiOO umgedreht und wieder herausgezogen ist.
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Fig. 1 zeigt darin eine Ansicht des Triebwerkes, Fig. 2 eine Oberansicht mit teilweise weggebrochenem Deckel, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt mit dem Ringe und den Auslöse- mitteln für das Triebwerk, Fig. 4 einen wagerechten Schnitt nach Abnahme des Deckels, Fig.
5 einen Anschlag zur Auslösung des Ringes, Fig. 6 eine Sperrvorrichtung zur Verhinderung des Wiedereinsteckens des Schlüssels während des Ablaufes des Triebwerkes.
Fig. 7 und 8 den Ring mit dem zum Auslösen der Sperrvorrichtung (Fig. 6) bestimmten Stift und der zur Arretierung des Triebwerkes dienenden Nut. Der einzusetzende Schlüssel 1 besitzt eine Nase 2, mit welcher er in den Schlitz 3 einer auf dem Deckel 4 befestigten Hülse 5 eingeführt wird.
Der Dorn 6, über welchen der Schlüssel-geschoben wird, dient zum Spannen der im Federgehäuse 7 liegenden Triebwerksfeder. Nach begonnener Drehung des Schlüssels verhindert die Nase 2, die unter die Hülse 5 tritt, das Herausziehen des
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diesem verbundenen Kontaktscheibe 21) der Arm 10 wieder in die Nut eingefallen, so liegt vor dem Kopf 20 des Armes 10 jetzt der Einschnitt, 83 des Stiftes S, so dass dieser sich unter dem Kopf 20 des Armes 10 vorbeibewegen kann (Fig. 2).
Um zu verhindern, dass der Schlüssel während des Ablaufes des Triehwerkes von neuem wieder in das Schlüssel- loch eingesteckt werden kann, dient folgende Einrichtung : Wenn die Auslösung des Armes 10 erfolgt ist und damit der Ring 17 sich unter dem Einflusse seiner Feder 13 innerhalb der durch die Schlitze 15 gegebenen Grenzen dreht, gleitet der mit dem Ringe 17 verbundene Haltestift 23 (Fig. 2, 3, 4 und 7) an einem unter Wirkung der Feder 24 stehenden Arme 25 vorbei, der auf einem Zapfen 26 sitzt. Ein zweiter auf diesem letzteren
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Gehäusedeckel 4 verschiebbaren Schlittens 29 mit, der mit seinem maulförmigen Ende 80 (Fig 6) sich bis an den Schlüssel heranbewegt.
Wird nunmehr der Schlüssel herausgezogen, so schnellt der Schlitten 29, weil die Kraft der Feder 24 gross genug ist, noch weiter vor (Fig. 6), um sich mit seinem Maul um den Vierkantdorn 6 (Fig. 3 und 6) zu legen, so dass der Schlüssel, wenn er einmal herausgezogen ist, während des Ablaufes dos Uhrwerkes nicht mehr hineingeführt werden kann ; kurz vor Beendigung der einmaligen Umdrehung
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rades 14 den Arm 25 wieder zur Seite und führt ihn in seine Anfangslage zurück, in weicher er durch den am Ringe 17 (Fig. 3 und 7) befestigten Stift 23 festgehalten wird.
Damit endlich der Wächter nicht Gelegenheit hat, während des Ablaufes des Triebwerkes dieses mittels des darin steckenden Schlüssels beliebig lange aufzuziehen, um das Kontrollregister im Stationsapparate zu fälschen, muss noch eine Einrichtung getroffen sein, um das Uhrwerk erst dann in Gang zu setzen, wenn der Sch) üssel herausgezogen ist. Dazu dient in einfacher Weise eine Sperrung des Windflügel 32 (Fig. 2 und 4) durch-einen um den Zapfen 33 drehbaren, in die Sperrlage nach Fig. 2 federnden DrahtbUgol B6, der beim zweiten Vorwärtsschubo des Schlittens 29 durch Stift 34 um 33 gedreht und dabei so weit abgehoben wird, dass 32 frei wird.
