AT22734B - Vorrichtung zum Wenden von Malz. - Google Patents

Vorrichtung zum Wenden von Malz.

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AT22734B
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Austria
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malt
shovel
floor
shovels
height
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Inventor
Gustav Eisner
Fritz Woerz
Original Assignee
Gustav Eisner
Fritz Woerz
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  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)

Description


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  Vorrichtung zum Wenden von Malz. 



   Die neuerdings benutzten Wender arbeiten hinsichtlich ihrer   Leistungsfähigkeit bereits   in vortrefflicher Weise. Mancherlei Umstände haben jedoch das Bedürfnis nach weiteren Verbesserungen in der Einrichtung sowie auch Änderungen in der Arbeitsweise hervorgerufen. So kommt besonders in Betracht, dass die   Tennenmälzoroien   bis heute noch wenig mit besonderen Kühleinrichtungen versehen sind, und dass daher im Frühherbst oder. im Winter bei plötzlich eintretendem Tauwetter oder auch bei mildem Frühjahr   überhaupt,   die Malzhaufen leicht warm werden. In diesem Falle wird es nötig, das Malzgut noch energischer als sonst zu lüften und zu wenden, was einen sehr hohen und langen Abwurf des von den Schaufeln erfassten Malzes erfordert.

   Tritt dagegen starke Kälte ein und sinkt die Tennentemperatur, so ist es nötig, den Wurf zu erniedrigen und zu verkürzen, damit das keimende Malz nicht zu viel aus dem Schwitzen kommt und nicht durch erhöhte Abkühlung an. Keimungsenergie verliert. 



   Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Malzwender, welcher eine diesen Anforderungen entsprechende Verstellung des Schaufelhubes in seiner Höhe und Länge, also eine Änderung in der Länge des   Malzabwurfea   gestattet. Eine an bekannten ähnlichen Malzwendern vorgesehene   Verstellungsvor :'ichtung bezieht   sich nur auf die Feststellung der Schaufel in der ihr gegebenen richtigen Lage und auf die   Änderung   in den Bewegungsgrössen ihrer (neben dem allgemeinen Umschwung der Schaufeln statt. findenden) besonderen Verschwenkung aus der senkrecht einstecllenden Stellung der Schaufel in die wagerechte. 



  Die dabei vorgesehene Verstellbarkeit des Kurbelzapfens hat lediglich den Zweck, den Hub der Schaufeln in bezug auf deren steilere oder minder steile Stellung um ein Geringes verändern zu können, je nach der Beschaffenheit des Tennenbodens, auf den sie bei glatter Ebene steiler auftreffen können, während sie bei nicht ganz fehlerfreien Flächen schon mehr geneigt streichen müssen, damit die Zinken sich nicht an Kanten des Pflasters oder dgl. krummstossen. Der Zweck der bekannten Einrichtungen ist also nur der, beim Montieren des Wenders die Schaufeln entsprechend der Beschaffenheit des Tennenbodens einstellen zu können, so dass das Malz stets in einer gewissen unveränderlichen Höhe über dem Boden und auf stets gleiche Entfernung von der Schaufel abgeworfen wird. 



   Damit nun ein einziger Wender für alle erwähnten Fälle ausreicht und damit dementsprechend ein willkürlich hoher und weiter bezw. niederer und kleiner Abwurf des Malzes erreicht werden kann, ist nachbeschriebene Einrichtung zur Änderung der Schaufelbewegung getroffen worden, bei der den Schaufeln jede erforderliche Verstellung gegeben werden kann. Die bisherige Sonderbewegung der Schaufeln innerhalb ihres Umlaufes fällt 
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 und in Fig. 3 in Oberansicht dargestellt, während die Fig. 4 und 5 eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung zum Verstellen des   Schallfelschwingers   in Vorderansicht und Längsschnitt veranschaulichen. 



   An dem Kran (Wagen) a von beliebiger Ausführung, der, durch einen Elektromotor getrieben, in gewisser Höhe über dem Tennenboden auf an den Seitenwänden der Tenne angebrachten Schienen langsam dahinrollt, hängt, wie bekannt, die durch einen besonderen Motor   b angetriebene Vorrichtung zum   Bewegen der Schaufeln. Dieser Motor wirkt mittels   eint r   entsprechenden Übertragung c auf eine Achse mit einer oder mehreren (hier zwei) Scheiben   d   ein, an welchen ein hängender Schaufelschwinger e derart befestigt ist, dass er höher gegen die Scheibenachse emporgezogen oder tiefer herabgelassen werden kann. 



  Diese Befestigung wird durch einen verschiebbaren Kurbelzapfen f bewirkt, welcher an einer Rippe der Scheibe oder sonstwie befestigt ist. Jede Kurbelscheibe   d   ist auf der dem Zapfen f entgegengesetzten Seite mit einem Gegengewicht   9   versehen, welches die Schwere des Schaufelschwingers einschliesslich der Schaufel ausgleicht. Bei der vorliegenden Ausführungsform hat die Scheibe an der Aussenseite einen breiten vorspringenden Rand und   die Gewiehtsmasse   ist innerhalb des   Hohlraumes   untergebracht. 



   Jeder   Schaufelschwinger   e kann aus zwei T-Schienen bestehen oder aus einer Stange oder, wie in der Zeichnung dargestellt, aus einem Rohr gebildet sein und wird unterhalb des Kurbelzapfens noch durch eine Kulissenführung oder ein verstellbares Augenlager mit einem Gleitzapfen Ja drehbar gehalten ; dieser Gleitzapfen ist daher wie der Kurbelzapfen der Höhe nach verstellbar. Die Mittel, durch welche die Verstellung des Kurbelzapfens f bewirkt wird, können beliebig gewählt werden. Beispielsweise kann (Fig. 4 und    & )   durch das eine, als   Gleitschuh ausgebildete Ende des Kurbelzapfens f eine Drchschraube f'   

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 hindurchgehen, die bei entsprechender    Drohung ein Hoch-und Niedergehen   des Gleitschubes und Zapfens bewirkt.

