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Prüfeinrichtung für photoelektrische Fadenreiniger
Es sind Einrichtungen zum Ausscheiden von Fehlerstellen, d. s. örtliche Verdickungen oder Ver- engungen, in durchlaufendem, strangförmigem Material bekannt (sogenannte Fadenremlger), welche insbesondere an Spulmaschinen in der Textilindustrie verwendet werden. Es ist dabei meist eine Vielzahl von photoelektrischen Fadenreiniger-Aggregaten nebeneinander an einer Spulmaschine angeordnet, in- dem nämlich jedem der gleichzeitig umgespulten Fäden ein solches Aggregat zugeteilt ist. Dabei können sämtliche Aggregate bzw. Lampen an ein gemeinsames Speisegerät angeschlossen sein, und es ist vor- zugsweise die Fehlerschwelle, auf welche die Fadenreiniger ansprechen, einstellbar, wobei die Ein- stellung für alle Aggregate ebenfalls gemeinsam erfolgen kann.
Es ist nun bei diesen Fadenreinigern im praktischen Betrieb von grosser Bedeutung, dass deren An- sprechschwelle von Zeit zu Zeit überprüft werden kann, um die gewünschte Reinigungswirkung und die
Gleichmässigkeit derselben bei den benachbarten Aggregaten sicherzustellen, denn wenn Veränderungen der Ansprechschwelle nicht rechtzeitig erkannt werden, so ist die Zweckmässigkeit des Fadenreinigers über- haupt in Frage gestellt. Bisher war die Kontrolle der Empfindlichkeit nur derart moglich, dass die einzel- nen Aggregate ausgebaut und deren Empfindlichkeit im Lager nachgewiesen wurde.
Die Erfindung soll ermöglichen. die Empfindlichkeit sämtlicher angeschlossener Aggregate an der
Maschine selbst in kurzer Zeit auch durch Nichtfachleute überprüfen zu lassen. Die erfindungsgemässe
Prüfeinrichtung ist gekennzeichnet durch wahlweise einschaltbare Schaltmittel zum periodischen. impulsweisen Verändern der Lampen-Speisespannung, wobei die Amplitude der Veränderung einstellbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes soll nachstehend an Hand der Zeichnung beschrieben werden.
Die Lampen L einer Mehrzahl von Fadenreiniger-Aggregaten F sind an die gemeinsamen Speiseleitungen a angeschlossen. Zu den Aggregaten F führt ferner eine Leitung b, über welche die Ansprechschwelle bzw. die Reinigungswirkung aller Aggregate gemeinsam einstellbar ist. Dies erfolgt durch Abgriff einer Spannung am Potentiometer P, welche als Bezugsspannung in einem Impulshöhendiskriminator dient.
Die Speisespannung U für die Lampen wird durch eine an sich bekannte Stabilisierungsschaltung mit den Transistoren T4, T5 und T6 gebildet, so dass die Lampenspeisung von Neztspannungs-'und Belastungs- änderungen unabhängig ist. Die Spannung U wird dabei durch die am Emitter von T4 liegende Referenzspannungbestimmt, welche an dem zur Zenerdiode Z parallelgeschalteten, aus den Widerständen Rl und R2 gebildeten Spannungsteiler abgegriffen wird.
Zur periodischen, impulsweisen Veränderung der Lampen-Speisespannung U zwecks Nachprüfung der Reinigungswirkung der Fadenreiniger-Aggregate ist nun ein über den Schalter S (Prüftaste) wahlweise einschaltbarer Taktgeber vorgesehen, welcher durch die Transistoren Tl und T2 gebildet wird. Diese Transistoren sind als unsymmetrischer Multivibrator geschaltet, welcher am Widerstand Re negative Rechteckimpulse von beispielsweise etwa 0, 1 sec Dauer im Abstand von etwa einer Sekunde erzeugt. Der Transistor T3 wirkt als Schalter, der von den genannten Spannungsimpulsen gesteuert wird.
Die normalerweise nicht leitende Emitter-Kollektorstrecke von T3 wird bei jedem Impuls während etwa'0, 1 sec leitend, wobei der einstellbare Widerstand Rv zum Widerstand R2 des Spannungsteilers parallelgeschaltet wird, so dass die Referenzspannung der Stabilisatorschaltung herabgesetzt wird. Die Amplitude der Ände-
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rung kann an Rv eingestellt werden.
Da die Ausgangsspannung U der Referenzspannung folgt, ändern die Lampen L aller angeschlossenen Aggregate F impulsweise ihre Helligkeit, was an der Photozelle der Aggregate den Durchlauf einer Fehlerstelle von bestimmter Grösse vortäuscht. Übersteigt die in der beschrie- benen Weise zu Prüfzwecken erzeugte Helligkeitsänderung der Lampen den am Potentiometer P eingestell- ten Ansprechwert, so müssen im Takt der Impulse an Re, also im Abstand von etwa einer Sekunde, sämtliche Aggregate F ansprechen, was leicht an der Bewegung der Schneidmesser ersichtlich ist.
Zur Nachprüfung der Empfindlichkeit der Fadenreiniger-Aggregate ist also nur das Potentiometer P auf den gewünschten Schwellenwert einzustellen und der Schalter S zu schliessen. Spricht nun bei einem Aggregat das Schneidmesser nicht periodisch im Takt des Multivibrators an, so ist dies ein Zeichen dafür, dass dessen Empfindlichkeit nicht dem vorbestimmten Wert entspricht. Durch Einstellen des Potentio- meters P können selbstverständlich sowohl negative als auch positive Veränderungen der Empfindlichkeit überprüft werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Prüfeinrichtung für photoelektrische Fadenreiniger mit einstellbarer Ansprechschwelle, gekenn- zeichnet durch wahlweise einschaltbare Schaltmittel zum periodischen, impulsweisen Verändern der Lampen-Speisespannung, wobei die Amplitude der Veränderung einstellbar ist.