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Rahmenlose Zweischienenlaufkatze
Kranlaufkatzen bestehen aus der Tragkonstruktion und den Getrieben für das Heben der Last und das
Fahren der Katze.
Zur Verminderung des Eigengewichtes der Laufkatze wurden zwecks Einsparung der Tragkonstruktion die Getriebekasten bekanntlich schon als Elemente der Tragkonstruktion herangezogen. So ist eine Zwei- schienenlaufkatze bekannt, die sämtliche Getriebe für das Fahr- und Hubwerk in einem einzigen Getrie- bekasten vereint hat und dieser, als Längsmittelträger ausgebildet, auch noch die Lagerung der fliegen- den Seiltrommeln besitzt. Es ist dies eine Spezialkonstruktion mit Querträgern für die Laufräder und mit über einem dieser Träger frei angeordneter Laufradantriebswelle und ebenso frei angeordneten Zahnrad- übersetzungen beiderseits zu den Laufradern.
Eine andere Zweischienen-Kranlaufkatze vereint ebenfalls alle Getriebe in einem als Längsträger ausgebildeten Getriebekastenseitlicher Anordnung, wobei die Trommellagerung mit einem Laufradwellenkasten vereint ist und nur noch ein fliegend angeordnetes Laufrad die Stützung des Getriebekastens bewirkt.
Auch diese sehr luftige Bauweise mit drei Rädern stellt, wie die andere, eine Spezialkonstruktion für einzelne Fälle dar, aber beide sind keine Lösung für die Bildung. von Baublockeinheiten, mlt denen andere
Katzenbauarten nach Baukastensystem gebildet werden können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Vermeidung jeglicher Tragkonstruktion und die Schaffung einer rahmenlosen Zweischienenlaufkatze, beider die Getriebekasten für Hub-und Fahrwerk samt Laufradwellenkasten die Tragkonstruktion bilden.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Elemente der Laufkatze, u. zw. der Katzenfahrwerkskasten, der Hubwerkskasten und der Laufradwellenkasten. als vorfabrizierte, genormte Baueinheiten ausgebildet und nach dem Baukastenprinzip zusammensetzbar sind, wobei der Katzenfahrwerkskasten als biegefester Querträger aus einem Fahrwerksgetriebekasten und beiderseits desselben angeschlossenen Auslegern, die die eine Auflagerkraft der Katze zu den Laufradlagern hin übertragen, ausgebildet ist und den Fahrwerksantrieb enthalt, wobei weiters der Laufradwellenkasten als Quertrager ausgebildet ist und die zweite Auflagerkraft der Katze auf die Lager der nicht angetriebenen Laufräder überträgt und wobei weiters der Hubwerkskasten als den Katzenfahrwerkskasten und den Laufradwellenkasten verbindender Langsträger ausgebildet ist,
welcher die Auflagerkräfte der Trommeln einerseits auf den Katzenfahrwerkskasten und anderseits auf den Laufradwellenkasten überträgt, und wobei gegebenenfalls einzelne Hilfsträger, bei beidseitiger Trommellagerung, die Auflagerkräfte dieser Trommellager zu den Laufradlagern leiten.
Auf diese Weise können ohne einen speziellen Rahmen die einzelnen genormten Baueinheiten durch lösbare oder nicht lösbare Verbindungen zur gesamten Tragkonstruktion der Laufkatze zusammengesetzt werden, so dass mit wenigen Varianten von vorfabrizierten Einzeleinheiten eine Vielzahl von fertigen Baumustern im Baukastensystem erzielt werden kann.
Der Hubwerksgetriebekasten gleicht einem Träger, der an seinen Enden gelagert und befähigt ist, die gesamte Nutzlast zu tragen. Er ist einerseits auf dem Katzenfahrwerkskasten, anderseits auf dem Laufradwellenkasten aufgesetzt und mittels lösbaren oder unlösbaren Verbindungen angeschlossen ; er ist somit als Katzenlängsträger vorgesehen. Er ist weiters dadurch gekennzeichnet, dass er die Hubwerksgetriebe und die Trommellagerungen aufnimmt und für Katzen ohne Hilfshub einen kurzen Kastenunterteil und für Katzen mit Hilfshub einen langen Kastenunterteil aufweist und zu dem, für beide Fälle. gleichen Kastenober- teil des Haupthubes ein kleinerer Kastenoberteil für den Fall eines Hilfshubes hinzutritt.
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Der Fahrwerksgetriebekasten ist gleichfalls als biegefester Träger ausgebildet, der an seinen Enden in den Laufradlagern aufliegt und die Auflagerkraft des Hubwerksgetriebekastens, bei dessen mittigem Aufliegen, zu tragen im Stande ist. Der Fahrwerksgetriebekasten besteht aus dem eigentlichen Getriebekasten und den beiderseits biegesteif angeschlossenen Auslegern zu den Laufradlagern, die als Rohrstutzen ausgebildet sind.
