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Schlagrad für Schlagmühlen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schlagrad für Schlagradmühlen, bestehend aus einer Radscheibe und einer Ringscheibe, die durch mit Schlagplatten bewehrte Stege miteinander verbunden sind, wobei die Stege mit ihren seitlichen Flanschen in konzentrische, im übrigen mit auswechselbaren Füllstücken ausgefüllte Ausnehmungen der Scheiben eingreifen.
Derartige Mühlen finden insbesondere für die Versorgung von Dampfkessel-Feuerungen mit Kohlenstaub Anwendung. Beim Betrieb von Dampfkesseln wirken sich Stillstandzeiten der Mühlen, die zur Auswechslung der Verschleissteile erforderlich werden, auf die Betriebsbereitschaft bzw. die Leistung der Kessel aus, u. zw. um so mehr, je grösser die Kessel und die Durchsatzleistungen der Mijlen sind. Infolgedessen sind die Forderungen nach langen Betriebszeiten der Mühlen. kurzem Zeitbedarf für das Auswechseln der Verschleissteile und geringem Personalaufwand hiefür berechtigt.
Die bisherigen Schlagradkonstruktionen befriedigten hinsichtlich der Auswechselbarkeit der'Verschleissteile nicht. Wesentliche Verbesserungen werden nach der Erfindung dadurch erzielt, dass die Stege an der Auflagefläche der Schlagplatten eine gegen das Radinnere gerichtete Stufe besitzen, in die eine entsprechende Gegenstufe an der äussersten Schlagplatte eingreift, wobei die Rad- und Ringscheibe zwi- schen den Stegflanschen und Enden der Schlagplatten mit auswechselbaren, aus mehreren Teilstücken bestehenden Schleissblechen abgedeckt sind,
von denen das in Umfangsrichtung unmittelbar vor den Schlagplatten liegende Teilstück eine etwa keilförmige Gestalt hat und mit dem schmäleren Ende gegen den Aussenrand des Schlagrades gerichtet ist. Bei dieser Schlagradkonstruktion ist das leichte und scnnelle Auswechseln der Schlagplatten auf einfachste Weise möglich, indem die keilförmigen Schleissbleche von den Scheiben gelöst, die äussersten Schlagplattenteilstücke in Umfangsrichtung von der Stufe abgezogen und dann alle Teilstücke nach aussen aus dem Rad herausgezogen werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt die Fig. 1 einen teilweisen Querschnitt durch ein Schlagrad senkrecht zur Mühlenachse, die Fig. 2 einen teilweisen Querschnitt nach Linie a-b in Fig. l, Fig. 3 einen teilweisen Querschnitt nach Linie c - d in Fig. l, Fig. 4 einen teilweisen Querschnitt nach Linie e - f in Fig. l, Fig. 5 einen teilweisen Querschnitt nach Linie g-h in Fig. l.
Das Schlagrad besteht aus der auf der Mühlenwelle befestigten Nabenscheibe 1 und der Ringscheibe 2 sowie den Stegen 3. Letztere tragen an ihren Enden Flansche 13, die mit beiden Scheiben l, 2 durch Nieten verbunden sind. Die Nabenscheibe besitzt die ringförmige Ausnehmung 4 mit oberem Rand 5 bzw. unterem Rand 6. Die Ringscheibe 2 besitzt eine entsprechende Ausnehmung 4'mit oberem Rand 5'. Die Stege 3 greifen in die Ausnehmungen ein und liegen mit ihren Absätzen 7 an den Rändern 5 bzw. 5'an. In Drehrichtung des Rades vor den Stegen 3 sind in die Ausnehmungen Füllbleche 8 eingesetzt und mit Schrauben an den Scheiben befestigt. Die Bleche 8 liegen oben ebenfalls an den Rändern 5 an und gleichen in ihrem Bereich mit ihrer Dicke die Tlete der Ausnehmung aus.
Zwischen den Blechen 8 und den Flan- schen 13 der Stege befinden sich Schleissschutzplatten 9, die mit ihren Absätzen 17 sich gegen die Ränder j bzw. 5'legen und an beiden Scheiben angeschraubt sind. Die Schläger des Rades sind jeweils aus meh-
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reren Stäben 11 und einer Platte 10 zusammengesetzt. Die Platte 10 liegt mit ihrer Ansatzleiste 12 an der Stufe 15 des Steges und die Stäbe 11 an der Platte 10 an. Gegen ein Ausweichen in der Drehrichtung beim An- oder Auslaufen des Rades werden die Stäbe 11 und die Platte 10 durch Keile 14 gehalten, welche sich an die Schleissplatten 9 anlehnen und durch Schrauben gesichert sind. Gegen Ausweichen zur Mühlenachse hin bei gleichem Betriebszustand halten Füllstücke 16 die Stäbe und Platten in ihrer Lage.
Bei normalem Umlauf des Rades werden die Stege 3, die Füllbleche 8, die Schleissplatten 9, die
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platten 10 und Schlagstäbe 11, u. zw. mittelbar von den Stegen 3. Weder die Schlagplatten noch die Schlagstäbe besitzen an ihren Enden Vorsprünge oder Ausnehmungen. Die Schlagplatten und Schlagstäbe können wahlweise entweder nach Abnahme det Schleissbleche 14 zum Radumfang hin oder aber durch Abnahme der Füllstücke 16 zur Mühlenwelle hin ausgewechselt werden. Die Stegflansche 13, Schleissplatten 9 und Schleissbleche 14 und Füllstücke 16 bilden sowohl an der Nabenscheibe als auch an der Ringscheibe glatte Flächen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schlagrad für Schlagradmühlen, bestehend aus einer Radscheibe und einer Ringscheibe, die durch mit Schlagplatten bewehrte Stege miteinander verbunden sind, wobei die Stege mit ihren seitlichen Flanschen in konzentrische, im übrigen mit auswechselbaren Füllstücken ausgefüllte Ausnehmungen der Scheibeneingreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (3) an der Auflagefläche der Schlagplatten eine gegen das Radinnere gerichtete Stufe (15) besitzen, in die eine entsprechende Gegenstufe (12) an der äussersten Schlagplatte eingreift, wobei die Rad- und Ringscheibe zwischen den Stegflanschen (13) und Enden der Schlagplatten mit auswechselbaren, aus mehreren Teilstücken bestehenden Schleissblechen abgedeckt sind, von denen das in Umfangsrichtung unmittelbar vor den Schlagplatten (10,11) liegende Teilstück (14)
eine keilförmige Gestalt hat und mit dem schmäleren Ende gegen den Aussenrand des Schlagrades gerichtet ist.