AT227435B - Verfahren zur Herstellung eines Filzhohlkörpers und danach hergestellter Filzhohlkörper - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Filzhohlkörpers und danach hergestellter FilzhohlkörperInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung eines Filzhohlkörpers und danach hergestellter Filzhohlkörper
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<Desc/Clms Page number 2>
bzw.sem, wie z. B. Zellwolle, Baumwolle, Kunststoffasern, zugerichtet und ohne Belassung eines überstehen- den Filzmassenrandes für eine randmässige Überlappung beim Zusammensetzen des Rohkörpers bis zur
Schablone weggeschnitten. Bei der nachfolgenden Verfilzungsbehandlung schrumpft der zusammenge- setzte Rohkörper, dessen sich stumpf stossenden Teile dabei nur anfänglich des Zusammenhalten bedür- fen, auf die endgültig gewünschten Abmessungen ; er wird dann auf die entsprechende Form gestülpt, feingewalkt und getrocknet. Der erhaltene Fertigkörper, z.
B. ein modischer Hut oder Schuh unsymme- trischer Gestalt, bewahrt zuverlässig seine Gestalt, da der Filz in allen Teilen des Erzeugnisses natürliche
Struktur und Gleichheit aufweist und die genauen Massverhältnisse schon beim Rohkörper vorhanden sind.
Bei den erfindungsgemäss zugerichteten und zum Rohformkörper aneinandergesetzten verfilzbaren
Flachkörpern können die stumpf aneinanderstossenden Ränder durch eine zick-zackartig verlaufende Naht aneinandergeheftet werden. Eine Zick-Zack-Naht schafft im vorliegenden Falle nur vorübergehend eine
Verbindung. Bei der Verfilzungsbehandlung schrumpft nämlich auch die Verbindungsstelle, so dass die Fä- den der Zick-Zack-Naht sich ausbiegen und nicht mehr auf Zug beansprucht werden. Sie wirken dann praktisch nur ebenso wie jede andere Faser des Filzmaterials.
Das Zusammenhalten der stumpf Stoss gegen Stoss gelegten verfilzbaren Flachkörper kann auch durch vorübergehendes Klammern der Stossstellen geschehen.
Da die Stoss gegen Stoss gelegten Ränder nach kurzer Verfilzungsbehandlung sich gegenseitig selbst halten, kann auch auf besondere Hilfsmittel für ein Zusammenhalten der sich stossenden Teile verzichtet werden. Für das Anfilzen lassen sich die Teile auch mit der Hand zusammenhalten.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen eines Filzhohlkörpers gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Filzrohmassekörper, der einen Vorkörper des endgültigen Erzeugnisses darstellt, Fig. 2 den formfertigen Filzhohlkörper, Fig. 3 die Randteile von stumpf Stoss gegen Stoss gelegten Teilen bei einem Vorkörper aus Filzrohmasse, im Schnitt, Fig. 4 die gleichen Randteile gemäss Fig. 3 beim formfertigen Filzhohlkörper.
Der Vorkörper gemäss Fig. 1 entspricht in seinen Abmessungsverhältnissen vollkommen dem formfertigen Filzhohlkörper, gemäss Fig. 2. Während bei dem Vorkörper die einzelnen Fasern locker, gewissermassen gegenseitig nur eingehakt liegen und der Körper selbst nicht formhaltend ist, befinden sich bei dem Körper gemäss Fig. 2 die einzelnen Fasern unter Beibehaltung des ursprünglichen Einhakverbandes dichter beeinander in vielfachem Eingriff, so dass das Filzmaterial im getrockneten Zustand nunmehr auch formhaltig ist. Der Vorkörper ist massgerecht und durch eine natürliche Verdichtung des Materials, aus dem er gebildet ist, in einen massgenauen Formkörper gewandelt.
Die lockere Lagerung der Fasern gemäss Fig. 3 gestattet ein gegenseitiges Fasereindringen an den Stossseiten der stumpf und scharf gegeneinandergesetzten Teile des Filzrohmassekörpers. Dadurch tritt, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, auch an solchen Stellen ein inniger und fester Faserverband ein. Das Fertigerzeugnis ist in allen seinen Teilen in Porigkeit und Wandstärke, in Atmung und Wärmedämmung gleich.
Der gebrauchsfertige Filzkörper, z. B. Schuh, weist lediglich im Bereich der Verbindungsstellen etwa 1 cm breite streifenförmig verlaufende Zonen auf, welche in bezug auf die übrigen Teile des Erzeugnisses die gleiche Dicke des Materials, jedoch zum Teil kürzere Fasern, aufweisen.
Infolge der Genauigkeit des Fertigerzeugnisses in bezug auf seine vorher bestimmbare Gestalt und Abmessung sind beispielsweise für Schuhe nahtlose an sich bekannte Innenschuhe herstellbar, bei denen die Aussenabmessungen genau mit der Innenabmessung des Aussenschuhes aus Gummi, Leder, Plastik, Holz usw. übereinstimmen. Dadurch unterbleibt bei solchen kombinierten Fussbekleidungen eine Faltenbildung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Filzhohlkörpers, bei welchem Ränder von Hohlkörpern aus verfilzbarem Flachmaterial unter Anwendung einer Verfilzungsbehandlung zusammengearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper aus Flachkörpern vorgefilzten Materials, die zueinander im Schrumpfverhältnis das genaue Mass der betreffenden Teile des formfertigen Erzeugnisses aufweisen, mit ihren zu vereinigenden Rändern ohne Überlappung stumpf aneinanderstossend zusammengesetzt und in dieser Lage gehalten der Verfilzungsbehandlung unterworfen werden, wonach nach Aufstülpen auf eine dem Erzeugnis entsprechende Form in an sich bekannter Weise Feinwalken und Trocknen folgt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die stumpf aneinanderstossenden Ränder mittels einer zick-zackartig verlaufenden Naht aneinandergeheftet werden. <Desc/Clms Page number 3>3. Filzkörper, insbesondere S. : huh, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Filzkörper im Bereich der Verbindungsstellen etwa 1 cm breite streifenförmig verlaufende Zonen aufweist, die in bezug auf die übrigen Teile des Erzeugnisses die gleiche Dikke des Materials, jedoch zum Teil kürzere Fasern aufweisen.
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| AT419658A AT227435B (de) | 1957-06-21 | 1958-06-16 | Verfahren zur Herstellung eines Filzhohlkörpers und danach hergestellter Filzhohlkörper |
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1958
- 1958-06-16 AT AT419658A patent/AT227435B/de active
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