Der Fahrwerksgetriebekasten ist als Katzen-Querträger vorgesehen, wobei die Ausleger, je nach der Spurweite der Katze und je nach Anordnung des Hubwerksgetriebekastens, von verschiedener Länge sind.
Im Innern der Ausleger des Fahrwerksgetriebekastens ist je eine Laufradwelle beiderseits des Getriebekastens in je einem Laufradlager und Hilfslager gelagert, die an den Enden zum Getriebekasten hin durch je eine lösbare Kupplung, z. B. eine Schalenkupplung, mit einer Zwischenwelle, auf der das Antriebsrad für den Rädertrieb befestigt ist, verbunden sind. Durch diese erfindungsgemässe Ausführung ist es möglich, bei abgehobenem Getriebekastendeckeldie festgeschraubten oberen Kupplungshälften beiderseits zu lösen und die Zwischenwelle mit dem Zahnrad auszubauen, ein Vorgang, der bei durchlaufender Laufradwelle nicht möglich wäre.
Der Laufradwellenkasten nimmt die Lagerung der nicht angetriebenen Laufräder auf und leitet die Auflagerkraft des Hubwerksgetriebekastens zu den Laufradlagern.
Bei seitlicher Anordnung des Hubwerksgetriebekastens dient der Laufradwellenkasten zur Aufnahme der Ausgleichsrollenlagerung ; er ist somit als zweiter Katzen-Querträger vorgesehen.
Verbindungs-Hilfsträger sind fallweise erforderlich, wenn äussere Trommellager angeordnet werden, und fungieren als Katzen-Längsträger.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einzelnen Baumustern und in der Verwendbarkeit der
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tigem Hubwerksgetriebekasten und Verbindungs-Hilfsträgern für die Trommel-Aussenlager ohne Hilfshubgetriebe ; Fig. 2b eine Draufsicht auf eine rahmenlose Laufkatze mit mittigem Hubwerksgetriebekasten und Verbindungs-Hilfsträgern für die Trommel-Aussenlager mit Hilfshubgetriebe ; Fig. 3a eine Draufsicht auf eine rahmenlose Laufkatze mit seitlicher Anordnung des Hubwerksgetriebekastens und Verbindungs-Hilfsträgers für das Trommel-Aussenlager ohne Hilfshubgetriebe ; Fig. 3b eine Draufsicht auf eine rahmenlose Laufkatze mit seitlicher Anordnung des Hubwerksgetriebekastens und Verbindungs-Hilfsträgersfürdas Trom- mel- Aussenlager mit Hilfshubgetriebe ;
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine rahmenlose Greifer-Laufkatze mit zwei gleichen seitlichen Hubwerksgetriebekasten ; Fig. 5 eine Draufsicht auf eine rahmenlose Laufkatze mit zwei Hubwerksgetriebekasten für den Haupthub und einem Mittel-Hilfsträger ; Fig. 6a eine Draufsicht auf einen Hilfsrahmen ; Fig. 6b eine Draufsicht auf eine Laufkatze mit Hilfsrahmen und in Fig. 7 einen Schnitt durch den Fahrwerksgetriebekasten.
Im gezeichneten Beispiel, Fig. l, ist die rahmenlose Laufkatze einfachster Bauart, als Standardbauart, in Draufsicht dargestellt und zeigt den mittigen Hubwerksgetriebekasten 1 aufgelagert auf dem Fahrwerksgetriebekasten 2 und dem Laufrad-Wellenkasten 3. Im Hubwerksgetriebekasten 1 sind die fliegenden Seiltrommeln 4 gelagert. Am Laufrad-Wellenkasten 3 ist der Hubmotor 6 und am Fahrwerksgetriebekasten 2 der Fahrmotor 7 aufgesetzt ; die Anordnung der Laufräder 5 ist ersichtlich.
In den Fig. 2a und 2b ist im Prinzip die gleiche Anordnung wie die in Fig. l dargestellt, nur mit einer zusätzlichen Aussenlagerung der Seiltrommeln 12 bzw. 18 in den Verbindungs-Hilfsträgern 11 bzw. 17. Die übrigen Bauteile, wie Hubwerksgetriebekasten 8 bzw. 14, Fahrwerksgetriebekasten 9 bzw. 15, Laufrad-Wellenkasten 10 bzw. 16 sowie die Laufräder 13 bzw. 20 sind die gleichen wie in Fig. l. In Fig. 2b ist im Vergleich zu Fig. 2a noch ein Hilfs-Hubgetriebe mit Seiltrommel 19 vorgesehen. Weiters ist in Fig. 2b die Anordnung der einzelnen Antriebsmotoren : Haupthubmotor 21, Hilfshubmotor 22 und Fahrwerksmotor 23 dargestellt.