Die Stillsetzung darf aber erst erfolgen, wenn die Kontaktscheibe 21 eine ganze Drehung vollendet hat. Deswegen geschieht die Sperrung des Windnügels 32 durch den Drahtbügel nach Freigabe des letzteren von einem auf dem
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Ringes eingefallen ist.
Auf diese Weise wird es also möglich zu bewirken, dass der Schlüssel nach erfolgter erforderlicher, ununterbrochener Drehung um 360 wieder herausgezogen werden muss, wenn das Triebwerk laufen soll, wodurch verhindert wird, dass der Wächter das Triebwerk mit mehr als der erforderlichen Drehung des Schlüssels um 3600 aufziehen kann. Dazu dient, um es kurz zu wiederholen, der Schlüssel 1 mit Nase 2 und dem am Dorne 6 befestigten Arme 8t welcher nach einer Umdrehung um 360 von dem Haken 19 des während des letzten Teiles der Drehung des Armes 8 beiseite gedrehten Armes 10 arretiert wird. Der Arm 8 bleibt in dieser durch den Haken 19 gesicherten Stellung so lange, bis der Arm 10 mit seiner Nase 11 wieder zurückbewegt werden kann.
Diese Zurückbewegung ist al) r erst dann möglich, wenn die Kontaktscheibe 21 und der über ihr sitzende Ring 17 siel)
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Das Aufziehen des Triebwerkes vor und während des Ablaufes wird durch einen Schlitten 29 verhindert, der sich an den Dorn 6 legt. Die Verschiebung des Schlittens erfolgt dadurch, dass bei der Drehung des Ringes 17 die in verschiedenen Ebenen auf einem gemeinsamen Zapfen 26'sitzenden Arme 25 und 27 gedroht worden, und zwar, dass der durch Feder 24 gefederte Arm 25 durch einen Stift 23 auf dem Ringe 17 freigegeben wird (Fig. 3). Der zweite Arm 27 vermag dadurch in seinem Schlitze 28 den Stift 34 des
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begonnen werden kann (Fig. 6).
Auch eine teilweise Drehung des Schlüssels ist durch die beschriebene Einrichtung unmöglich gemacht. Das Triebwerk kann erst in Gang gesetzt werden, wenn der Schlüssel herausgezogen ist. Bleibt der Schlüssel stecken, so kommt die aufgezogene Feder nicht zur Entspannung. Zur Hemmung ist im Ausführungsheispiel ein Drahtbügel 36 angewandt, weiclet den Windfllügel 32 anhält.
Dieser Bügel 36'wird durch den Schlitten 29 bewegt,
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Wird der Schlüssel herausgezogen, so geschicht diese Bewegung des Schlittens 29 unter Entspannung der Feder 24, wodurch der am Schlitten befestigte Stift 84 den Drahtbügel
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Freigabe erfolgt, so kann die Kontaktscheibe, deren Zähnezahl in jedem Apparate der Wächter-K & ntroll-Anlage eine andere ist, 80 dass bei 25 Stormschluüapparaten 25 verschiedene Kontaktzahlen vorhanden sind, durch das Triebwerk die Stromschlüsse herstellen, die. in der Zentralstelle teils auf elektromagnetischem, teils auf mechanischem Wege das Kinstotien und Drucken der Kontrolltypenräder auf einen Kontrollstreifen veranlassen
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. sTromschluüapparat für elektrische Wächter-Kontroll-Einrichtungen mit einer von einem mittels Schlüssels aufziehbaren Fedwerwerk getriebenen Stromschtussscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Verhinderung einer unvollständigen Umdrehung in. bekannter Weise mit einer Sperrnaso (2) versehene Schlüssel (1) kurz vor Beendigung der Umdrehung
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zur Verhinderung der Weiterdrehung des Schlüssels in der Sperrlage und eine Sperrung (29, 30) zur Verhinderung der Wiedereinführung des abgezogenen Schlüssels einrückt, wobei letztere bei ihrer Betätigung die Hemmung des Triebwerkes aufhebt.