   Am unteren Ende des Armes e ist die Achse befestigt, 
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 wenden (Fig.   2),   welche dann an einem   Scheibenpaare   d d hängen. Jede Schaufel kann durch eine bekannte oder sonst geeignete Vorrichtung k aus der einen Arbeitslage in die andere entgegengesetzte umgestellt und in einem bestimmten Winkel (z. B. 820) zum Boden der Tenne fest eingestellt werden, je nachdem der Einstich der Schaufel in das Malz mehr senkrecht oder mehr liegend erfolgen soll. Durch die Umdrehung der Scheiben und die Bewegung des bei   h   geführten Schaufelschwingers beschreibt die Schaufel eine elliptische Bahn (punktiert), sticht an der Spitze derselben fast senkrecht in das Malz ein, kommt dann sofort in eine mehr liegende Stellung, nimmt das erfasste Malz mit sich und schleudert es am Höhepunkt der Ellipse kräftig ab.

   Während das Malz durch die Zentrifugalkraft abfliegt, wird die Schaufel zurückgezogen und kommt, nachdem sie durch entgegengesetzte Neigung des    Schaufelschwingers   aus der liegenden in die stehende Stellung gelangt ist, wieder zum Einstich in das Malz. 



   Man kann also nunmehr die Länge und   Höhe   der Ellipse und damit die Weite und   Höhe   des Abwurfes beliebig verändern. Je mehr das Lager des Gleitzapfen t emporgezogen wird, desto länger wird die Ellipse und die Weite des Abwurfes. Wird ausserdem noch der Kurbelzapfen f mehr gegen den Rand der Scheibe hin verstellt, so wird auch die Höhe des Abwurfes vergrössert, so dass also bei warmer Temperatur das Malz hoch und weit geworfen und somit kräftig durchgelüftet werden kann. Wird dagegen der Gleit- zapfen h ein wenig abwärts geschoben, dann wird die Kurvonbahn der Schaufel kleiner und der Abwurf kürzer.

   Verkleinert man auch den Hub des Schaufelschwingers an der Scheibe durch Zurückziehen des Zapfens, so wird auch die Höhe des Abwurfes niedriger und somit (bei kälterer Temperatur) die Durchlüftung des Malzes gelegentlich seiner Umwendung eine geringere. 



   Durch die vorliegende Einrichtung und Bewegungsart des verstellbaren Schaufel. schwingers wird ferner noch ein weiterer sehr wichtiger Vorteil erreicht. Die Geschwindigkeit der   Schaufel bewegung   nimmt nämlich in der Zeit zu, in der sich die Schaufel dem l (eimgute zum Einstiche nähert. Der Einstich und das Erfassen des Malzes vollzieht sich also sehr rasch, wodurch ein Zusammendrücken der Malzschicht durch die Schaufel möglichst vermieden wird, während ihre Geschwindigkeit hernach und besonders im höchsten Punkt des Abwurfes, woselbst die schwingende Malzmenge die grösste Zentrifugalkraft erreicht hat, abnimmt. Infolgedessen kann das Malz nicht mehr in Form von Klumpen von der Schaufel abgeschleudert werden, sondern es verlässt die Schaufel gelockert, also fast in einzelnen Körnern und in langen Abwurfbögen.

   Somit kommen die abgeworfenen keimenden Körner viel lockerer als früher aufeinander zu liegen ; die   umgeschaufelten   Schichten des ganzen Malzhaufens liegen daher leichter aufeinander als bei früheren Wendern, bei denen die abgeworfenen Mengen zu stark aufeinander aufschlagen. Infolge des hohen, langen   Aufschwunges   der Körner bei der   Umscbauflung   kann auch die Länge des Schaufel- einstiches in das Malz verdoppelt werden, weil die Körner mehr Luft auf einmal erhalten. 



   Die Leistung des vorliegenden Wenders ist daher in der gleichen Zeit fast doppelt so gross als bei den bisher benutzten ähnlichen Wendern. 



   Man kann bei der vorliegenden Einrichtung auch mehrere Schaufeln durch eine gemeinsame Achse betreiben. 



   Ferner kann   ma. 1   auch entweder nur eine Schaufel am Schaufelschwinger anordnen, wie gezeichnet, oder auch eine Doppelschaufel gemäss österr. Patentschrift Nr.   ! 894G     behufs Ausführung   eines oberen und eines unteren Einstiche zu gleicher Zeit. 



   Endlich ist dieser Wender auch   zur Umschauflung, Mischung, Durchlüftung usw. von   anderen Materialien als Malz in verschiedenen Betrieben verwendbar.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zum Wenden von Malz, dadurch gekennzeichnet, dass der'die Schaufeln tragende und mittels Laufkranes über den Tennenboden bewegte Schaufelschwinger (e) auf der ihn in Schwingung versetzenden Kurbelscheibe (d) mittels eines verstellbaren Kurbel- zapfens befestigt ist und 11m einen unterhalb angeordneten verstellbaren Zapfen ( schwingt, so dass sowohl die Wurfh5he als auch die Wurfweite der Schaufeln nach Er- fordernis verstellt und damit ein niederer oder hoher und kurzer oder langer Abwurf des Malzes erzielt werden kann.
AT22734D 1905-01-11 1905-01-11 Vorrichtung zum Wenden von Malz. AT22734B (de)

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