In den Fig. 3a und 3b sind rahmenlose Laufkatzen mit seitlich gelagertem Hubwerksgetriebekasten 24 bzw. 30 dargestellt. Beide Laufkatzen weisen wieder als Querträger den Fahrwerksgetriebekasten 25 bzw. 31 und den Laufrad-Wellenkasten 26 bzw. 32 sowie den Verbindungs-Hilfsträger 27 bzw. 33 auf. An dem Laufrad-Wellenkasten 26 bzw. 32 ist eine Ausgleichsrollenlagerung angeschlossen. Der Seiltrommel 28 bzw. 34 ist in Fig. 3b eine Seiltrommel 35 für den Hilfshub hinzugefügt. Die Anordnung der Laufräder 29 bzw. 36 sowie der Antriebsmotoren für den Haupthub 37, den Hilfshub 38 und das Fahren 39 ist entsprechend veranschaulicht.
In Fig. 4 ist eine rahmenlose Greiferlaufkatze dargestellt, deren gleiche Hubwerksgetriebekasten 40 gegeneinander um 1800 gedreht, seitlich auf dem Fahrwerksgetriebekasten 41 und dem Laufrad-Wellenkasten 42 gelagert sind. Dazwischen befinden sich die beiden Seiltrommeln 43. Die Laufräder 44 und die
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Antriebsmotoren für die Hubwerke 45 und für das Fahrwerk 46 sind in ihrer Lage ersichtlich.
In Fig. 5 ist die Anordnung einer besonders schweren rahmenlosen Laufkatze mit zwei getrennten Hubwerksgetriebekasten 47 für die beiden Seiltrommeln 51 dargestellt, welch letztere auf einem Mittelträger 50 ihre innere Lagerung finden. Als Querträger fungieren wieder der Fahrwerksgetriebekasten 48 und der Laufrad-Wellenkasten 49. Die beiden miteinander gekuppelten Hubmotoren 53, der Fahrmotor 54 und die Laufräder 52 sind in ihrer Lage ersichtlich.
In Fig. 6a ist ein Hilfsrahmen mit seinem Langsträger 55, dem Querträger 56 mit Ausgleichsrollenlagerung, dem Querträger 57 für die Fahrwerksgetriebelagerung und den Laufradlagerungen 58 dargestellt.
Dieser Hilfsrahmen dient für den Aufbau der in Fig. 6b dargestellten Laufkatze mit einseitigem Hubwerksgetriebekasten 59, der Seiltrommel 60 mit ihrer Lagerung am Längsträger 55, dem Fahrgetriebe 61 und den in je zwei Lagern ruhenden Laufrädern 62. Die Antriebsmotoren für das Hubwerk 63 und für das Fahrwerk 64 sind in ihrer Lage gekennzeichnet.
In ähnlicher Weise können Hilfsrahmen für andere Anordnungen ausgeführt werden, z. B. für Anord- nung des Hubwerkskasten in der Mitte, mit oder ohne Hilfshub, sowie für Greiferkatzen und Katzen mit zwei seitlichen Hubwerkskasten, entsprechend Bauart Fig. 5, jedoch mit Hilfsrahmenteilen. Bei letzteren Fällen entfällt der Träger 55, so dass der Hilfsrahmen nur aus den beiden Querträgern besteht.
In Fig. 7 ist schliesslich ein Vertikalschnitt durch den Fahrwerksgetriebekasten und die seitlichen Ausleger dargestellt, um die Vorteile dieser erfindungsgemässen Konstruktion zu veranschaulichen. Die Laufradwellen 69 sind nach aussen hin zu den Laufrädern 74 in den Laufradlagern 67 und nach innen hin zum Getriebekasten lib in den Hilfslagern M gelagert, in dem inneren Zwischenraum zwischen den beiden Laufradwellen ist mit je einer Art Schalenkupplung 73 die Zwischenwelle 70 eingefügt, die das Antriebszahnrad 71 aufgekellt trägt, das mit dem Antriebsritzel 72 kämmt. Durch diese konstruktive Gestaltung ist die Demontage der Zwischenwelle 70 und des Zahnrades 71 vom Getriebekasten her, durch Lösen der oberen Schalen der beiden Kupplungen 73, ermöglicht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rahmenlose Zweischienenlaufkatze, bei der die Getriebekasten für Hubwerk und Fahrwerk samt Laufrad-Wellenkasten die Tragkonstruktion bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Elemente
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wobei der Katzenfahrwerkskasten als biegefester Querträger aus einem Fahrwerksgetriebekasten und beiderseits desselben angeschlossenen Auslegern, die die eine Auflagerkraft der Katze zu den Laufrädern hin übertragen, ausgebildet ist und den Fahrwerksantrieb enthält, wobei weiters der Laufrad-Wellenkasten (3)
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nen Laufräder überragt und wobei weiters der Hubwerkskasten als den Katzenfahrwerkskasten und den Laufrad-Wellenkasten verbindender Längsträger ausgebildet ist, welcher die Auflagerkräfte der Trommeln (4)
einerseits auf den Katzenfahrwerkskasten und anderseits auf den Laufradwellenkasten überträgt, und wobei gegebenenfalls einzelne Hilfsträger (17), bei beidsemger Trommellagerung, die Auflagerkräfte dieser Trommellager zu den Laufradlagern leiten.